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UNKNOWN TERRITORIES

Ein spartenübergreifender Tanz-Theater-Abend

Uraufführung
  • Ensemble <br />© Oliver Berg
    Ensemble
    © Oliver Berg
  • Bálint Tóth, Tarah Malaika Pfeiffer <br />© Oliver Berg
    Bálint Tóth, Tarah Malaika Pfeiffer
    © Oliver Berg
  • Bálint Tóth, Tarah Malaika Pfeiffer <br />© Oliver Berg
    Bálint Tóth, Tarah Malaika Pfeiffer
    © Oliver Berg
  • Bálint Tóth, Ensemble <br />© Oliver Berg
    Bálint Tóth, Ensemble
    © Oliver Berg
  • Bálint Tóth, Ensemble <br />© Oliver Berg
    Bálint Tóth, Ensemble
    © Oliver Berg
  • Simon Mantei, Ensemble <br />© Oliver Berg
    Simon Mantei, Ensemble
    © Oliver Berg
  • Ensemble <br />© Oliver Berg
    Ensemble
    © Oliver Berg
  • Ensemble <br />© Oliver Berg
    Ensemble
    © Oliver Berg
  • Keelan Whitmore, Simon Mantei, Leander Veizi, Matteo Mersi <br />© Oliver Berg
    Keelan Whitmore, Simon Mantei, Leander Veizi, Matteo Mersi
    © Oliver Berg
  • Bálint Tóth, Simon Mantei, Keelan Whitmore, Matteo Mersi, Leander Veizi <br />© Oliver Berg
    Bálint Tóth, Simon Mantei, Keelan Whitmore, Matteo Mersi, Leander Veizi
    © Oliver Berg
  • Simon Mantei, Elizabeth Towles <br />© Oliver Berg
    Simon Mantei, Elizabeth Towles
    © Oliver Berg
  • Ensemble <br />© Oliver Berg
    Ensemble
    © Oliver Berg
  • Ensemble <br />© Oliver Berg
    Ensemble
    © Oliver Berg
  • Ensemble <br />© Oliver Berg
    Ensemble
    © Oliver Berg

»Das Fremde und das Eigene.«

Fr, 09. November 2018
19.30 Uhr · Kleines Haus · Preise D
Kennenlernabo Kleines Haus

 Mit seinem innovativen Anliegen, die strengen Gattungsgrenzen ­zwischen bildender, darstellender und angewandter Kunst ­aufzulösen, prägte das 1919 von Walter Gropius gegründete Bauhaus zahlreiche KünstlerInnen der Moderne. Es entstanden neue experimentelle ­Theaterformen wie z.B. die Bauhausbühne unter der Leitung von ­Oskar Schlemmer, welche in Form von Bewegungs- und Raumexperimenten unter Einbeziehung von Licht- und Filmprojektion u.a. mit der Aufhebung des Theaterraumes spielte.

Angeregt durch das LWL-Museum für Kunst und Kultur im Rahmen der Ausstellung BAUHAUS UND AMERIKA entstand die Idee für ein spartenübergreifendes Theaterprojekt mit der Lust am interdisziplinären, intermedialen Experiment: In kollektiver Autorenschaft von Choreograf, Regisseur, Bühnen- und Kostümbildner, Videokünstler, Komponist und DarstellerInnen entsteht ein Gesamtkunstwerk, bei dem die Interaktion zwischen visueller, auditiver und darstellender Kunst im Zentrum steht.

Sowohl im Zusammen- als auch im Widerspiel der verschiedenen Disziplinen und Gattungen werden Grenzen ausgelotet und die Wahrnehmung des Eigenen und des Anderen hinterfragt. Es kommt sprichwörtlich zu einer Auseinandersetzung mit »Fremdkörpern und Denkräumen«.

 

Aufführungsdauer ca. 80 Minuten, keine Pause

 

In Kooperation mit der Ausstellung »Bauhaus und Amerika. Experimente in Licht und Bewegung« im LWL-Museum für Kunst und Kultur (9.11.2018 – 10.3.2019)

 


       

    

Info

 Mit seinem innovativen Anliegen, die strengen Gattungsgrenzen ­zwischen bildender, darstellender und angewandter Kunst ­aufzulösen, prägte das 1919 von Walter Gropius gegründete Bauhaus zahlreiche KünstlerInnen der Moderne. Es entstanden neue experimentelle ­Theaterformen wie z.B. die Bauhausbühne unter der Leitung von ­Oskar Schlemmer, welche in Form von Bewegungs- und Raumexperimenten unter Einbeziehung von Licht- und Filmprojektion u.a. mit der Aufhebung des Theaterraumes spielte.

Angeregt durch das LWL-Museum für Kunst und Kultur im Rahmen der Ausstellung BAUHAUS UND AMERIKA entstand die Idee für ein spartenübergreifendes Theaterprojekt mit der Lust am interdisziplinären, intermedialen Experiment: In kollektiver Autorenschaft von Choreograf, Regisseur, Bühnen- und Kostümbildner, Videokünstler, Komponist und DarstellerInnen entsteht ein Gesamtkunstwerk, bei dem die Interaktion zwischen visueller, auditiver und darstellender Kunst im Zentrum steht.

Sowohl im Zusammen- als auch im Widerspiel der verschiedenen Disziplinen und Gattungen werden Grenzen ausgelotet und die Wahrnehmung des Eigenen und des Anderen hinterfragt. Es kommt sprichwörtlich zu einer Auseinandersetzung mit »Fremdkörpern und Denkräumen«.

 

Aufführungsdauer ca. 80 Minuten, keine Pause

 

In Kooperation mit der Ausstellung »Bauhaus und Amerika. Experimente in Licht und Bewegung« im LWL-Museum für Kunst und Kultur (9.11.2018 – 10.3.2019)

 


       

    

Sensible Wahrnehmung am Puls der Zeit

Mit diesem Gesamtkunstwerk erweist das TanzTheaterMünster der legendären ostdeutschen Kunstschule Reverenz und verneigt sich vor Kurt Jooss, der in der Westfälischen Hauptstadt seine Weltkarriere begann.

Ausstatter Luis Crespo (Bühne), Bernhard Niechotz (Kostüme) und Sven Stratmann (Video) verknüpfen Bewegung mit Sprache, Aktionen mit Symbolen, skulptural-architektonische Elemente mit faszinierender Videokunst über dem vielschichtigen, dezenten Soundtrack von Fabian Kuss.

Zwischen abstrakten Sequenzen aus dynamischer Gruppenbewegung und faszinierenden Verfremdungen der Strukturen und Oberflächen von Crespos kolossalen, bizarren Eisbergen durch Stratmanns raffinierte Videokunst steht die reale Handlungsszene: Dialoge zwischen weiß gekleidetem Migranten und schwarz verkleideten, kahlköpfigen Bürokraten.

Das Publikum muss viel verkraften. Aber es wird reichlich belohnt mit Stoff, aus dem große Kunst - ganz gleich welchen Genres - jetzt ist und immer schon war: sensible Wahrnehmung am Puls der Zeit. Paar gelingt es wie bisher nie, die individuellen Charaktere und Talente der Mitglieder seiner kleinen Truppe zu nutzen: das souveräne Bewegungsrepertoire von Elizabeth Towles, die Leichtigkeit der quirligen Maria Bayarri Pérez, den Witz Kana Mabuchis, das darstellerische Talent von Tarah Malaika Pfeiffer, die grandiose Gestik der herrlichen Hände Keelan Whitmores.

Mit dieser konzertierten Kunstaktion wächst das TanzTheaterMünster erfreulich selbstbewusst und weit über sich hinaus.

Marieluise Jeitschko, tanznetz.de, 24. Oktober 2018

 

Magnetisierende, spannungsvolle Choreografie

Leitmotiv und Rahmen des Abends ist eines von drei Gedichten Wisława Szymborskas mit der prägnanten Zeile »Geändert hat sich nichts«, das auf erschreckend kühle Weise das Machtins-trument der Folter beschreibt. Mit diesen Texten, vorwiegend gesprochen von den Schauspielern Simon Mantei und Bálint Tóth, und mit getanzten Bildern der Flucht übers Meer, zu denen sich aus dem Wort Schwimmen das Wort Menschen schält, ist der aktuelle politische Bezug akzentuiert [...]

Die suggestive Computermusik von Fabian Kuss führt besonders in den beiden großen Ensembleszenen zu einer magnetisierenden, spannungsvoll gesteigerten Choreografie. Sie trägt entscheidendend dazu bei, dass dieses Tanz-Theater nicht plakativ, sondern faszinierend vielfältig daherkommt. Euphorischer Premierenapplaus.

Harald Suerland, Westfälische Nachrichten, 22. Oktober 2018

 

Beweglich, wandelbar, verletzlich

Tänzer arbeiten mit ihrem Körper, sie nutzen ihn als Medium um Geschichten zu erzählen. Für sein Projekt über den Körper weitet Münsters Tanzchef Hans-Henning Paar das Spektrum der Ausdrucksfähigkeit. Er lässt seine Truppe nicht nur gewohnt rasant und risikoreich tanzen, sondern auch sprechen, oft beides zusammen. Mit Bewegung und Stimme erzählt »Unknown Territories« vom menschlichen Körper als Gebilde im Raum: beweglich, wandelbar, verletzlich.

»Unknown Territories« ist erneut ein packender Abend im Kleinen Haus in Münster, mit einem Ensemble, das wie selbstverständlich über seine Grenzen geht.

»Unknown Territories« befremdet, überwältigt und gibt zu denken.

Edda Breski, Westfälischer Anzeiger, 22. Oktober 2018

Presse

Sensible Wahrnehmung am Puls der Zeit

Mit diesem Gesamtkunstwerk erweist das TanzTheaterMünster der legendären ostdeutschen Kunstschule Reverenz und verneigt sich vor Kurt Jooss, der in der Westfälischen Hauptstadt seine Weltkarriere begann.

Ausstatter Luis Crespo (Bühne), Bernhard Niechotz (Kostüme) und Sven Stratmann (Video) verknüpfen Bewegung mit Sprache, Aktionen mit Symbolen, skulptural-architektonische Elemente mit faszinierender Videokunst über dem vielschichtigen, dezenten Soundtrack von Fabian Kuss.

Zwischen abstrakten Sequenzen aus dynamischer Gruppenbewegung und faszinierenden Verfremdungen der Strukturen und Oberflächen von Crespos kolossalen, bizarren Eisbergen durch Stratmanns raffinierte Videokunst steht die reale Handlungsszene: Dialoge zwischen weiß gekleidetem Migranten und schwarz verkleideten, kahlköpfigen Bürokraten.

Das Publikum muss viel verkraften. Aber es wird reichlich belohnt mit Stoff, aus dem große Kunst - ganz gleich welchen Genres - jetzt ist und immer schon war: sensible Wahrnehmung am Puls der Zeit. Paar gelingt es wie bisher nie, die individuellen Charaktere und Talente der Mitglieder seiner kleinen Truppe zu nutzen: das souveräne Bewegungsrepertoire von Elizabeth Towles, die Leichtigkeit der quirligen Maria Bayarri Pérez, den Witz Kana Mabuchis, das darstellerische Talent von Tarah Malaika Pfeiffer, die grandiose Gestik der herrlichen Hände Keelan Whitmores.

Mit dieser konzertierten Kunstaktion wächst das TanzTheaterMünster erfreulich selbstbewusst und weit über sich hinaus.

Marieluise Jeitschko, tanznetz.de, 24. Oktober 2018

 

Magnetisierende, spannungsvolle Choreografie

Leitmotiv und Rahmen des Abends ist eines von drei Gedichten Wisława Szymborskas mit der prägnanten Zeile »Geändert hat sich nichts«, das auf erschreckend kühle Weise das Machtins-trument der Folter beschreibt. Mit diesen Texten, vorwiegend gesprochen von den Schauspielern Simon Mantei und Bálint Tóth, und mit getanzten Bildern der Flucht übers Meer, zu denen sich aus dem Wort Schwimmen das Wort Menschen schält, ist der aktuelle politische Bezug akzentuiert [...]

Die suggestive Computermusik von Fabian Kuss führt besonders in den beiden großen Ensembleszenen zu einer magnetisierenden, spannungsvoll gesteigerten Choreografie. Sie trägt entscheidendend dazu bei, dass dieses Tanz-Theater nicht plakativ, sondern faszinierend vielfältig daherkommt. Euphorischer Premierenapplaus.

Harald Suerland, Westfälische Nachrichten, 22. Oktober 2018

 

Beweglich, wandelbar, verletzlich

Tänzer arbeiten mit ihrem Körper, sie nutzen ihn als Medium um Geschichten zu erzählen. Für sein Projekt über den Körper weitet Münsters Tanzchef Hans-Henning Paar das Spektrum der Ausdrucksfähigkeit. Er lässt seine Truppe nicht nur gewohnt rasant und risikoreich tanzen, sondern auch sprechen, oft beides zusammen. Mit Bewegung und Stimme erzählt »Unknown Territories« vom menschlichen Körper als Gebilde im Raum: beweglich, wandelbar, verletzlich.

»Unknown Territories« ist erneut ein packender Abend im Kleinen Haus in Münster, mit einem Ensemble, das wie selbstverständlich über seine Grenzen geht.

»Unknown Territories« befremdet, überwältigt und gibt zu denken.

Edda Breski, Westfälischer Anzeiger, 22. Oktober 2018


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