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THEATERJUGEND­ORCHESTER: DER KLEINE HORRORLADEN

Musical von Howard Ashman (Buch & Liedtexte) und Alan Menken (Musik)

Für alle ab 12 Jahren / 7. Klasse
  • Ensemble — © Oliver Berg
    Ensemble
    © Oliver Berg
  • Jonas Bauhaus — © Oliver Berg
    Jonas Bauhaus
    © Oliver Berg
  • Oliver Schwentke, Jonas Bauhaus und Ensemble — © Rüdiger Wölk
    Oliver Schwentke, Jonas Bauhaus und Ensemble
    © Rüdiger Wölk
  • Jana Foschepoth, Lea Knüvener, Clara Heidkamp, Jörg Dufhues und Lars Freckmann — © Rüdiger Wölk
    Jana Foschepoth, Lea Knüvener, Clara Heidkamp, Jörg Dufhues und Lars Freckmann
    © Rüdiger Wölk
  • Jonas Bauhaus und Carmen Finzel — © Oliver Berg
    Jonas Bauhaus und Carmen Finzel
    © Oliver Berg
  • Vera Lorenz und Ensemble — © Rüdiger Wölk
    Vera Lorenz und Ensemble
    © Rüdiger Wölk
  • TheaterJugendOrchester; Musikalische Leitung: Jürgen Knautz — © Oliver Berg
    TheaterJugendOrchester; Musikalische Leitung: Jürgen Knautz
    © Oliver Berg
  • Rebecca Flecken, Lisa Loomann, Johanne Pfeiffer, Sebastian Averdiek, Jan-Hendrik Timmer, Anna Westermann, Laura Magdalena Goblirsch — © Oliver Berg
    Rebecca Flecken, Lisa Loomann, Johanne Pfeiffer, Sebastian Averdiek, Jan-Hendrik Timmer, Anna Westermann, Laura Magdalena Goblirsch
    © Oliver Berg
  • Jan-Hendrik Timmer, im Hintergrund: Johanne Pfeiffer, Lisa Loomann, Rebecca Flecken — © Oliver Berg
    Jan-Hendrik Timmer, im Hintergrund: Johanne Pfeiffer, Lisa Loomann, Rebecca Flecken
    © Oliver Berg
  • Sebastian Averdiek, Konstantin Schumann — © Oliver Berg
    Sebastian Averdiek, Konstantin Schumann
    © Oliver Berg
  • Laura Magdalena Goblirsch, Sebastian Averdiek; im Hintergrund: Johanne Pfeiffer, Lisa Loomann, Rebecca Flecken — © Oliver Berg
    Laura Magdalena Goblirsch, Sebastian Averdiek; im Hintergrund: Johanne Pfeiffer, Lisa Loomann, Rebecca Flecken
    © Oliver Berg
  • Marie Luise Reuther, Ensemble — © Oliver Berg
    Marie Luise Reuther, Ensemble
    © Oliver Berg

Ich will Blut! Frisches Blut! Gib's mir!

zum letzten Mal
Sa, 02. Juli 2016
19.30 · Kleines Haus · Preise E

Weitere Termine

Weitere Termine sind in Planung und werden demnächst veröffentlicht.

Eine Kooperation des Jungen Theaters Münster mit der Jugendkunstschule im Kreativ-Haus, der Westfälischen Schule für Musik, der Musikhochschule Münster und dem Sinfonieorchester Münster.

Mit den letzten Produktionen FOOTLOOSE und MONDRAKETENMASSAKER hat das TheaterJugendOrchester (TJO) nicht nur die Herzen der Zuschauer erobert, sondern über 150 Mitwirkenden einen professionellen Raum geschaffen, in dem sie sich künstlerisch erproben konnten. Durch die gemeinsame Arbeit erwarben sie außerdem wertvolle Kompetenzen wie Offenheit, Mut und Teamfähigkeit.

Mit DER KLEINE HORROLADEN bietet das TJO auch 2015/16 jungen Menschen die Chance, unter professionellen Bedingungen eine Musiktheaterproduktion zu realisieren:

In einem schlecht besuchten Blumenladen arbeitet Seymour, der sein Leben nur erträgt, wenn er sich der Pflanzenzucht widmet oder von seiner Kollegin Audrey träumt. Als die Schließung des Ladens droht, entwickelt sich eine seiner Züchtungen zum Kundenmagneten und es geht aufwärts mit den Verkaufszahlen. Der Haken an der Sache ist nur, dass die Pflanze sich ausschließlich von Menschenblut ernährt und schon bald beginnt, konkrete Ernährungswünsche an Seymour zu richten….

Das Musical DER KLEINE HORRORLADEN (1982) basiert auf dem 1960er B-Movie von Roger Corman und war die Vorlage für die Neuverfilmung von Frank Oz (1986). DER KLEINE HORRORLADEN ist die Geschichte von Menschen mit zu wenig Selbstwertgefühl, die ihre Seele auf die eine oder andere Weise für den Erfolg, das Kapital oder die Aufmerksamkeit anderer verkaufen und am Ende von einer Monsterpflanze, die sie selbst gepflegt und hochgepäppelt haben, vertilgt werden. Intelligent, derb komisch und voller musikalischer Highlights ist die schrille Kapitalismus-Parodie zum weltweiten Musicalhit geworden.

Aufführungsdauer ca. 120 Minuten, eine Pause

 

gefördert durch

 

 

 

Spenden

Seit über 15 Jahren bietet das TJO jungen Menschen aus Münster und dem Umland in jeder Spielzeit die Möglichkeit, eine professionelle Musiktheaterproduktion auf die Bühne zu bringen. Seit den massiven Sparauflagen im Sommer 2012 wird das TJOs in jeder Spielzeit aufs Neue über private Spenden, Sponsoren und Fördergelder am Leben erhalten.
Vielleicht können Sie dazu beitragen, dass es auch in 2016/17 ein neues Projekt gibt?

Bitte überweisen Sie Ihre Spende an:
Sparkasse Münsterland Ost
IBAN DE14 4005 0150 0000 0075 67
BIC WELADED1MST
Verwendungszweck 3946.0000.6000
Spende TheaterJugendOrchester

Info

Eine Kooperation des Jungen Theaters Münster mit der Jugendkunstschule im Kreativ-Haus, der Westfälischen Schule für Musik, der Musikhochschule Münster und dem Sinfonieorchester Münster.

Mit den letzten Produktionen FOOTLOOSE und MONDRAKETENMASSAKER hat das TheaterJugendOrchester (TJO) nicht nur die Herzen der Zuschauer erobert, sondern über 150 Mitwirkenden einen professionellen Raum geschaffen, in dem sie sich künstlerisch erproben konnten. Durch die gemeinsame Arbeit erwarben sie außerdem wertvolle Kompetenzen wie Offenheit, Mut und Teamfähigkeit.

Mit DER KLEINE HORROLADEN bietet das TJO auch 2015/16 jungen Menschen die Chance, unter professionellen Bedingungen eine Musiktheaterproduktion zu realisieren:

In einem schlecht besuchten Blumenladen arbeitet Seymour, der sein Leben nur erträgt, wenn er sich der Pflanzenzucht widmet oder von seiner Kollegin Audrey träumt. Als die Schließung des Ladens droht, entwickelt sich eine seiner Züchtungen zum Kundenmagneten und es geht aufwärts mit den Verkaufszahlen. Der Haken an der Sache ist nur, dass die Pflanze sich ausschließlich von Menschenblut ernährt und schon bald beginnt, konkrete Ernährungswünsche an Seymour zu richten….

Das Musical DER KLEINE HORRORLADEN (1982) basiert auf dem 1960er B-Movie von Roger Corman und war die Vorlage für die Neuverfilmung von Frank Oz (1986). DER KLEINE HORRORLADEN ist die Geschichte von Menschen mit zu wenig Selbstwertgefühl, die ihre Seele auf die eine oder andere Weise für den Erfolg, das Kapital oder die Aufmerksamkeit anderer verkaufen und am Ende von einer Monsterpflanze, die sie selbst gepflegt und hochgepäppelt haben, vertilgt werden. Intelligent, derb komisch und voller musikalischer Highlights ist die schrille Kapitalismus-Parodie zum weltweiten Musicalhit geworden.

Aufführungsdauer ca. 120 Minuten, eine Pause

 

gefördert durch

 

 

 

Spenden

Seit über 15 Jahren bietet das TJO jungen Menschen aus Münster und dem Umland in jeder Spielzeit die Möglichkeit, eine professionelle Musiktheaterproduktion auf die Bühne zu bringen. Seit den massiven Sparauflagen im Sommer 2012 wird das TJOs in jeder Spielzeit aufs Neue über private Spenden, Sponsoren und Fördergelder am Leben erhalten.
Vielleicht können Sie dazu beitragen, dass es auch in 2016/17 ein neues Projekt gibt?

Bitte überweisen Sie Ihre Spende an:
Sparkasse Münsterland Ost
IBAN DE14 4005 0150 0000 0075 67
BIC WELADED1MST
Verwendungszweck 3946.0000.6000
Spende TheaterJugendOrchester

Leitung

Musikalische Leitung Jürgen Knautz

Inszenierung Anne Verena Freybott

Choreografie Annette Taubmann

Bühnenbild Bernhard Niechotz

Kostüme Bettina Zumdick

Einstudierung Chor & Solisten Miriam Köpke

Theaterpädagogik Lea Hahn

 

Mitwirkende

Mannan Atasoy, Sebastian Averdiek, Jonas Bauhaus, Jörg Dufhues, Philipp Elsner, Carmen Finzel, Johanna Flaswinkel, Rebecca Flecken, Jana Foschepoth, Lars Freckmann, Laura Magdalena Goblirsch, Julius Haunschild, Clara Heidkamp, Lea Knüvener, Felicitas Sophie van Laak, Antonia Leonhardt, Lisa Loomann, Vera Lorenz, Raja Sophie Lücke, Magdalena Munde, Til Ormeloh, Johanne Pfeiffer, Annalena Pruhs, Nils Reckwerth, Lucia Regenbrecht, Marie Luise Reuther, Regine Schneider, Konstantin Schumann, Oliver Schwentke, Julia Stolte, Jan-Hendrik Timmer, Anna Westermann

 

es spielt DAS THEATERJUGENDORCHESTER

Max Bleibel, Felix Flögel, Fabian Kraus, Luca Mewes, Jan Niklas Niehaus, Melissa Nitschke, Tillmann Schürfeld u.a.

Besetzung

Leitung

Musikalische Leitung Jürgen Knautz

Inszenierung Anne Verena Freybott

Choreografie Annette Taubmann

Bühnenbild Bernhard Niechotz

Kostüme Bettina Zumdick

Einstudierung Chor & Solisten Miriam Köpke

Theaterpädagogik Lea Hahn


 

Mitwirkende

Mannan Atasoy, Sebastian Averdiek, Jonas Bauhaus, Jörg Dufhues, Philipp Elsner, Carmen Finzel, Johanna Flaswinkel, Rebecca Flecken, Jana Foschepoth, Lars Freckmann, Laura Magdalena Goblirsch, Julius Haunschild, Clara Heidkamp, Lea Knüvener, Felicitas Sophie van Laak, Antonia Leonhardt, Lisa Loomann, Vera Lorenz, Raja Sophie Lücke, Magdalena Munde, Til Ormeloh, Johanne Pfeiffer, Annalena Pruhs, Nils Reckwerth, Lucia Regenbrecht, Marie Luise Reuther, Regine Schneider, Konstantin Schumann, Oliver Schwentke, Julia Stolte, Jan-Hendrik Timmer, Anna Westermann

 

es spielt DAS THEATERJUGENDORCHESTER

Max Bleibel, Felix Flögel, Fabian Kraus, Luca Mewes, Jan Niklas Niehaus, Melissa Nitschke, Tillmann Schürfeld u.a.

Dieser »Horrorladen« ist wahrlich ein sehr anspruchsvolles Unterfangen. Es bedarf einer ganzen Reihe guter Gesangssolisten und eines Orchesters, das die vielen spritzigen, funkelnden Melodien Menkens zum Strahlen bringt.

All das ist für das TJO­-Team des Jahres 2016 kein Problem. Was da an Energie freigesetzt wird, hätte das Kleine Haus des Theaters Münster schon alleine zum Kochen bringen können. Förmlich spürbar wird der gute Geist eines Kollektivs, das angetreten ist, gemeinsam dieses Musical zu »stemmen«. Da kann sich jeder auf jeden verlassen, erfahrbar vor allem in den von Annette Taubmann fantasiereich choreografierten Ensembleszenen – eindrucksvoll der Moment, in dem alle Akteure sich in Ranken der mäandernden Horrorpflanze verwandeln.

Regisseurin Anne Verena Freybott hat die Sitzreihen im Block A komplett »plattgemacht«, um ihren Mitstreitern auf der Bühne genug Platz zu bieten. So können sie sich richtig austoben. Dieses Konzept wird von Bernhard Nichotz’ Bühne unterstützt, die gar nicht viel mehr braucht als die Innenansicht auf ein Schaufenster, durch das schemenhaft die Mitglieder des Orchesters zu erkennen sind.

Freybott hat offensichtlich ganz viel Mühe darin investiert, mit ihren jungen Darstellern an ihren Charakteren zu arbeiten. Die danken es ihr. Sebastian Averdiek – ein echtes Musical-Talent – als verunsicherter Seymour, der sich endlich zu eigenen Entscheidungen durchringt, Laura Goblirsch als naive, echt »blonde« Audrey und Jan-Hendrik Timmer als Mr. Mushnik, der scheinbar so menschenfreundlich ist und doch nur Dollarzeichen in den Augen hat. Konstantin Schumann ist ein echter Macho und ein fies-sadistischer Zahnarzt. Marie Luise Reuther lockt, gurrt und droht. Sie ist ein wirklich mieses Gewächs, an dem man nur so seine Freude hat. Rotzfrech sind die Skid-Road-Girls Johanne Pfeiffer, Lisa Loomann und Rebecca Fieken. Jürgen Knautz lässt seine jungen Musiker rocken, schmachten und swingen – formidabel.

Das TJO hat wieder einmal bewiesen, was dabei herauskommt, wenn viele Institutionen am gleichen Strang ziehen: Großartige Nachwuchsförderung, die auch durch stetige Veränderung jung und absolut sinnvoll bleibt.

Thomas Hilgemeier, Westfälische Nachrichten, 4. April 2016

 

Jugendkunstschule, Westfälische Schule für Musik, Musikhochschule und Sinfonieorchester Münster haben sich zusammengetan. Herausgekommen ist eine hervorragende Inszenierung mit Liebe zum Detail.

Das Schaufenster des Blumengeschäftes, das die Zuschauer von innen sehen, beherbergt anfangs nur einen spärlichen, fast blattlosen Ficus Benjamini, der Geschäftsinhaber Mr. Mushnik zupft unsichtbare Flusen von seinem Rock und die Angestellte Audrey putzt zum wiederholten mal Flächen, die keiner weiteren Reinigung bedürfen. Im Hinterzimmer geht Porzellan zu Bruch. Das Geschäft läuft einfach nicht.

Die drei Damen Chrystel, Chiffon und Ronette nehmen die Rolle eines Theaterchors ein. Sie sind die Klammer des Geschehens. Rein optisch wirken sie schon äußerst interessant, die Haare hochgesteckt, drei unterschiedliche Haarfarben kommentieren sie singend oder schauspielend. Das gelingt auch hervorragend. Seymour ist heimlich in Audrey verliebt und um sie zu beeindrucken nennt es seine Pflanze »Audrey 2«. Das Problem ist nun, dass Audrey mit einem sadistischen Zahnarzt liiert ist, der sie gerne auch schlägt. In einem kleinen Nebenstrang der Geschichte nimmt ein Masochist einen Termin beim Herrn Dr. wahr. Das ist einfach großartig, wie er sich freut auf den großen Bohrer.

Zwischendurch tauchen dann mal ein paar Bläser, Posaunen und Trompeten, vor dem Geschäft auf und – natürlich – wird viel gesungen, musikalisch durchgehend auf hohem Niveau. Fantastisch ist auch das Blattwerk, sind die Luftwurzeln von Audrey 2, die von vielen Schauspielern mit aufgenähten grünen Ranken dargestellt werden. Sie bewegen sich mal schnell, mal langsam, zucken, bewegen sich wellenförmig.

Eine grandiose Inszenierung mit musikalischen Leckerbissen, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Zurecht gab es standing ovations bei der Premiere, und als der musikalische Leiter Jürgen Knautz seine Musiker samt Instrumenten auf die Bühne holt, wird das nochmal gesteigert. Das musste natürlich auf der anschließenden Premierenfeier im Theatercafé gefeiert werden. Wer es verpasst hat, sollte unbedingt in eine der nächsten Vorstellungen gehen.

Burkard Knöpker, allesmuenster.de, 3. April 2016

Presse

Dieser »Horrorladen« ist wahrlich ein sehr anspruchsvolles Unterfangen. Es bedarf einer ganzen Reihe guter Gesangssolisten und eines Orchesters, das die vielen spritzigen, funkelnden Melodien Menkens zum Strahlen bringt.

All das ist für das TJO­-Team des Jahres 2016 kein Problem. Was da an Energie freigesetzt wird, hätte das Kleine Haus des Theaters Münster schon alleine zum Kochen bringen können. Förmlich spürbar wird der gute Geist eines Kollektivs, das angetreten ist, gemeinsam dieses Musical zu »stemmen«. Da kann sich jeder auf jeden verlassen, erfahrbar vor allem in den von Annette Taubmann fantasiereich choreografierten Ensembleszenen – eindrucksvoll der Moment, in dem alle Akteure sich in Ranken der mäandernden Horrorpflanze verwandeln.

Regisseurin Anne Verena Freybott hat die Sitzreihen im Block A komplett »plattgemacht«, um ihren Mitstreitern auf der Bühne genug Platz zu bieten. So können sie sich richtig austoben. Dieses Konzept wird von Bernhard Nichotz’ Bühne unterstützt, die gar nicht viel mehr braucht als die Innenansicht auf ein Schaufenster, durch das schemenhaft die Mitglieder des Orchesters zu erkennen sind.

Freybott hat offensichtlich ganz viel Mühe darin investiert, mit ihren jungen Darstellern an ihren Charakteren zu arbeiten. Die danken es ihr. Sebastian Averdiek – ein echtes Musical-Talent – als verunsicherter Seymour, der sich endlich zu eigenen Entscheidungen durchringt, Laura Goblirsch als naive, echt »blonde« Audrey und Jan-Hendrik Timmer als Mr. Mushnik, der scheinbar so menschenfreundlich ist und doch nur Dollarzeichen in den Augen hat. Konstantin Schumann ist ein echter Macho und ein fies-sadistischer Zahnarzt. Marie Luise Reuther lockt, gurrt und droht. Sie ist ein wirklich mieses Gewächs, an dem man nur so seine Freude hat. Rotzfrech sind die Skid-Road-Girls Johanne Pfeiffer, Lisa Loomann und Rebecca Fieken. Jürgen Knautz lässt seine jungen Musiker rocken, schmachten und swingen – formidabel.

Das TJO hat wieder einmal bewiesen, was dabei herauskommt, wenn viele Institutionen am gleichen Strang ziehen: Großartige Nachwuchsförderung, die auch durch stetige Veränderung jung und absolut sinnvoll bleibt.

Thomas Hilgemeier, Westfälische Nachrichten, 4. April 2016

 

Jugendkunstschule, Westfälische Schule für Musik, Musikhochschule und Sinfonieorchester Münster haben sich zusammengetan. Herausgekommen ist eine hervorragende Inszenierung mit Liebe zum Detail.

Das Schaufenster des Blumengeschäftes, das die Zuschauer von innen sehen, beherbergt anfangs nur einen spärlichen, fast blattlosen Ficus Benjamini, der Geschäftsinhaber Mr. Mushnik zupft unsichtbare Flusen von seinem Rock und die Angestellte Audrey putzt zum wiederholten mal Flächen, die keiner weiteren Reinigung bedürfen. Im Hinterzimmer geht Porzellan zu Bruch. Das Geschäft läuft einfach nicht.

Die drei Damen Chrystel, Chiffon und Ronette nehmen die Rolle eines Theaterchors ein. Sie sind die Klammer des Geschehens. Rein optisch wirken sie schon äußerst interessant, die Haare hochgesteckt, drei unterschiedliche Haarfarben kommentieren sie singend oder schauspielend. Das gelingt auch hervorragend. Seymour ist heimlich in Audrey verliebt und um sie zu beeindrucken nennt es seine Pflanze »Audrey 2«. Das Problem ist nun, dass Audrey mit einem sadistischen Zahnarzt liiert ist, der sie gerne auch schlägt. In einem kleinen Nebenstrang der Geschichte nimmt ein Masochist einen Termin beim Herrn Dr. wahr. Das ist einfach großartig, wie er sich freut auf den großen Bohrer.

Zwischendurch tauchen dann mal ein paar Bläser, Posaunen und Trompeten, vor dem Geschäft auf und – natürlich – wird viel gesungen, musikalisch durchgehend auf hohem Niveau. Fantastisch ist auch das Blattwerk, sind die Luftwurzeln von Audrey 2, die von vielen Schauspielern mit aufgenähten grünen Ranken dargestellt werden. Sie bewegen sich mal schnell, mal langsam, zucken, bewegen sich wellenförmig.

Eine grandiose Inszenierung mit musikalischen Leckerbissen, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Zurecht gab es standing ovations bei der Premiere, und als der musikalische Leiter Jürgen Knautz seine Musiker samt Instrumenten auf die Bühne holt, wird das nochmal gesteigert. Das musste natürlich auf der anschließenden Premierenfeier im Theatercafé gefeiert werden. Wer es verpasst hat, sollte unbedingt in eine der nächsten Vorstellungen gehen.

Burkard Knöpker, allesmuenster.de, 3. April 2016


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19.30 Uhr · Kleines Haus · Preise E

Weitere Termine sind in Planung und werden demnächst veröffentlicht.

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