© Bettina Stöß
Musiktheater

Der Liebestrank (L'elisir d'amore)

Komische Oper in zwei Akten von Gaetano Donizetti
PREMIERE
20. September 2025
Dichtung von Felice Romani





AUFFÜHRUNGSDAUER
2 Stunden und 30 Minuten, eine Pause
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln.
  • Dez
  • So. 28.12.
    18.00
  • Jan
  • Sa. 31.1.
    19.30
  • Feb
  • Mi. 11.2.
    19.30
  • Sa. 21.2.
    19.30
  • Mär
  • Do. 5.3.
    19.30

Der unglücklich verliebte Nemorino möchte mithilfe eines Liebestrankes von Quacksalber Dulcamara endlich das Herz der Pächterin Adina gewinnen. Diese entschließt sich jedoch spontan zur Hochzeit mit einem anderen. Dass die Wirkung des Trankes nicht auf Zauberei, sondern auf seine Hochprozentigkeit zurückzuführen ist, ist am Ende zweitrangig. Denn durch einen anderen Vorfall ist Nemorino plötzlich ein begehrter Junggeselle und hat doch eine Chance bei Adina… Gaetano Donizettis Liebestrank, uraufgeführt 1832, zählt zu den Höhepunkten der Opera buffa im 19. Jahrhundert. Mit rasanter Komik und Figuren, die in der Tradition der Commedia dell’arte stehen sowie Musik voll tiefer Emotionen bringen die Liebeswirren alle abwechselnd zum Lachen und zum Weinen.

Inszenierungsfotos

  • Ensemble / © Bettina Stöß
  • Garrie Davislim, Robyn Allegra Parton / © Bettina Stöß
  • Garrie Davislim, Kihoon Yoo / © Bettina Stöß
  • Robyn Allegra Parton, Garrie Davislim / © Bettina Stöß
  • Ensemble / © Bettina Stöß
  • Ensemble / © Bettina Stöß
  • Garrie Davislim / © Bettina Stöß
  • Garrie Davislim, Robyn Allegra Parton / © Bettina Stöß
  • Ensemble / © Bettina Stöß

Trailer

Pressezitate

  • Jonathan Rochol – Vom Irrtum, Glück sei für Geld zu erhalten, in: Die Glocke (24.09.25)

    [Webers] überaus fein austarierte Arbeit schafft dabei den Ausgleich zwischen den komödiantischen Elementen der Opera buffa und lenkt zugleich den Blick auf die schicksalhaften Verstrickungen, von denen die einzelnen Figuren bewegt werden.

    Die Vielschichtigkeit der inhaltlichen Motive tritt in der Inszenierung zutage.

    Die farbenfrohe Musik Donizettis, das sehnsuchtsvolle Belcanto der Arien sowie die bestechende Ausdruckskraft der Chorpassagen kommt hervorragend zur Geltung. Das Ensemble agiert ausnahmslos stimmgewaltig und zugleich differenziert  im ausgewogenen Zusammenspiel mit dem Sinfonieorchester Münster. Besonders Allegra Parton und Davislim als Adina und Nemorino bestechen als dramaturgisch wie musikalisch exzellentes Duo. Mit Begeisterung wurde daher die Inszenierung vom Publikum des Premierenabends aufgenommen.

  • Harald Suerland – Geld und Gemüter im Hauptwaschgang, in Westfälische Nachrichten (22.09.25)

    Das Premierenpublikum nahm den üblichen Wunsch „Viel Spaß" ernst und sorgte am Samstag für eine umjubelte Premiere.

    Erstaunlich subtil wirkte die Inszenierung gegen Ende, als Nemorinos Hit-Arie „Una furtiva lagrima" und der Applaus für den sorgfältig differenzierende Garrie Davislim verklungen waren.

    Anna Weber choreografiert das perfekt, Sopranistin Robyn Allegra Parton kombiniert sängerische Eleganz und darstellerischen Witz aufs Feinste. Johann Hyunbong Choi, hier als Belcore ein grobschlächtiger Polizist, und Kihoon Yoo als geschäftstüchtiger Dulcamara gaben dem Protagonisten-Quartett die perfekte Basis der tiefen Stimmen.

    Was Dirigent Henning Ehlert aus dem Graben zauberte, war wohlklingend und punktgenau mit der Bühne abgestimmt [...]. Bisweilen schnurrte die Crescendo-Wellen, als hätte Kollege Rossini die Hand im Spiel. Der von Anton Tremmel präparierte Chor passte sich optimal ein.

  • Thomas Hilgemeier – Geld und Liebe, in: Theaterpur (24.09.25)

    Eine schwungvolle Liebesgeschichte mit einem Hauch von „Saturday Night Fever" und „Grease". Der Liebestrank gibt das her. 

    [Donizetti] feiert das Spiel der Liebe und ihre Leichtigkeit. Und Anna Weber und ihr Team feiern kräftig mit. Das tun sie völlig unverkrampft und gerade deshalb entsteht ein Abend, der einfach nur Spaß macht. Auch das darf, nein muss Theater können. Anna Weber stellt das mit ihrem Liebestrank unter Beweis.

    Anton Tremmels Chor ist darstellerisch und stimmlich gut disponiert dabei. Kihoon Yoo als Dulcamara ist ein echtes Verkaufstalent. Das flitternde Äußere verleiht ihm Autorität, die von seiner sonoren Stimme unterstrichen wird. Den vor Kraft nur strotzenden Polizisten Belcore singt Johan Hyunbong Choi überzeugend, klar und sicher in seiner Willensäußerung. Garrie Davislim überzeugt als Nemorino vor allem in den ruhigen, besinnlichen Momenten. Hier kann er die Qualität seiner feinen Stimme ausspielen, [...]. Robyn Allegra Parton beherrscht die Partie der vielfach Umworbenen, zeigt Zeichen dafür, dass sie das Zepter des Handelns selbst in die Hand behalten möchte.

    Henning Ehlert und das Sinfonieorchester lassen die Höhepunkte in Donizettis Partitur funkeln und setzen den Rahmen beim sehr erfolgreichen Saisonstart des Musiktheaters Münsters.

  • Sigi Brockmann – MÜNSTER/ Theater: Gaetano Donizetti „L'ELISIR D'Amore" (Der Liebestrank), in: Online Merker (28.09.25)

    Unterhaltsam gestaltet wurde diese Handlung durch die ausgefeilte abwechslungsreiche teils sehr spassige Personenführung, sowohl der Solisten, einzelner Chorsänger [...] als auch des gesamten Chors.

    Als Adina glänzte Robyn Allegra Parton stimmlich in allen Facetten der anspruchsvollen Partie. [...] Kokette Töne fand sie in ihrer Empfehlung an Nemorino, dass in der Liebe Abwechslung lohnend sei. Letzteren sang Garrie Davislim mit besonders in der Höhe kraftvollem Tenor, aber auch lyrisch in seiner Auftritts-Kavarine „Quanto è bella" (wie schön ist sie). Die berühmte Romanze „Una furtativa lagrima" gestaltet er sehr sorgfältig entwickelt und differenziert vom lyrischem p bis zum strahlendem Schluss, [...].

    Für den komischen Doktor Dulcamara hatte Kihoon Yo die passende, Heilung aller Übel versprechende, wohltönende Baßstimme des erfolgreichen Verkäufers [...]. Übertriebene Selbstsicherheit aber auch Brutalität zeigte stimmlich Johan Hyunbong Choi mit bis zu tiefen Tönen markantem Bariton.

    Opernchor und Extrachor sangen wie gewohnt präzise in der Einstudierung von Anton Tremmel. Ein besonderes Lob galt den Frauen des Chors in der Szene, als sie durch Gianetta (Yixuan Zhu) von Nemorinos neuem Reichtum durch den Tod des Erbonkels erfuhren.

    Das Sinfonieorchester Münster begleitete aufmerksam und präzise, erwähnt seien Harfe und Holzbläser zur Begleitung der „furtiva lagrima". Erfolgreich sorgte Dirigent Henning Ehlert für das Zusammenspiel zwischen Orchester und Bühne, insbesondere in den Ensembles der Solisten zusammen mit dem Chor [...].

    Das Publikum [...] geizte nicht mit Zwischenapplaus und langem Schlußapplaus für Sänger, Chor, Orchester und vor allem für den Dirigenten.