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März 2020

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VERNISSAGE: BODY MEMORIES

Ausstellung von Gan-Erdene Tsend

  • © Gan-Erdene Tsend

    © Gan-Erdene Tsend

Achtung Vorstellungsausfall!

So, 15. März 2020
12.30 · Galerie im oberen Foyer

Weitere Termine

Weitere Termine sind in Planung und werden demnächst veröffentlicht.

Es gehört Mut dazu, im heutigen Kunstdiskurs Bilder in feinster realistischer Manier zu malen, solche Kunstform steht heutzutage unter Verdacht, ins Gefällige abzudriften. Wenn hingegen der Inhalt derart spannend und vieldeutig verarbeitet ist, wie bei dem im mongolischen Murun geborenen Gan-Erdene Tsend, dann ergreift die Betrachter*innen sofort ein unbedingtes Gefühl, dass es sich hier um hohe künstlerische Qualität handelt. Nach Kunststudien in Ulan Bator schloss er 2010 sein zweites Studium in Münster als Meisterschüler von Prof. Kuhna ab; seit 2018 ist er Dozent an der Akademie für Malerei in Berlin.

Tsend hat für die Einheit von formal-malerischer Virtuosität und seinen inhaltlich vielfältigen Darstellungen feiner psychischer Schwingungen eine besondere Begabung. Man könnte sagen, die Feinheit der Malerei entspricht der Feinheit der Beobachtung seiner menschlichen Portraits, die dadurch eine schwebende Zeitlosigkeit und Gültigkeit erlangen.

Angesichts einer Unzahl von allgemeinen Selfieproduktionen ist seit längerem die Narzissmus-Theorie im Einsatz, die einen Hang zur Selbstbespiegelung umreißt.

Bei Tsend geht es um das genaue Gegenteil: nämlich um Spiegelungen, die auf surrealistische Weise von der innigen Liebe des Malers zum Sujet erzählt – und zwar so überzeugend, dass seine Bilder jede*n Betrachter*in gefangen nehmen, der sich jemals nach seiner Heimat, seiner Vergangenheit oder nach bestimmten Menschen gesehnt hat: »Spiegelungen von Zweien, obschon sich nur einer spiegelt…Fata Morganen gleichende Rückspiegelungen, die unnahbare Fernen in noch weitere Fernen entrücken« (Raimund Stecker).

Und der Künstler antwortet schlicht: »I will be your Mirror«!

Text: Barbara Huygen

Info

Es gehört Mut dazu, im heutigen Kunstdiskurs Bilder in feinster realistischer Manier zu malen, solche Kunstform steht heutzutage unter Verdacht, ins Gefällige abzudriften. Wenn hingegen der Inhalt derart spannend und vieldeutig verarbeitet ist, wie bei dem im mongolischen Murun geborenen Gan-Erdene Tsend, dann ergreift die Betrachter*innen sofort ein unbedingtes Gefühl, dass es sich hier um hohe künstlerische Qualität handelt. Nach Kunststudien in Ulan Bator schloss er 2010 sein zweites Studium in Münster als Meisterschüler von Prof. Kuhna ab; seit 2018 ist er Dozent an der Akademie für Malerei in Berlin.

Tsend hat für die Einheit von formal-malerischer Virtuosität und seinen inhaltlich vielfältigen Darstellungen feiner psychischer Schwingungen eine besondere Begabung. Man könnte sagen, die Feinheit der Malerei entspricht der Feinheit der Beobachtung seiner menschlichen Portraits, die dadurch eine schwebende Zeitlosigkeit und Gültigkeit erlangen.

Angesichts einer Unzahl von allgemeinen Selfieproduktionen ist seit längerem die Narzissmus-Theorie im Einsatz, die einen Hang zur Selbstbespiegelung umreißt.

Bei Tsend geht es um das genaue Gegenteil: nämlich um Spiegelungen, die auf surrealistische Weise von der innigen Liebe des Malers zum Sujet erzählt – und zwar so überzeugend, dass seine Bilder jede*n Betrachter*in gefangen nehmen, der sich jemals nach seiner Heimat, seiner Vergangenheit oder nach bestimmten Menschen gesehnt hat: »Spiegelungen von Zweien, obschon sich nur einer spiegelt…Fata Morganen gleichende Rückspiegelungen, die unnahbare Fernen in noch weitere Fernen entrücken« (Raimund Stecker).

Und der Künstler antwortet schlicht: »I will be your Mirror«!

Text: Barbara Huygen

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Achtung Vorstellungsausfall!

So, 15. März 2020
12.30 Uhr · Galerie im oberen Foyer

Weitere Termine sind in Planung und werden demnächst veröffentlicht.

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