© Sandra Then
Schauspiel

Muskeln aus Plastik

Das Stück zum Buch von Kay Matter

Uraufführung
PREMIERE
21. November 2025
ab 16 Jahren

AUFFÜHRUNGSDAUER
1 Stunde 20 Minuten, keine Pause

Kay liegt mit dem flauschigen blau-rosa-weißen Hai auf dem Bett und weiß. nicht, „wann dey zuletzt so erschöpft / wann dey zuletzt so hyped war“. Verknallt, aber zugleich krank, möchte Kay eigentlich deren Lover Aron treffen, sich im eigenen trans* Körper einrichten. Queeres Begehren und Schmerz branden mit- und gegeneinander auf, doch Kay bleibt nicht alleine mit beidem. Kay macht einen Ausflug zu IKEA und einen Roadtrip, findet Freundschaft und schafft sich ein queeres care-Netzwerk, in dem Fürsorge und Empowerment herrschen. Kay Matter ist ausgezeichneter Autor und schreibt dem Theater Münster einen Uraufführungstext, ausgehend von seinem, von Kritik und Community gefeiertem, Prosadebüt Muskeln aus Plastik, das wegweisend Queerness und Be_hinderung verarbeitet.

 

Gefördert im Rahmen von Neue Wege vom Ministerium fürKultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

Trailer

Audioeinführung

Inszenierungsfotos

  • Luise Zieger, Jules* Elting, Julius Janosch Schulte / © Sandra Then
  • Julius Janosch Schulte, Alaaeldin Dyab, Jules* Elting / © Sandra Then
  • Alaaeldin Dyab, Julius Janosch Schulte, Jules* Elting, Luise Zieger / © Sandra Then
  • Jules* Elting, Luise Zieger / © Sandra Then
  • Luise Zieger, Jules* Elting, Julius Janosch Schulte, Alaaeldin Dyab / © Sandra Then
  • Luise Zieger, Julius Janosch Schulte / © Sandra Then
  • Luise Zieger / © Sandra Then
  • Jules* Elting / © Sandra Then
  • Alaaeldin Dyab / © Sandra Then
  • Luise Zieger / © Sandra Then

Pressezitate

  • Anika Hagen - Suche nach der eigenen Identität, in: Westfälische Nachrichten (24.11.25)

    Die Visualität gelingt auf der Theaterbühne zum Beispiel besonders, wenn Kay in einer traumartigen Szene von videospielhaften Ikea-Mitarbeitenden überrumpelt wird. Oder aber, indem die vier Schauspielenden allesamt Kay verkörpern und gegenseitig ihre Sätze vervollständigen. Das funktioniert besonders deshalb, weil sich die Darstellenden so unterschiedlich sind. Das Quartett aus Kay bilden Alaaeldin Dyab, Jules* Elting, Julius Janosch Schulte und Luise Zieger.

    […] das Werk [nimmt] sich kein Stück zurück. Vielmehr fordert es den Raum ein, der den Themen Transsein und auch chronische Erkrankung zu oft fehlt. Damit regt die Inszenierung vor allem an, sich mit der eigenen Gebrechlichkeit und Endlichkeit auseinanderzusetzen.

    Das Stück findet im Rahmen von „Theater entspannt“ statt, ein Format, das den Theaterbesuch durch sanfte Beleuchtung und Rückzugsmöglichkeiten zugänglicher machen soll. Dieses Format ist vor allem bei dieser Produktion stimmig. So dreht sich nicht nur der Inhalt um Fürsorge für chronisch Erkrankte und dessen Umgang. „Theater entspannt“ lädt auch dazu ein, den Besuch für chronisch erkrankte Menschen sicherer zu gestalten.

  • Achim Lettmann - Uraufführung zu "Muskeln aus Plastik", in: Westfälischer Anzeiger (25.11.25)

    Im Kleinen Haus findet Regisseur Jakob Weiss den richtigen Ton, Ks Lebensphase behutsam aufzuschließen. Das vierköpfige Ensemble spricht K wechselweise in allen Gefühlslagen. Eine Trans-Figur lässt sich so ephemer verkörpern, ohne auf die Selbstsuche zu fokussieren.

    Der Bühnenrealismus in Münster amüsiert, wenn Luise Zieger als strenge Controllerin einem Multisystemerkrankten die Fähigkeit zu arbeiten abfragt. Alaaeldin Dyab lädt den „Playboy“-Verleger Hugh Hefner selbstverliebt auf, als er aus Ks Wohnplateau einen Platz für Männer machen will. Julius Janosch Schulte parodiert einen Schönheitschirurgen mit roten Handschuhen. Jules* Eltings intensives wie mehrdeutiges Spiel legt sich nie ganz fest, aber vermittelt, wieviel wir mit Kay Matters Figuren gemeinsam haben: Leben ist immer eine Wette auf die Zukunft und eine Sehnsucht nach Liebe, Fürsorge und Sicherheit.

    Viel Applaus für ein Stück, das […] eine interessante Gefühlsreise bietet.

  • Harald Suerland - Auf einem schmerzhaften Weg, in: theaterpur.net (25.11.25)

    Vergnügen bereiten den Zuschauern jene komödiantischen kleinen Szenen, die dem ernsten Thema Humor abgewinnen. So gibt es skurrile Auftritte etwa einer beherzt berlinernden Ergotherapeutin, eines ulkigen Ikea-Verkäuferpaares oder Hugh Hefners, der K. eine möglichst maskuline Einrichtung aufschwatzen will. Einem plastischen Chirurgen, den sein beruflicher Erfolg zum Porsche-Sammler machte, gibt Darsteller Julius Janosch Schulte als prägnantestem Sprecher des Ensembles groteske Präsenz.