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OTHELLO

Tragödie von William Shakespeare

  •  Maximilian Scheidt, Yasin El Harrouk, Christian Bo Salle — © Marion Bührle
    Maximilian Scheidt, Yasin El Harrouk, Christian Bo Salle
    © Marion Bührle
  •  Maximilian Scheidt, Claudia Hübschmann, Christian Bo Salle — © Marion Bührle
    Maximilian Scheidt, Claudia Hübschmann, Christian Bo Salle
    © Marion Bührle
  • Jonas Riemer, Musiker: Dominik Hahn; Statisterie — © Marion Bührle
    Jonas Riemer, Musiker: Dominik Hahn; Statisterie
    © Marion Bührle
  •  Maximilian Scheidt, Yasin El Harrouk — © Marion Bührle
    Maximilian Scheidt, Yasin El Harrouk
    © Marion Bührle
  • Yasin El Harrouk, Claudia Hübschmann, Lilly Gropper — © Marion Bührle
    Yasin El Harrouk, Claudia Hübschmann, Lilly Gropper
    © Marion Bührle
  •  Christian Bo Salle, Hubertus Hartmann, Claudia Hübschmann, Johanna Marx — © Marion Bührle
    Christian Bo Salle, Hubertus Hartmann, Claudia Hübschmann, Johanna Marx
    © Marion Bührle
  • Gerhard Mohr, Jonas Riemer, Christian Bo Salle — © Marion Bührle
    Gerhard Mohr, Jonas Riemer, Christian Bo Salle
    © Marion Bührle
  • Yasin El Harrouk, Lilly Gropper — © Marion Bührle
    Yasin El Harrouk, Lilly Gropper
    © Marion Bührle
  • Maximilian Scheidt, Claudia Hübschmann, Yasin El Harrouk, Lilly Gropper — © Marion Bührle
    Maximilian Scheidt, Claudia Hübschmann, Yasin El Harrouk, Lilly Gropper
    © Marion Bührle
  • Claudia Hübschmann, Lilly Gropper — © Marion Bührle
    Claudia Hübschmann, Lilly Gropper
    © Marion Bührle
  •  Musiker: Dominik Hahn; Maximilian Scheidt — © Marion Bührle
    Musiker: Dominik Hahn; Maximilian Scheidt
    © Marion Bührle
  • Lilly Gropper, Yasin El Harrouk — © Marion Bührle
    Lilly Gropper, Yasin El Harrouk
    © Marion Bührle

Es liegt nur an uns selber, ob wir so sind oder so. Unser Körper ist unser Gemüsegarten, und unser Wille ist darin der Gärtner.

Weitere Termine

Leider keine weiteren Termine geplant.

Allen fremdenfeindlichen Ressentiments zum Trotz hat es der Mohr Othello geschafft: Er ist ein erfolgreicher Feldherr in Venedig, verheiratet mit Desdemona, einer Weißen. Angekommen und akzeptiert. Als er jedoch den unerfahrenen Cassio statt seines langjährigen Fähnrichs Jago zum Leutnant befördert, begeht Othello einen tragischen Fehler. In seiner Eitelkeit gekränkt fasst Jago einen Plan: Er will Othellos Leben zerstören. Mit eiskaltem Kalkül und ohne Erbarmen. Alle werden zu Schachfiguren in seinem dunklen Spiel.

In seiner 1603 verfassten Tragödie bereitet William Shakespeare ein erbarmungsloses zwischenmenschliches Schlachtfeld der Gefühle, verursacht durch die destruktive Kraft der Manipulation. Jago erklärt seinem Feldherrn einen unsichtbaren Krieg, den dieser nur verlieren kann. Er sät Misstrauen, bedient sich der Vorurteile, des Schwarz-Weiß-Denkens, der heimlichen Schwächen, Ängste und der Naivität seiner Mitmenschen und spielt jeden gegen jeden aus. Jago macht Othello wieder zum Wilden, der seine Frau aus Eifersucht tötet, und wirft damit die Frage auf, ob wir ihn nicht lieber so sehen wollen oder wirklich jemals anders sehen konnten? Ein zeitloses Stück über den zerstörerischen Sog fanatischer Gefühle wie Eifersucht, Neid und Rache, dem sich keiner entziehen kann.

Aufführungsdauer ca. 180 Minuten, eine Pause

Info

Allen fremdenfeindlichen Ressentiments zum Trotz hat es der Mohr Othello geschafft: Er ist ein erfolgreicher Feldherr in Venedig, verheiratet mit Desdemona, einer Weißen. Angekommen und akzeptiert. Als er jedoch den unerfahrenen Cassio statt seines langjährigen Fähnrichs Jago zum Leutnant befördert, begeht Othello einen tragischen Fehler. In seiner Eitelkeit gekränkt fasst Jago einen Plan: Er will Othellos Leben zerstören. Mit eiskaltem Kalkül und ohne Erbarmen. Alle werden zu Schachfiguren in seinem dunklen Spiel.

In seiner 1603 verfassten Tragödie bereitet William Shakespeare ein erbarmungsloses zwischenmenschliches Schlachtfeld der Gefühle, verursacht durch die destruktive Kraft der Manipulation. Jago erklärt seinem Feldherrn einen unsichtbaren Krieg, den dieser nur verlieren kann. Er sät Misstrauen, bedient sich der Vorurteile, des Schwarz-Weiß-Denkens, der heimlichen Schwächen, Ängste und der Naivität seiner Mitmenschen und spielt jeden gegen jeden aus. Jago macht Othello wieder zum Wilden, der seine Frau aus Eifersucht tötet, und wirft damit die Frage auf, ob wir ihn nicht lieber so sehen wollen oder wirklich jemals anders sehen konnten? Ein zeitloses Stück über den zerstörerischen Sog fanatischer Gefühle wie Eifersucht, Neid und Rache, dem sich keiner entziehen kann.

Aufführungsdauer ca. 180 Minuten, eine Pause

Leitung

Inszenierung Frank Behnke

Bühne & Kostüme Markus Pysall

Sound, Komposition & Musikalische Einstudierung Jimi Siebels

Dramaturgie Friederike Engel


Besetzung

Othello Yasin El Harrouk

Brabantio Gerhard Mohr

Cassio Christian Bo Salle

Jago Maximilian Scheidt

Roderigo Jonas Riemer

Desdemona Lilly Gropper

Emilia Claudia Hübschmann

Bianca Johanna Marx

Doge von Venedig Hubertus Hartmann

Musiker Dominik Hahn

Besetzung

Leitung

Inszenierung Frank Behnke

Bühne & Kostüme Markus Pysall

Sound, Komposition & Musikalische Einstudierung Jimi Siebels

Dramaturgie Friederike Engel


Besetzung

Othello Yasin El Harrouk

Brabantio Gerhard Mohr

Cassio Christian Bo Salle

Jago Maximilian Scheidt

Roderigo Jonas Riemer

Desdemona Lilly Gropper

Emilia Claudia Hübschmann

Bianca Johanna Marx

Doge von Venedig Hubertus Hartmann

Musiker Dominik Hahn


Triumph des bösen Eigenwillens

Frank Behnke inszeniert fesselnd einen aktuellen OTHELLO in Münster

William Shakespeares Schauspiel „Othello“, wie es Frank Behnke am Großen Haus des Theaters Münster inszeniert, müsste eigentlich „Jago“ heißen. Behnke ist nur bedingt an dem Eifersuchtsdrama interessiert, in dem der Farbige Othello (Yasin El Harrouk) schließlich seine Frau Desdemona (Lilly Gropper) tötet. Er richtet die Aufmerksamkeit auf die Ursachen dieser Tragödie, und dazu rückt er den intriganten Jago ins Zentrum der Aufführung.

Die leergeräumte, von einer grauen Wand allseitig abgeschlossene Bühne ist durch eine flatterbandfarben schwarz- gelbe Umrandung als Ort eines Verbrechens gekennzeichnet (Ausstattung: Markus Pysall). Sie wird von dem brillant aufspielenden Maximilian Scheidt beherrscht, der als Jago unbeirrt sein Ziel verfolgt, seinen Vorgesetzten Othello zu Fall zu bringen. Dazu treibt ihn kein dumpfer Rassismus gegenüber dem Farbigen, sondern Hass, weil Othello sein Selbstwertgefühl gekränkt hat. Jagos kalte Rationalität ist absolut ohne Vorurteile, frei von Sitte, Freundschaft und allen Bedenken, die seine individuellen Zwecksetzungen einschränken könnte.

Dieses aufgeklärt Böse spielt Scheidt einnehmend ohne aufdringliche Abgründigkeit, mit nahezu biederer Selbstverständlichkeit ganz in seinem Eigenwillen ruhend. Dem sieht das Publikum durchaus wohlwollend zu, bis am Ende erschreckend gedrängt die mörderischen Folgen deutlich werden und noch mehr Leichen als bei Shakespeare Jagos unheilvollen Weg säumen. [...]

Behnkes pessimistische [Inszenierung baut] fesselnd auf das Theater als moralische Anstalt.

Hanns Butterhof, Recklinghäuser Zeitung, 15. September 2015

 

Othello - herausragend gespielt von Yasin El Harrouk - trauert um seine Desdemona (Lilly Gropper). Der in Deutschland geborene Schauspieler El Harrouk hat marrokanische Wurzeln und verleiht dem dunkelhäutigen Migranten Othello nicht nur eine ausdrucksstarke Präsenz. Er schafft es auch, die Widersprüche der Identität dieser dichterisch-papierenen Figur zum Leben zu erwecken. [...]

Regisseur Frank Behnke und Dramaturgin Friederike Engel inszenieren die klassische Liebes-Tragödie mit allem bekannten Unheil. [... Sie] ergründen indes auch die politische Substanz sowie die soziale Aktualität des 1603 verfassten Stücks, indem sie den Text Shakespeares behutsam modernisieren und verblüffende Parallelen zur Gegenwart freilegen.

Alexander Reuter, Die Glocke, 14. September 2015

 

Es ist 21 Uhr, als Jago, der Fähnrich des Othello, sich im Theater Münster auf der Siegerstraße gegen seinen verhassten Militärchef sieht. Jago, brillant dargestellt von Maximilian Scheidt, hat aus Rachedurst das Samenkorn der Eifersucht ausgesät, und er ist in seinem Wahn die stärkste Figur dieser Othello-Inszenierung, die Münsters Schauspieldirektor Frank Behnke erarbeitet hat. Keine Frage, dass Maximilian Scheidt in der Rolle des Superbösen zum Schluss den meisten Applaus bekommt [...]

Es liegt in diesen Tagen der Flucht und der Not nahe, das Thema Migration im Theater aufzugreifen. In dem mit grauen Wänden umrahmten und mit einem abfallenden Bühnenboden ausgestatteten Spielraum jedoch kommt dieses Thema nicht zentral, sondern doch eher beiläufig vor. Denn die eigentliche Triebfeder von Neid, Hass und Rache ist nicht zuerst die Ablehnung des dunkelhäutigen Othello, sondern der Narzissmus des Jago, der sich bei der Beförderung zum Leutnant übergangen sieht und nun die Fäden bis zur Vernichtung Othellos spinnt.

Johannes Loy, Westfälische Nachrichten, 14. September 2015

Presse

Triumph des bösen Eigenwillens

Frank Behnke inszeniert fesselnd einen aktuellen OTHELLO in Münster

William Shakespeares Schauspiel „Othello“, wie es Frank Behnke am Großen Haus des Theaters Münster inszeniert, müsste eigentlich „Jago“ heißen. Behnke ist nur bedingt an dem Eifersuchtsdrama interessiert, in dem der Farbige Othello (Yasin El Harrouk) schließlich seine Frau Desdemona (Lilly Gropper) tötet. Er richtet die Aufmerksamkeit auf die Ursachen dieser Tragödie, und dazu rückt er den intriganten Jago ins Zentrum der Aufführung.

Die leergeräumte, von einer grauen Wand allseitig abgeschlossene Bühne ist durch eine flatterbandfarben schwarz- gelbe Umrandung als Ort eines Verbrechens gekennzeichnet (Ausstattung: Markus Pysall). Sie wird von dem brillant aufspielenden Maximilian Scheidt beherrscht, der als Jago unbeirrt sein Ziel verfolgt, seinen Vorgesetzten Othello zu Fall zu bringen. Dazu treibt ihn kein dumpfer Rassismus gegenüber dem Farbigen, sondern Hass, weil Othello sein Selbstwertgefühl gekränkt hat. Jagos kalte Rationalität ist absolut ohne Vorurteile, frei von Sitte, Freundschaft und allen Bedenken, die seine individuellen Zwecksetzungen einschränken könnte.

Dieses aufgeklärt Böse spielt Scheidt einnehmend ohne aufdringliche Abgründigkeit, mit nahezu biederer Selbstverständlichkeit ganz in seinem Eigenwillen ruhend. Dem sieht das Publikum durchaus wohlwollend zu, bis am Ende erschreckend gedrängt die mörderischen Folgen deutlich werden und noch mehr Leichen als bei Shakespeare Jagos unheilvollen Weg säumen. [...]

Behnkes pessimistische [Inszenierung baut] fesselnd auf das Theater als moralische Anstalt.

Hanns Butterhof, Recklinghäuser Zeitung, 15. September 2015

 

Othello - herausragend gespielt von Yasin El Harrouk - trauert um seine Desdemona (Lilly Gropper). Der in Deutschland geborene Schauspieler El Harrouk hat marrokanische Wurzeln und verleiht dem dunkelhäutigen Migranten Othello nicht nur eine ausdrucksstarke Präsenz. Er schafft es auch, die Widersprüche der Identität dieser dichterisch-papierenen Figur zum Leben zu erwecken. [...]

Regisseur Frank Behnke und Dramaturgin Friederike Engel inszenieren die klassische Liebes-Tragödie mit allem bekannten Unheil. [... Sie] ergründen indes auch die politische Substanz sowie die soziale Aktualität des 1603 verfassten Stücks, indem sie den Text Shakespeares behutsam modernisieren und verblüffende Parallelen zur Gegenwart freilegen.

Alexander Reuter, Die Glocke, 14. September 2015

 

Es ist 21 Uhr, als Jago, der Fähnrich des Othello, sich im Theater Münster auf der Siegerstraße gegen seinen verhassten Militärchef sieht. Jago, brillant dargestellt von Maximilian Scheidt, hat aus Rachedurst das Samenkorn der Eifersucht ausgesät, und er ist in seinem Wahn die stärkste Figur dieser Othello-Inszenierung, die Münsters Schauspieldirektor Frank Behnke erarbeitet hat. Keine Frage, dass Maximilian Scheidt in der Rolle des Superbösen zum Schluss den meisten Applaus bekommt [...]

Es liegt in diesen Tagen der Flucht und der Not nahe, das Thema Migration im Theater aufzugreifen. In dem mit grauen Wänden umrahmten und mit einem abfallenden Bühnenboden ausgestatteten Spielraum jedoch kommt dieses Thema nicht zentral, sondern doch eher beiläufig vor. Denn die eigentliche Triebfeder von Neid, Hass und Rache ist nicht zuerst die Ablehnung des dunkelhäutigen Othello, sondern der Narzissmus des Jago, der sich bei der Beförderung zum Leutnant übergangen sieht und nun die Fäden bis zur Vernichtung Othellos spinnt.

Johannes Loy, Westfälische Nachrichten, 14. September 2015


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