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TARTUFFE

Komödie von Molière

Deutsch von Rainer Kohlmayer
  • Mark Oliver Bögel, Claudia Hübschmann, Johanna Marx, Gerhard Mohr, Maike Jüttendonk <br />© Jochen Quast
    Mark Oliver Bögel, Claudia Hübschmann, Johanna Marx, Gerhard Mohr, Maike Jüttendonk
    © Jochen Quast
  • Aurel Bereuter, Mark Oliver Bögel <br />© Jochen Quast
    Aurel Bereuter, Mark Oliver Bögel
    © Jochen Quast
  • Aurel Bereuter <br />© Jochen Quast
    Aurel Bereuter
    © Jochen Quast
  • Claudia Hübschmann, Gerhard Mohr, Maike Jüttendonk, Mark Oliver Bögel, Florian Steffens, Regine Andratschke <br />© Jochen Quast
    Claudia Hübschmann, Gerhard Mohr, Maike Jüttendonk, Mark Oliver Bögel, Florian Steffens, Regine Andratschke
    © Jochen Quast
  • Maike Jüttendonk, Gerhard Mohr, Christoph Rinke, Claudia Hübschmann, Johanna Marx, Florian Steffens, Regine Andratschke <br />© Jochen Quast
    Maike Jüttendonk, Gerhard Mohr, Christoph Rinke, Claudia Hübschmann, Johanna Marx, Florian Steffens, Regine Andratschke
    © Jochen Quast
  • Maike Jüttendonk, Mark Oliver Bögel, Claudia Hübschmann, Gerhard Mohr, Johanna Marx <br />© Jochen Quast
    Maike Jüttendonk, Mark Oliver Bögel, Claudia Hübschmann, Gerhard Mohr, Johanna Marx
    © Jochen Quast
  • Maike Jüttendonk, Mark Oliver Bögel, Claudia Hübschmann <br />© Jochen Quast
    Maike Jüttendonk, Mark Oliver Bögel, Claudia Hübschmann
    © Jochen Quast
  • Mark Oliver Bögel, Aurel Bereuter <br />© Jochen Quast
    Mark Oliver Bögel, Aurel Bereuter
    © Jochen Quast
  • Johanna Marx, Claudia Hübschmann, Gerhard Mohr, Maike Jüttendonk, Mark Oliver Bögel, Florian Steffens, Regine Andratschke, Dennis Laubenthal <br />© Jochen Quast
    Johanna Marx, Claudia Hübschmann, Gerhard Mohr, Maike Jüttendonk, Mark Oliver Bögel, Florian Steffens, Regine Andratschke, Dennis Laubenthal
    © Jochen Quast
  • Johanna Marx, Floran Steffens, Claudia Hübschmann, Maike Jüttendonk, Gerhard Mohr <br />© Jochen Quast
    Johanna Marx, Floran Steffens, Claudia Hübschmann, Maike Jüttendonk, Gerhard Mohr
    © Jochen Quast
  • Mark Oliver Bögel, Maike Jüttendonk <br />© Jochen Quast
    Mark Oliver Bögel, Maike Jüttendonk
    © Jochen Quast
  • Aurel Bereuter, Mark Oliver Bögel <br />© Jochen Quast
    Aurel Bereuter, Mark Oliver Bögel
    © Jochen Quast

Weitere Termine

Leider keine weiteren Termine geplant.

Mein Gott, der Schein trügt oft: Man sollte nicht immer sein Urteil danach richten, was man sieht. | Was ist schon materieller Wohlstand? Im Verzicht und in der Rückbesinnung auf die wesentlichen Dinge des Lebens liegt das Seelenheil, predigt Tartuffe, während er sich in Orgons Haus einnistet und es sich gut gehen lässt. Orgon fällt auf ihn herein. Er gibt dem Betrüger, in der Hoffnung auf Erleuchtung, alles: sein Haus, sein Vermögen und beinahe auch noch seine Tochter. Erst ein dreister Heuchler bringt Orgon dazu, sein eigenes Leben zu hinterfragen und es zu verändern. Auf grausame Weise bestraft Molière diese Charakterschwäche und gibt sie gnadenlos der Lächerlichkeit preis. Erst in letzter Minute wird Orgon befreit, Tartuffe entlarvt und bestraft. Um ein Haar hätte die Heuchelei gesiegt. Wie weit sie es in einer Gesellschaft voll von Geltungssucht und Oberflächlichkeit doch bringen kann! Molières Angriff auf die Scheinheiligkeit bestimmter christlicher Ordensgemeinschaften, hätte ihn 1664 selbst fast Ansehen und Unterstützung gekostet. Aber genau dieser furchtlose revolutionäre Geist ist bis heute in seinem Tartuffe lebendig. Die Komödie zielt mit sehr viel Witz ins Herz einer Gesellschaft, der der Schein immer noch mehr gilt als das Sein.

Spieldauer ca. 115 Minuten, keine Pause

 

AUS DER PRESSE:

Gut zwei Stunden ohne Pause sind hier kein Problem: Molières »Tartuffe« am Theater Münster ist kurzweilig, äußerst unterhaltsam, reizte bei der Premiere am Samstagabend zu großem Gelächter und Szenenapplaus. Regisseur Martin Schulze zeigt die Abgründe von Frömmigkeit und Bürgertum in einer extrem überdrehten Groteske. [...] Regisseur Schulze begreift diese Komödie mehr als boulevardeske Groteske denn als moralinsaures Zeigefingertheater und gibt dem Slapstick den Vorrang vor der Nachhaltigkeit. […] mit dem enorm spielfreudigen Ensemble, der klugen Figurenzeichnung sowie mit Ulrich Leitners einfallsreicher Bühne und aussagekräftigen Kostümen hat er auch viele Trümpfe in der Hand. Nicht zu vergessen der spritzige, gereimte Text von Rainer Kohlmayer, der durchaus auch ein Wort wie »Wixer« erlaubt. […] Größter Applaus gebührt Maike Jüttendonk für ihr verzogenes Töchterchen Mariane: eine zickige Barbiepuppe auf goldenen Plateau-High-Heels, überschminkt, plärrend, kreischig. Der drollige Liebeszank mit ihrem Verlobten Valère, glatt, spießig und schlaksig gespielt von Christoph Rinke, erhält verdienten Szenenapplaus. Nicht zuletzt auch wegen Johanna Marx als Haushälterin Dorine, die den beiden gekränkten Seelchen nach Zank und Schwank zur versöhnenden Knutscherei verhilft. In Kleidchen und Klotschen liefert sie fortwährend eine bissige Analyse dieses Familiensauhaufens aus Selbstverliebtheit, Langeweile und Überdruss. Eine schrecklich nette Familie.
Sabine Müller, Münstersche Zeitung, 19. November 2012

Der überraschende Schluss taucht die ganze vorherige Handlung in ein radikal neues Licht und gibt nach zwei sehr boulevardesken Stunden mit vielem Lachen viel zu denken.
Hans Butterhof, Recklinghäuser Zeitung, 19. November 2012

Regisseur Martin Schulze [lässt] die Komödiantik […] zwei Stunden lang brillant über die Bühne purzeln. Deren Brokat-Ästhetik (Ausstattung: Ulrich Leitner) passt fabelhaft zu den Kleidern von Orgons Mutter, für die Regine Andratschke einen fulminanten Maggie-Thatcher-Charme aufbietet. Ihr Sohn Orgon ist eine Figur wie aus einem Monty-Python-Film: Mark Oliver Bögel nutzt mit Vorliebe eine Art Kapelle auf der Drehbühne als Rückzugsort, versucht mit steifer Körpersprache jene Kontrolle zu bewahren, die Orgon längst verlor, und darf andererseits nach Tom-und-Jerry-Art herumrennen, wenn die Erkenntnisse ihn übermannen. Ein kurioses, originelles Rollenporträt. […] Die schönste Szene indes haben Aurel Bereuter als Tartuffe und Claudia Hübschmann als Ehefrau Orgons: Sie verführt ihn, um ihrem Mann die Augen zu öffnen, und er sülzt in frömmlerischen Posen um sie herum, dass es eine fiese Lust ist. Komischer und entlarvender kann keine Liebesszene sein.
Harald Suerland, Westfälische Nachrichten, 19. November 2012

Molières Attacke auf die Scheinheiligkeit beschert den Premierenzuschauern in Münster in der Inszenierung von Martin Schulze einen rasanten, witzigen Samstagabend.
Andrea Kutzendörfer, Die Glocke, 19. November 2012

Info

Mein Gott, der Schein trügt oft: Man sollte nicht immer sein Urteil danach richten, was man sieht. | Was ist schon materieller Wohlstand? Im Verzicht und in der Rückbesinnung auf die wesentlichen Dinge des Lebens liegt das Seelenheil, predigt Tartuffe, während er sich in Orgons Haus einnistet und es sich gut gehen lässt. Orgon fällt auf ihn herein. Er gibt dem Betrüger, in der Hoffnung auf Erleuchtung, alles: sein Haus, sein Vermögen und beinahe auch noch seine Tochter. Erst ein dreister Heuchler bringt Orgon dazu, sein eigenes Leben zu hinterfragen und es zu verändern. Auf grausame Weise bestraft Molière diese Charakterschwäche und gibt sie gnadenlos der Lächerlichkeit preis. Erst in letzter Minute wird Orgon befreit, Tartuffe entlarvt und bestraft. Um ein Haar hätte die Heuchelei gesiegt. Wie weit sie es in einer Gesellschaft voll von Geltungssucht und Oberflächlichkeit doch bringen kann! Molières Angriff auf die Scheinheiligkeit bestimmter christlicher Ordensgemeinschaften, hätte ihn 1664 selbst fast Ansehen und Unterstützung gekostet. Aber genau dieser furchtlose revolutionäre Geist ist bis heute in seinem Tartuffe lebendig. Die Komödie zielt mit sehr viel Witz ins Herz einer Gesellschaft, der der Schein immer noch mehr gilt als das Sein.

Spieldauer ca. 115 Minuten, keine Pause

 

AUS DER PRESSE:

Gut zwei Stunden ohne Pause sind hier kein Problem: Molières »Tartuffe« am Theater Münster ist kurzweilig, äußerst unterhaltsam, reizte bei der Premiere am Samstagabend zu großem Gelächter und Szenenapplaus. Regisseur Martin Schulze zeigt die Abgründe von Frömmigkeit und Bürgertum in einer extrem überdrehten Groteske. [...] Regisseur Schulze begreift diese Komödie mehr als boulevardeske Groteske denn als moralinsaures Zeigefingertheater und gibt dem Slapstick den Vorrang vor der Nachhaltigkeit. […] mit dem enorm spielfreudigen Ensemble, der klugen Figurenzeichnung sowie mit Ulrich Leitners einfallsreicher Bühne und aussagekräftigen Kostümen hat er auch viele Trümpfe in der Hand. Nicht zu vergessen der spritzige, gereimte Text von Rainer Kohlmayer, der durchaus auch ein Wort wie »Wixer« erlaubt. […] Größter Applaus gebührt Maike Jüttendonk für ihr verzogenes Töchterchen Mariane: eine zickige Barbiepuppe auf goldenen Plateau-High-Heels, überschminkt, plärrend, kreischig. Der drollige Liebeszank mit ihrem Verlobten Valère, glatt, spießig und schlaksig gespielt von Christoph Rinke, erhält verdienten Szenenapplaus. Nicht zuletzt auch wegen Johanna Marx als Haushälterin Dorine, die den beiden gekränkten Seelchen nach Zank und Schwank zur versöhnenden Knutscherei verhilft. In Kleidchen und Klotschen liefert sie fortwährend eine bissige Analyse dieses Familiensauhaufens aus Selbstverliebtheit, Langeweile und Überdruss. Eine schrecklich nette Familie.
Sabine Müller, Münstersche Zeitung, 19. November 2012

Der überraschende Schluss taucht die ganze vorherige Handlung in ein radikal neues Licht und gibt nach zwei sehr boulevardesken Stunden mit vielem Lachen viel zu denken.
Hans Butterhof, Recklinghäuser Zeitung, 19. November 2012

Regisseur Martin Schulze [lässt] die Komödiantik […] zwei Stunden lang brillant über die Bühne purzeln. Deren Brokat-Ästhetik (Ausstattung: Ulrich Leitner) passt fabelhaft zu den Kleidern von Orgons Mutter, für die Regine Andratschke einen fulminanten Maggie-Thatcher-Charme aufbietet. Ihr Sohn Orgon ist eine Figur wie aus einem Monty-Python-Film: Mark Oliver Bögel nutzt mit Vorliebe eine Art Kapelle auf der Drehbühne als Rückzugsort, versucht mit steifer Körpersprache jene Kontrolle zu bewahren, die Orgon längst verlor, und darf andererseits nach Tom-und-Jerry-Art herumrennen, wenn die Erkenntnisse ihn übermannen. Ein kurioses, originelles Rollenporträt. […] Die schönste Szene indes haben Aurel Bereuter als Tartuffe und Claudia Hübschmann als Ehefrau Orgons: Sie verführt ihn, um ihrem Mann die Augen zu öffnen, und er sülzt in frömmlerischen Posen um sie herum, dass es eine fiese Lust ist. Komischer und entlarvender kann keine Liebesszene sein.
Harald Suerland, Westfälische Nachrichten, 19. November 2012

Molières Attacke auf die Scheinheiligkeit beschert den Premierenzuschauern in Münster in der Inszenierung von Martin Schulze einen rasanten, witzigen Samstagabend.
Andrea Kutzendörfer, Die Glocke, 19. November 2012

Leitung

Inszenierung Martin Schulze

Bühne & Kostüme Ulrich Leitner

Musik Dirk Raulf

Dramaturgie Friederike Engel


Besetzung

Frau Pernelle Regine Andratschke

Orgon Mark Oliver Bögel

Elmire Claudia Hübschmann

Damis Florian Steffens

Mariane Maike Jüttendonk

Valère Christoph Rinke

Cléante Gerhard Mohr

Tartuffe Aurel Bereuter

Dorine Johanna Marx

Herr Loyal Dennis Laubenthal

Besetzung

Leitung

Inszenierung Martin Schulze

Bühne & Kostüme Ulrich Leitner

Musik Dirk Raulf

Dramaturgie Friederike Engel


Besetzung

Frau Pernelle Regine Andratschke

Orgon Mark Oliver Bögel

Elmire Claudia Hübschmann

Damis Florian Steffens

Mariane Maike Jüttendonk

Valère Christoph Rinke

Cléante Gerhard Mohr

Tartuffe Aurel Bereuter

Dorine Johanna Marx

Herr Loyal Dennis Laubenthal



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