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September 2018

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MADAMA BUTTERFLY

Japanische Tragödie von Giacomo Puccini

in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
  •  <br />© Oliver Berg

    © Oliver Berg
  • Garrie Davislim, Pascal Herington <br />© Oliver Berg
    Garrie Davislim, Pascal Herington
    © Oliver Berg
  • Kristi Anna Isene, Opernchor <br />© Oliver Berg
    Kristi Anna Isene, Opernchor
    © Oliver Berg
  • Garrie Davislim, Kristi Anna Isene, Pascal Herington, Opernchor <br />© Oliver Berg
    Garrie Davislim, Kristi Anna Isene, Pascal Herington, Opernchor
    © Oliver Berg
  • Ensemble <br />© Oliver Berg
    Ensemble
    © Oliver Berg
  • Ensemble <br />© Oliver Berg
    Ensemble
    © Oliver Berg
  • Kristi Anna Isene, Garrie Davislim, Pascal Herington, Opernchor <br />© Oliver Berg
    Kristi Anna Isene, Garrie Davislim, Pascal Herington, Opernchor
    © Oliver Berg
  • Kristi Anna Isene, Jörg Dufhues, Vico Große-Onnebrink <br />© Oliver Berg
    Kristi Anna Isene, Jörg Dufhues, Vico Große-Onnebrink
    © Oliver Berg
  • Vico Große-Onnebrink, Judith Gennrich <br />© Oliver Berg
    Vico Große-Onnebrink, Judith Gennrich
    © Oliver Berg
  • Judith Gennrich, Kristi Anna Isene, Pascal Herington, Vico Große-Onnebrink (hinten), Jörg Dufhues (hinten) <br />© Oliver Berg
    Judith Gennrich, Kristi Anna Isene, Pascal Herington, Vico Große-Onnebrink (hinten), Jörg Dufhues (hinten)
    © Oliver Berg
  • Judith Gennrich <br />© Oliver Berg
    Judith Gennrich
    © Oliver Berg
  • Kristi Anna Isene, Jan Zimmermann, Jakob Beermann <br />© Oliver Berg
    Kristi Anna Isene, Jan Zimmermann, Jakob Beermann
    © Oliver Berg

»Ehrenvoll sterbe, wer nicht mehr in Ehren leben kann.«

Do, 20. September 2018
19.30 Uhr · Großes Haus
Donnerstag Abo Gr. Haus

19.00 Einführung im Foyer Gr. Haus

Nagasaki in »unserer Zeit«. Der amerikanische Marineleutnant Pinkerton geht während eines längeren Aufenthaltes die Ehe mit der Geisha Cio-Cio-San, genannt Butterfly, ein. Was für ihn kaum mehr als ein Zeitvertreib ist, bedeutet für sie die große Liebe. Drei Jahre wartet Butterfly, die ihm einen Sohn geboren hat, auf die Wiederkehr ihres Mannes. Als Kanonenschüsse die Rückkehr Pinkertons ankündigen, erkennt Butterfly den wahren Umstand seines Besuches: Er und seine Frau Kate sind gekommen, um ihr das Kind zu nehmen. Die Katastrophe nimmt ihren Lauf…

Giacomo Puccini (18581924) besuchte in London eine Vorstellung des Schauspiels MADAME BUTTERFLY von David Belasco. Das japanische Drama hatte ihn sofort in seinen Bann gezogen, so dass er diesen Stoff als Vorlage für seine neue Oper verwendete. Am 17. Februar 1904 fand die Uraufführung von Puccinis MADAMA BUTTERFLY im Teatro alla Scala in Mailand statt, mit der der Komponist sein einziges Fiasko erlebte. Puccini zog die Oper umgehend zurück, um sie umzuarbeiten. Dieser Tatsache verdankt die Nachwelt eine der genialsten Opernszenen, wenn Cio-Cio-San eine ganze Nacht lang auf Pinkerton wartet.

 

Aufführungsdauer ca. 180 Minuten, eine Pause

Info

Nagasaki in »unserer Zeit«. Der amerikanische Marineleutnant Pinkerton geht während eines längeren Aufenthaltes die Ehe mit der Geisha Cio-Cio-San, genannt Butterfly, ein. Was für ihn kaum mehr als ein Zeitvertreib ist, bedeutet für sie die große Liebe. Drei Jahre wartet Butterfly, die ihm einen Sohn geboren hat, auf die Wiederkehr ihres Mannes. Als Kanonenschüsse die Rückkehr Pinkertons ankündigen, erkennt Butterfly den wahren Umstand seines Besuches: Er und seine Frau Kate sind gekommen, um ihr das Kind zu nehmen. Die Katastrophe nimmt ihren Lauf…

Giacomo Puccini (18581924) besuchte in London eine Vorstellung des Schauspiels MADAME BUTTERFLY von David Belasco. Das japanische Drama hatte ihn sofort in seinen Bann gezogen, so dass er diesen Stoff als Vorlage für seine neue Oper verwendete. Am 17. Februar 1904 fand die Uraufführung von Puccinis MADAMA BUTTERFLY im Teatro alla Scala in Mailand statt, mit der der Komponist sein einziges Fiasko erlebte. Puccini zog die Oper umgehend zurück, um sie umzuarbeiten. Dieser Tatsache verdankt die Nachwelt eine der genialsten Opernszenen, wenn Cio-Cio-San eine ganze Nacht lang auf Pinkerton wartet.

 

Aufführungsdauer ca. 180 Minuten, eine Pause

Leitung

Musikalische Leitung Golo Berg

Inszenierung Hans Walter Richter

Bühne & Kostüme Bernhard Niechotz

Choreinstudierung Inna Batyuk

Dramaturgie Ronny Scholz


Besetzung

Cio-Cio-San Kristi Anna Isene

Suzuki Judith Gennrich

Pinkerton Garrie Davislim

Sharpless Filippo Bettoschi

Goro Pascal Herington

Yamadori Youn-Seong Shim

Onkel Bonze Christoph Stegemann

Kate Pinkerton Christina Holzinger

Mutter Cio-Cio-Sans Barbara Bräckelmann / Simona Maestrini

Tante Cio-Cio-Sans Ute Hopp / Katarina Michaelli

Cousine Katarzyna Grabosz / Melanie Spitau

Yakusidé Jin-Chul Jung

Standesbeamter Jae Joon Pak

Kommissar Kiyotaka Mizuno

Opernchor des Theaters Münster

Sinfonieorchester Münster

Besetzung

Leitung

Musikalische Leitung Golo Berg

Inszenierung Hans Walter Richter

Bühne & Kostüme Bernhard Niechotz

Choreinstudierung Inna Batyuk

Dramaturgie Ronny Scholz


Besetzung

Cio-Cio-San Kristi Anna Isene

Suzuki Judith Gennrich

Pinkerton Garrie Davislim

Sharpless Filippo Bettoschi

Goro Pascal Herington

Yamadori Youn-Seong Shim

Onkel Bonze Christoph Stegemann

Kate Pinkerton Christina Holzinger

Mutter Cio-Cio-Sans Barbara Bräckelmann / Simona Maestrini

Tante Cio-Cio-Sans Ute Hopp / Katarina Michaelli

Cousine Katarzyna Grabosz / Melanie Spitau

Yakusidé Jin-Chul Jung

Standesbeamter Jae Joon Pak

Kommissar Kiyotaka Mizuno

Opernchor des Theaters Münster

Sinfonieorchester Münster


Generationen-übergreifendes Familiendrama

Standing Ovations im Großen Haus. Jubel und Begeisterung erfüllten das Theater, nachdem sich der Vorhang über die blutüberströmte Cio-Cio-San alias Butterfly gesenkt hatte. Und wer in den Beifall – insbesondere für Titelheldin Kristi Anna Isene – nicht einstimmte, hatte kein Herz; und schon gar kein musikalisches. An diesem Abend wurde der Puccini-Klassiker nicht nur von Emotion und Können durchglüht, sondern auch tiefgründig ausgedeutet.

Hans Walter Richters Butterfly-Deutung geht weit ins Psychologische. Der Regisseur fokussiert sich auf die Bande zwischen Butterfly und ihrem per Harakiri umgekommenen Vater sowie ihrem Sohn, der wiederum den Selbstmord der Mutter miterleben muss. Er präsentiert also ein generationen-übergreifendes Zerstörungsmuster. Er zeigt den Schmachtfetzen als großes Familiendrama.

Da passt es, dass Kristi Anna Isene optisch nicht als lolita-hafter, zerbrechlicher „Schmetterling“ daherkommt, sondern Mütterlichkeit ausstrahlt. Wie eine bodenständige italienische „Mamma“ à la Sophia Loren sieht sie aus, wenn sie singend ihren Sohn auf die Arme hebt. Und wenn Butterfly in ihrem bescheidenen „Home sweet Home“ (eine von der Decke herabgelassene Wellblechhütte!) die Kerze anzündet und sich einen weißen Schleier aufs Haupt legt, wirkt sie wie eine Madonna.

Arndt Zinkant, Westfälische Nachrichten, 17. September 2018

 

Oper mit Wirkung

Wenngleich die dramatische Höhe nicht das Aushängeschild von Kristi Anna Isenes Sopran ist, wird sie der großen Verantwortung in der Rolle der Madama Butterfly mehr als nur gerecht. Ihre Stimme liegt über dem Orchester und weiß jede Phrase inhaltlich auszudrücken und dazu auch noch sehr intensiv und vielschichtig zu spielen. Das ist eine Meisterleistung, die am Ende von einem premierenwürdigen Publikum gefeiert wird. Konzentriert und ruhig wird zugehört, am Ende wird lange und differenziert geklatscht, die standing ovations gehören ja mittlerweile in Münster dazu. Das größte Kompliment machen die Zuschauer den Akteuren mit den wenigen Sekunden Stille nach dem letzten dramatischen Ton. Zuerst muss der Kloß runtergeschluckt werden, dann wird applaudiert. Die Oper hat Wirkung hinterlassen – das zählt!

Christoph Broermann, O-Ton,

Presse

Generationen-übergreifendes Familiendrama

Standing Ovations im Großen Haus. Jubel und Begeisterung erfüllten das Theater, nachdem sich der Vorhang über die blutüberströmte Cio-Cio-San alias Butterfly gesenkt hatte. Und wer in den Beifall – insbesondere für Titelheldin Kristi Anna Isene – nicht einstimmte, hatte kein Herz; und schon gar kein musikalisches. An diesem Abend wurde der Puccini-Klassiker nicht nur von Emotion und Können durchglüht, sondern auch tiefgründig ausgedeutet.

Hans Walter Richters Butterfly-Deutung geht weit ins Psychologische. Der Regisseur fokussiert sich auf die Bande zwischen Butterfly und ihrem per Harakiri umgekommenen Vater sowie ihrem Sohn, der wiederum den Selbstmord der Mutter miterleben muss. Er präsentiert also ein generationen-übergreifendes Zerstörungsmuster. Er zeigt den Schmachtfetzen als großes Familiendrama.

Da passt es, dass Kristi Anna Isene optisch nicht als lolita-hafter, zerbrechlicher „Schmetterling“ daherkommt, sondern Mütterlichkeit ausstrahlt. Wie eine bodenständige italienische „Mamma“ à la Sophia Loren sieht sie aus, wenn sie singend ihren Sohn auf die Arme hebt. Und wenn Butterfly in ihrem bescheidenen „Home sweet Home“ (eine von der Decke herabgelassene Wellblechhütte!) die Kerze anzündet und sich einen weißen Schleier aufs Haupt legt, wirkt sie wie eine Madonna.

Arndt Zinkant, Westfälische Nachrichten, 17. September 2018

 

Oper mit Wirkung

Wenngleich die dramatische Höhe nicht das Aushängeschild von Kristi Anna Isenes Sopran ist, wird sie der großen Verantwortung in der Rolle der Madama Butterfly mehr als nur gerecht. Ihre Stimme liegt über dem Orchester und weiß jede Phrase inhaltlich auszudrücken und dazu auch noch sehr intensiv und vielschichtig zu spielen. Das ist eine Meisterleistung, die am Ende von einem premierenwürdigen Publikum gefeiert wird. Konzentriert und ruhig wird zugehört, am Ende wird lange und differenziert geklatscht, die standing ovations gehören ja mittlerweile in Münster dazu. Das größte Kompliment machen die Zuschauer den Akteuren mit den wenigen Sekunden Stille nach dem letzten dramatischen Ton. Zuerst muss der Kloß runtergeschluckt werden, dann wird applaudiert. Die Oper hat Wirkung hinterlassen – das zählt!

Christoph Broermann, O-Ton,

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