La Traviata
mit zusätzlichen Sprechtexten von Angelika Reitzer
AUFFÜHRUNGSDAUER
ca. 2 Stunden und 45 Minuten, eine Pause
Erschöpft vom Pariser Partyleben zieht sich die tuberkulosekranke Kurtisane Violetta mit ihrem Liebhaber Alfredo aufs Land zurück. Dort finanziert sie ein abgeschiedenes Idyll, das jedoch nur von kurzer Dauer ist. Alfredos Vater zwingt Violetta, ihn zu verlassen, um den Ruf der Familie nicht zu gefährden. Violetta bleibt isoliert und gedemütigt zurück – dem Tod geweiht.
Giuseppe Verdi verwandelte Alexandre Dumas' Erfolgsroman Die Kameliendame in eine Oper, in der beispiellose romantische Opulenz auf intimen Realismus trifft. La Traviata ist als „gefallene Frau“ mit ihrer Aufrichtigkeit und Fragilität ein Mahnmal für die Grausamkeit gesellschaftlicher Normen und eine der berühmtesten Opern überhaupt. Die Inszenierung stellt der einsamen Violetta die Friedhofsgärtnerin Erika zur Seite, die die Erinnerung an Violetta lebendig hält und sich nicht kampflos ergeben wird.
Ton
- Lautstärke der Musik
- bedrohliche Atmosphäre durch Musik (vereinzelt)
Beleuchtung
- grelle, blendende Lichter
- blitzähnlicher Lichteffekt (einmalig)
Geruchs-, Tast- und Atemreize
- Nebel
Interaktives, Überraschendes
- Ensemble betritt Publikumsbereich (Einlass) und spricht Publikum an, es wird keine Interaktion erwartet
In der Inszenierung wird das Thema „Sterblichkeit“ behandelt.
Das Bühnenbild erinnert an einen Friedhof. Um diese Atmosphäre zu erzeugen werden folgende Dinge dargestellt:
- Urnen und Asche von Menschen
- Ein offener Sarg
Des Weiteren werden unterschiedliche Formen von Gewalt dargestellt:
- Körperverletzung durch Motorsäge (kein Blut)
- Gewalt an Frauen
Außerdem kommt es zur Darstellung von
- einer (übergroßen) Spritze
- Alkoholkonsum
- Rauchen (Bühnenzigarette ohne Nikotin)
- Feuer (großflächig)
- einer (übergroßen) Zunge
- einem großen, leeren Raum
- einer Person im Eichhörnchenkostüm, Baumkostüm