Eine Filmcrew rund um die Regisseurin Gordon hat sich zusammengefunden, um eine Neuverfilmung des dystopischen Romans 1984 von George Orwell vorzunehmen. Nachdem Gordon die letzten Jahre mit Shitstorms überhäuft wurde, nutzt sie nun den antiwoken Backlash, um endlich ein Manifest gegen die „puritanischen Säuberungswellen in der Kultur“ zu drehen. Was bei Orwell der totalitäre Staat ist, wird bei Gordon zum Wokeismus, gegen den sich die Protagonist*innen Winston und Julia als Märtyrer der Meinungsfreiheit auflehnen. Doch die Konflikte im Skript übertragen sich auf die Filmcrew, bis der Dreh zur eigenen Dystopie wird. Nora Abdel-Maksoud hat ein Stück über gegenwärtige Kulturkämpfe geschrieben, das humorvoll und schonungslos Moralität in die politische Verantwortung zieht.
Gefördert im Rahmen von Neue Wege vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.