(c) Sandra Then
Schauspiel

Süßer Vogel Jugend

Tennessee Williams
PREMIERE
22. Mai 2026
Deutsch von Nina Adler

AUFFÜHRUNGSDAUER
1. Teil: 1 Stunde und 30 Minuten
20 Minuten Pause
2. Teil: 1 Stunde
  • Jul
  • Mi. 1.7.
    19.30
  • Do. 16.7.
    19.30
  • Sa. 18.7.
    19.30
  • Okt
  • Sa. 17.10.
    19.30
  • Sa. 24.10.
    19.30
  • Sa. 31.10.
    19.30
  • Nov
  • Di. 3.11.
    19.30

Süßer Vogel Jugend

Schau·spiel

 

Die berühmte Schauspielerin Alexandra ist verzweifelt.

Sie glaubt:

            Mein neuer Film ist schlecht.

            Meine Karriere ist vorbei.

            Hollywood will mich nicht mehr.

               

Alexandra lernt Chance kennen

Chance ist jung und sieht gut aus.

Alexandra will mit ihm zusammen·sein,

obwohl sie viel älter ist als Chance.  

Chance lenkt sie von ihren Problemen ab.

 

Chance flirtet mit Alexandra

Chance sagt zu Alexandra:

            Ich will dich.

Aber Chance denkt in Wirklichkeit:

            Alexandra hat ein Film·studio.

            Mit ihr werde ich ein berühmter Schauspieler.

 

Chance kehrt mit Alexandra in seine Heimat·stadt zurück

Er will seine große Liebe Heavenly wieder·sehen.

Er liebt Heavenly immer noch.

Alexandra und Chance ziehen in ein Hotel.

Sie hören Musik, nehmen Drogen und haben Sex.

Trotzdem werden sie immer hoffnungs·loser.

 

Der Politiker Finley hasst Chance

Der Politiker Finley ist Heavenlys Vater.

Finley erfährt:

            Chance ist in der Stadt.

 

Chance hat Heavenly vor vielen Jahren

mit einer Krankheit angesteckt.

Deshalb ist Heavenly krank.

Und sie kann keine Kinder bekommen.

 

Finley hat viel Macht.

Die Leute in der Stadt hören auf ihn.

Finley ist voller Hass auf Chance.

Und er steckt die Leute in der Stadt mit seinem Hass an.

 

Alexandra lässt Chance im Stich

Alexandra hat gedacht:

            Mein neuer Film ist nicht gut.

            Die Leute werden über mich lachen.

 

Aber jetzt hört Alexandra:

Die Menschen lieben ihren neuen Film.

Sofort kehrt Alexandra nach Hollywood zurück.

 

Schau·spiel von Tennessee Williams

Tennessee Williams hat das Schau·spiel geschrieben.

Man spricht seinen Namen so aus:   Tennä-ßie Will-jäms.

Er ist einer der wichtigsten Schriftsteller aus Amerika.

Ein berühmtes Stück von Tennessee Williams heißt: Endstation Sehnsucht.

Inszenierungsfots

  • Ansgar Sauren, Katharina Brenner / (c) Sandra Then
  • Bettina Ostermeier, Luise Zieger / (c) Sandra Then
  • Ansgar Sauren, Katharina Brenner / (c) Sandra Then
  • Christian Bo Salle, Katharina Rehn, Artur Spannagel / (c) Sandra Then
  • Raphael Rubino, Artur Spannagel, Ilja Harjes / (c) Sandra Then
  • Raphael Rubino, Luise Zieger / (c) Sandra Then
  • Bettina Ostermeier / (c) Sandra Then
  • Ilja Harjes / (c) Sandra Then
  • Daryna Mavlenko / (c) Sandra Then
  • Ilja Harjes, Ansgar Sauren / (c) Sandra Then
  • Ansgar Sauren, Katharina Brenner, Daryna Mavlenko / (c) Sandra Then
  • Ensemble / (c) Sandra Then
  • Katharina Brenner, Ansgar Sauren, Daryna Mavlenko / (c) Sandra Then
  • Ensemble / (c) Sandra Then
  • Katharina Brenner / (c) Sandra Then
  • Ansgar Sauren, Katharina Brenner / (c) Sandra Then
  • Ansgar Sauren, Katharina Brenner / (c) Sandra Then

Trailer

Pressezitate

  • Harald Suerland – Im Bann der Vergangenheit, in: Westfälische Nachrichten (26.05.26)

    Ansgar Sauren und Katharina Brenner verkörpern dieses ungleiche Duo ideal. So scheint der große, muskulöse Mann alle Trümpfe in der Hand zu haben, während die kleinere, ältere Frau vermeintlich nur noch zurückblicken kann. 

    Mit der Szene des gemeinsamen Gebets gestattet sich die Inszenierung eine hübsch fiese Parodie.

    Remsi Al Khalisi akzentuiert auf diese Weise den ziemlich grellen Gegensatz zwischen den beiden Handlungssträngen des Stückes.

    Zwischenzeitlich feiert der Regisseur aber auch die Komik der Langsamkeit: Wenn Daryna Mavlenko als Boss-Gespielin hingebungsvoll stockend von ihrer Fingerverletzung erzählt, während Ilja Harjes schier endlos an einem einzigen Kartoffelchip knabbert, juchzt das Premierenpublikum.

  • Kai Bremer – Showtreppe zum Scheitern, in: Nachkritk.de (23.05.26)

    Nicole Zielke (Kostüme und Bühne) hat Williams' Forderung, „an old-fashioned but still fashionable hotel" einzurichten, wunderbar erfüllt und gleichzeitig mit einer geschwungenen Showtreppe zur Rechten Raum für sowohl große als auch scheiternde Auftritte geschaffen.

    Bettina Ostermeier begleitet am Flügel zur Linken das Spiel nicht nur mit Barjazz, Bluesklassikern und einer parodistischen "As Time Goes By"-Einlage. Zudem setzt Al Khalisi auf seine Darsteller:innen

    Der Abend zeigt, dass das Stück weiterhin beeindrucken kann, wenn das individuelle Elend der Figuren ernst genommen wird.

  • Andrea Kutzendörfer – Südstaaten-Drama kommt am Ende in heutige USA an, in: Die Glocke (27.05.26)

    Ansgar Sauren spielt Chance als naiven, egozentrischen ewig Jugendliche, wie auch Del Lago, der Katharina Brenner elegant und souverän noch ein bisschen Leben einhaucht. Die „verletzlichen Bestien“ auf ihrer Suche nach dem „süßen Vogel Jugend“.

    Pianistin Bettina Ostermeier schafft es, mit ihrer Live-Musik, kurzen Gesangseinlagen und kecken Stippvisiten an der Hotelbar dem Ganzen eine lockere Note zu geben.

    Zu Beginn eher boulevardesk, legt das Stück dann eine bedrückende Wendung hin. Die zeigt sich besonders in dem berührenden Spiel von Ansgar Sauren, dessen Chance langsam, aber verzweifelt auf die brutale Tragödie zusteuert. Die Verwandlung hin zum ängstlichen, endlich in der Realität Angekommenen gelingt ihm sehr gut.

  • Sweet Bird of Youth, in: FuckNews.art (26.05.26)

    Theater Münster brought this production to its premiere, and the evening confirmed that certain texts don't need updating to feel urgent.

    The text carries the marks of that life. It is vivid, uncomfortable, and at moments almost uncomfortably close. 

    The Theater Münster production is faithful to that energy. The stage is alive, the dialogue cuts, and the actors — genuinely excellent — carry their characters with a physicality and precision you feel even in the quieter scenes. The Princess Kosmonopolis and Chance Wayne are two people using each other and knowing it, and that bitter awareness comes through in every exchange.

    [...] this production proves that theatre, when it works, doesn't leave you where it found you.