Der Idiot
AUFFÜHRUNGSDAUER
3 Stunden 40 Minuten, eine Pause nach 1 Stunde 45 Minuten
Die Inszenierung Der Idiot ist zum renommierten Radikal jung Festival 2026 am Münchner Volkstheater eingeladen. Mit der Einladung gehört es zu den bemerkenswerten Inszenierungen junger Regiepositionen im deutschsprachigen Theater. Karten für die Vorstellung am 30. April können hier erworben werden.
Der Idiot
Fürst Myschkin stammt aus Petersburg in Russland.
Der junge Fürst leidet an Krampf·anfällen.
Deshalb war er lange in einer Klinik in der Schweiz.
Nun kehrt der Fürst zurück.
Im Zug nach Petersburg lernt Myschkin einen Mann kennen.
Der Mann heißt Rogoschin.
Rogoschin liebt eine schöne Frau.
Die schöne Frau heißt Nas·tassja.
Myschkin verliebt sich auch in Nas·tassja.
Nas·tassja spielt mit Rogoschin.
Mal sagt sie zu Rogoschin:
Ich heirate dich.
Dann sagt sie zu Rogoschin:
Ich heirate dich nicht.
Nas·tassja flirtet auch mit Myschkin.
Dann verliebt sich eine andere Frau in Myschkin.
Das bringt Myschkin ganz durcheinander.
Er weiß nicht:
Was soll ich tun?
Welche Frau ist die Richtige?
Myschkin ist ein freundlicher Mensch.
Er ist ehrlich und zu jedem Menschen gut.
Und er vertraut jedem Menschen.
Myschkin glaubt:
Alle Menschen sind wie er.
Alle Menschen sind gut.
Und alle Menschen sagen die Wahrheit.
Aber die Menschen in Petersburg lachen über Myschkin.
Sie lachen, weil Myschkin anders ist als sie.
Sie sagen:
Myschkin ist ein Idiot.
Roman von Fjodor M. Dosto·jewski
Fjodor M. Dosto·jewski hat den Roman Der Idiot
vor langer Zeit geschrieben.
Dosto·jewski zeigt:
Ein guter Mensch ist oft ein Außen·seiter.
Viele Menschen denken nur an sich selbst.
Milena Michalek hat aus dem Roman ein Theater·stück gemacht.
Das Theater·stück ist modern und bunt.
Es zeigt:
Viele Menschen denken und handeln
auch heute noch wie im Roman Der Idiot.
Übersetzung in Leichte Sprache: Büro für Leichte Sprache – Niederrhein
Prüferinnen: Claudia Möller, Claudia Schürmann, Sabine Vogt
Ton
- Lautstärke der Musik
- plötzliche laute Schreie
- plötzliche laute Geräusche
Beleuchtung
- Dunkelheit
- blendendes Licht
- plötzliche Lichtwechsel
Bild & Video
- großflächige Videoprojektion von Live-Kameraaufnahmen
Geruchs-, Tast- und Atemreize
- Zigarettenrauch (Kräuterzigarette)
Die Inszenierung zu „Der Idiot“ verhandelt Themen wie physische und psychische Gewalt sowie gesellschaftliche Zuschreibungen.
Dies betrifft insbesondere die sprachliche Thematisierung von…
- physischer Gewalt (Köpfung)
- sexualisierter Gewalt (Vergewaltigung)
sowie der schweren Erkrankung einer der Figuren
sowie der Darstellung von physischer Versehrtheit in Form einer Ohrfeige.
Der titelgebende Begriff „Idiot“ wird von seiner Nutzung zur systematischen Diskriminierung und Verfolgung von Menschen mit Behinderungen geprägt und ist somit ableistisch. In der Inszenierung wird er bewusst verwendet und wird den Handlungen der Figur entgegengesetzt.