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STREET SCENE

Amerikanische Oper von Kurt Weill

Deutsche Übersetzung von Stefan Troßbach
  • Ensemble <br />© Oliver Berg
    Ensemble
    © Oliver Berg
  • Marielle Murphy, Chrysanthi Spitadi, Suzanne McLeod, Lars Hübel, Dieter Goffing <br />© Oliver Berg
    Marielle Murphy, Chrysanthi Spitadi, Suzanne McLeod, Lars Hübel, Dieter Goffing
    © Oliver Berg
  • Ensemble <br />© Oliver Berg
    Ensemble
    © Oliver Berg
  • Ensemble <br />© Oliver Berg
    Ensemble
    © Oliver Berg
  • Jörn Dummann, Kristi Anna Isene <br />© Oliver Berg
    Jörn Dummann, Kristi Anna Isene
    © Oliver Berg
  • Gregor Dalal, Kristi Anna Isene, Cedrik Runde  <br />© Oliver Berg
    Gregor Dalal, Kristi Anna Isene, Cedrik Runde
    © Oliver Berg
  • Garrie Davislim, Kathrin Filip <br />© Oliver Berg
    Garrie Davislim, Kathrin Filip
    © Oliver Berg
  • Garrie Davislim <br />© Oliver Berg
    Garrie Davislim
    © Oliver Berg
  • Jendrik Sigwart, Kara Kemeny <br />© Oliver Berg
    Jendrik Sigwart, Kara Kemeny
    © Oliver Berg
  • Kristi Anna Isene, Cedrik Runde, Gregor Dalal, Kathrin Filip <br />© Oliver Berg
    Kristi Anna Isene, Cedrik Runde, Gregor Dalal, Kathrin Filip
    © Oliver Berg
  • Konstantin Schumann, Carmen Finzel, Til Ormeloh, Kinderchor  <br />© Oliver Berg
    Konstantin Schumann, Carmen Finzel, Til Ormeloh, Kinderchor
    © Oliver Berg
  • Pascal Herington, Filippo Bettoschi, Kathrin Filip, Kristi Anna Isene, Garrie Davislim, Jörn Dummann <br />© Oliver Berg
    Pascal Herington, Filippo Bettoschi, Kathrin Filip, Kristi Anna Isene, Garrie Davislim, Jörn Dummann
    © Oliver Berg
  • Eva Lillian Thingbø, Melanie Spitau, Christina Holziger <br />© Oliver Berg
    Eva Lillian Thingbø, Melanie Spitau, Christina Holziger
    © Oliver Berg

»Wouldn’t you like to be on Broadway?«

Öffentliche Probe
Sa, 15. Dezember 2018
10.30 Uhr · Großes Haus

Anna Maurrants angebliche Affäre mit dem Milchmann Sankey ist das Gespräch der Straße. Der junge Nachbar Sam Kaplan und Annas ­Tochter Rose sind heimlich ineinander verliebt und träumen davon, dem ärmlichen Wohnblock zu entfliehen. Annas stumpfsinniger Ehemann Frank weiß nichts von der Liebschaft seiner Frau, ahnt jedoch etwas. So kommt er unerwartet früher nach Hause, erwischt die beiden und erschießt seine Frau. Rose verlässt die elterliche Wohnung, um allein – weit weg – ein besseres Leben zu finden.

Die Oper STREET SCENE von Kurt Weill (19001950) wurde am 9. Januar 1947 im Adelphi Theater in New York City uraufgeführt und zeigt einen Ausschnitt aus dem Leben einfacher Mietshausbewohner in New York, deren Wünsche und Probleme, Hoffnungen und Enttäuschungen. Weill verwirklichte in diesem Werk seinen Traum einer American Opera. Er mischt Oper und Operette mit Musical-Versatz­stücken und erlaubt neben der großen Arie auch Swing, Blues und Jazz. Die Partitur ordnet alles akribisch genau der jeweiligen Situation zu und baut aus dieser sonderbaren Mischung ein spannendes Ganzes.

 

Aufführungsdauer ca. 180 Minuten, eine Pause

 

Wenn Sie Interesse an einen Workshop zur Vor- und/oder Nachbereitung des Theaterbesuchs haben, finden Sie  hier weitere Informationen.

Info

Anna Maurrants angebliche Affäre mit dem Milchmann Sankey ist das Gespräch der Straße. Der junge Nachbar Sam Kaplan und Annas ­Tochter Rose sind heimlich ineinander verliebt und träumen davon, dem ärmlichen Wohnblock zu entfliehen. Annas stumpfsinniger Ehemann Frank weiß nichts von der Liebschaft seiner Frau, ahnt jedoch etwas. So kommt er unerwartet früher nach Hause, erwischt die beiden und erschießt seine Frau. Rose verlässt die elterliche Wohnung, um allein – weit weg – ein besseres Leben zu finden.

Die Oper STREET SCENE von Kurt Weill (19001950) wurde am 9. Januar 1947 im Adelphi Theater in New York City uraufgeführt und zeigt einen Ausschnitt aus dem Leben einfacher Mietshausbewohner in New York, deren Wünsche und Probleme, Hoffnungen und Enttäuschungen. Weill verwirklichte in diesem Werk seinen Traum einer American Opera. Er mischt Oper und Operette mit Musical-Versatz­stücken und erlaubt neben der großen Arie auch Swing, Blues und Jazz. Die Partitur ordnet alles akribisch genau der jeweiligen Situation zu und baut aus dieser sonderbaren Mischung ein spannendes Ganzes.

 

Aufführungsdauer ca. 180 Minuten, eine Pause

 

Wenn Sie Interesse an einen Workshop zur Vor- und/oder Nachbereitung des Theaterbesuchs haben, finden Sie  hier weitere Informationen.

Leitung

Musikalische Leitung Stefan Veselka

Inszenierung Hendrik Müller

Choreografie Andrea Danae Kingston

Bühnenbild Rifail Ajdarpasic

Kostüme Katharina Weissenborn

Choreinstudierung Inna Batyuk

Einstudierung Kinderchor & Kindersolisten Claudia Runde

Dramaturgie Ronny Scholz


Besetzung

Anna Maurrant Kristi Anna Isene

Frank Maurrant Gregor Dalal

Willie Maurrant Cedrik Runde / Philipp van Bebber

Rose Maurrant Kathrin Filip

Sam Kaplan Garrie Davislim

Abraham Kaplan Christian-Kai Sander

Shirley Kaplan Ute Hopp

Harry Easter Juan Sebastián Hurtado Ramírez

Henry Davis Filippo Bettoschi

Vincent Jones Til Ormeloh

Lippo Fiorentino Pascal Herington

Mary Hildebrand Carmen Finzel

George Jones Lars Hübel

Carl Olsen Dieter Goffing

Mrs. Greta Fiorentino Marielle Murphy

Emma Jones Chrysanthi Spitadi

Mrs. Olga Olsen Suzanne McLeod

Daniel Buchanan Youn-Seong Shim

Jenny Hildebrand / 1. Nurse Melanie Spitau

Charlie Hildebrand Konstantin Schumann

Mrs. Hildebrand Barbara Bräckelmann

2. Nurse Christina Holzinger

Dick McGann Jendrik Sigwart

Mae Jones Kara Kemeny

Mr. Sankey Jörn Dummann

Dr. Wilson Simona Maestrini

Officer Murphy Eva Lillian Thingbø

City Marshall Frank Göbel

Opernchor des Theaters Münster

Sinfonieorchester Münster

Besetzung

Leitung

Musikalische Leitung Stefan Veselka

Inszenierung Hendrik Müller

Choreografie Andrea Danae Kingston

Bühnenbild Rifail Ajdarpasic

Kostüme Katharina Weissenborn

Choreinstudierung Inna Batyuk

Einstudierung Kinderchor & Kindersolisten Claudia Runde

Dramaturgie Ronny Scholz


Besetzung

Anna Maurrant Kristi Anna Isene

Frank Maurrant Gregor Dalal

Willie Maurrant Cedrik Runde / Philipp van Bebber

Rose Maurrant Kathrin Filip

Sam Kaplan Garrie Davislim

Abraham Kaplan Christian-Kai Sander

Shirley Kaplan Ute Hopp

Harry Easter Juan Sebastián Hurtado Ramírez

Henry Davis Filippo Bettoschi

Vincent Jones Til Ormeloh

Lippo Fiorentino Pascal Herington

Mary Hildebrand Carmen Finzel

George Jones Lars Hübel

Carl Olsen Dieter Goffing

Mrs. Greta Fiorentino Marielle Murphy

Emma Jones Chrysanthi Spitadi

Mrs. Olga Olsen Suzanne McLeod

Daniel Buchanan Youn-Seong Shim

Jenny Hildebrand / 1. Nurse Melanie Spitau

Charlie Hildebrand Konstantin Schumann

Mrs. Hildebrand Barbara Bräckelmann

2. Nurse Christina Holzinger

Dick McGann Jendrik Sigwart

Mae Jones Kara Kemeny

Mr. Sankey Jörn Dummann

Dr. Wilson Simona Maestrini

Officer Murphy Eva Lillian Thingbø

City Marshall Frank Göbel

Opernchor des Theaters Münster

Sinfonieorchester Münster


Musikalische Vielfalt mit aktueller Botschaft

Im Großen Haus hält Münsters Erster Kapellmeister Stefan Veselka alle Fäden souverän in der Hand. […] Bei den flotten Ensembles des ersten Akts wackelt nicht, und wenn Will in der Dramatik des zweiten Akts zunehmend den spätromantischen Zeitgenossen sowie dem Überväter Wagner huldigt, öffnen sich die orchestralen Schleusen – und man merkt auch hier, wie flexibel der Dirigent die Tempi handhabt, wie organisch er die Sänger begleitet.

Die agieren auf ungewohntem Terrain, denn Bühnenbilder Rifail Ajdarpasic hat eine imposante Hausfassade auf den Boden gelegt. Ein Spiegel hebt optisch die Fassade in die Senkrechte […] Um so vergnüglich-virtuos der Regisseur Hendrik Müller diese Vorgabe nutzt, so schön ist zugleich auch die Symbolik, etwa das sich Privates und Öffentliches durchdringen.

Aus der großen Solistenschaar sind stellvertretend Kristi Anna Isene und Gregor Dalal als Ehepaar Maurrant hervorzuheben: Die schon mit Puccinis »Butterfly« betraute Sopranistin kann auch in Weills kürzeren musikalischen Phrasen ihre Gesangskunst und ihre stimmliche Klasse demonstrieren […] Gregor Dalals Wucht-Bariton ist beim Wutbürger Frank an der richtigen Stelle […]

Weills Stil-Pluralismus ist nicht nur hörenswert, sondern trifft auch den bleibend aktuellen Kern des Textes, in dem sogar ein Ständchen aufs sommerliche Eis zum Appell für Toleranz und Vielfalt steht.

Harald Suerland, Westfälische Nachrichten, 24. Dezember 2018

 

Menschen mit Sehnsüchten, Träumen und Nöten

Kurt Weill war ein absolutes Vorbild, wenn es um das Thema Integration geht. Seinen jeweiligen Exilorten passte er sich schnellstmöglich an, weil er wusste, dass man nur mit der Sprache eines Landes leben kann und nicht an ihr vorbei. So schrieb er in Paris ganz schnell französische Lieder und in New York eine amerikanische Oper: Street Scene. Und dieser Titel trifft den Nagel auf den Kopf. In einem tristen Wohnviertel spielt sich das Leben bei heißem Wetter auf der Straße ab. Es treffen Menschen mit unterschiedlichen Temperamenten aufeinander und alle haben einen – heute sagt man: Migrationshintergrund.

Street Scene ist ein personenreiches Stück, das Konflikte thematisiert, die auftreten können, wenn viele Menschen in großer Nähe zusammenleben. Diese Nähe herauszuarbeiten gelingt vor allem durch Rifail Ajdarpasics geniales Bühnenbild.

Das Riesenensemble macht seine Sache ganz ausgezeichnet. Alle formen ein »Biotop« aus Menschen mit Sehnsüchten, Träumen und Nöten, kitzeln aus den vielen kleinen Rollen individuelle Charaktereigenschaften heraus.

Kathrin Filip ist Rose Maurrant, die stimmlich Kraft und Stärke beglaubigt, aus ihrer Umgebung auszubrechen und ein neues Leben zu beginnen. Und bewusst ihren Freund zurücklässt, dem Garrie Davislim den Touch des verträumten Intellektuellen gibt. Kristi Anna Isene lässt Sehnsucht und Traurigkeit fließen in ihre Anna Maurrant, die völlig unverstanden ist von ihrem Ehemann, dem jegliche Empathie fehlt. Gregor Dalal meißelt mit sonorer Tiefe seine rein funktionalen Ansprüche wie ein Presslufthammer in seine Familie.

Stefan Veselka und das Sinfonieorchester Münster nehmen den »Spirit« von Kurt Weills Hommage an seine neue Heimat auf, lassen ihn erblühen.

Thomas Hilgemeier, theaterpur.net, 28. Dezember 2018

Presse

Musikalische Vielfalt mit aktueller Botschaft

Im Großen Haus hält Münsters Erster Kapellmeister Stefan Veselka alle Fäden souverän in der Hand. […] Bei den flotten Ensembles des ersten Akts wackelt nicht, und wenn Will in der Dramatik des zweiten Akts zunehmend den spätromantischen Zeitgenossen sowie dem Überväter Wagner huldigt, öffnen sich die orchestralen Schleusen – und man merkt auch hier, wie flexibel der Dirigent die Tempi handhabt, wie organisch er die Sänger begleitet.

Die agieren auf ungewohntem Terrain, denn Bühnenbilder Rifail Ajdarpasic hat eine imposante Hausfassade auf den Boden gelegt. Ein Spiegel hebt optisch die Fassade in die Senkrechte […] Um so vergnüglich-virtuos der Regisseur Hendrik Müller diese Vorgabe nutzt, so schön ist zugleich auch die Symbolik, etwa das sich Privates und Öffentliches durchdringen.

Aus der großen Solistenschaar sind stellvertretend Kristi Anna Isene und Gregor Dalal als Ehepaar Maurrant hervorzuheben: Die schon mit Puccinis »Butterfly« betraute Sopranistin kann auch in Weills kürzeren musikalischen Phrasen ihre Gesangskunst und ihre stimmliche Klasse demonstrieren […] Gregor Dalals Wucht-Bariton ist beim Wutbürger Frank an der richtigen Stelle […]

Weills Stil-Pluralismus ist nicht nur hörenswert, sondern trifft auch den bleibend aktuellen Kern des Textes, in dem sogar ein Ständchen aufs sommerliche Eis zum Appell für Toleranz und Vielfalt steht.

Harald Suerland, Westfälische Nachrichten, 24. Dezember 2018

 

Menschen mit Sehnsüchten, Träumen und Nöten

Kurt Weill war ein absolutes Vorbild, wenn es um das Thema Integration geht. Seinen jeweiligen Exilorten passte er sich schnellstmöglich an, weil er wusste, dass man nur mit der Sprache eines Landes leben kann und nicht an ihr vorbei. So schrieb er in Paris ganz schnell französische Lieder und in New York eine amerikanische Oper: Street Scene. Und dieser Titel trifft den Nagel auf den Kopf. In einem tristen Wohnviertel spielt sich das Leben bei heißem Wetter auf der Straße ab. Es treffen Menschen mit unterschiedlichen Temperamenten aufeinander und alle haben einen – heute sagt man: Migrationshintergrund.

Street Scene ist ein personenreiches Stück, das Konflikte thematisiert, die auftreten können, wenn viele Menschen in großer Nähe zusammenleben. Diese Nähe herauszuarbeiten gelingt vor allem durch Rifail Ajdarpasics geniales Bühnenbild.

Das Riesenensemble macht seine Sache ganz ausgezeichnet. Alle formen ein »Biotop« aus Menschen mit Sehnsüchten, Träumen und Nöten, kitzeln aus den vielen kleinen Rollen individuelle Charaktereigenschaften heraus.

Kathrin Filip ist Rose Maurrant, die stimmlich Kraft und Stärke beglaubigt, aus ihrer Umgebung auszubrechen und ein neues Leben zu beginnen. Und bewusst ihren Freund zurücklässt, dem Garrie Davislim den Touch des verträumten Intellektuellen gibt. Kristi Anna Isene lässt Sehnsucht und Traurigkeit fließen in ihre Anna Maurrant, die völlig unverstanden ist von ihrem Ehemann, dem jegliche Empathie fehlt. Gregor Dalal meißelt mit sonorer Tiefe seine rein funktionalen Ansprüche wie ein Presslufthammer in seine Familie.

Stefan Veselka und das Sinfonieorchester Münster nehmen den »Spirit« von Kurt Weills Hommage an seine neue Heimat auf, lassen ihn erblühen.

Thomas Hilgemeier, theaterpur.net, 28. Dezember 2018


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Öffentliche Probe
Sa, 15. Dezember 2018
10.30 Uhr · Großes Haus

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