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WAS DAS NASHORN SAH, ALS ES AUF DIE ANDERE SEITE DES ZAUNS SCHAUTE

von Jens Raschke

Für alle ab 10 Jahren / 5. Klasse
  • Rose Lohmann, Benedikt Thönes, Maximilian Strestik <br />© Oliver Berg
    Rose Lohmann, Benedikt Thönes, Maximilian Strestik
    © Oliver Berg
  • Rose Lohmann, Benedikt Thönes, Maximilian Strestik <br />© Oliver Berg
    Rose Lohmann, Benedikt Thönes, Maximilian Strestik
    © Oliver Berg
  • Carolin Wirth, Benedikt Thönes, Rose Lohmann, Maximilian Strestik <br />© Oliver Berg
    Carolin Wirth, Benedikt Thönes, Rose Lohmann, Maximilian Strestik
    © Oliver Berg
  • Maximilian Strestik, Carolin Wirth <br />© Oliver Berg
    Maximilian Strestik, Carolin Wirth
    © Oliver Berg
  • Benedikt Thönes, Maximilian Strestik, Carolin Wirth, Rose Lohmann <br />© Oliver Berg
    Benedikt Thönes, Maximilian Strestik, Carolin Wirth, Rose Lohmann
    © Oliver Berg
  • Benedikt Thönes <br />© Oliver Berg
    Benedikt Thönes
    © Oliver Berg
  • Benedikt Thönes, Rose Lohmann, Carolin Wirth <br />© Oliver Berg
    Benedikt Thönes, Rose Lohmann, Carolin Wirth
    © Oliver Berg
  • Carolin Wirth, Rose Lohmann, Benedikt Thönes, Maximilian Strestik <br />© Oliver Berg
    Carolin Wirth, Rose Lohmann, Benedikt Thönes, Maximilian Strestik
    © Oliver Berg
  • Benedikt Thönes, Maximilian Strestik <br />© Oliver Berg
    Benedikt Thönes, Maximilian Strestik
    © Oliver Berg
  • Benedikt Thönes, Rose Lohmann, Carolin Wirth <br />© Oliver Berg
    Benedikt Thönes, Rose Lohmann, Carolin Wirth
    © Oliver Berg
  • Carolin Wirth, Rose Lohmann <br />© Oliver Berg
    Carolin Wirth, Rose Lohmann
    © Oliver Berg
  • Carolin Wirth, Benedikt Thönes, Rose Lohmann, Maximilian Strestik  <br />© Oliver Berg
    Carolin Wirth, Benedikt Thönes, Rose Lohmann, Maximilian Strestik
    © Oliver Berg

»Ich erklär dir mal, wie das hier so läuft. Die Gestiefelten sind die Bosse. Und die Gestreiften sind gar nichts.«

Do, 13. Dezember 2018
11.30 Uhr · Kleines Haus · Preise E

Ohne dass es die Tiere bemerkt haben, sind die Vögel aus dem nahegelegenen Wald verschwunden. Erst der Neuzugang, der Bär, macht die Bewohner des Zoos darauf aufmerksam. Auch der immer größere Gestank des Schornsteins auf der anderen Seite des Zauns scheint die anderen Tiere nicht zu stören. »Aber warum werden die Öfen im Frühjahr noch geheizt?«, fragt der Bär. »Frag mich nicht, was das soll. Ich misch mich da nicht ein. Und nicht zu neugierig sein. Sonst geht es dir wie dem Nashorn«, rät Papa Pavian dem Bären. Dabei kann man sehr gut erkennen, was die Gestiefelten den Gestreiften hinter dem summenden, brummenden Zaun antun. ­Keiner schaut auf die andere Seite des Zauns. Das tut nur der Bär. Was sah das Nashorn, als es auf die andere Seite des Zauns schaute? Was ­sehen wir, wenn wir auf die andere Seite des Zauns schauen? Und was tun wir, wenn wir ­sehen, dass auf der anderen Seite des Zauns Unmenschliches geschieht?

»Es gab tatsächlich einen Zoo im Konzentrationslager Buchenwald«, schreibt Jens Raschke. Aber »es ist kein Stück über das Konzentrationslager Buchenwald – darüber lässt sich womöglich gar kein Stück schreiben –, sondern ein Stück über die Frage: Bär oder Pavian?«

 

Aufführungsdauer ca. 75 Minuten, keine Pause

 

Wenn Sie eine Materialmappe mit Hintergrundinformationen zum Stück sowie Anregungen zur Vor- und Nachbereitung des Theaterbesuchs erhalten möchten, bitte hier entlang.

Info

Ohne dass es die Tiere bemerkt haben, sind die Vögel aus dem nahegelegenen Wald verschwunden. Erst der Neuzugang, der Bär, macht die Bewohner des Zoos darauf aufmerksam. Auch der immer größere Gestank des Schornsteins auf der anderen Seite des Zauns scheint die anderen Tiere nicht zu stören. »Aber warum werden die Öfen im Frühjahr noch geheizt?«, fragt der Bär. »Frag mich nicht, was das soll. Ich misch mich da nicht ein. Und nicht zu neugierig sein. Sonst geht es dir wie dem Nashorn«, rät Papa Pavian dem Bären. Dabei kann man sehr gut erkennen, was die Gestiefelten den Gestreiften hinter dem summenden, brummenden Zaun antun. ­Keiner schaut auf die andere Seite des Zauns. Das tut nur der Bär. Was sah das Nashorn, als es auf die andere Seite des Zauns schaute? Was ­sehen wir, wenn wir auf die andere Seite des Zauns schauen? Und was tun wir, wenn wir ­sehen, dass auf der anderen Seite des Zauns Unmenschliches geschieht?

»Es gab tatsächlich einen Zoo im Konzentrationslager Buchenwald«, schreibt Jens Raschke. Aber »es ist kein Stück über das Konzentrationslager Buchenwald – darüber lässt sich womöglich gar kein Stück schreiben –, sondern ein Stück über die Frage: Bär oder Pavian?«

 

Aufführungsdauer ca. 75 Minuten, keine Pause

 

Wenn Sie eine Materialmappe mit Hintergrundinformationen zum Stück sowie Anregungen zur Vor- und Nachbereitung des Theaterbesuchs erhalten möchten, bitte hier entlang.

Leitung

Inszenierung Thomas Hollaender

Bühne & Kostüme Janina Mendroch

Dramaturgie & Theaterpädagogik Paula Linke


Besetzung

Spielerin Rose Lohmann

Spielerin Carolin Wirth

Spieler Benedikt Thönes

Spieler Maximilian Strestik

Besetzung

Leitung

Inszenierung Thomas Hollaender

Bühne & Kostüme Janina Mendroch

Dramaturgie & Theaterpädagogik Paula Linke


Besetzung

Spielerin Rose Lohmann

Spielerin Carolin Wirth

Spieler Benedikt Thönes

Spieler Maximilian Strestik


Sensibler Balanceakt

Bei der bejubelten Premiere von Jens Raschkes Stück »Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute« für Kinder ab etwa zehn Jahren im Kleinen Haus des Theaters Münster wurde das Publikum durch die geschickten Tempo- und Perspektivenwechsel, witzigen Dialoge und andererseits bestürzende Grausamkeiten evozierende Szenen hin und her gerissen. Es ist ein fulminanter, sensibler Balanceakt zwischen schwerem Thema und den heiteren Elementen des Kindertheaters. Der Ort des dramatischen Geschehens ist nämlich das Konzentrationslager Buchenwald, das über einen eigenen Zoo zur Erbauung des Wachpersonals und der Bürger im benachbarten Weimar verfügte. Im Zentrum steht indes ein fundamentales Thema: Zivilcourage.

Die Spieler brillieren in schnellen Abfolgen aus erzählenden und szenisch darstellenden Elementen und Rollenwechseln. Bewegend gestaltet Rose Lohmann den noch durch die Gefangennahme traumatisierten Bären. Benedikt Thönes als Papa Pavian, Maximilian Strestik als Herr Mufflon und Carolin Wirth als Murmeltier zeigen wunderbar stilisiert mal dumpf, mal zynisch gelagerte Temperamente und Facetten einer genügsamen, ignorierenden Gesellschaft.

Wolfgang A. Müller, Westfälische Nachrichten, 9. Oktober 2018

Presse

Sensibler Balanceakt

Bei der bejubelten Premiere von Jens Raschkes Stück »Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute« für Kinder ab etwa zehn Jahren im Kleinen Haus des Theaters Münster wurde das Publikum durch die geschickten Tempo- und Perspektivenwechsel, witzigen Dialoge und andererseits bestürzende Grausamkeiten evozierende Szenen hin und her gerissen. Es ist ein fulminanter, sensibler Balanceakt zwischen schwerem Thema und den heiteren Elementen des Kindertheaters. Der Ort des dramatischen Geschehens ist nämlich das Konzentrationslager Buchenwald, das über einen eigenen Zoo zur Erbauung des Wachpersonals und der Bürger im benachbarten Weimar verfügte. Im Zentrum steht indes ein fundamentales Thema: Zivilcourage.

Die Spieler brillieren in schnellen Abfolgen aus erzählenden und szenisch darstellenden Elementen und Rollenwechseln. Bewegend gestaltet Rose Lohmann den noch durch die Gefangennahme traumatisierten Bären. Benedikt Thönes als Papa Pavian, Maximilian Strestik als Herr Mufflon und Carolin Wirth als Murmeltier zeigen wunderbar stilisiert mal dumpf, mal zynisch gelagerte Temperamente und Facetten einer genügsamen, ignorierenden Gesellschaft.

Wolfgang A. Müller, Westfälische Nachrichten, 9. Oktober 2018


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