Karen Breece ist Regisseurin und Autorin. Sie erarbeitet Projekte basierend auf intensiven Langzeitrecherchen und persönlichen Gesprächen. Die Themen, die sie in ihren Abenden verhandelt, reichen von der Aufarbeitung des Nationalsozialismus über das Thema der Identität bis hin zu Fragen von sozialer Gerechtigkeit. Diese Themen werden in ihren Inszenierungen von professionellen Schauspieler*innen und Expert*innen des Alltags, Betroffenen oder (Zeit-)Zeug*innen verhandelt. So prallen ganz persönliche Geschichten mit literarischen Texten aufeinander und loten die Grenzen zwischen Fiktion und Realität aus.
In ihrer Produktion Don't Forget To Die, die u.a. an den Münchner Kammerspielen und an der Schaubühne Berlin zu sehen war, setzten sich fünf Menschen im Alter von 74 bis 94 Jahren auf der Bühne mit ihrem eigenen Tod auseinander. Mit Auf Der Straße entwickelte sie am Berliner Ensemble einen Theatertext über das Thema der Wohnungs- und Obdachlosigkeit, der gemeinsam von Schauspieler*innen und von Obdachlosigkeit betroffenen Menschen aus Berlin auf die Bühne gebracht wurde. Am Volkstheater Wien beschäftigte sich Karen Breece in Wien's Anatomy zuletzt mit dem österreichischen Gesundheitssystem und insbesondere den chronisch kranken Patient*innen, die durch alle Raster des Systems fallen, in Love for Sale mit den Grauzonen und Schattenseiten von Sexarbeit und Prostitution