© Sandra Then
Schauspiel

Muskeln aus Plastik

Das Stück zum Buch von Kay Matter
PREMIERE
21. November 2025
16+
URAUFFÜHRUNG
Theater entspannt

AUFFÜHRUNGSDAUER
1 Stunde 20 Minuten, keine Pause

Muskeln aus Plastik

 

Kay hat mit 2 Problemen in seinem Leben zu kämpfen.

Die eine Sache ist:

            Kay ist trans.

Das heißt:

            Kay lebte früher als Frau.

            Aber Kay fühlt sich als Mann.

Denn Kay ist ein Mann.

Egal wie der Körper aussieht.

Das verstehen viele Menschen nicht.

Deshalb machen die Menschen Kay Probleme.

 

Kay ist immer erschöpft

Das zweite Problem ist:

            Kay ist seit Corona nie mehr ganz gesund·geworden.

Kay ist meist müde.

Kay darf sich nicht zu sehr anstrengen.

Sonst bekommt er Schmerzen.

 

Kay verliebt sich in Aron

Verliebt·sein ist schön.

Aber Kay bekommt von dem Gefühl starke Kopfschmerzen.

Aron zu küssen, ist wundervoll.

Aber danach hat Kay schlimme Schmerzen in Armen und Beinen.

Kay findet neue Freunde und Freundinnen

Kay macht eine Reise.

Kay lernt neue Menschen kennen.

Die neuen Menschen verstehen Kay.

Viele der neuen Menschen sind wie Kay.

Männer, die sich in Männer verlieben.

Frauen, die sich in Frauen verlieben.

Menschen, die trans sind.

Kay ist jetzt nicht mehr allein.

 

Das Theater·stück war zuerst ein Roman

Kay Matter hat den Roman Muskeln aus Plastik geschrieben.

Der Roman war ein großer Erfolg.

Jetzt hat Kay Matter aus dem Roman ein Theater·stück gemacht.

Das Theater Münster ist das erste Theater auf der Welt,

das das Theater·stück Muskeln aus Plastik zeigt.

 

Trailer

Audioeinführung

Inszenierungsfotos

  • Luise Zieger, Jules* Elting, Julius Janosch Schulte / © Sandra Then
  • Julius Janosch Schulte, Alaaeldin Dyab, Jules* Elting / © Sandra Then
  • Alaaeldin Dyab, Julius Janosch Schulte, Jules* Elting, Luise Zieger / © Sandra Then
  • Jules* Elting, Luise Zieger / © Sandra Then
  • Luise Zieger, Jules* Elting, Julius Janosch Schulte, Alaaeldin Dyab / © Sandra Then
  • Luise Zieger, Julius Janosch Schulte / © Sandra Then
  • Luise Zieger / © Sandra Then
  • Jules* Elting / © Sandra Then
  • Alaaeldin Dyab / © Sandra Then
  • Luise Zieger / © Sandra Then

Pressezitate

  • Anika Hagen - Suche nach der eigenen Identität, in: Westfälische Nachrichten (24.11.25)

    Die Visualität gelingt auf der Theaterbühne zum Beispiel besonders, wenn Kay in einer traumartigen Szene von videospielhaften Ikea-Mitarbeitenden überrumpelt wird. Oder aber, indem die vier Schauspielenden allesamt Kay verkörpern und gegenseitig ihre Sätze vervollständigen. Das funktioniert besonders deshalb, weil sich die Darstellenden so unterschiedlich sind. Das Quartett aus Kay bilden Alaaeldin Dyab, Jules* Elting, Julius Janosch Schulte und Luise Zieger.

    […] das Werk [nimmt] sich kein Stück zurück. Vielmehr fordert es den Raum ein, der den Themen Transsein und auch chronische Erkrankung zu oft fehlt. Damit regt die Inszenierung vor allem an, sich mit der eigenen Gebrechlichkeit und Endlichkeit auseinanderzusetzen.

    Das Stück findet im Rahmen von „Theater entspannt“ statt, ein Format, das den Theaterbesuch durch sanfte Beleuchtung und Rückzugsmöglichkeiten zugänglicher machen soll. Dieses Format ist vor allem bei dieser Produktion stimmig. So dreht sich nicht nur der Inhalt um Fürsorge für chronisch Erkrankte und dessen Umgang. „Theater entspannt“ lädt auch dazu ein, den Besuch für chronisch erkrankte Menschen sicherer zu gestalten.

  • Achim Lettmann - Uraufführung zu "Muskeln aus Plastik", in: Westfälischer Anzeiger (25.11.25)

    Im Kleinen Haus findet Regisseur Jakob Weiss den richtigen Ton, Ks Lebensphase behutsam aufzuschließen. Das vierköpfige Ensemble spricht K wechselweise in allen Gefühlslagen. Eine Trans-Figur lässt sich so ephemer verkörpern, ohne auf die Selbstsuche zu fokussieren.

    Der Bühnenrealismus in Münster amüsiert, wenn Luise Zieger als strenge Controllerin einem Multisystemerkrankten die Fähigkeit zu arbeiten abfragt. Alaaeldin Dyab lädt den „Playboy“-Verleger Hugh Hefner selbstverliebt auf, als er aus Ks Wohnplateau einen Platz für Männer machen will. Julius Janosch Schulte parodiert einen Schönheitschirurgen mit roten Handschuhen. Jules* Eltings intensives wie mehrdeutiges Spiel legt sich nie ganz fest, aber vermittelt, wieviel wir mit Kay Matters Figuren gemeinsam haben: Leben ist immer eine Wette auf die Zukunft und eine Sehnsucht nach Liebe, Fürsorge und Sicherheit.

    Viel Applaus für ein Stück, das […] eine interessante Gefühlsreise bietet.

  • Harald Suerland - Auf einem schmerzhaften Weg, in: theaterpur.net (25.11.25)

    Vergnügen bereiten den Zuschauern jene komödiantischen kleinen Szenen, die dem ernsten Thema Humor abgewinnen. So gibt es skurrile Auftritte etwa einer beherzt berlinernden Ergotherapeutin, eines ulkigen Ikea-Verkäuferpaares oder Hugh Hefners, der K. eine möglichst maskuline Einrichtung aufschwatzen will. Einem plastischen Chirurgen, den sein beruflicher Erfolg zum Porsche-Sammler machte, gibt Darsteller Julius Janosch Schulte als prägnantestem Sprecher des Ensembles groteske Präsenz.