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MASS FÜR MASS

Komödie von William Shakespeare in einer Übersetzung von Thomas Brasch

  • Louis Nitsche — ©  Oliver Berg
    Louis Nitsche
    © Oliver Berg
  • Ensemble — ©  Oliver Berg
    Ensemble
    © Oliver Berg
  • Regine Andratschke, Ilja Harjes, Jonas Riemer — ©  Oliver Berg
    Regine Andratschke, Ilja Harjes, Jonas Riemer
    © Oliver Berg
  • Jonas Riemer, Wilhelm Schlotterer, Thomas Kitsche — ©  Oliver Berg
    Jonas Riemer, Wilhelm Schlotterer, Thomas Kitsche
    © Oliver Berg
  • Regine Andratschke, Ilja Harjes — ©  Oliver Berg
    Regine Andratschke, Ilja Harjes
    © Oliver Berg
  • Ilja Harjes, Sandra Schreiber — ©  Oliver Berg
    Ilja Harjes, Sandra Schreiber
    © Oliver Berg
  • Sandra Schreiber, Louis Nitsche — ©  Oliver Berg
    Sandra Schreiber, Louis Nitsche
    © Oliver Berg
  • Lea Ostrovskiy, Sandra Schreiber — ©  Oliver Berg
    Lea Ostrovskiy, Sandra Schreiber
    © Oliver Berg
  • Ensemble — ©  Oliver Berg
    Ensemble
    © Oliver Berg
  • Regine Andratschke, Wilhelm Schlotterer, Gerhard Mohr — ©  Oliver Berg
    Regine Andratschke, Wilhelm Schlotterer, Gerhard Mohr
    © Oliver Berg
  • Wilhelm Schlotterer, Louis Nitsche — ©  Oliver Berg
    Wilhelm Schlotterer, Louis Nitsche
    © Oliver Berg
  • Gerhard Mohr, Louis Nitsche, Wilhelm Schlotterer — ©  Oliver Berg
    Gerhard Mohr, Louis Nitsche, Wilhelm Schlotterer
    © Oliver Berg

»Liebe für Liebe, bittern Hass für Hass, Gleiches mit Gleichem zahl‘ ich, Mass für Mass.«

Fr, 29. November 2019
19.30 · Großes Haus
Freitag 1 Abo Gr. Haus , Großes Schsp. Abo , Kleiner TheaterJugendRing

19.00 Einführung im Foyer Gr. Haus

Während der langen Amtszeit von Herzog Vincentio sind die Gesetze ebenso in Vergessenheit geraten wie die guten Sitten. Um nicht selbst hart durchgreifen zu müssen, setzt der Herzog den sittenstrengen Statthalter Angelo ein. Der soll die Stadtgesellschaft wieder auf den Pfad der Tugend führen. Ohne zu ahnen, dass er selbst Teil eines Spiels des Herzogs ist – dieser lenkt als Pater verkleidet die Geschicke zunächst im Hintergrund – zieht Angelo einem Feldherrn gleich durch die Stadt. Er will die Bordelle schließen lassen und längst vergessene Gesetze mit aller Härte durchsetzen. Unter diesen Umständen wird der junge Claudio eines seiner ersten Opfer. Da seine Verlobte ein Kind von ihm erwartet, statuiert Angelo an ihm kurzerhand ein Exempel und verur­teilt ihn wegen Unzucht zum Tode. Als Claudios Schwester Isabella um Gnade bei Angelo bittet, spürt er ein unbändi­ges Verlangen und fordert gnadenlos eine Liebesnacht als Gegenleistung für Claudios Leben. Doch sie hat sich einem streng religiösen Leben verschrieben und will ins Kloster. Soll sie ihre Unschuld und ihr eigenes Leben retten oder das ihres Bruders?

MASS FÜR MASS zählt zu den abgründigsten Komödien Shakespeares. Lustvoll inszeniert der Autor darin ein Expe­riment über Anspruch und Wirklichkeit, über Doppelmoral und die Verführbarkeit durch Macht. Wenn ein Verfechter von Sittenstrenge über seine eigenen Prinzipien stolpert, dann ist das in Zeiten von #MeToo eine erschreckende Parallele.

Aufführungsdauer ca. 155 Minuten, eine Pause

Info

Während der langen Amtszeit von Herzog Vincentio sind die Gesetze ebenso in Vergessenheit geraten wie die guten Sitten. Um nicht selbst hart durchgreifen zu müssen, setzt der Herzog den sittenstrengen Statthalter Angelo ein. Der soll die Stadtgesellschaft wieder auf den Pfad der Tugend führen. Ohne zu ahnen, dass er selbst Teil eines Spiels des Herzogs ist – dieser lenkt als Pater verkleidet die Geschicke zunächst im Hintergrund – zieht Angelo einem Feldherrn gleich durch die Stadt. Er will die Bordelle schließen lassen und längst vergessene Gesetze mit aller Härte durchsetzen. Unter diesen Umständen wird der junge Claudio eines seiner ersten Opfer. Da seine Verlobte ein Kind von ihm erwartet, statuiert Angelo an ihm kurzerhand ein Exempel und verur­teilt ihn wegen Unzucht zum Tode. Als Claudios Schwester Isabella um Gnade bei Angelo bittet, spürt er ein unbändi­ges Verlangen und fordert gnadenlos eine Liebesnacht als Gegenleistung für Claudios Leben. Doch sie hat sich einem streng religiösen Leben verschrieben und will ins Kloster. Soll sie ihre Unschuld und ihr eigenes Leben retten oder das ihres Bruders?

MASS FÜR MASS zählt zu den abgründigsten Komödien Shakespeares. Lustvoll inszeniert der Autor darin ein Expe­riment über Anspruch und Wirklichkeit, über Doppelmoral und die Verführbarkeit durch Macht. Wenn ein Verfechter von Sittenstrenge über seine eigenen Prinzipien stolpert, dann ist das in Zeiten von #MeToo eine erschreckende Parallele.

Aufführungsdauer ca. 155 Minuten, eine Pause

Leitung

Inszenierung Ronny Jakubaschk

Bühne & Kostüme David Gonter

Choreografie Lili Mihajlovic Rampre

Sounddesign Christoph Iacono

Dramaturgie Barbara Bily


Besetzung

Vincentio, Herzog Wilhelm Schlotterer

Angelo, Statthalter Jonas Riemer

Isabella, Claudios Schwester Sandra Schreiber

Claudio, ein junger Edelmann Louis Nitsche

Julia, Claudios Geliebte / Mariana, Angelos Verlobte / Franziska, eine Nonne Lea Ostrovskiy

Escalus, Herr vom Staatsrat Thomas Kitsche

Lucio, ein Lebemann Ilja Harjes

Pompeja, Wirtin und Kupplerin Regine Andratschke

Ellbogen / Wächter Gerhard Mohr

Besetzung

Leitung

Inszenierung Ronny Jakubaschk

Bühne & Kostüme David Gonter

Choreografie Lili Mihajlovic Rampre

Sounddesign Christoph Iacono

Dramaturgie Barbara Bily


Besetzung

Vincentio, Herzog Wilhelm Schlotterer

Angelo, Statthalter Jonas Riemer

Isabella, Claudios Schwester Sandra Schreiber

Claudio, ein junger Edelmann Louis Nitsche

Julia, Claudios Geliebte / Mariana, Angelos Verlobte / Franziska, eine Nonne Lea Ostrovskiy

Escalus, Herr vom Staatsrat Thomas Kitsche

Lucio, ein Lebemann Ilja Harjes

Pompeja, Wirtin und Kupplerin Regine Andratschke

Ellbogen / Wächter Gerhard Mohr


Das Stück, in dem Shakespeare so große Fragen wie Recht und Gnade behandelt, kommt fast poetisch und auch sehr unterhaltsam rüber […]. Dabei bespielen die allesamt gut aufgelegten Schauspieler – komödiantische Szenen hat vor allem Gerhard Mohr als Henker – die gesamte Bühne, laufen über den Rand des Orchestergrabens, erklimmen die schräge Bühne oder rutschen von ihr ins Leere.

Andrea Kutzendörfer, Die Glocke, 18. November 2019

 

»Maß für Maß« ist ungeachtet der komödiantischen Elemente so wenig komisch wie der »Kaufmann von Venedig«, beide Stücke verhandeln neben je eigenen brisanten Themen das schwierige Verhältnis von Recht und Gerechtigkeit. […] Die Bühne David Gonters mit dem schrägen Steg, der in den Abgrund führt, wird effektvoll beleuchtet, und dass der verurteilte Claudio in einem hängenden Verlies seiner Hinrichtung harrt, ist ein nettes Zitat der Täuferkäfige.

Harald Suerland, Westfälische Nachrichten, 18. November 2019

 

Im Zeitlupentempo windet sich ein Menschenknäuel aus der Dunkelheit, ein Gewusel aus Gliedmaßen und geschlechtslosen Körpern in hautfarbenen Trikots. Die Wesen singen: »Wonderful Life« aus den 80ern. Regieschmankerl, die als Verwirrspiel sexueller Identitäten, als bissiger Kommentar zum folgenden Geschlechterkampf am Theater Münster gelesen werden können. […] Die Kostüme ironisieren patriarchalische Hierarchien, indem Gonter den Herzog mit einer gelben Filzkrone ausstattet und Männer in langen Feinripp-Unterhosen herumlaufen lässt. […] Obwohl jener einen liberalen Herrscher verkörpert, legt Schlotterer es nicht darauf an, als Sympathieträger herüberzukommen. Viel mehr zieht er als raunender Ränkeschmied die Fäden im Hintergrund, kontrolliert, belauert, spottet.

Anke Schwarze, Westfälischer Anzeiger, 19. November 2019

Presse

Das Stück, in dem Shakespeare so große Fragen wie Recht und Gnade behandelt, kommt fast poetisch und auch sehr unterhaltsam rüber […]. Dabei bespielen die allesamt gut aufgelegten Schauspieler – komödiantische Szenen hat vor allem Gerhard Mohr als Henker – die gesamte Bühne, laufen über den Rand des Orchestergrabens, erklimmen die schräge Bühne oder rutschen von ihr ins Leere.

Andrea Kutzendörfer, Die Glocke, 18. November 2019

 

»Maß für Maß« ist ungeachtet der komödiantischen Elemente so wenig komisch wie der »Kaufmann von Venedig«, beide Stücke verhandeln neben je eigenen brisanten Themen das schwierige Verhältnis von Recht und Gerechtigkeit. […] Die Bühne David Gonters mit dem schrägen Steg, der in den Abgrund führt, wird effektvoll beleuchtet, und dass der verurteilte Claudio in einem hängenden Verlies seiner Hinrichtung harrt, ist ein nettes Zitat der Täuferkäfige.

Harald Suerland, Westfälische Nachrichten, 18. November 2019

 

Im Zeitlupentempo windet sich ein Menschenknäuel aus der Dunkelheit, ein Gewusel aus Gliedmaßen und geschlechtslosen Körpern in hautfarbenen Trikots. Die Wesen singen: »Wonderful Life« aus den 80ern. Regieschmankerl, die als Verwirrspiel sexueller Identitäten, als bissiger Kommentar zum folgenden Geschlechterkampf am Theater Münster gelesen werden können. […] Die Kostüme ironisieren patriarchalische Hierarchien, indem Gonter den Herzog mit einer gelben Filzkrone ausstattet und Männer in langen Feinripp-Unterhosen herumlaufen lässt. […] Obwohl jener einen liberalen Herrscher verkörpert, legt Schlotterer es nicht darauf an, als Sympathieträger herüberzukommen. Viel mehr zieht er als raunender Ränkeschmied die Fäden im Hintergrund, kontrolliert, belauert, spottet.

Anke Schwarze, Westfälischer Anzeiger, 19. November 2019


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