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MEDEA

Tanzabend von Thomas Noone zu Musik von Jim Pinchen

Uraufführung
  • ©  Oliver Berg

    © Oliver Berg
  • Elizabeth Towles, Leander Veizi — ©  Oliver Berg
    Elizabeth Towles, Leander Veizi
    © Oliver Berg
  • Ensemble — ©  Oliver Berg
    Ensemble
    © Oliver Berg
  • Keelan Whitmore, Leander Veizi — ©  Oliver Berg
    Keelan Whitmore, Leander Veizi
    © Oliver Berg
  • Tarah Malaika Pfeiffer, Keelan Whitmore, Elizabeth Towles — ©  Oliver Berg
    Tarah Malaika Pfeiffer, Keelan Whitmore, Elizabeth Towles
    © Oliver Berg
  • Elizabeth Towles, Ensemble — ©  Oliver Berg
    Elizabeth Towles, Ensemble
    © Oliver Berg
  • Tarah Malaika Pfeiffer — ©  Oliver Berg
    Tarah Malaika Pfeiffer
    © Oliver Berg
  • Elizabeth Towles, Leander Veizi — ©  Oliver Berg
    Elizabeth Towles, Leander Veizi
    © Oliver Berg
  • Tarah Malaika Pfeiffer, Leander Veizi, Elizabeth Towles, Ensemble — ©  Oliver Berg
    Tarah Malaika Pfeiffer, Leander Veizi, Elizabeth Towles, Ensemble
    © Oliver Berg
  • Elizabeth Towles, Keelan Whitmore — ©  Oliver Berg
    Elizabeth Towles, Keelan Whitmore
    © Oliver Berg
  • Tarah Malaika Pfeiffer, Keelan Whitmore, Ensemble — ©  Oliver Berg
    Tarah Malaika Pfeiffer, Keelan Whitmore, Ensemble
    © Oliver Berg
  • Elizabeth Towles, Leander Veizi — ©  Oliver Berg
    Elizabeth Towles, Leander Veizi
    © Oliver Berg
  • Raffaele Scicchitano, María Bayarri Pérez, Elizabeth Towles — ©  Oliver Berg
    Raffaele Scicchitano, María Bayarri Pérez, Elizabeth Towles
    © Oliver Berg
  • Raffaele Scicchitano, María Bayarri Pérez, Elizabeth Towles — ©  Oliver Berg
    Raffaele Scicchitano, María Bayarri Pérez, Elizabeth Towles
    © Oliver Berg
  • Ensemble — ©  Oliver Berg
    Ensemble
    © Oliver Berg

»Und ich erkenne, welche üblen Taten ich begehen will.«

Mi, 23. Oktober 2019
19.30 · Kleines Haus
Mischabo

19.00 Einführung im U2

Publikumsgespräch im Anschluss an die Vorstellung

Aus Liebe verhalf Medea Jason zum Goldenen Vlies, ver­riet ihre Familie und ihr Land. Fern der Heimat lebt sie nun seit einigen Jahren gemeinsam mit Jason und ihren beiden Söhnen. Als Jason jedoch aus Machtstreben beschließt, die Tochter des Königs Kreon von Korinth zu heiraten, verstößt er Medea. Medea, nun ihrerseits verraten, ersinnt in ihrer Kränkung und ihrem Zorn einen dramatischen Racheplan: Sie will alles zerstören, was Jason lieb und teuer ist – seine neue Braut, deren Vater und sogar die eigenen Kinder.

Euripides’ Mythos von Medea, die in ihrem Rachestreben zum äußersten geht, inspirierte Thomas Noone zu einem intensiven Tanzabend: Er zeigt die stetig wechselnden Emoti­onen der Geliebten und Ungeliebten in ihrem Bestreben sich gegenseitig zu belügen und zu hintergehen. Dabei spiegelt die Choreografie sowohl die inneren als auch äußeren Konflikte der Protagonisten wider und spielt mit der Gegensätzlichkeit ihrer Stärken und Schwächen.

Thomas Noones Choreografien zeichnen sich durch eine dynamisch-athletische Bewegungssprache aus, die tech­nisch versierte und physisch ausdrucksstarke Tänzer*innen erfordert. Indem Thomas Noone den Körper als Medium künstlerischen Ausdrucks nutzt, gelingt es ihm, den Zuschau­er emotional zu berühren.

Aufführungsdauer ca. 65 Minuten, keine Pause

Info

Aus Liebe verhalf Medea Jason zum Goldenen Vlies, ver­riet ihre Familie und ihr Land. Fern der Heimat lebt sie nun seit einigen Jahren gemeinsam mit Jason und ihren beiden Söhnen. Als Jason jedoch aus Machtstreben beschließt, die Tochter des Königs Kreon von Korinth zu heiraten, verstößt er Medea. Medea, nun ihrerseits verraten, ersinnt in ihrer Kränkung und ihrem Zorn einen dramatischen Racheplan: Sie will alles zerstören, was Jason lieb und teuer ist – seine neue Braut, deren Vater und sogar die eigenen Kinder.

Euripides’ Mythos von Medea, die in ihrem Rachestreben zum äußersten geht, inspirierte Thomas Noone zu einem intensiven Tanzabend: Er zeigt die stetig wechselnden Emoti­onen der Geliebten und Ungeliebten in ihrem Bestreben sich gegenseitig zu belügen und zu hintergehen. Dabei spiegelt die Choreografie sowohl die inneren als auch äußeren Konflikte der Protagonisten wider und spielt mit der Gegensätzlichkeit ihrer Stärken und Schwächen.

Thomas Noones Choreografien zeichnen sich durch eine dynamisch-athletische Bewegungssprache aus, die tech­nisch versierte und physisch ausdrucksstarke Tänzer*innen erfordert. Indem Thomas Noone den Körper als Medium künstlerischen Ausdrucks nutzt, gelingt es ihm, den Zuschau­er emotional zu berühren.

Aufführungsdauer ca. 65 Minuten, keine Pause

Besetzung

In großartiger, kraftvoller Bewegungssprache bringt das Tanztheater Münster die Medea des Euripides in der Choreografie von Thomas Noone auf die Bühne. Selten hat das Ensemble so viel Unterstützung seitens der Musik bekommen wie in diesem Stück […]: Elektronische Sounds und verfremdete Alltagsgeräusche hat Komponist Jim Pinchen offensichtlich in einem Pulverfass zusammengebraut. Er liefert damit die Grundlage für den spannenden Tanzabend.

In das exzellent abgestimmte Geräuschgemisch lassen sich die Tänzer hineinziehen, allen voran Elizabeth D. Towles: Hochkonzentriert und faszinierend nimmt sie ihre Rolle als Medea ein. Sie tanzt auf dem Vulkan. Mal umwirbt sie Jason mit liebevollen Gesten, dann klammert sie sich würdelos an ihn und steht am Ende auf dem bäuchlings Liegenden und tippt ihm mit dem Fuß auf den Kopf, so dass er vollends am Boden liegt. Der gesamte Gestus der Tänzerin zeigt: Ich bin hier die Stärkste.

Die Aufführung entwickelt einen Sog, in dem sich drei Paare verlieren: Medea und Jason, ihre beiden Kinder (María Bayarri Pérez, Raffaele Scicchitano) sowie König Kreon (Keelan Whitmore) und dessen Tochter Glauke (Tarah Malaika Pfeiffer). […] Dazu kommt der Chor […], so dass im Ganzen elf Tänzer in starken, gleichzeitig aber auch harmonischen Figuren ein perfektes Miteinander entstehen lassen oder Soli zeigen.

Durch die weiße Kulisse und die Kleidung in kühlen Blautönen wirkt die Szenerie nüchtern und fokussiert auf das Eine: die Rache der Medea. […] Wie auf einer machtvollen Woge wälzt sich das Geschehen über die Bühne – absolut sehenswert.

Andrea Kutzendörfer, Die Glocke, 21. Oktober 2019

 

Am Theater Münster fasst Choreograf Thomas Noone die Geschichte von „Medea“ in schnelle, spannende Begegnungen, in denen kaum wirklich Nähe entsteht, außer der Nähe eines Stoßes oder Schlages. Das Tempo ist hoch, die Spannung bleibt hart.

Elizabeth Towles tanzt die Titelrolle ausdrucksvoll und risikofreudig.

Noone nutzt den „Medea“-Stoff als Sprungbrett für mitreißende Tänzer-Darsteller, die davon erzählen, wie unmöglich Begegnung ist.

Der Abend ist auch nach Typen spannend besetzt: Der kleinen, ausdrucksstarken Towles steht die große, selbstsicher-distanzierte Tarah Malaika Pfeiffer in unschuldigem Himmelblau (Kostüme: Mard Udina Duran) als Glauke gegenüber. Keelan Whitmore tanzt überlegen Glaukes Vater Kreon.

Unheimlich spannungsvoll gelingen die Gruppenszenen, in denen Noone Synchronizität einsetzt, um von Machtverhältnissen zu erzählen. […] Fließende, schnelle Sequenzen wechseln sich spannend ab mit gehaltenen Posen oder mit ruckartig zurückweisenden Gesten. So reißt die Spannung nie ab.
Jim Pinchen hat dazu einen Soundtrack geschrieben, der die Spannung füttert. Statik schnurpselt und platzt wie Luftblasen. Synthesizer treiben. Eine Violine schwingt sich auf, taucht wieder ab. Es klingt, als würden Zupfinstrumente mit leerer Saite angeschlagen. Am besten, man betrachtet Noones „Medea“ als eine Art Teilchenbeschleuniger: Die Personen werden aufeinander geschossen. Eine Kollision folgt auf die nächste. Das lebt vom Tempo und von starken Tänzer-Darstellern.

Edda Breski, Westfälischer Anzeiger, 22. Oktober 2019

Presse

In großartiger, kraftvoller Bewegungssprache bringt das Tanztheater Münster die Medea des Euripides in der Choreografie von Thomas Noone auf die Bühne. Selten hat das Ensemble so viel Unterstützung seitens der Musik bekommen wie in diesem Stück […]: Elektronische Sounds und verfremdete Alltagsgeräusche hat Komponist Jim Pinchen offensichtlich in einem Pulverfass zusammengebraut. Er liefert damit die Grundlage für den spannenden Tanzabend.

In das exzellent abgestimmte Geräuschgemisch lassen sich die Tänzer hineinziehen, allen voran Elizabeth D. Towles: Hochkonzentriert und faszinierend nimmt sie ihre Rolle als Medea ein. Sie tanzt auf dem Vulkan. Mal umwirbt sie Jason mit liebevollen Gesten, dann klammert sie sich würdelos an ihn und steht am Ende auf dem bäuchlings Liegenden und tippt ihm mit dem Fuß auf den Kopf, so dass er vollends am Boden liegt. Der gesamte Gestus der Tänzerin zeigt: Ich bin hier die Stärkste.

Die Aufführung entwickelt einen Sog, in dem sich drei Paare verlieren: Medea und Jason, ihre beiden Kinder (María Bayarri Pérez, Raffaele Scicchitano) sowie König Kreon (Keelan Whitmore) und dessen Tochter Glauke (Tarah Malaika Pfeiffer). […] Dazu kommt der Chor […], so dass im Ganzen elf Tänzer in starken, gleichzeitig aber auch harmonischen Figuren ein perfektes Miteinander entstehen lassen oder Soli zeigen.

Durch die weiße Kulisse und die Kleidung in kühlen Blautönen wirkt die Szenerie nüchtern und fokussiert auf das Eine: die Rache der Medea. […] Wie auf einer machtvollen Woge wälzt sich das Geschehen über die Bühne – absolut sehenswert.

Andrea Kutzendörfer, Die Glocke, 21. Oktober 2019

 

Am Theater Münster fasst Choreograf Thomas Noone die Geschichte von „Medea“ in schnelle, spannende Begegnungen, in denen kaum wirklich Nähe entsteht, außer der Nähe eines Stoßes oder Schlages. Das Tempo ist hoch, die Spannung bleibt hart.

Elizabeth Towles tanzt die Titelrolle ausdrucksvoll und risikofreudig.

Noone nutzt den „Medea“-Stoff als Sprungbrett für mitreißende Tänzer-Darsteller, die davon erzählen, wie unmöglich Begegnung ist.

Der Abend ist auch nach Typen spannend besetzt: Der kleinen, ausdrucksstarken Towles steht die große, selbstsicher-distanzierte Tarah Malaika Pfeiffer in unschuldigem Himmelblau (Kostüme: Mard Udina Duran) als Glauke gegenüber. Keelan Whitmore tanzt überlegen Glaukes Vater Kreon.

Unheimlich spannungsvoll gelingen die Gruppenszenen, in denen Noone Synchronizität einsetzt, um von Machtverhältnissen zu erzählen. […] Fließende, schnelle Sequenzen wechseln sich spannend ab mit gehaltenen Posen oder mit ruckartig zurückweisenden Gesten. So reißt die Spannung nie ab.
Jim Pinchen hat dazu einen Soundtrack geschrieben, der die Spannung füttert. Statik schnurpselt und platzt wie Luftblasen. Synthesizer treiben. Eine Violine schwingt sich auf, taucht wieder ab. Es klingt, als würden Zupfinstrumente mit leerer Saite angeschlagen. Am besten, man betrachtet Noones „Medea“ als eine Art Teilchenbeschleuniger: Die Personen werden aufeinander geschossen. Eine Kollision folgt auf die nächste. Das lebt vom Tempo und von starken Tänzer-Darstellern.

Edda Breski, Westfälischer Anzeiger, 22. Oktober 2019


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Mi, 23. Oktober 2019
19.30 Uhr · Kleines Haus
Mischabo

19.00 Einführung im U2

Publikumsgespräch im Anschluss an die Vorstellung

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