Muskeln aus Plastik
Theater entspannt
AUFFÜHRUNGSDAUER
1 Stunde 20 Minuten, keine Pause
Muskeln aus Plastik
Kay hat mit 2 Problemen in seinem Leben zu kämpfen.
Die eine Sache ist:
Kay ist trans.
Das heißt:
Kay lebte früher als Frau.
Aber Kay fühlt sich als Mann.
Denn Kay ist ein Mann.
Egal wie der Körper aussieht.
Das verstehen viele Menschen nicht.
Deshalb machen die Menschen Kay Probleme.
Kay ist immer erschöpft
Das zweite Problem ist:
Kay ist seit Corona nie mehr ganz gesund·geworden.
Kay ist meist müde.
Kay darf sich nicht zu sehr anstrengen.
Sonst bekommt er Schmerzen.
Kay verliebt sich in Aron
Verliebt·sein ist schön.
Aber Kay bekommt von dem Gefühl starke Kopfschmerzen.
Aron zu küssen, ist wundervoll.
Aber danach hat Kay schlimme Schmerzen in Armen und Beinen.
Kay findet neue Freunde und Freundinnen
Kay macht eine Reise.
Kay lernt neue Menschen kennen.
Die neuen Menschen verstehen Kay.
Viele der neuen Menschen sind wie Kay.
Männer, die sich in Männer verlieben.
Frauen, die sich in Frauen verlieben.
Menschen, die trans sind.
Kay ist jetzt nicht mehr allein.
Das Theater·stück war zuerst ein Roman
Kay Matter hat den Roman Muskeln aus Plastik geschrieben.
Der Roman war ein großer Erfolg.
Jetzt hat Kay Matter aus dem Roman ein Theater·stück gemacht.
Das Theater Münster ist das erste Theater auf der Welt,
das das Theater·stück Muskeln aus Plastik zeigt.
Wir zeigen Muskeln aus Plastik für alle Menschen
Alle Menschen sollen Muskeln aus Plastik sehen können.
Deshalb zeigen wir das Stück mit sanftem Licht.
Zuschauer und Zuschauerinnen können durch den Saal gehen.
Sie dürfen auch Geräusche machen.
Und Zuschauer und Zuschauerinnen können
während der Aufführung in einen Ruhe·raum gehen.
Auch Menschen mit chronischen Krankheiten
sollen das Stück sehen können.
Deshalb bitten wir alle Zuschauer und Zuschauerinnen:
Tragen Sie während der Vorstellung eine Maske.
Die Maske bekommen Sie von uns.
Beleuchtung
- kurze Dunkelheit (langsamer Lichtwechsel)
- buntes Licht
- reflektierende Oberflächen
Ton
- Lautstärke der Musik
- Vibration
- plötzliches Einsetzen der Musik
Geruchs-, Tast- und Atemreize
- Nebel
Das Stück "Muskeln aus Plastik" beleuchtet die Lebensrealität vieler trans* Personen und Personen mit Behinderungen und/oder chronischen Erkrankungen und bedient sich stellenweise transfeindlicher und ableistischer Sprache.
Dies beinhaltet auf sprachlicher Ebene insbesondere...
- das Misgendering von Personen,
- internalisierte Trans*feindlichkeit sowie internalistierten Ableismus,
- die Bennenung systemischer und
- individueller physischer Gewalt gegen trans* Personen (Imaginieren von Blut und Tod)
sowie das Durchlaufen von Diagnoseverfahren für Personen mit chronischen Erkrankungen und/oder Behinderungen.