Muskeln aus Plastik
AUFFÜHRUNGSDAUER
1 Stunde 20 Minuten, keine Pause
Kay liegt mit dem flauschigen blau-rosa-weißen Hai auf dem Bett und weiß. nicht, „wann dey zuletzt so erschöpft / wann dey zuletzt so hyped war“. Verknallt, aber zugleich krank, möchte Kay eigentlich deren Lover Aron treffen, sich im eigenen trans* Körper einrichten. Queeres Begehren und Schmerz branden mit- und gegeneinander auf, doch Kay bleibt nicht alleine mit beidem. Kay macht einen Ausflug zu IKEA und einen Roadtrip, findet Freundschaft und schafft sich ein queeres care-Netzwerk, in dem Fürsorge und Empowerment herrschen. Kay Matter ist ausgezeichneter Autor und schreibt dem Theater Münster einen Uraufführungstext, ausgehend von seinem, von Kritik und Community gefeiertem, Prosadebüt Muskeln aus Plastik, das wegweisend Queerness und Be_hinderung verarbeitet.
Gefördert im Rahmen von Neue Wege vom Ministerium fürKultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.
Liebe Besucher*innen,
wir freuen uns sehr, dass alle Vorstellungen von Muskeln aus Plastik im Rahmen von Theater entspannt stattfinden können. Damit möchten wir möglichst vielen Menschen die Gelegenheit geben, Theater zu ihren Bedingungen zu genießen. Dies beinhaltet die sanfte Beleuchtung des Saals, die Einladung, aufzustehen, sich zu bewegen und auch mal Geräusche zu machen. Sie können sich einen Sitzsack buchen, falls sie lieber etwas weicher als auf einem Stuhl sitzen möchten. Zudem gibt es einen Ruheraum, in den Sie sich auch während der Vorstellungen zurückziehen können.
Muskeln aus Plastik verhandelt u.a. die Themen Fürsorge und den Umgang mit chronischer Erkrankung. Wir möchten den Vorstellungsbesuch auch für Besucher*innen mit z.B. chronischen Erkrankungen so sicher wie möglich gestalten. Sehr hilfreich dafür ist, wenn Zuschauer*innen während der Vorstellung eine Maske tragen. Kostenlose Masken stellen wir Ihnen vor Ort gerne zur Verfügung. So schützen wir alle (und uns selbst) und können den Abend gemeinsam sicherer genießen.
Wir freuen uns sehr auf Sie alle!
Beleuchtung
- kurze Dunkelheit (langsamer Lichtwechsel)
- buntes Licht
- reflektierende Oberflächen
Ton
- Lautstärke der Musik
- Vibration
- plötzliches Einsetzen der Musik
Geruchs-, Tast- und Atemreize
- Nebel
Das Stück "Muskeln aus Plastik" beleuchtet die Lebensrealität vieler trans* Personen und Personen mit Behinderungen und/oder chronischen Erkrankungen und bedient sich stellenweise transfeindlicher und ableistischer Sprache.
Dies beinhaltet auf sprachlicher Ebene insbesondere...
- das Misgendering von Personen,
- internalisierte Trans*feindlichkeit sowie internalistierten Ableismus,
- die Bennenung systemischer und
- individueller physischer Gewalt gegen trans* Personen (Imaginieren von Blut und Tod)
sowie das Durchlaufen von Diagnoseverfahren für Personen mit chronischen Erkrankungen und/oder Behinderungen.