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September 2013

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ICH HABE VERSTANDEN

von Lukas Hammerstein

Uraufführung
  • Aurel Bereuter <br />© Oliver Berg
    Aurel Bereuter
    © Oliver Berg
  • Aurel Bereuter <br />© Oliver Berg
    Aurel Bereuter
    © Oliver Berg
  • Aurel Bereuter <br />© Oliver Berg
    Aurel Bereuter
    © Oliver Berg
  • Aurel Bereuter <br />© Oliver Berg
    Aurel Bereuter
    © Oliver Berg
  • Aurel Bereuter <br />© Oliver Berg
    Aurel Bereuter
    © Oliver Berg
  • Aurel Bereuter <br />© Oliver Berg
    Aurel Bereuter
    © Oliver Berg
  • Aurel Bereuter <br />© Oliver Berg
    Aurel Bereuter
    © Oliver Berg
  • Aurel Bereuter <br />© Oliver Berg
    Aurel Bereuter
    © Oliver Berg
  • Aurel Bereuter <br />© Oliver Berg
    Aurel Bereuter
    © Oliver Berg
  • Aurel Bereuter <br />© Oliver Berg
    Aurel Bereuter
    © Oliver Berg
  • Aurel Bereuter <br />© Oliver Berg
    Aurel Bereuter
    © Oliver Berg
  • Aurel Bereuter <br />© Oliver Berg
    Aurel Bereuter
    © Oliver Berg
Premiere
So, 22. September 2013
20.00 Uhr · U2 · Preise G

ab 18.00 Uhr erste Hochrechnungen & Wahlparty

Weitere Termine

Leider keine weiteren Termine geplant.

»Ein lange Zeit ziemlich wichtiger Mann ist plötzlich ziemlich allein. Draußen war immer die Meute, die verführerische Menge Assistenten, Lobbyisten, Presseleute, Groupies, hinter der selbst Parteifeinde verblassen. Jetzt kommen die Hyänen, um seinen Niedergang festzuhalten. Du stehst das durch, sagen die Weggefährten und gehen auf Tauchstation, wir wünschen dir viel Glück – bitte halte uns da raus. Echte Freunde hat er schon lange keine mehr. Selbst sein Sprecher ist verstummt. Ehe er den schweren Gang antritt, wägt er seine Worte, testet noch mal seinen Charme und horcht auf das verklingende Echo der Macht« …

Der Münchner Autor Lukas Hammerstein hat für das Schauspiel Münster, rechtzeitig zur Bundestagswahl, den Monolog des nicht ganz ehrenhaft scheidenden Politikers Richard Ükamp geschrieben. Eine Wortkaskade – oder ist das schon die Rücktrittsrede? – hochkomisch, zynisch, sprachakrobatisch, entlarvend und von erschreckend großem Wiedererkennungswert! Wessen Kopf rollt wohl als nächstes?

Aufführungsdauer ca. 60 Minuten, keine Pause

 

AUS DER PRESSE:

 Hörfunk-Beitrag bei Deutschlandradio Kultur ...

 Hörfunk-Beitrag bei WDR 5 ...

 Hörfunk-Beitrag bei Bayern 2 ...

 

Ein Politiker hat gelogen. Nun leistet er in seiner Rücktrittsrede Abbitte - und die Zuschauer fahren darauf ab. Das Ein-Mann-Stück am Theater Münster "Ich habe verstanden" besticht durch seinen klaren Blick auf die Mechanismen der Medien, zeigt aber auch die Zumutungen, denen sich ein Mensch aussetzt, der Politiker sein will.

[...] Lukas Hammersteins Stück ist ein vielschichtiges und intelligentes Spiel mit der Wahrheit. Ups, "vielschichtig" darf ein Politiker niemals sagen, sonst wird er nicht gewählt. Früher wollte das politische Theater den Mächtigen die Hosen herunter ziehen und ihre Fassaden durchbrechen. Heute stellt Hammerstein die Frage, ob wir wirklich den wahren Menschen sehen, wenn er in einem Handyvideo auf Youtube über Partei und Wähler lästert.

[...] "Ich habe verstanden" ist eine zynische Abrechnung, ein genauer Blick auf die Mechanismen der Medienmacht. Aber das Stück zeigt auch die Zumutungen, denen sich ein Mensch aussetzt, der Politiker sein will. Der Schauspieler Aurel Bereuter spricht oft leise, denn man kann auch im gedämpften Tonfall lügen. Als seine Hände einmal in die Merkel-Raute rutschen, erschrickt er. Zu ähnlich darf er der Frau, die er nur "die Generalin" nennt, nicht werden. Einsamkeit und aufkommende Verzweiflung zeigt Aurel Bereuter in präzisen Andeutungen. Er spielt keine Karikatur, aber lässt das Publikum auch nicht zu leicht hinter die glatte Oberfläche blicken.

Oft spricht der Schauspieler in die Videokamera. Sein Gesicht erscheint dann frontal auf einer Projektionswand. Dieser Kunstgriff des Regisseurs Alexander Frank trägt zur Vielschichtigkeit des Abends bei, der Mensch verschwindet hinter seinem Abbild.
Lukas Hammerstein ist eine sprachlich präzise und gedanklich genaue Beschreibung des homo politicus rücktrittiensis gelungen, einer Gattung, die nicht vom Aussterben bedroht ist. Denn jeder Rücktritt ist der Anfang eines Comebacks. Für die ganz abgewrackten Fälle gibt es schließlich noch Europawahlen. "Ich habe verstanden" lautet der letzte Satz des Abends.

Stefan Keim, Deutschlandradio Kultur, 23. September 2013

 

Die Koinzidenz von Uraufführung und Wahlabend gab einen ästhetischen Mehrwert für das Publikum. Es wurde viel gelacht, gerade wenn Anspielungen auf die FDP kamen. (…) Es (…) wurde eingespielt, was in der ARD zur Wahl gesendet wurde und das wirkte im Vergleich sehr oberflächlich, es wurden Fliegenbeine gezählt. Im Stück geht es sehr viel tiefer: Es wird nach den Möglichkeiten der Demokratie gefragt. Hammerstein ist da sehr bohrend, unter der Oberfläche sieht er einen Mann voller Dünkel, der eigentlich diejenigen vertreten soll, die nicht gleichwertig sind. Und er will das nicht, er möchte seine privilegierte Position bewahren. Insofern stellt Hammerstein die Frage, ob das ein Widerspruch ist, der sich nicht auflösen lässt. (…) Eine sehr interessante Frage, die an die Wurzel der Demokratie rührt.

Ulrich Fischer, Bayerischer Rundfunk, 24. September 2013

 

Lukas Hammerstein zeichnet das Bild eines zutiefst zerrissenen Menschen in einer fragilen Lebenssituation, dem Moment des Scheiterns. Er entlarvt die Worthülsen, mit denen ein Karriereabstieg gerne übertüncht wird, in einem Moment wo das Bemühen um professionelle Haltung mit privaten Gefühlen kollidiert. (…) So überzeugend, wie Aurel Bereuter spielt, könnte der Österreicher das Metier wechseln.

Stephanie Noack, NDR Kultur, 24. September 2013

Info

»Ein lange Zeit ziemlich wichtiger Mann ist plötzlich ziemlich allein. Draußen war immer die Meute, die verführerische Menge Assistenten, Lobbyisten, Presseleute, Groupies, hinter der selbst Parteifeinde verblassen. Jetzt kommen die Hyänen, um seinen Niedergang festzuhalten. Du stehst das durch, sagen die Weggefährten und gehen auf Tauchstation, wir wünschen dir viel Glück – bitte halte uns da raus. Echte Freunde hat er schon lange keine mehr. Selbst sein Sprecher ist verstummt. Ehe er den schweren Gang antritt, wägt er seine Worte, testet noch mal seinen Charme und horcht auf das verklingende Echo der Macht« …

Der Münchner Autor Lukas Hammerstein hat für das Schauspiel Münster, rechtzeitig zur Bundestagswahl, den Monolog des nicht ganz ehrenhaft scheidenden Politikers Richard Ükamp geschrieben. Eine Wortkaskade – oder ist das schon die Rücktrittsrede? – hochkomisch, zynisch, sprachakrobatisch, entlarvend und von erschreckend großem Wiedererkennungswert! Wessen Kopf rollt wohl als nächstes?

Aufführungsdauer ca. 60 Minuten, keine Pause

 

AUS DER PRESSE:

 Hörfunk-Beitrag bei Deutschlandradio Kultur ...

 Hörfunk-Beitrag bei WDR 5 ...

 Hörfunk-Beitrag bei Bayern 2 ...

 

Ein Politiker hat gelogen. Nun leistet er in seiner Rücktrittsrede Abbitte - und die Zuschauer fahren darauf ab. Das Ein-Mann-Stück am Theater Münster "Ich habe verstanden" besticht durch seinen klaren Blick auf die Mechanismen der Medien, zeigt aber auch die Zumutungen, denen sich ein Mensch aussetzt, der Politiker sein will.

[...] Lukas Hammersteins Stück ist ein vielschichtiges und intelligentes Spiel mit der Wahrheit. Ups, "vielschichtig" darf ein Politiker niemals sagen, sonst wird er nicht gewählt. Früher wollte das politische Theater den Mächtigen die Hosen herunter ziehen und ihre Fassaden durchbrechen. Heute stellt Hammerstein die Frage, ob wir wirklich den wahren Menschen sehen, wenn er in einem Handyvideo auf Youtube über Partei und Wähler lästert.

[...] "Ich habe verstanden" ist eine zynische Abrechnung, ein genauer Blick auf die Mechanismen der Medienmacht. Aber das Stück zeigt auch die Zumutungen, denen sich ein Mensch aussetzt, der Politiker sein will. Der Schauspieler Aurel Bereuter spricht oft leise, denn man kann auch im gedämpften Tonfall lügen. Als seine Hände einmal in die Merkel-Raute rutschen, erschrickt er. Zu ähnlich darf er der Frau, die er nur "die Generalin" nennt, nicht werden. Einsamkeit und aufkommende Verzweiflung zeigt Aurel Bereuter in präzisen Andeutungen. Er spielt keine Karikatur, aber lässt das Publikum auch nicht zu leicht hinter die glatte Oberfläche blicken.

Oft spricht der Schauspieler in die Videokamera. Sein Gesicht erscheint dann frontal auf einer Projektionswand. Dieser Kunstgriff des Regisseurs Alexander Frank trägt zur Vielschichtigkeit des Abends bei, der Mensch verschwindet hinter seinem Abbild.
Lukas Hammerstein ist eine sprachlich präzise und gedanklich genaue Beschreibung des homo politicus rücktrittiensis gelungen, einer Gattung, die nicht vom Aussterben bedroht ist. Denn jeder Rücktritt ist der Anfang eines Comebacks. Für die ganz abgewrackten Fälle gibt es schließlich noch Europawahlen. "Ich habe verstanden" lautet der letzte Satz des Abends.

Stefan Keim, Deutschlandradio Kultur, 23. September 2013

 

Die Koinzidenz von Uraufführung und Wahlabend gab einen ästhetischen Mehrwert für das Publikum. Es wurde viel gelacht, gerade wenn Anspielungen auf die FDP kamen. (…) Es (…) wurde eingespielt, was in der ARD zur Wahl gesendet wurde und das wirkte im Vergleich sehr oberflächlich, es wurden Fliegenbeine gezählt. Im Stück geht es sehr viel tiefer: Es wird nach den Möglichkeiten der Demokratie gefragt. Hammerstein ist da sehr bohrend, unter der Oberfläche sieht er einen Mann voller Dünkel, der eigentlich diejenigen vertreten soll, die nicht gleichwertig sind. Und er will das nicht, er möchte seine privilegierte Position bewahren. Insofern stellt Hammerstein die Frage, ob das ein Widerspruch ist, der sich nicht auflösen lässt. (…) Eine sehr interessante Frage, die an die Wurzel der Demokratie rührt.

Ulrich Fischer, Bayerischer Rundfunk, 24. September 2013

 

Lukas Hammerstein zeichnet das Bild eines zutiefst zerrissenen Menschen in einer fragilen Lebenssituation, dem Moment des Scheiterns. Er entlarvt die Worthülsen, mit denen ein Karriereabstieg gerne übertüncht wird, in einem Moment wo das Bemühen um professionelle Haltung mit privaten Gefühlen kollidiert. (…) So überzeugend, wie Aurel Bereuter spielt, könnte der Österreicher das Metier wechseln.

Stephanie Noack, NDR Kultur, 24. September 2013

Leitung

Inszenierung Alexander Frank

Bühne und Kostüme Christa Beland

Dramaturgie Friederike Engel


Besetzung

Mit Aurel Bereuter

Besetzung

Leitung

Inszenierung Alexander Frank

Bühne und Kostüme Christa Beland

Dramaturgie Friederike Engel


Besetzung

Mit Aurel Bereuter



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So, 22. September 2013
20.00 Uhr · U2 · Preise G

ab 18.00 Uhr erste Hochrechnungen & Wahlparty

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