(c) Sandra Then
Schauspiel

Endsieg

Elfriede Jelinek
PREMIERE
19. September 2025
AUFFÜHRUNGSDAUER
ca. 1 Stunde und 20 Minuten, keine Pause

„An den Ufern türmt es sich bereits, das Meer der Unterdrückten, die endlich wieder selber drücken dürfen, von unten nach oben und dann, erst recht, von oben nach unten. Der Herr wird bald kommen, oh, ich sehe, er ist sogar schon da!“ Die US-Amerikaner*innen haben Donald Trump erneut zu ihrem Präsidenten gewählt. Wer ist dieses „Volk“, das einen Mann wählt, den „neuen alten König“, der die Demokratie demontiert, dem Geld frönt, der chauvinistische Prinzipien ohne Rücksicht auf Minderheiten empathielos durchsetzt? Die Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek beobachtete die heiße Phase des Wahlkampfs bezeugt in ihrem Text das Attentat auf Trump, verfolgt seine „Schatten“ und Unterstützer auf dem Weg zum Thron – und macht daraus ein hellsichtiges, bitterböses Stück Theaterliteratur. Sie hat schon früh gesehen, dass hinter Trump ein ganzes, jetzt besser vorbereitetes, System steckt, eine Ideologie, in der Elon Musk austauschbar ist und JD Vance sich in Stellung bringt, um den Republikanern eine nächste Legislaturperiode zu sichern.

Inszenierungsfotos

  • Artur Spannagel, Luise Zieger / © Sandra Then
  • Luise Zieger, Artur Spannagel / © Sandra Then
  • Daryna Mavlenko, Luise Zieger / © Sandra Then
  • Artur Spannagel, Luise Zieger, Daryna Mavlenko / © Sandra Then
  • Luise Zieger, Artur Spannagel, Daryna Mavlenko / © Sandra Then
  • Daryna Mavlenko, Luise Zieger, Artur Spannagel / © Sandra Then
  • Daryna Mavlenko / © Sandra Then
  • Artur Spannagel / © Sandra Then
  • Luisa Zieger, Daryna Mavlenko / © Sandra Then
  • Luise Zieger, Artur Spannagel, Daryna Mavlenko / © Sandra Then

Trailer

Audio-Einführung

Pressezitate

  • Robin Gerke – „Wahnwitziger Auftakt mit Elfriede Jelineks „Endsieg“, in: Westfälische Nachrichten, 21.09.25

    Satirikern fällt es schwer, auf die bizarre Komik der Realität dieser Tage noch einen draufzusetzen – zumal diese (siehe zuletzt Jimmy Kimmel) sowieso einer nach dem anderen abgesägt werden. Aufs Theater Münster ist dagegen Verlass.

    Gewandet in eine republikanische Karnevalsfantasie mit Cowboyhüten lässt das Trio die ganze Wucht der Sprache auf das Publikum los. Die drei fanatischen Trumpisten […] schießen aufeinander (aber nicht nur), verwandeln die gruselige Küche in ein ebenso gruseliges Podcast-Studio und speien Endzeit-Botschaften über ihren gottgleichen Heilsbringer, bis sich im Kopf alles dreht.

    Das Stück ist ein Spiegel, wie ihn nur Literatur und Theater aufstellen können. Rechtsextreme Hetze, toxische Strömungen und allgemeiner weltpolitischer Irrsinn werden darin auf eine Weise erfahrbar, die weder Nachrichten noch Satire und auch sonst nichts anderes leisten können. Prädikat: Sollte man gesehen haben.

  • Andrea Kutzendörfer – „Eine Abrechnung mit Trump und allen, die ihn anhimmeln", in: Die Glocke, XX.09.2025

    Wilke Weermann bringt das komplexe „Gedicht“ […] auf die Bühne des Theater Münster. Schenkelklopfer sind nicht dabei, dafür aber sarkastische, intellektuelle Wortwucht.