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VOR SONNENAUFGANG

Schauspiel von Ewald Palmetshofer nach Gerhart Hauptmann

»Mein Wohnzimmer ist neuerdings ein Stammtisch der Partei.«

Fr, 19. Juni 2020
19.30 · Kleines Haus
Freitag Abo Kleines Haus


Gerhart Hauptmanns erstes Stück VOR SONNENAUFGANG aus dem Jahr 1889 wird in der vielbeachteten Überschreibung von Ewald Palmetshofer zum berührenden Psychogramm einer auseinanderdriftenden Gesellschaft.

Der linksliberale Hauptstadtjournalist Alfred Loth trifft bei einer Recherchereise in der Provinz zufällig auf seinen Kommilitonen Thomas Hoffmann. Die beiden haben sich seit vielen Jahren nicht gesehen und ihre Lebensentwür­fe könnten nicht unterschiedlicher sein. Hoffmann hat in ein mittelständisches Unternehmen eingeheiratet, inzwi­schen die Geschäfte übernommen und tendiert politisch nach rechts. Er wohnt im Haus seiner Schwiegereltern, das in Erwartung eines Kindes gerade umgebaut wird. Martha, Hoffmanns Frau, ist hochschwanger und schwankt zwischen Freude auf das Kind und Depression. Ihre Single­-Schwester Helene ist seit kurzem zur Familie zurückgekehrt. Da steht plötzlich Loth vor der Tür. Während die beiden Freunde am Küchentisch ihre ideologischen Grabenkämpfe ausfechten, steht im oberen Stockwerk die Geburt des Kindes ins Haus und Helene verliebt sich in den Überraschungsgast. Bis zum Sonnenaufgang tänzeln die Figuren auf schmalem Grat dem Abgrund entgegen...

Messerscharf analysiert Palmetshofer anhand seiner inten­siv gezeichneten Figuren die ängste und Brüche einer tief verunsicherten Mittelschicht.

Info

Gerhart Hauptmanns erstes Stück VOR SONNENAUFGANG aus dem Jahr 1889 wird in der vielbeachteten Überschreibung von Ewald Palmetshofer zum berührenden Psychogramm einer auseinanderdriftenden Gesellschaft.

Der linksliberale Hauptstadtjournalist Alfred Loth trifft bei einer Recherchereise in der Provinz zufällig auf seinen Kommilitonen Thomas Hoffmann. Die beiden haben sich seit vielen Jahren nicht gesehen und ihre Lebensentwür­fe könnten nicht unterschiedlicher sein. Hoffmann hat in ein mittelständisches Unternehmen eingeheiratet, inzwi­schen die Geschäfte übernommen und tendiert politisch nach rechts. Er wohnt im Haus seiner Schwiegereltern, das in Erwartung eines Kindes gerade umgebaut wird. Martha, Hoffmanns Frau, ist hochschwanger und schwankt zwischen Freude auf das Kind und Depression. Ihre Single­-Schwester Helene ist seit kurzem zur Familie zurückgekehrt. Da steht plötzlich Loth vor der Tür. Während die beiden Freunde am Küchentisch ihre ideologischen Grabenkämpfe ausfechten, steht im oberen Stockwerk die Geburt des Kindes ins Haus und Helene verliebt sich in den Überraschungsgast. Bis zum Sonnenaufgang tänzeln die Figuren auf schmalem Grat dem Abgrund entgegen...

Messerscharf analysiert Palmetshofer anhand seiner inten­siv gezeichneten Figuren die ängste und Brüche einer tief verunsicherten Mittelschicht.

Leitung

Inszenierung Alexander Nerlich

Besetzung

Leitung

Inszenierung Alexander Nerlich


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