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MÜNSTER – STADT DER SEHENDEN

Ein demokratischer Abend
nach dem Roman von José Saramago

Bühnenfassung und Projektidee von Nicole Oder
Uraufführung
  • Frank-Peter Dettmann, Dennis Laubenthal, Regine Andratschke, Claudia Frost, Mark Oliver Bögel, Ilja Harjes — © Marion Bührle
    Frank-Peter Dettmann, Dennis Laubenthal, Regine Andratschke, Claudia Frost, Mark Oliver Bögel, Ilja Harjes
    © Marion Bührle
  • Dennis Laubenthal, Mark Oliver Bögel, Claudia Frost, Ilja Harjes, Frank-Peter Dettmann, Regine Andratschke — © Marion Bührle
    Dennis Laubenthal, Mark Oliver Bögel, Claudia Frost, Ilja Harjes, Frank-Peter Dettmann, Regine Andratschke
    © Marion Bührle
  • Mark Oliver Bögel, Dennis Laubenthal, Regine Andratschke — © Marion Bührle
    Mark Oliver Bögel, Dennis Laubenthal, Regine Andratschke
    © Marion Bührle
  • Mark Oliver Bögel, Regine Andratschke, Ilja Harjes — © Marion Bührle
    Mark Oliver Bögel, Regine Andratschke, Ilja Harjes
    © Marion Bührle
  • Dennis Laubenthal, Claudia Frost, Mark Oliver Bögel, Frank-Peter Dettmann, Regine Andratschke — © Marion Bührle
    Dennis Laubenthal, Claudia Frost, Mark Oliver Bögel, Frank-Peter Dettmann, Regine Andratschke
    © Marion Bührle
  • Claudia Frost, Dennis Laubenthal, Regine Andratschke, Mark Oliver Bögel, Frank-Peter Dettmann, Ilja Harjes — © Marion Bührle
    Claudia Frost, Dennis Laubenthal, Regine Andratschke, Mark Oliver Bögel, Frank-Peter Dettmann, Ilja Harjes
    © Marion Bührle
  • Ilja Harjes, Mark Oliver Bögel, Claudia Frost, Dennis Laubenthal, Frank-Peter Dettmann — © Marion Bührle
    Ilja Harjes, Mark Oliver Bögel, Claudia Frost, Dennis Laubenthal, Frank-Peter Dettmann
    © Marion Bührle
  • Claudia Frost, Frank-Peter Dettmann — © Marion Bührle
    Claudia Frost, Frank-Peter Dettmann
    © Marion Bührle
  • Dennis Laubenthal, Claudia Frost, Frank-Peter Dettmann, Mark Oliver Bögel, Ilja Harjes — © Marion Bührle
    Dennis Laubenthal, Claudia Frost, Frank-Peter Dettmann, Mark Oliver Bögel, Ilja Harjes
    © Marion Bührle
  • Mark Oliver Bögel, Dennis Laubenthal, Frank-Peter Dettmann — © Marion Bührle
    Mark Oliver Bögel, Dennis Laubenthal, Frank-Peter Dettmann
    © Marion Bührle
  • Mark Oliver Bögel, Regine Andratschke, Frank-Peter Dettmann, Dennis Laubenthal — © Marion Bührle
    Mark Oliver Bögel, Regine Andratschke, Frank-Peter Dettmann, Dennis Laubenthal
    © Marion Bührle

Weitere Termine

Leider keine weiteren Termine geplant.

Im Herbst wird in Deutschland gewählt. Doch was? Die kaum begreifbare Krise Europas und seiner politischen Systeme, die scheinbar immer größer werdende Ähnlichkeit der verschiedenen Parteien untereinander, ein Gefühl der Ohnmacht den komplexen Problemen unserer Welt gegenüber macht ratlos. Spielt es überhaupt noch eine Rolle, wie ich persönlich mich entscheide? Ist die Demokratie nicht längst unter der Diktatur von Markt und Wirtschaft? Die Entwicklung von Bewegungen wie Occupy hat anschaulich gemacht, wie schwierig es ist, konkrete Visionen für unsere gesellschaftliche Zukunft zu entwickeln. Und trotzdem hält in ganz Deutschland ein Trend zu bürgerlichem Engagement an …

José Saramago, portugiesischer Literaturnobelpreisträger, hat 2006 mit 83 Jahren als früher »Wutbürger« seine »Stadt der Sehenden« geschrieben, eine ebenso poetische wie scharfe Parabel über Chancen und Grenzen des »besten aller Systeme«, der Demokratie, und über Verantwortung und Freiheit des Einzelnen:
Wir befinden uns in einer Stadt in einem demokratischen europäischen Staat: Bei den freien Wahlen entscheiden sich die »mündigen Bürger« mit einer überwältigenden Mehrheit – aber jeder für sich – dafür, weiße Stimmzettel und damit ein Misstrauensvotum gegen das System abzugeben. Die Politiker reagieren mit Panik: Soviel Freiheit bei der Wahrnehmung des demokratischen Grundrechts ist ihnen unheimlich. Es muss eine revolutionäre Verschwörung dahinter stecken! Um dieser auf den Grund zu kommen, greifen sie schnell zu den Mitteln von Überwachungsstaat und Diktatur – und führen damit selbst die Demokratie ad absurdum. Doch anders als erwartet, löst der schließlich über die Stadt verhängte Belagerungszustand weder Chaos noch apokalyptische Zustände und Gewalt aus. Die Menschen verhalten sich friedlich und machen weiter wie bisher …  

Der Theaterabend MÜNSTER-STADT DER SEHENDEN macht Saramagos Versuchsanordnung auf der Bühne erlebbar und fragt ganz konkret heute, hier und jetzt in Münster: Wenn die Geschichte angehalten würde, wenn ein gesellschaftliches und politisches Vakuum entstünde, ein Freiraum gar: Wie könnte der gefüllt werden?

Mit MÜNSTER-STADT DER SEHENDEN entsteht ein spielerischer, interaktiver Abend über Macht und Mitbestimmung, über Demokratie und Utopie!

Spieldauer ca. 80 Minuten, keine Pause

 

AUS DER PRESSE:

Eine politische Satire, beißend komisch und großartig gespielt. In Interaktion mit dem Publikum gelingt ein Stück, wie es ansprechender kaum sein kann: lebensnah, unterhaltsam und zum Nachdenken anregend.
Isabell Steinböck, WDR 5, 18. Juni 2013

Angst ist ein schlechter Ratgeber. Und doch ist sie sehr menschlich. Das wird in der Inszenierung »Münster – Stadt der Sehenden« von Frank Behnke in Münsters Kleinem Haus deutlich. Der kühlen Erzählung des Romanautors José Saramago stellt er persönliche Statements seiner Schauspieler gegenüber.
[...] Nicole Oders Bühnenfassung rückt den Bandwurmsätzen des Romans kräftig zuleibe. In grotesken und eindringlichen Szenen konzentriert sie die Handlung auf das Wesentliche. Das Bühnenbild von Stephan Fernau gibt viel Raum für das Spiel und unterstreicht gleichzeitig die klaustrophobische Grundstimmung.
Teils absurd und grotesk hauchen Regie und Schauspieler den Texten Leben ein und setzten bewusst auf Überzeichnung. So zum Beispiel, wenn der Kanzler (Mark Oliver Bögel) und seine Minister wie Kasperlefiguren von den Dächern auf ihre Stadt blicken und die nächsten Schritte beraten. Ein Untersuchungsausschuss soll gegründet werden. Gleich fragt der Beauftragte den Staatschef: »Zu welchem Ergebnis soll er denn kommen?« Der Kanzler verschiebt diese Entscheidung auf später.
Mit Merkelscher Gestik erschafft Bögel eine verzweifelte Witzfigur, deren Handeln vor allem durch Feigheit motiviert ist. Während Regine Andratschke als hoheitsvolle Präsidentin bis zum Ende Haltung bewahrt, haben andere längst schon die Segel gestrichen. Ilja Harjes jagt als teuflisches Energiebündel durch die Handlung. Zu Musik, die einem Verkaufssender entsprungen zu sein scheint (Soundtrack: Daniel Mandolini), spickt er den Abend immer wieder mit interessanten Zahlen rund um das Thema Wahl und Politik in Münster.
Dennis Laubenthal zeigt sich als wandlungsfähiger Darsteller mit einem guten Sinn für Pointen. Dramatischer Höhepunkt ist die Lügendetektor-Szene zwischen Frank-Peter Dettmann und Claudia Frost, in der er sie zu einer Aussage in seinem Sinne zwingen will. Da werden Erinnerungen an DDR-Zeiten wach. Eine tolle Ensembleleistung.
Edda Klepp, Münstersche Zeitung, 17. Juni 2013

Die sechs prima aufspielenden Akteure Regine Andratschke, Mark Oliver Bögel, Frank-Peter Dettmann, Claudia Frost, Ilja Harjes und Dennis Lauben­thal wechseln häufig die Rollen, spielen hier das aufmüpfige Wählervolk, dort die anarchische Stadtbevölkerung.
Als Präsidentin, Kanzler und Innenminister glänzen Andratschke, Bögel und Dettmann in wohlfeiler Politikerdiktion, mit Krisenmanagement und schneidigem Befehlston. Gerade im Hinblick auf die erschreckenden Bilder aus Istanbul wird dem Theaterbesucher klar, dass die Mächtigen im Zweifel keinen Spaß verstehen. Im Kleinen Haus in Münster jedenfalls wird die Stadt komplett abgeriegelt und sich selbst überlassen.
Was ist uns die Demokratie wert? Was passiert im Machtvakuum? Ist eine »Ohne mich!«-Haltung ethisch zu rechtfertigen? Das sind Fragen, die das Stück stellt und die zum Nachdenken anregen.
Johannes Loy, Westfälische Nachrichten, 17. Juni 2013

Info

Im Herbst wird in Deutschland gewählt. Doch was? Die kaum begreifbare Krise Europas und seiner politischen Systeme, die scheinbar immer größer werdende Ähnlichkeit der verschiedenen Parteien untereinander, ein Gefühl der Ohnmacht den komplexen Problemen unserer Welt gegenüber macht ratlos. Spielt es überhaupt noch eine Rolle, wie ich persönlich mich entscheide? Ist die Demokratie nicht längst unter der Diktatur von Markt und Wirtschaft? Die Entwicklung von Bewegungen wie Occupy hat anschaulich gemacht, wie schwierig es ist, konkrete Visionen für unsere gesellschaftliche Zukunft zu entwickeln. Und trotzdem hält in ganz Deutschland ein Trend zu bürgerlichem Engagement an …

José Saramago, portugiesischer Literaturnobelpreisträger, hat 2006 mit 83 Jahren als früher »Wutbürger« seine »Stadt der Sehenden« geschrieben, eine ebenso poetische wie scharfe Parabel über Chancen und Grenzen des »besten aller Systeme«, der Demokratie, und über Verantwortung und Freiheit des Einzelnen:
Wir befinden uns in einer Stadt in einem demokratischen europäischen Staat: Bei den freien Wahlen entscheiden sich die »mündigen Bürger« mit einer überwältigenden Mehrheit – aber jeder für sich – dafür, weiße Stimmzettel und damit ein Misstrauensvotum gegen das System abzugeben. Die Politiker reagieren mit Panik: Soviel Freiheit bei der Wahrnehmung des demokratischen Grundrechts ist ihnen unheimlich. Es muss eine revolutionäre Verschwörung dahinter stecken! Um dieser auf den Grund zu kommen, greifen sie schnell zu den Mitteln von Überwachungsstaat und Diktatur – und führen damit selbst die Demokratie ad absurdum. Doch anders als erwartet, löst der schließlich über die Stadt verhängte Belagerungszustand weder Chaos noch apokalyptische Zustände und Gewalt aus. Die Menschen verhalten sich friedlich und machen weiter wie bisher …  

Der Theaterabend MÜNSTER-STADT DER SEHENDEN macht Saramagos Versuchsanordnung auf der Bühne erlebbar und fragt ganz konkret heute, hier und jetzt in Münster: Wenn die Geschichte angehalten würde, wenn ein gesellschaftliches und politisches Vakuum entstünde, ein Freiraum gar: Wie könnte der gefüllt werden?

Mit MÜNSTER-STADT DER SEHENDEN entsteht ein spielerischer, interaktiver Abend über Macht und Mitbestimmung, über Demokratie und Utopie!

Spieldauer ca. 80 Minuten, keine Pause

 

AUS DER PRESSE:

Eine politische Satire, beißend komisch und großartig gespielt. In Interaktion mit dem Publikum gelingt ein Stück, wie es ansprechender kaum sein kann: lebensnah, unterhaltsam und zum Nachdenken anregend.
Isabell Steinböck, WDR 5, 18. Juni 2013

Angst ist ein schlechter Ratgeber. Und doch ist sie sehr menschlich. Das wird in der Inszenierung »Münster – Stadt der Sehenden« von Frank Behnke in Münsters Kleinem Haus deutlich. Der kühlen Erzählung des Romanautors José Saramago stellt er persönliche Statements seiner Schauspieler gegenüber.
[...] Nicole Oders Bühnenfassung rückt den Bandwurmsätzen des Romans kräftig zuleibe. In grotesken und eindringlichen Szenen konzentriert sie die Handlung auf das Wesentliche. Das Bühnenbild von Stephan Fernau gibt viel Raum für das Spiel und unterstreicht gleichzeitig die klaustrophobische Grundstimmung.
Teils absurd und grotesk hauchen Regie und Schauspieler den Texten Leben ein und setzten bewusst auf Überzeichnung. So zum Beispiel, wenn der Kanzler (Mark Oliver Bögel) und seine Minister wie Kasperlefiguren von den Dächern auf ihre Stadt blicken und die nächsten Schritte beraten. Ein Untersuchungsausschuss soll gegründet werden. Gleich fragt der Beauftragte den Staatschef: »Zu welchem Ergebnis soll er denn kommen?« Der Kanzler verschiebt diese Entscheidung auf später.
Mit Merkelscher Gestik erschafft Bögel eine verzweifelte Witzfigur, deren Handeln vor allem durch Feigheit motiviert ist. Während Regine Andratschke als hoheitsvolle Präsidentin bis zum Ende Haltung bewahrt, haben andere längst schon die Segel gestrichen. Ilja Harjes jagt als teuflisches Energiebündel durch die Handlung. Zu Musik, die einem Verkaufssender entsprungen zu sein scheint (Soundtrack: Daniel Mandolini), spickt er den Abend immer wieder mit interessanten Zahlen rund um das Thema Wahl und Politik in Münster.
Dennis Laubenthal zeigt sich als wandlungsfähiger Darsteller mit einem guten Sinn für Pointen. Dramatischer Höhepunkt ist die Lügendetektor-Szene zwischen Frank-Peter Dettmann und Claudia Frost, in der er sie zu einer Aussage in seinem Sinne zwingen will. Da werden Erinnerungen an DDR-Zeiten wach. Eine tolle Ensembleleistung.
Edda Klepp, Münstersche Zeitung, 17. Juni 2013

Die sechs prima aufspielenden Akteure Regine Andratschke, Mark Oliver Bögel, Frank-Peter Dettmann, Claudia Frost, Ilja Harjes und Dennis Lauben­thal wechseln häufig die Rollen, spielen hier das aufmüpfige Wählervolk, dort die anarchische Stadtbevölkerung.
Als Präsidentin, Kanzler und Innenminister glänzen Andratschke, Bögel und Dettmann in wohlfeiler Politikerdiktion, mit Krisenmanagement und schneidigem Befehlston. Gerade im Hinblick auf die erschreckenden Bilder aus Istanbul wird dem Theaterbesucher klar, dass die Mächtigen im Zweifel keinen Spaß verstehen. Im Kleinen Haus in Münster jedenfalls wird die Stadt komplett abgeriegelt und sich selbst überlassen.
Was ist uns die Demokratie wert? Was passiert im Machtvakuum? Ist eine »Ohne mich!«-Haltung ethisch zu rechtfertigen? Das sind Fragen, die das Stück stellt und die zum Nachdenken anregen.
Johannes Loy, Westfälische Nachrichten, 17. Juni 2013

Leitung

Inszenierung Frank Behnke

Bühne & Kostüme Stephan Fernau

Musik Daniel Mandolini

Dramaturgie Kathrin Mädler


Besetzung

Mit Regine Andratschke, Mark Oliver Bögel, Frank-Peter Dettmann, Claudia Frost, Ilja Harjes, Dennis Laubenthal

Besetzung

Leitung

Inszenierung Frank Behnke

Bühne & Kostüme Stephan Fernau

Musik Daniel Mandolini

Dramaturgie Kathrin Mädler


Besetzung

Mit Regine Andratschke, Mark Oliver Bögel, Frank-Peter Dettmann, Claudia Frost, Ilja Harjes, Dennis Laubenthal



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Leider keine weiteren Termine geplant.

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