(c) Sandra Then
Schauspiel

Endsieg

Elfriede Jelinek
PREMIERE
19. September 2025
AUFFÜHRUNGSDAUER
ca. 1 Stunde und 20 Minuten, keine Pause

Endsieg

 

3 Menschen stehen auf der Bühne.

Die 3 Menschen sind große Fans von dem neuen König.

Sie sprechen über den neuen König wie über einen Gott.

 

Der König sagt:

          Ich will Frieden und Reichtum für alle.

Aber der König meint:

          Ich will über alle Menschen herrschen.

          In Amerika und in der Welt.

 

 

Endsieg ist ein ganz besonderes Theater·stück

Das Stück ist neu.

Elfriede Jelinek hat das Theater·stück geschrieben.

Sie hat das Stück in wenigen Tagen geschrieben.

Sie hat es sofort nach der 2. Wahl von Donald Trump

zum Präsidenten der USA geschrieben.

Das war im November 2024.

 

Die Schriftstellerin versteht nicht:

          Wie konnten die Amerikaner und Amerikanerinnen

          Donald Trump noch einmal wählen?

 

 

Obwohl die Amerikaner und Amerikanerinnen wussten:

·      Trump ist gegen freie Wahlen.

·      Trump ist gegen Demokratie.

·      Trump will die Macht für immer.

 

Das Stück Endsieg sagt:  

          Donald Trump ist wie ein König.

          Donald Trump ist ein Diktator wie Hitler.

Hitler hat gegen die ganze Welt gekämpft.

Hitler wollte den Endsieg.

Endsieg bedeutet:

          Am Ende gibt es nur noch einen Herrscher.

          Der eine Herrscher herrscht über die ganze Welt.

Donald Trump will dieser Herrscher sein.

 

 

Sie möchten das Stück sehen?

Bitte bereiten Sie sich vor.

Im Stück gibt es:

·      laute Musik

·      laute Schreie

·      Geräusche von Schüssen

 

Manchmal ist es ganz dunkel.

Dann flackert plötzlich das Licht.

Es gibt auch Rauch und Nebel.

Es gibt Waffen und Kämpfe.

Und es gibt Kunst·blut.

 

 

 

Übersetzung in Leichte Sprache: Büro für Leichte Sprache – Niederrhein

Prüferinnen: Claudia Möller, Claudia Schürmann, Sabine Vogt

leichte-sprache@lebenshilfe-krefeld.de

Inszenierungsfotos

  • Artur Spannagel, Luise Zieger / © Sandra Then
  • Luise Zieger, Artur Spannagel / © Sandra Then
  • Daryna Mavlenko, Luise Zieger / © Sandra Then
  • Artur Spannagel, Luise Zieger, Daryna Mavlenko / © Sandra Then
  • Luise Zieger, Artur Spannagel, Daryna Mavlenko / © Sandra Then
  • Daryna Mavlenko, Luise Zieger, Artur Spannagel / © Sandra Then
  • Daryna Mavlenko / © Sandra Then
  • Artur Spannagel / © Sandra Then
  • Luisa Zieger, Daryna Mavlenko / © Sandra Then
  • Luise Zieger, Artur Spannagel, Daryna Mavlenko / © Sandra Then

Trailer

Audio-Einführung

Pressezitate

  • Robin Gerke – „Wahnwitziger Auftakt mit Elfriede Jelineks „Endsieg“, in: Westfälische Nachrichten, 21.09.25

    Satirikern fällt es schwer, auf die bizarre Komik der Realität dieser Tage noch einen draufzusetzen – zumal diese (siehe zuletzt Jimmy Kimmel) sowieso einer nach dem anderen abgesägt werden. Aufs Theater Münster ist dagegen Verlass.

    Gewandet in eine republikanische Karnevalsfantasie mit Cowboyhüten lässt das Trio die ganze Wucht der Sprache auf das Publikum los. Die drei fanatischen Trumpisten […] schießen aufeinander (aber nicht nur), verwandeln die gruselige Küche in ein ebenso gruseliges Podcast-Studio und speien Endzeit-Botschaften über ihren gottgleichen Heilsbringer, bis sich im Kopf alles dreht.

    Das Stück ist ein Spiegel, wie ihn nur Literatur und Theater aufstellen können. Rechtsextreme Hetze, toxische Strömungen und allgemeiner weltpolitischer Irrsinn werden darin auf eine Weise erfahrbar, die weder Nachrichten noch Satire und auch sonst nichts anderes leisten können. Prädikat: Sollte man gesehen haben.

  • Andrea Kutzendörfer – „Eine Abrechnung mit Trump und allen, die ihn anhimmeln", in: Die Glocke, XX.09.2025

    Wilke Weermann bringt das komplexe „Gedicht“ […] auf die Bühne des Theater Münster. Schenkelklopfer sind nicht dabei, dafür aber sarkastische, intellektuelle Wortwucht.