Furien + After Dance
Spieldauer: 1 Stunde
Diese Erfolgsproduktion markierte 2022/23 den Beginn einer neuen Ära für den Tanz in Münster. In einer Arena angesiedelt, verweist Furien auf das antike Theater. Im Mittelpunkt: Rachegöttinnen – Sinnbilder für Wut und Raserei. Inspiriert ist dieses Tanzstück von Aischylos’ Furien
aus der Orestie sowie von Christoph Willibald Glucks Orfeo ed Euridice. Choreografisch steht die Gruppe im Zentrum: Ein wildes Rudel rachesuchender Punks scheint außer Rand und Band, bis eine göttliche Macht Einhalt gebietet; Weisheit und Recht kehren durch die Entsendung einer Dea ex machina, Athena, ein.
Diese Wiederaufnahme ist mit einem besonderen After-Show-Format verbunden: Zusammen kommt das Publikum direkt auf der Bühne in Bewegung in den Austausch über das Geschehene.
Trailer
Was sind wir, was können wir? Die Tänzer*innen stehen in synchroner Einheit ununterbrochen auf der Bühne, sind geführt, geleitet und getrieben von einer gemeinsamen Mission. Furien ist ein Tanz mit dem Kollektiv im Mittelpunkt. Ein wildes Rudel von rachesuchenden Punks verweigert sich jeder Verwandlung, bis es sich mit einer kosmischen Kraft konfrontiert sieht. Durch das Eingreifen Athenas erfolgt eine Verwandlung: von Rache zu Recht. Barocke Formensprache in Musik, Choreografie und Kostüm sowie griechische Literatur und Architektur bilden die Grundlage für Lillian Stillwells Eröffnungskreation am Theater Münster. Der Sound-Designer Randomhype liefert das elektronische Klangmaterial für den von Aischylos’ Furien aus Orestie und den Furien aus Christoph Willibald Glucks Orfeo ed Euridice inspirierten Tanzabend.