Ensemble / © Kea Gröne
Tanz

Generation Gap

Tanzabend von Johana Malédon, Fabien Prioville und Yoshiko Waki
PREMIERE
24. Oktober 2025
URAUFFÜHRUNG

AUFFÜHRUNGSDAUER
ca. 1 Stunde 20 Minuten, ohne Pause

Eine Generation, ca. 27 Jahre, steht für die Zeitspanne zwischen der Geburt eines Elternteils und des zugehörigen Kindes. Laut einer Studie (2023) betrug der Altersunterschied der Elternteile bei der Geburt ihres Sprösslings durchschnittlich sieben Jahre. Diese Premiere beleuchtet die Körperbilder und tanzsprachlichen Bindeglieder dreier Generationen von Choreograf*innen und einer Generation von Tänzer*innen.

Ganz im Sinne der Verbildlichung künstlerischer ‚Generation Gaps‘ bilden die beiden erfahreneren Choreograf*innen des Programms den Rahmen für die Kreation der jüngsten Tanz-Schöpferin:

Den Auftakt bietet Fabien Prioville, der mit seiner Company in Düsseldorf beheimatet ist und mit seiner Adaption Sides (Short) zum Nachdenken über die Begegnung von Tanz und Digitalität einlädt. Danach reflektiert Johana Malédon, eine Nachwuchschoreografin, die bei der 38. International Choreographic Competition Hannover 2024 mit dem Produktionspreis Theater Münster ausgezeichnet wurde, mit À Bientôt tänzerisch über das Thema Abschied. Zum Schluss begibt sich Yoshiko Waki, die seit 2016 mit der Tanztheater-Company bodytalk (2009) am Theater im Pumpenhaus in Münster zu erleben ist, in ihrem Tanztheaterstück auf die Suche nach dem GLÜCK.

Trailer

Inszenierungsfotos

  • Enrique Sáez Martínez, Wendel Lima de Alcantara, Hana Kato / © Kea Gröne
  • Ensemble / © Kea Gröne
  • Juan Fernando Morales Londoño, Wendel Lima de Alcantara, Valerie Yeo Hana Kato / © Kea Gröne
  • Wendel Lima de Alcantara, Juan Fernando Morales Londoño, Hana Kato, Valerie Yeo / © Kea Gröne
  • Ensemble / © Kea Gröne
  • Hana Kato / © Kea Gröne
  • Melina Solkidou, Ensemble / © Kea Gröne
  • Melina Solkidou, Ensemble / © Kea Gröne
  • Ensemble / © Kea Gröne
  • Melina Solkidou, Wende Lima de Alcantara, Johana Malédon / © Kea Gröne
  • Sebastiano Villa, Valerie Yeo / © Kea Gröne
  • Ensemble / © Kea Gröne

Pressezitate

  • Edda Breski - Fragmentarische Choreografien, in: Westfälischer Anzeiger (28.10.25)

    Ein Unterschied zwischen den Generationen lässt sich an Wenigem so festmachen wie an Technologie und dem Umgang mit ihr. Jüngere sind das Posieren vor der Kamera so gewohnt, dass sie gar nicht mehr anders können: Diese These stellt das kurze Tanzstück „2Sides“ von Fabien Prioville am Kleinen Haus in Münster auf. […] „2Sides“ ist eine geradlinige Erzählung darüber, wie das, worauf wir uns einlassen, uns formt und schlussendlich verschlingt. […] Brot wiederum ist die zentrale Metapher in Wakis „Glück“, das den Abend beschließt. Brot steht für den Menschen, der aufgefressen wird vom Krieg. Kinderjacken werden an die Rampe gestellt, in den Kapuzen stecken Brote, die die Tänzer zu verschlingen beginnen. Brotteig steht für den formbaren Menschen, der auf Krieg getrimmt wird, den anonymen Menschen.

  • Helmut Jasny - Ästhetik im Niemandsland, in: Westfälische Nachrichten (27.10.25)

    Ästhetische Bewegungen bestimmen das Bild und zeigen Menschen, die versuchen, in einem Niemandsland zwischen realer und virtueller Welt ihren Platz zu finden. […] Ein ständiger Wechsel aus Licht und Dunkelheit, aus fröhlicher Jazzmusik und drückendem Rauschen bestimmen die Szenerie. Diese widerstreitenden Gefühle nimmt der Tanz auf, wobei das Ensemble ein durchaus originelles Bewegungsvokabular entwickelt, das bei Bedarf auch Platz für Komik lässt. 

  • Andrea Kutzendörfer - Tanzaufführungen begeistern Publikum, in: Die Glocke (27.10.25)

    Eine spannende Begegnung von Digitalität und Tanz, die der französische Choreograf Fabien Prioville entwickelt hat. […] Die sehenswerte und vom Publikum bejubelte Mischung zeigt einmal mehr die tolle Wandelbarkeit des Ensembles. […] Wunderschön ist auch das Solo von Juan Fernando Morales Londoño, der in Verzweiflung zu ertrinken scheint. […] „À bientôt“ (Bis bald) erzählt von Abschied und Aufbruch. Dafür hat die Französin Johana Malédon einen (Zwischen-)Ort für die verschiedenen Zustände kreiert, in die der Mensch dabei geraten kann. Auf der Bühne entsteht eine gehetzte Atmosphäre. […] Die Tänzer schwingen riesige Sensen, am Rand der Bühne sind Puppen postiert, […] Yoshiko Waki will wissen: Wie entsteht Glück in Zeiten politischer Umwälzungen? Und wie geht es verloren?