Schauspiel

Geizige

Komödie von Molière
PREMIERE
26. November 2022
Deutsch von Heike Frank

Theater entspannt-Vorstellung am 15. Dezember - 19.30 Uhr

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Molières Geburtstag jährt sich 2022 zum 400. Mal. Eine seiner berühmtesten Komödien Der Geizige erzählt von Harpagon, der seinen Nachkommen weder sein Geld, noch die Liebe, noch die Luft zum Atmen gönnen, geschweige denn vererben will und sich an alle irdischen Güter klammert, als könne er damit der Ver­gänglichkeit entgehen. Das liebe Geld wird ihm zum Fetisch, hingebungsvoll bewacht er seinen Reichtum, bis dieser eines Tages verschwunden ist. Wer ist der Dieb? Vielleicht seine Kinder, die sich nicht um ihre Chancen bringen lassen wollen? Schließlich sind sie die neue Generation. Jede*r will ein Stück vom Kuchen; Nachkommen, Bedienstete und vermeintliche Freunde. Harpagon ist also nicht alleine im Wettbewerb der egoistischen Ziele, sodass Intrigen und Verwicklungen trotz allem und fast zwangsläufig nach allen Regeln der komödiantischen Kunst zum Happy­ End führen.

Wir spielen den Klassiker in allen Rollen mit unserem Frauenensemble.

 

09
Dezember
19.30 Uhr
Großes Haus
Komödie von Molière
  • Schauspiel
15
Dezember
19.30 Uhr
Großes Haus
Komödie von Molière
28
Dezember
19.30 Uhr
Großes Haus
Komödie von Molière
  • Schauspiel
13
Januar
19.30 Uhr
Großes Haus
Komödie von Molière
  • Schauspiel
24
Januar
19.30 Uhr
Großes Haus
Komödie von Molière
  • Schauspiel
12
Februar
16.00 Uhr
Großes Haus
Komödie von Molière
  • Schauspiel
17
Februar
19.30 Uhr
Großes Haus
Komödie von Molière
  • Schauspiel
03
März
19.30 Uhr
Großes Haus
Komödie von Molière
  • Schauspiel
13
April
19.30 Uhr
Großes Haus
Komödie von Molière
  • Schauspiel
03
Mai
19.30 Uhr
Großes Haus
Komödie von Molière
  • Schauspiel
  • Agnes Lampkin, Katharina Brenner, Clara Kroneck / © Sandra Then
  • GEIZIGE Ensemble / © Sandra Then
  • Clara Kroneck, Agnes Lampkin / © Sandra Then
  • Nadine Quittner, Katharina Brenner und Ensemble / © Sandra Then
  • Agnes Lampkin / © Sandra Then
  • Katharina Brenner, Regine Andrataschke / © Sandra Then
  • Katharina Brenner, Carola von Seckendorff / © Sandra Then
  • Nadine Quittner, Clara Kroneck / © Sandra Then
  • Carola von Seckendorff / © Sandra Then
  • Quitnner, Lampkin, Brenner, Kroneck, von Seckendorff / © Sandra Then
  • Katharina Brenner / © Sandra Then
  • Rose Lohmann / © Sandra Then
  • Katharina Brenner, Regine Andratschke / © Sandra Then
  • Regine Andratschke, Rose Lohmann / © Sandra Then
  • Rose Lohmann, Clara Kroneck, Agnes Lampkin / © Sandra Then
  • Molières „Geizige“ im Großen Haus komplett von Frauen gespielt – In der Feinrippunterhose fürs Geldbad bereit

    Und das machen sie gut – angefangen beim Gesäusel in den Liebesszenen bis hin zum Slapstick beim drohenden Showdown zwischen Vater und Sohn. Gestenreich und mit ausdrucksstarker Mimik wird hier agiert. Es ist Bewegung auf der Bühne, und das Timing stimmt ebenso wie die Dosierung, sodass es zwar lustig, aber nie albern oder klamaukig wird. Und um den Ernst zu unterstreichen, den die Komödie auch mitbringt, gibt es zwischen den einzelnen Akten kurze Videos zum Thema Geld. […] Katharina Brenner spielt Harpagon mit einem gehörigen Maß an Missgunst und Polterei, was umso komischer wirkt, weil sie unter ihrem Hausmantel eine Feinrippunterhose trägt, um jederzeit für ein Geldbad à la Dagobert Duck bereit zu sein. […] Für Höhepunkte in Sachen Komik sorgt Regine Andratschke, die als gerissene Kupplerin Frosine Szenenapplaus bekommt.

     

    Helmut Jasny, Westfälische Nachrichten, 28.11.2022

  • nachtkritik.de, Max Florian Kühlem, 27. 11. 2022

    Regisseurin Cilli Drexel macht aus diesem Harpagon – wie aus allen anderen männlichen Figuren – eine klassische Hosenrolle. […] Brenner füllt diese Hosenrolle und kostet Molières Gags gut aus, wenn sie etwa selbst im Stile von Harpagons Schleimern die eigenen Vorzüge preist und als einzigen Nachteil das eigentlich ja zu vernachlässigende Leid mit dem Hals anführt – bevor sie einmal mehr zum Taschentuch greift und besonders eklig spuckt. Unter einer Luke im Bühnenboden steht ein Dagobert-Duck-artiger Schatz: Eine mit Scheinen gefüllte, goldene Badewanne, zu dem sie eine erotische Beziehung pflegt wie Gollum zum Ring: In vermeintlich unbeobachteten Momenten steigt sie hinunter und badet im schnöden Mammon. […] Das Münsteraner Publikum, immerhin, liebt diesen Freak und die anderen ihn umgebenden. Am Ende steht einhelliger lautstarker Applaus und Jubel.