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I CAN'T IMAGINE TOMORROW

Drei Einakter von Tennessee Williams

  • Lilly Gropper — © Oliver Berg
    Lilly Gropper
    © Oliver Berg
  • Dennis Laubenthal — © Oliver Berg
    Dennis Laubenthal
    © Oliver Berg
  • Dennis Laubenthal, Lilly Gropper — © Oliver Berg
    Dennis Laubenthal, Lilly Gropper
    © Oliver Berg
  • Dennis Laubenthal, Lilly Gropper — © Oliver Berg
    Dennis Laubenthal, Lilly Gropper
    © Oliver Berg
  • Dennis Laubenthal, Lilly Gropper — © Oliver Berg
    Dennis Laubenthal, Lilly Gropper
    © Oliver Berg
  • Lilly Gropper — © Oliver Berg
    Lilly Gropper
    © Oliver Berg
  • Lilly Gropper — © Oliver Berg
    Lilly Gropper
    © Oliver Berg
  • Dennis Laubenthal, Lilly Gropper — © Oliver Berg
    Dennis Laubenthal, Lilly Gropper
    © Oliver Berg
  • Dennis Laubenthal, Lilly Gropper — © Oliver Berg
    Dennis Laubenthal, Lilly Gropper
    © Oliver Berg
  • Dennis Laubenthal, Lilly Gropper — © Oliver Berg
    Dennis Laubenthal, Lilly Gropper
    © Oliver Berg
  • Lilly Gropper — © Oliver Berg
    Lilly Gropper
    © Oliver Berg
Premiere
So, 16. Februar 2014
19.00 · U2 · Preise G

Weitere Termine

Leider keine weiteren Termine geplant.

GRÜNE AUGEN Deutschsprachige Erstaufführung

ICH KANN MIR EIN MORGEN NICHT VORSTELLEN Deutschsprachige Erstaufführung

SPRICH ZU MIR WIE DER REGEN, UND ICH HÖR DIR ZU …

Ein Zimmer, eine Frau, ein Mann: Jemand kehrt traumatisiert aus dem Krieg heim, ein Anderer nur von einer durchzechten Nacht in den Straßen der Großstadt, Zwei leben zusammen und können nicht mehr miteinander reden… Drei szenische Einblicke in rohe, zarte, liebevolle und hoffnungslose Beziehungen. Flüchtige, Suchende, getrieben von der Hoffnung auf ein glücklicheres Leben, einen (amerikanischen) Traum. Unterdrücktes Verlangen, das in rohe Gewalt umschlägt. Klaustrophobische Zustände, Entfremdung und Einsamkeit. Figuren, die in Abhängigkeiten zu ersticken drohen und dennoch unermüdlich um ihr Leben kämpfen – das sind wiederkehrende Motive eines manischen Schreibers und Alpträumers.

Nach der erfolgreichen deutschsprachigen Erstaufführung seines Frühwerks FRÜHLINGSSTÜRME in der letzten Spielzeit, setzen wir unsere Auseinandersetzung mit dem wieder und neu zu entdeckenden Tennessee Williams fort und präsentieren dem Münsteraner Publikum die drei Einakter GRÜNE AUGEN (DSE), SPRICH ZU MIR WIE DER REGEN, UND ICH HÖR DIR ZU … und ICH KANN MIR EIN MORGEN NICHT VORSTELLEN (DSE) aus dem reichen Nachlass.

Aufführungsdauer ca. 75 Minuten, keine Pause

 

AUS DER PRESSE:

Das Theater Münster wählte aus den rund 40 Kurzstücken drei Dialoge aus, die sich - derart aneinander gereiht (Regie: Frederik Tidén, Dramaturgie: Kathrin Mädler) - als hoffnungslose Lebensgeschichte eines Paares lesen lassen. Endstation Sehnsucht könnte über diesem kurzen Abend stehen.

Der neue kleine Spielraum U2 im tiefen Keller eignet sich perfekt für die Zwei-Personen-Stücke. Die Nähe zwischen Spielfläche und Zuschauertribüne schafft eine fast voyeuristische Intimität - wie in einem Hotel, wo man Wand an Wand mit fremden Menschen logiert. (…) Der mittlere Teil dieser tragischen Trilogie ist der poesievollste. So nah scheint für Momente die Hoffnung auf ein besseres Leben - aber immer wird es regnen. Man sieht förmlich Tränen der Trauer über ein vertanes Leben unaufhörlich tropfen wie der Regen draußen.

Lilly Gropper und Dennis Laubenthal verkörpern mit intensivem Realismus Mädchen und Junge in Grüne Augen, Frau und Mann in Sprich zu mir wie der Regen, und ich hör' dir zu..., Eins und Zwei in Ich kann mir ein Morgen nicht vorstellen. Der Tenor bleibt gleich: man quält sich mit Unterstellungen, Vorwürfen voller Zynismus, sie igelt sich ein, lässt ihn nicht näher kommen, kommt ihm nicht entgegen. Er ist der Weiche, unfähig sich von dem Biest zu lösen. Verbunden sind sie durch ihre Einsamkeit und Sehnsucht, getrennt vom Lebensglück durch eine unüberwindliche Mauer in sich selbst. Ein eindrücklicher Theaterabend.

Marieluise Jeitschko, www.theaterpur.net, 17. Februar 2014

 

Die Kulisse wirkt trostlos. Ein heruntergekommenes Hotelzimmer mit zerschlissener Tapete und einem engen Bett, aus dem zwei Menschen kriechen, die auch nicht den besten Eindruck machen. Er ist schwer verkatert, ihr Körper ist von blauen Flecken übersäht. [...]

„I Can’t Imagine Tomorrow“, das am Sonntag im U2 des Theaters Münster Premiere hatte, verknüpft drei Einakter von Tennessee Williams zu einem düsteren Blick auf die Nachtseite Amerikas. In jedem der Stücke geht es um Menschen, die durch das Glücksraster gefallen sind. Manche, wie das junge Paar im Eingangsstück „Grüne Augen“, machen trotzdem weiter. Aber sie kämpfen nicht miteinander, sondern gegeneinander. [...]

Große Wandlungsfähigkeit beweisen Lilly Gropper und Dennis Laubenthal bei der Darstellung der verschiedenen Paare. Ob sie offensiv und körperbetont agieren wie im ersten Stück oder betont leise und hintergründig wie im zweiten – immer nimmt man ihnen ihre Rollen ab.

Helmut Jasny, Münstersche Zeitung, 18. Februar 2014



Hoffnungslos ist auch die Situation im titelgebenden Stück „I Can‘t Imagine Tomorrow“ („Ich kann mir ein Morgen nicht vorstellen“), in dem die Frau ihren depressiven und sprachgestörten Partner, wie Blanche in „Endstation Sehnsucht“ beurlaubter Englischlehrer, in schneidendem Zynismus niedermacht. Doch statt Veränderungen sind krankmachende Wiederholungen von sinnlosen Ritualen die Folge.

Beide Einakter von 1970, die ob ihrer Kürze mit „Szene“ wohl zutreffender bezeichnet wären, wurden von Frederik Tidén fast naturalistisch und ohne Aktualisierung auf die Bühne gebracht. Im Mittelstück „Sprich zu mir...“, das von seiner Entstehungszeit 1953 herausfällt, hat er die Dialoge ausgeblendet. Man spricht nicht mehr gegeneinander, sondern monologisiert für sich, er über Vergangenheit, sie über ein zukünftiges Leben, jeweils verfremdet über Mikrofon.

Alle drei Szenen könnte man als Fingerübungen des Meisters bezeichnen, wenn sie nicht nach seinen großen Erfolgen wie „Die Katze auf dem heißen Blechdach“ entstanden wären. Ein Griff in die Mottenkiste sind sie keinesfalls, sondern haben für Studioproduktionen ihre Berechtigung. Während die Männergestalten (Dennis Laubenthal) getriebene oder passive Figuren sind, bieten die reflektierten und wortgewandten Frauengestalten schauspielerisch wesentlich mehr Möglichkeiten, die Lilly Gropper bestens nutzt.

Michael Schardt, Westfälische Nachrichten, 18. Februar 2014

Info

GRÜNE AUGEN Deutschsprachige Erstaufführung

ICH KANN MIR EIN MORGEN NICHT VORSTELLEN Deutschsprachige Erstaufführung

SPRICH ZU MIR WIE DER REGEN, UND ICH HÖR DIR ZU …

Ein Zimmer, eine Frau, ein Mann: Jemand kehrt traumatisiert aus dem Krieg heim, ein Anderer nur von einer durchzechten Nacht in den Straßen der Großstadt, Zwei leben zusammen und können nicht mehr miteinander reden… Drei szenische Einblicke in rohe, zarte, liebevolle und hoffnungslose Beziehungen. Flüchtige, Suchende, getrieben von der Hoffnung auf ein glücklicheres Leben, einen (amerikanischen) Traum. Unterdrücktes Verlangen, das in rohe Gewalt umschlägt. Klaustrophobische Zustände, Entfremdung und Einsamkeit. Figuren, die in Abhängigkeiten zu ersticken drohen und dennoch unermüdlich um ihr Leben kämpfen – das sind wiederkehrende Motive eines manischen Schreibers und Alpträumers.

Nach der erfolgreichen deutschsprachigen Erstaufführung seines Frühwerks FRÜHLINGSSTÜRME in der letzten Spielzeit, setzen wir unsere Auseinandersetzung mit dem wieder und neu zu entdeckenden Tennessee Williams fort und präsentieren dem Münsteraner Publikum die drei Einakter GRÜNE AUGEN (DSE), SPRICH ZU MIR WIE DER REGEN, UND ICH HÖR DIR ZU … und ICH KANN MIR EIN MORGEN NICHT VORSTELLEN (DSE) aus dem reichen Nachlass.

Aufführungsdauer ca. 75 Minuten, keine Pause

 

AUS DER PRESSE:

Das Theater Münster wählte aus den rund 40 Kurzstücken drei Dialoge aus, die sich - derart aneinander gereiht (Regie: Frederik Tidén, Dramaturgie: Kathrin Mädler) - als hoffnungslose Lebensgeschichte eines Paares lesen lassen. Endstation Sehnsucht könnte über diesem kurzen Abend stehen.

Der neue kleine Spielraum U2 im tiefen Keller eignet sich perfekt für die Zwei-Personen-Stücke. Die Nähe zwischen Spielfläche und Zuschauertribüne schafft eine fast voyeuristische Intimität - wie in einem Hotel, wo man Wand an Wand mit fremden Menschen logiert. (…) Der mittlere Teil dieser tragischen Trilogie ist der poesievollste. So nah scheint für Momente die Hoffnung auf ein besseres Leben - aber immer wird es regnen. Man sieht förmlich Tränen der Trauer über ein vertanes Leben unaufhörlich tropfen wie der Regen draußen.

Lilly Gropper und Dennis Laubenthal verkörpern mit intensivem Realismus Mädchen und Junge in Grüne Augen, Frau und Mann in Sprich zu mir wie der Regen, und ich hör' dir zu..., Eins und Zwei in Ich kann mir ein Morgen nicht vorstellen. Der Tenor bleibt gleich: man quält sich mit Unterstellungen, Vorwürfen voller Zynismus, sie igelt sich ein, lässt ihn nicht näher kommen, kommt ihm nicht entgegen. Er ist der Weiche, unfähig sich von dem Biest zu lösen. Verbunden sind sie durch ihre Einsamkeit und Sehnsucht, getrennt vom Lebensglück durch eine unüberwindliche Mauer in sich selbst. Ein eindrücklicher Theaterabend.

Marieluise Jeitschko, www.theaterpur.net, 17. Februar 2014

 

Die Kulisse wirkt trostlos. Ein heruntergekommenes Hotelzimmer mit zerschlissener Tapete und einem engen Bett, aus dem zwei Menschen kriechen, die auch nicht den besten Eindruck machen. Er ist schwer verkatert, ihr Körper ist von blauen Flecken übersäht. [...]

„I Can’t Imagine Tomorrow“, das am Sonntag im U2 des Theaters Münster Premiere hatte, verknüpft drei Einakter von Tennessee Williams zu einem düsteren Blick auf die Nachtseite Amerikas. In jedem der Stücke geht es um Menschen, die durch das Glücksraster gefallen sind. Manche, wie das junge Paar im Eingangsstück „Grüne Augen“, machen trotzdem weiter. Aber sie kämpfen nicht miteinander, sondern gegeneinander. [...]

Große Wandlungsfähigkeit beweisen Lilly Gropper und Dennis Laubenthal bei der Darstellung der verschiedenen Paare. Ob sie offensiv und körperbetont agieren wie im ersten Stück oder betont leise und hintergründig wie im zweiten – immer nimmt man ihnen ihre Rollen ab.

Helmut Jasny, Münstersche Zeitung, 18. Februar 2014



Hoffnungslos ist auch die Situation im titelgebenden Stück „I Can‘t Imagine Tomorrow“ („Ich kann mir ein Morgen nicht vorstellen“), in dem die Frau ihren depressiven und sprachgestörten Partner, wie Blanche in „Endstation Sehnsucht“ beurlaubter Englischlehrer, in schneidendem Zynismus niedermacht. Doch statt Veränderungen sind krankmachende Wiederholungen von sinnlosen Ritualen die Folge.

Beide Einakter von 1970, die ob ihrer Kürze mit „Szene“ wohl zutreffender bezeichnet wären, wurden von Frederik Tidén fast naturalistisch und ohne Aktualisierung auf die Bühne gebracht. Im Mittelstück „Sprich zu mir...“, das von seiner Entstehungszeit 1953 herausfällt, hat er die Dialoge ausgeblendet. Man spricht nicht mehr gegeneinander, sondern monologisiert für sich, er über Vergangenheit, sie über ein zukünftiges Leben, jeweils verfremdet über Mikrofon.

Alle drei Szenen könnte man als Fingerübungen des Meisters bezeichnen, wenn sie nicht nach seinen großen Erfolgen wie „Die Katze auf dem heißen Blechdach“ entstanden wären. Ein Griff in die Mottenkiste sind sie keinesfalls, sondern haben für Studioproduktionen ihre Berechtigung. Während die Männergestalten (Dennis Laubenthal) getriebene oder passive Figuren sind, bieten die reflektierten und wortgewandten Frauengestalten schauspielerisch wesentlich mehr Möglichkeiten, die Lilly Gropper bestens nutzt.

Michael Schardt, Westfälische Nachrichten, 18. Februar 2014

Leitung

Inszenierung Frederik Tidén

Bühne und Kostüme Kerstin Bayer

Dramaturgie Kathrin Mädler


Besetzung

Sie Lilly Gropper

Er Dennis Laubenthal

Besetzung

Leitung

Inszenierung Frederik Tidén

Bühne und Kostüme Kerstin Bayer

Dramaturgie Kathrin Mädler


Besetzung

Sie Lilly Gropper

Er Dennis Laubenthal



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So, 16. Februar 2014
19.00 Uhr · U2 · Preise G

Leider keine weiteren Termine geplant.

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