Endsieg
ca. 1 Stunde und 20 Minuten, keine Pause
„An den Ufern türmt es sich bereits, das Meer der Unterdrückten, die endlich wieder selber drücken dürfen, von unten nach oben und dann, erst recht, von oben nach unten. Der Herr wird bald kommen, oh, ich sehe, er ist sogar schon da!“ Die US-Amerikaner*innen haben Donald Trump erneut zu ihrem Präsidenten gewählt. Wer ist dieses „Volk“, das einen Mann wählt, den „neuen alten König“, der die Demokratie demontiert, dem Geld frönt, der chauvinistische Prinzipien ohne Rücksicht auf Minderheiten empathielos durchsetzt? Die Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek beobachtete die heiße Phase des Wahlkampfs bezeugt in ihrem Text das Attentat auf Trump, verfolgt seine „Schatten“ und Unterstützer auf dem Weg zum Thron – und macht daraus ein hellsichtiges, bitterböses Stück Theaterliteratur. Sie hat schon früh gesehen, dass hinter Trump ein ganzes, jetzt besser vorbereitetes, System steckt, eine Ideologie, in der Elon Musk austauschbar ist und JD Vance sich in Stellung bringt, um den Republikanern eine nächste Legislaturperiode zu sichern.
Ton
- Lautstärke der Musik
- plötzliche laute Schreie
- verzerrte Stimmen
- bedrohliche Atmosphäre
- Schussgeräusche
Beleuchtung
- Dunkelheit
- flackerndes Licht
- plötzliche Lichtwechsel
- bunte Lichter
- bedrohliche Atmosphäre
Interaktives, Überraschendes
- Ensemble interagiert mit dem Publikum
Geruchs-, Tast- und Atemreize
- Nebel
- Zigarettenrauch (keine echte Zigarette)
Der Text geht explizit mit den Themen Ausgrenzung und Krieg um. Die Inszenierung spielt mit Bildern und Tönen kriegerischer Bedrohung.
Dies betrifft insbesondere die Darstellung von…
- physischem Kampf
- Waffen
- der Verwundung von Personen (mit Kunstblut)
sowie die bewusst überspitzte Andeutung eines Exorzismus.
Auf sprachlicher Ebene wird in einer Szene ein rassistischer Begriff zur Diskriminierung Schwarzer Menschen verwendet.