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SEIN ODER NICHTSEIN

Komödie von Nick Whitby nach dem Film TO BE OR NOT TO BE von Ernst Lubitsch

  • Christoph Rinke, Christian Bo Salle, Isa Weiß, Paul Maximilian Schulze, Sandra Schreiber, Gerhard Mohr, Ilja Harjes, Statisterie <br />© Oliver Berg
    Christoph Rinke, Christian Bo Salle, Isa Weiß, Paul Maximilian Schulze, Sandra Schreiber, Gerhard Mohr, Ilja Harjes, Statisterie
    © Oliver Berg
  • Gerhard Mohr, Ilja Harjes, Christoph Rinke, Isa Weiß, Sandra Schreiber, Christian Bo Salle, Ulrike Knobloch (hinten) <br />© Oliver Berg
    Gerhard Mohr, Ilja Harjes, Christoph Rinke, Isa Weiß, Sandra Schreiber, Christian Bo Salle, Ulrike Knobloch (hinten)
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  • Ensemble, Ulrike Knobloch (vorne) <br />© Oliver Berg
    Ensemble, Ulrike Knobloch (vorne)
    © Oliver Berg
  • Christian Bo Salle, Ilja Harjes <br />© Oliver Berg
    Christian Bo Salle, Ilja Harjes
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  • Christoph Rinke, Ilja Harjes, Isa Weiß, Christian Bo Salle, Sandra Schreiber <br />© Oliver Berg
    Christoph Rinke, Ilja Harjes, Isa Weiß, Christian Bo Salle, Sandra Schreiber
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  • Sandra Schreiber, Christoph Rinke, Gerhard Mohr, Christian Bo Salle <br />© Oliver Berg
    Sandra Schreiber, Christoph Rinke, Gerhard Mohr, Christian Bo Salle
    © Oliver Berg
  • Ilja Harjes <br />© Oliver Berg
    Ilja Harjes
    © Oliver Berg
  • Isa Weiß, Sandra Schreiber, Christoph Rinke, Gerhard Mohr, Paul Maximilian Schulze, Christian Bo Salle, Ulrike Knobloch, Ilja Harjes <br />© Oliver Berg
    Isa Weiß, Sandra Schreiber, Christoph Rinke, Gerhard Mohr, Paul Maximilian Schulze, Christian Bo Salle, Ulrike Knobloch, Ilja Harjes
    © Oliver Berg
  • Ulrike Knobloch, Ilja Harjes, Paul Maximilian Schulze, Sandra Schreiber <br />© Oliver Berg
    Ulrike Knobloch, Ilja Harjes, Paul Maximilian Schulze, Sandra Schreiber
    © Oliver Berg
  • Paul Maximilian Schulze, Ulrike Knobloch <br />© Oliver Berg
    Paul Maximilian Schulze, Ulrike Knobloch
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  • Ilja Harjes, Gerhard Mohr <br />© Oliver Berg
    Ilja Harjes, Gerhard Mohr
    © Oliver Berg
  • Gerhard Mohr, Louis Nitsche <br />© Oliver Berg
    Gerhard Mohr, Louis Nitsche
    © Oliver Berg

»Wenn es Krieg gibt, wird dieses Stück ein Kassenknüller!«

Sa, 08. Dezember 2018
19.30 Uhr · Großes Haus · Preise B
ver.di

Warschau 1939. Das Polski Theater probt das Stück Ein Geschenk von Hitler. Als die Bomben über Warschau fallen und der Zweite Weltkrieg ausbricht, wird das Stück aus Angst vor einem Konflikt mit den Nazis abgesetzt und kurzerhand Shakespeares HAMLET wieder ins Programm genommen. Doch jedes Mal, wenn der Hamlet-Darsteller Josef Tura zu dem berühmten Monolog »Sein oder Nichtsein« ansetzt, verlässt ein Zuschauer den Saal. Und das bei jeder Aufführung. Tura ist tief in seiner Schauspielerehre verletzt. Er weiß nicht, dass es sich um den jungen polnischen Flieger Stanislaw Sobinsky handelt, der während seines großen Monologes die Zeit mit Turas Frau in der Garderobe verbringt. Die Liaison droht aufzufliegen, doch plötzlich bleibt keine Zeit für private Dramen und es geht wirklich um Leben und Tod: Eine Liste mit Namen von polnischen Untergrundkämpfern ist in die Hände der Nazis gefallen. Um an die Todesliste zu gelangen, wird ein raffinierter Plan geschmiedet. Die Schauspieler benutzen die Illusion des Theaters, schlüpfen in die Kostüme ihres abgesagten Stücks und Josef Tura spielt die Rolle seines Lebens…

1942, auf dem Höhepunkt der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft, brachte Ernst Lubitsch seine ­Satire To Be or Not to Be in die amerikanischen Kinos und bewies, dass Lachen mitunter das beste Mittel gegen das Böse ist: Es entstand eine wunderbare Liebeserklärung an die Kraft des Theaters.

 

Aufführungsdauer ca. 150 Minuten, eine Pause

Info

Warschau 1939. Das Polski Theater probt das Stück Ein Geschenk von Hitler. Als die Bomben über Warschau fallen und der Zweite Weltkrieg ausbricht, wird das Stück aus Angst vor einem Konflikt mit den Nazis abgesetzt und kurzerhand Shakespeares HAMLET wieder ins Programm genommen. Doch jedes Mal, wenn der Hamlet-Darsteller Josef Tura zu dem berühmten Monolog »Sein oder Nichtsein« ansetzt, verlässt ein Zuschauer den Saal. Und das bei jeder Aufführung. Tura ist tief in seiner Schauspielerehre verletzt. Er weiß nicht, dass es sich um den jungen polnischen Flieger Stanislaw Sobinsky handelt, der während seines großen Monologes die Zeit mit Turas Frau in der Garderobe verbringt. Die Liaison droht aufzufliegen, doch plötzlich bleibt keine Zeit für private Dramen und es geht wirklich um Leben und Tod: Eine Liste mit Namen von polnischen Untergrundkämpfern ist in die Hände der Nazis gefallen. Um an die Todesliste zu gelangen, wird ein raffinierter Plan geschmiedet. Die Schauspieler benutzen die Illusion des Theaters, schlüpfen in die Kostüme ihres abgesagten Stücks und Josef Tura spielt die Rolle seines Lebens…

1942, auf dem Höhepunkt der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft, brachte Ernst Lubitsch seine ­Satire To Be or Not to Be in die amerikanischen Kinos und bewies, dass Lachen mitunter das beste Mittel gegen das Böse ist: Es entstand eine wunderbare Liebeserklärung an die Kraft des Theaters.

 

Aufführungsdauer ca. 150 Minuten, eine Pause

Leitung

Inszenierung Christian von Treskow

Bühne & Kostüme Dorien Thomsen

Körperarbeit-Biomechanik Tony De Maeyer

Dramaturgie Michael Letmathe


Besetzung

Josef Tura, Schauspieler Ilja Harjes

Maria Tura, Schauspielerin Ulrike Knobloch

Stanislaw Sobinsky, Fliegeroffizier Paul Maximilian Schulze

Dowasz, Schauspieldirektor Christoph Rinke

Anna, Garderobiere Sandra Schreiber

Eva Zagatewska, Schauspielerin Isa Weiß

Rowicz, Schauspieler / Professor Silewski, Spion der Gestapo Christian Bo Salle

Grünberg, Schauspieler / Gruppenführer Erhard, Mitglied der Gestapo Gerhard Mohr

Walowski, Staatsdiener der Zensurbehörde / Sturmführer Schulz, Mitglied der Gestapo Louis Nitsche

Besetzung

Leitung

Inszenierung Christian von Treskow

Bühne & Kostüme Dorien Thomsen

Körperarbeit-Biomechanik Tony De Maeyer

Dramaturgie Michael Letmathe


Besetzung

Josef Tura, Schauspieler Ilja Harjes

Maria Tura, Schauspielerin Ulrike Knobloch

Stanislaw Sobinsky, Fliegeroffizier Paul Maximilian Schulze

Dowasz, Schauspieldirektor Christoph Rinke

Anna, Garderobiere Sandra Schreiber

Eva Zagatewska, Schauspielerin Isa Weiß

Rowicz, Schauspieler / Professor Silewski, Spion der Gestapo Christian Bo Salle

Grünberg, Schauspieler / Gruppenführer Erhard, Mitglied der Gestapo Gerhard Mohr

Walowski, Staatsdiener der Zensurbehörde / Sturmführer Schulz, Mitglied der Gestapo Louis Nitsche


Schwarzer Humor mit zentraler Botschaft

Ein unterhaltsamer, spannender Premierenabend im Großen Haus des Theaters Münster.

Das befreiende Lachen und das Lachen, das einem im Halse steckenbleibt, prägt die durchaus grelle und äußerst lebhafte Inszenierung von Christian von Treskow, der Tempo auf die Bühnenbretter bringt, was nicht zuletzt der »Körperarbeit und Biomechanik« von Tony De Maeyer zu verdanken ist […] Der weitaus überzeugendere Humor freilich ergibt sich aus der »Theater auf dem Theater«-Konstruktion des Stoffes. Während der Schauspieler Josef Tura (Ilja Harjes ist die herausragende Figur des Abends) seinen stets vollkommen manierierten Hamlet-Monolog »Sein oder nicht sein« spricht, vernascht der Fliegeroffizier Sobinsky (Paul Maximilian Schulze) hinter den Kulissen dessen Frau, die Schauspielerin Maria Tura (Extra-Applaus für Ulrike Knobloch).

Zweifellos ein Höhepunkt des Stückes ist jene Umkleideszene, unterlegt mit Glenn-Miller-Sound, bei der sich die Theatertruppe unter Führung ihres urkomischen Regisseurs Dowasz (glänzend: Christoph Rinke) für die Gestapo-Gala umzieht, um gut getarnt die finale Flucht anzutreten.

Doch wirkt das Stück dennoch nicht einfach nur grellbunt, sondern offenbart im zum Teil schwarzen Humor eine zentrale Botschaft: Wachsam zu sein für das Aufkeimen nationaler Parolen, den Hassern ins Gesicht zu lachen und den Verfolgten human zu begegnen. So hat das Stück auch und gerade 2018 in Deutschland seine tiefe Berechtigung.

Johannes Loy, Westfälische Nachrichten, 18. November 2018

 

Ekstatischer Slapstick, der elektrisiert

Von Treskow treibt das aberwitzige Geschehen, das sich situativ bedingt immer weiter hochschaukelt, temporeich voran. Er arbeitet pointiert die explosive Mischung von Innenleben der Schauspieltruppe - bestimmt von Eitelkeit und Eifersüchteleien - und Gefahr durch die deutsche Invasion heraus. Das geschieht vor allem durch eine exaltierte Körpersprache aller Akteure. Tony De Maeyer holt aus ihnen die unmöglichsten Körperverrenkungen heraus und eine Mimik, die Komik und Panik, Ernst und Lust gleichermaßen ausdrückt. Heraus kommt ekstatischer Slapstick, der elektrisiert. Aus biederem Klamauk wird surrealer Nonsens, der in hysterischer Blödelei gipfelt.

Ilja Harjes liefert mit dem Josef Tura eine Meisterleistung ab. Die pure Andeutung seines titelgebenden Hamlet-Monologs evoziert Lachsalven und manifestiert mangelnde Schauspielkunst. Gleichzeitig gelingt es Harjes in jeder Phase, Turas immenses, auf nichts gegründetes Selbstwertgefühl zu kreieren, dass es ihm ermöglicht, im wahren Leben gegen die Nazis anzuspielen. Harjes‘ Tura ist quasi die Quintessenz des Regiekonzepts, dass Christian von Treskow brillant ohne Bruch umsetzt.

Begeistert honoriert das Publikum einen vor allem von perfekter körperlicher Ausdrucksfähigkeit geprägten Abend.

Thomas Hilgemeier, theaterpur.net, 19. November 2018

Presse

Schwarzer Humor mit zentraler Botschaft

Ein unterhaltsamer, spannender Premierenabend im Großen Haus des Theaters Münster.

Das befreiende Lachen und das Lachen, das einem im Halse steckenbleibt, prägt die durchaus grelle und äußerst lebhafte Inszenierung von Christian von Treskow, der Tempo auf die Bühnenbretter bringt, was nicht zuletzt der »Körperarbeit und Biomechanik« von Tony De Maeyer zu verdanken ist […] Der weitaus überzeugendere Humor freilich ergibt sich aus der »Theater auf dem Theater«-Konstruktion des Stoffes. Während der Schauspieler Josef Tura (Ilja Harjes ist die herausragende Figur des Abends) seinen stets vollkommen manierierten Hamlet-Monolog »Sein oder nicht sein« spricht, vernascht der Fliegeroffizier Sobinsky (Paul Maximilian Schulze) hinter den Kulissen dessen Frau, die Schauspielerin Maria Tura (Extra-Applaus für Ulrike Knobloch).

Zweifellos ein Höhepunkt des Stückes ist jene Umkleideszene, unterlegt mit Glenn-Miller-Sound, bei der sich die Theatertruppe unter Führung ihres urkomischen Regisseurs Dowasz (glänzend: Christoph Rinke) für die Gestapo-Gala umzieht, um gut getarnt die finale Flucht anzutreten.

Doch wirkt das Stück dennoch nicht einfach nur grellbunt, sondern offenbart im zum Teil schwarzen Humor eine zentrale Botschaft: Wachsam zu sein für das Aufkeimen nationaler Parolen, den Hassern ins Gesicht zu lachen und den Verfolgten human zu begegnen. So hat das Stück auch und gerade 2018 in Deutschland seine tiefe Berechtigung.

Johannes Loy, Westfälische Nachrichten, 18. November 2018

 

Ekstatischer Slapstick, der elektrisiert

Von Treskow treibt das aberwitzige Geschehen, das sich situativ bedingt immer weiter hochschaukelt, temporeich voran. Er arbeitet pointiert die explosive Mischung von Innenleben der Schauspieltruppe - bestimmt von Eitelkeit und Eifersüchteleien - und Gefahr durch die deutsche Invasion heraus. Das geschieht vor allem durch eine exaltierte Körpersprache aller Akteure. Tony De Maeyer holt aus ihnen die unmöglichsten Körperverrenkungen heraus und eine Mimik, die Komik und Panik, Ernst und Lust gleichermaßen ausdrückt. Heraus kommt ekstatischer Slapstick, der elektrisiert. Aus biederem Klamauk wird surrealer Nonsens, der in hysterischer Blödelei gipfelt.

Ilja Harjes liefert mit dem Josef Tura eine Meisterleistung ab. Die pure Andeutung seines titelgebenden Hamlet-Monologs evoziert Lachsalven und manifestiert mangelnde Schauspielkunst. Gleichzeitig gelingt es Harjes in jeder Phase, Turas immenses, auf nichts gegründetes Selbstwertgefühl zu kreieren, dass es ihm ermöglicht, im wahren Leben gegen die Nazis anzuspielen. Harjes‘ Tura ist quasi die Quintessenz des Regiekonzepts, dass Christian von Treskow brillant ohne Bruch umsetzt.

Begeistert honoriert das Publikum einen vor allem von perfekter körperlicher Ausdrucksfähigkeit geprägten Abend.

Thomas Hilgemeier, theaterpur.net, 19. November 2018


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