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SALOME

Musikdrama von Richard Strauss

In deutscher Sprache mit Übertiteln
  • Annette Seiltgen — © Jochen Quast
    Annette Seiltgen
    © Jochen Quast
  • Gregor Dalal, Annette Seiltgen — © Jochen Quast
    Gregor Dalal, Annette Seiltgen
    © Jochen Quast
  • Annette Seiltgen, Adrian Xhema — © Jochen Quast
    Annette Seiltgen, Adrian Xhema
    © Jochen Quast
  • Annette Seiltgen — © Jochen Quast
    Annette Seiltgen
    © Jochen Quast
  • Annette Seiltgen — © Jochen Quast
    Annette Seiltgen
    © Jochen Quast
  • Janis Anna Schritt, Gregor Dalal, Annette Seiltgen, Lisa Wedekind, Youn-Seong Shim — © Jochen Quast
    Janis Anna Schritt, Gregor Dalal, Annette Seiltgen, Lisa Wedekind, Youn-Seong Shim
    © Jochen Quast
  • Gregor Dalal, Annette Seiltgen — © Jochen Quast
    Gregor Dalal, Annette Seiltgen
    © Jochen Quast
  • Plamen Hidjov, Adrian Xhema, Annette Seiltgen, Suzanne McLeod, Statisterie — © Jochen Quast
    Plamen Hidjov, Adrian Xhema, Annette Seiltgen, Suzanne McLeod, Statisterie
    © Jochen Quast
  • Suzanne McLeod, Adrian Xhema, Annette Seiltgen — © Jochen Quast
    Suzanne McLeod, Adrian Xhema, Annette Seiltgen
    © Jochen Quast
Premiere
Sa, 18. Mai 2013
19.30 · Großes Haus · Preise A
Premierenabo Gr. Haus

anschließend Premierenfeier im Foyer

Weitere Termine

Leider keine weiteren Termine geplant.

Es gibt kein richtiges Leben im falschen Spiel | Bei Richard Strauss (1864–1949) wird der biblische Mythos von Jochanaan und Salome zu einer psychologischen Studie: Die judäische Prinzessin ist fasziniert von dem, in einer Zisterne gefangen gehaltenen Propheten, der die nahe Ankunft des Messias verkündet. Sie will seinen roten Mund küssen, ihn berühren, der wie sie selbst keusch wie der Mond und kühl wie Elfenbein ist. Er aber verflucht Salome. Ihrem sie ständig mit gierigen Blicken verfolgenden, lüsternen Stiefvater Herodes führt sie daraufhin den Tanz der sieben Schleier vor und fordert als Belohnung dafür den Kopf des Jochanaan…

Strauss verwandelt Salome – das Kultbild der Décadence – in ein musikalisches Porträt über das Unbewusste, das den Widerstreit zwischen Sinnlichkeit und Askese, exzentrischem Rausch und Einsamkeit, Macht und Eros thematisiert. Gründe für Salomes angeblich verderbliche Wirkung auf Männer finden sich bei ihm nicht mehr in einer Ereigniskette, sondern in der Zeichnung einer dekadenten Gesellschaft, von der ein farbiges Bild mit all ihrer Morbidität und Widersprüchlichkeit entworfen wird.

Die Musik der 1905 in Dresden uraufgeführten Oper ist durchpulst von entfesselter Leidenschaft und zeigt eine Sprachmächtigkeit, die sich fortan kaum mehr steigern ließ.

Spieldauer ca. 100 Minuten, keine Pause

 

AUS DER PRESSE:

Sie funkelt in ihrem hochgeschlitzten Glitzer-Abendkleid wie tausend Diamanten, wirkt schrecklich entblößt im hautfarbenen Hemdchen, steht am Ende blutbesudelt da: Salome macht in der Inszenierung von Georg Köhl eine rasante Metamorphose durch. Und Annette Seiltgen spielt und singt diese strapaziöse Mörderpartie so berauschend, authentisch und aufwühlend, dass sie zu Tränen rührt. In die »Salome« des Theaters Münster muss man Taschentücher mitnehmen.
Es ist eine Inszenierung, die von der ersten bis zur letzten Sekunde gefangen nimmt – selbst wenn man die »Salome« von Richard Strauss schon oft gesehen hat. Die aufgestaute Anspannung aus 100 Minuten packendstem Psycho-Drama – auf der Bühne und im Orchestergraben – entlädt sich bei der Premiere am Samstag in Bravo-Rufen und Stehenden Ovationen.
Kostüme und Bühnenbild des verstorbenen Peter Werner folgen einer kühlen Schwarz-Weiß-Ästhetik, mit der Regisseur Köhl die Kälte und Liebesferne einer zerrütteten Gesellschaft nachvollziehbar symbolisiert. Er seziert aber auch klug das Seelenleben aller Protagonisten, kein Geheimnis ist vor ihm sicher. Ursprung von Salomes tiefem Schmerz ist bei ihm der sexuelle Missbrauch, den ihr Stiefvater Herodes an ihr begeht. Köhl lässt dazu Salome als Kind erscheinen, das mit einer Handpuppe die Annäherungen nachspielt und sichtlich angeekelt ist. Auch im Tanz der sieben Schleier flammt der Missbrauch wieder auf. Die bis in die kleinste Geste feinnervige Umsetzung mit Tänzer Armin Biermann als Herodes-Double und Tänzer Tsutomo Ozeki als Jochanaan-Double ist einer der Höhepunkte des Abends, choreografiert von Hans Henning Paar. [...]
Annette Seiltgen schafft es, ihre schwierige Partie von Anfang bis Ende mit klangschönem Volumen zu füllen, ihr gelingen volle, helle Spitzentöne, sie erreicht als ehemaliger Mezzosopran auch dunkle Tiefen, sie zeigt ein wunderbar samtenes Pianissimo – und all das bei bester Textverständlichkeit. Eine famose Leistung.
Generalmusikdirektor Fabrizio Ventura unterstützt das Ensemble mit allem, was sein Sinfonieorchester hergibt. Er stachelt seine Musiker zu Höchstleistungen an, um die dunklen Abgründe der Figuren auszuleuchten. Eine rauschhafte, farbenprächtige Klangwelt, in der nichts verschwimmt, sondern selbst die kleinsten Liebes-Nebengeschichten mit Youn-Seong Shim als Narraboth und Lisa Wedekind als Page musikalisch nachvollziehbar sind. Großartig eingefangen ist die sirrende Spannung bei den scheinbar unendlichen Wiederholungen Salomes: »Ich will den Kopf des Jochanaan«. Das hat Hitchcock-Format.
Sabine Müller, Münstersche Zeitung, 21. Mai 2013

Im Grunde ist sie alt, Richard Strauss’ Salome. Und dennoch: so bald das Orchester anhebt, ist man voll im Bann des Stückes. Es nimmt die Zuhörer förmlich gefangen, übt eine ganz und gar unentrinnbare Sogwirkung aus. Vor allem, wenn ein Dirigent sein Orchester dazu motivieren kann, sich ganz auf die Kraft dieser Musik einzulassen. Und das ist Fabrizio Ventura im Theater Münster absolut gelungen. Er hat von seinen Musikern viel gefordert - und Unglaubliches bekommen. Den ganzen Klangkosmos und die Komplexität der Partitur konnten sie perfekt ins Publikum transportieren und jene für die Salome so typische knisternde Atmosphäre erzeugen, die unendlich anspannt, so dass man ein reinigendes Gewitter förmlich herbeisehnt und trotzdem auf gar keinen Fall möchte, dass sich irgendetwas verändert.
Das ist eine tolle Leistung des Sinfonieorchesters Münster und seines Chefs, der, so könnte man meinen, wenig Rücksicht auf die Sänger nimmt und immer wieder neue Höhepunkte herausarbeitet. Aber wo bedarf es Rücksicht, wenn ein Dirigent eine Salome hat wie Annette Seiltgen. Die hat Kraft ohne Ende, verfügt dabei auch über ein Piano, das einem durch Mark und Bein geht, lässt eine wunderbare mezzogestählte Tiefe spüren. Und es macht ihr scheinbar nichts aus, dem Orchester gegenüber auch bis zum Ende noch mühelos standzuhalten: große Klasse!
Gregor Dalal ist ein durchdringender Jochanaan, dessen Mahnungen vor der Verderbtheit jeden im Publikum erreichen müssen. Youn-Seong Shim schmachtet Salome mit süßen Tönen als Narraboth an und Suzanne McLeod kann als Herodias die ganze Verkommenheit dieser Rolle ebenso perfekt transportieren wie die Sehnsucht der Königin nach Anerkennung und Liebe. [...]
Dass dieser Premierenabend ein rundum gelungener ist, dazu trägt vor allem Regisseur Georg Köhl einen ganz großen Teil bei. Er analysiert die Salome von kindlichen Erfahrungen der Titelfigur aus: ein Mädchen, dass von seinem Stiefvater missbraucht wurde und im Propheten Jochanaan einen Gegenentwurf für ein schönes Leben zu finden glaubt, aber auch dort immer wieder enttäuscht wird. So tanzt nicht Salome allein den Schleiertanz, sondern wird von zwei Tänzern begleitet – Doubles von Jochanaan und Herodes, die die Zerrissenheit der Figur Salome symbolisieren. [...]
In seiner Gesamtheit war das ein intensiver Opernabend, der vom Publikum geradezu enthusiastisch gefeiert wurde. Die letzte Premiere der ersten Spielzeit unter der Intendanz von Ulrich Peters zeigt, dass es unübersehbar aufwärts geht mit Münsters Musiktheater.
Thomas Hilgemeier, theaterpur.net, 20. Mai 2013

Faszinierend gelingt die Interpretation des Schleiertanzes, den Hans Henning Paar choreografiert hat: Salome wird von Herodes verfolgt und verfolgt ihrerseits Jochanaan, bekommt aber statt Liebe nur geiles Begehren oder selbstsüchtige Ablehnung. Diese wunderbar in der Musik verankerte Szene findet ihre stimmige Zuspitzung in Salomes schrecklichem Wunsch: »Ich will den Kopf des Jochanaan.«
Sopranistin Annette Seiltgen, die als Salome immer wieder in ihrer Badewanne Schutz und Reinigung sucht, gestaltet mit zwei Tänzern diese Choreografie so überzeugend, als sei das ihre ureigene Aufgabe. Dabei gelingt ihr sängerisch etwas Staunenswertes: Sie präsentiert Passagen wie »Gewiss ist er keusch wie der Mond« oder »Das Geheimnis der Liebe...« so lyrisch-sanft, dass man ihr auch im Klang die Liebessehnsucht der jungen Prinzessin abnimmt. Und sie hat zugleich stimmliche Reserven, die ihren Schlussgesang leuchtend über das große Orchester strahlen lässt. Klasse.
Dirigent Fabrizio Ventura kostet das genüsslich aus und sorgt mit retardierenden Momenten in der blutigen Apotheose für Hochspannung. Zuvor hat er mit dem Sinfonieorchester Münster aber auch gezeigt, wie viel Kammermusik in der üppigen Strauss-Partitur steckt, mit wie vielen Details sie das Geschehen kommentiert. Das zuverlässige Ensemble wird vom markanten Jocha­naan des Gregor Dalal, dem kultiviert keifenden »hohen« Paar Adrian Xhema und Suzanne McLeod sowie von Young-Seong Shim als Narraboth und Lisa Wedekind als Page im Oscar-Wilde-Look angeführt. Es gab dafür Jubel vom Premierenpublikum.
Harald Suerland, Westfälische Nachrichten, 21. Mai 2013

Info

Es gibt kein richtiges Leben im falschen Spiel | Bei Richard Strauss (1864–1949) wird der biblische Mythos von Jochanaan und Salome zu einer psychologischen Studie: Die judäische Prinzessin ist fasziniert von dem, in einer Zisterne gefangen gehaltenen Propheten, der die nahe Ankunft des Messias verkündet. Sie will seinen roten Mund küssen, ihn berühren, der wie sie selbst keusch wie der Mond und kühl wie Elfenbein ist. Er aber verflucht Salome. Ihrem sie ständig mit gierigen Blicken verfolgenden, lüsternen Stiefvater Herodes führt sie daraufhin den Tanz der sieben Schleier vor und fordert als Belohnung dafür den Kopf des Jochanaan…

Strauss verwandelt Salome – das Kultbild der Décadence – in ein musikalisches Porträt über das Unbewusste, das den Widerstreit zwischen Sinnlichkeit und Askese, exzentrischem Rausch und Einsamkeit, Macht und Eros thematisiert. Gründe für Salomes angeblich verderbliche Wirkung auf Männer finden sich bei ihm nicht mehr in einer Ereigniskette, sondern in der Zeichnung einer dekadenten Gesellschaft, von der ein farbiges Bild mit all ihrer Morbidität und Widersprüchlichkeit entworfen wird.

Die Musik der 1905 in Dresden uraufgeführten Oper ist durchpulst von entfesselter Leidenschaft und zeigt eine Sprachmächtigkeit, die sich fortan kaum mehr steigern ließ.

Spieldauer ca. 100 Minuten, keine Pause

 

AUS DER PRESSE:

Sie funkelt in ihrem hochgeschlitzten Glitzer-Abendkleid wie tausend Diamanten, wirkt schrecklich entblößt im hautfarbenen Hemdchen, steht am Ende blutbesudelt da: Salome macht in der Inszenierung von Georg Köhl eine rasante Metamorphose durch. Und Annette Seiltgen spielt und singt diese strapaziöse Mörderpartie so berauschend, authentisch und aufwühlend, dass sie zu Tränen rührt. In die »Salome« des Theaters Münster muss man Taschentücher mitnehmen.
Es ist eine Inszenierung, die von der ersten bis zur letzten Sekunde gefangen nimmt – selbst wenn man die »Salome« von Richard Strauss schon oft gesehen hat. Die aufgestaute Anspannung aus 100 Minuten packendstem Psycho-Drama – auf der Bühne und im Orchestergraben – entlädt sich bei der Premiere am Samstag in Bravo-Rufen und Stehenden Ovationen.
Kostüme und Bühnenbild des verstorbenen Peter Werner folgen einer kühlen Schwarz-Weiß-Ästhetik, mit der Regisseur Köhl die Kälte und Liebesferne einer zerrütteten Gesellschaft nachvollziehbar symbolisiert. Er seziert aber auch klug das Seelenleben aller Protagonisten, kein Geheimnis ist vor ihm sicher. Ursprung von Salomes tiefem Schmerz ist bei ihm der sexuelle Missbrauch, den ihr Stiefvater Herodes an ihr begeht. Köhl lässt dazu Salome als Kind erscheinen, das mit einer Handpuppe die Annäherungen nachspielt und sichtlich angeekelt ist. Auch im Tanz der sieben Schleier flammt der Missbrauch wieder auf. Die bis in die kleinste Geste feinnervige Umsetzung mit Tänzer Armin Biermann als Herodes-Double und Tänzer Tsutomo Ozeki als Jochanaan-Double ist einer der Höhepunkte des Abends, choreografiert von Hans Henning Paar. [...]
Annette Seiltgen schafft es, ihre schwierige Partie von Anfang bis Ende mit klangschönem Volumen zu füllen, ihr gelingen volle, helle Spitzentöne, sie erreicht als ehemaliger Mezzosopran auch dunkle Tiefen, sie zeigt ein wunderbar samtenes Pianissimo – und all das bei bester Textverständlichkeit. Eine famose Leistung.
Generalmusikdirektor Fabrizio Ventura unterstützt das Ensemble mit allem, was sein Sinfonieorchester hergibt. Er stachelt seine Musiker zu Höchstleistungen an, um die dunklen Abgründe der Figuren auszuleuchten. Eine rauschhafte, farbenprächtige Klangwelt, in der nichts verschwimmt, sondern selbst die kleinsten Liebes-Nebengeschichten mit Youn-Seong Shim als Narraboth und Lisa Wedekind als Page musikalisch nachvollziehbar sind. Großartig eingefangen ist die sirrende Spannung bei den scheinbar unendlichen Wiederholungen Salomes: »Ich will den Kopf des Jochanaan«. Das hat Hitchcock-Format.
Sabine Müller, Münstersche Zeitung, 21. Mai 2013

Im Grunde ist sie alt, Richard Strauss’ Salome. Und dennoch: so bald das Orchester anhebt, ist man voll im Bann des Stückes. Es nimmt die Zuhörer förmlich gefangen, übt eine ganz und gar unentrinnbare Sogwirkung aus. Vor allem, wenn ein Dirigent sein Orchester dazu motivieren kann, sich ganz auf die Kraft dieser Musik einzulassen. Und das ist Fabrizio Ventura im Theater Münster absolut gelungen. Er hat von seinen Musikern viel gefordert - und Unglaubliches bekommen. Den ganzen Klangkosmos und die Komplexität der Partitur konnten sie perfekt ins Publikum transportieren und jene für die Salome so typische knisternde Atmosphäre erzeugen, die unendlich anspannt, so dass man ein reinigendes Gewitter förmlich herbeisehnt und trotzdem auf gar keinen Fall möchte, dass sich irgendetwas verändert.
Das ist eine tolle Leistung des Sinfonieorchesters Münster und seines Chefs, der, so könnte man meinen, wenig Rücksicht auf die Sänger nimmt und immer wieder neue Höhepunkte herausarbeitet. Aber wo bedarf es Rücksicht, wenn ein Dirigent eine Salome hat wie Annette Seiltgen. Die hat Kraft ohne Ende, verfügt dabei auch über ein Piano, das einem durch Mark und Bein geht, lässt eine wunderbare mezzogestählte Tiefe spüren. Und es macht ihr scheinbar nichts aus, dem Orchester gegenüber auch bis zum Ende noch mühelos standzuhalten: große Klasse!
Gregor Dalal ist ein durchdringender Jochanaan, dessen Mahnungen vor der Verderbtheit jeden im Publikum erreichen müssen. Youn-Seong Shim schmachtet Salome mit süßen Tönen als Narraboth an und Suzanne McLeod kann als Herodias die ganze Verkommenheit dieser Rolle ebenso perfekt transportieren wie die Sehnsucht der Königin nach Anerkennung und Liebe. [...]
Dass dieser Premierenabend ein rundum gelungener ist, dazu trägt vor allem Regisseur Georg Köhl einen ganz großen Teil bei. Er analysiert die Salome von kindlichen Erfahrungen der Titelfigur aus: ein Mädchen, dass von seinem Stiefvater missbraucht wurde und im Propheten Jochanaan einen Gegenentwurf für ein schönes Leben zu finden glaubt, aber auch dort immer wieder enttäuscht wird. So tanzt nicht Salome allein den Schleiertanz, sondern wird von zwei Tänzern begleitet – Doubles von Jochanaan und Herodes, die die Zerrissenheit der Figur Salome symbolisieren. [...]
In seiner Gesamtheit war das ein intensiver Opernabend, der vom Publikum geradezu enthusiastisch gefeiert wurde. Die letzte Premiere der ersten Spielzeit unter der Intendanz von Ulrich Peters zeigt, dass es unübersehbar aufwärts geht mit Münsters Musiktheater.
Thomas Hilgemeier, theaterpur.net, 20. Mai 2013

Faszinierend gelingt die Interpretation des Schleiertanzes, den Hans Henning Paar choreografiert hat: Salome wird von Herodes verfolgt und verfolgt ihrerseits Jochanaan, bekommt aber statt Liebe nur geiles Begehren oder selbstsüchtige Ablehnung. Diese wunderbar in der Musik verankerte Szene findet ihre stimmige Zuspitzung in Salomes schrecklichem Wunsch: »Ich will den Kopf des Jochanaan.«
Sopranistin Annette Seiltgen, die als Salome immer wieder in ihrer Badewanne Schutz und Reinigung sucht, gestaltet mit zwei Tänzern diese Choreografie so überzeugend, als sei das ihre ureigene Aufgabe. Dabei gelingt ihr sängerisch etwas Staunenswertes: Sie präsentiert Passagen wie »Gewiss ist er keusch wie der Mond« oder »Das Geheimnis der Liebe...« so lyrisch-sanft, dass man ihr auch im Klang die Liebessehnsucht der jungen Prinzessin abnimmt. Und sie hat zugleich stimmliche Reserven, die ihren Schlussgesang leuchtend über das große Orchester strahlen lässt. Klasse.
Dirigent Fabrizio Ventura kostet das genüsslich aus und sorgt mit retardierenden Momenten in der blutigen Apotheose für Hochspannung. Zuvor hat er mit dem Sinfonieorchester Münster aber auch gezeigt, wie viel Kammermusik in der üppigen Strauss-Partitur steckt, mit wie vielen Details sie das Geschehen kommentiert. Das zuverlässige Ensemble wird vom markanten Jocha­naan des Gregor Dalal, dem kultiviert keifenden »hohen« Paar Adrian Xhema und Suzanne McLeod sowie von Young-Seong Shim als Narraboth und Lisa Wedekind als Page im Oscar-Wilde-Look angeführt. Es gab dafür Jubel vom Premierenpublikum.
Harald Suerland, Westfälische Nachrichten, 21. Mai 2013

Leitung

Musikalische Leitung Fabrizio Ventura

Inszenierung Georg Köhl

Ausstattung Peter Werner (†)

Choreografie Hans Henning Paar

Dramaturgie Margrit Poremba (†)


Besetzung

Herodes Adrian Xhema

Herodias Suzanne McLeod

Salome Annette Seiltgen

Jochanaan Gregor Dalal

Narraboth Youn-Seong Shim

Page der Herodias Lisa Wedekind

1. Jude Mark Bowman-Hester

2. Jude Jin-Chul Jung

3. Jude Jaean Koo

4. Jude Enrique Bernardo

5. Jude / 2. Soldat Plamen Hidjov

1. Nazarener / 1. Soldat Lukas Schmid

2. Nazarener Lars Hübel

Cappadocier Hee-Sung Yoon

Sklavin Eva Lillian Thingbø

Double Herodes Armin Biermann

Double Jochanaan Tsutomu Ozeki

Die kleine Salome Emma Heeke / Janis Anna Schritt

Sinfonieorchester Münster
Statisterie

Besetzung

Leitung

Musikalische Leitung Fabrizio Ventura

Inszenierung Georg Köhl

Ausstattung Peter Werner (†)

Choreografie Hans Henning Paar

Dramaturgie Margrit Poremba (†)


Besetzung

Herodes Adrian Xhema

Herodias Suzanne McLeod

Salome Annette Seiltgen

Jochanaan Gregor Dalal

Narraboth Youn-Seong Shim

Page der Herodias Lisa Wedekind

1. Jude Mark Bowman-Hester

2. Jude Jin-Chul Jung

3. Jude Jaean Koo

4. Jude Enrique Bernardo

5. Jude / 2. Soldat Plamen Hidjov

1. Nazarener / 1. Soldat Lukas Schmid

2. Nazarener Lars Hübel

Cappadocier Hee-Sung Yoon

Sklavin Eva Lillian Thingbø

Double Herodes Armin Biermann

Double Jochanaan Tsutomu Ozeki

Die kleine Salome Emma Heeke / Janis Anna Schritt


Sinfonieorchester Münster
Statisterie


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Premiere
Sa, 18. Mai 2013
19.30 Uhr · Großes Haus · Preise A
Premierenabo Gr. Haus

anschließend Premierenfeier im Foyer

Leider keine weiteren Termine geplant.

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