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HOLD ON

Tanzabend von James Wilton

Uraufführung
  • Elizabeth Towles, Jason Franklin <br />© Oliver Berg
    Elizabeth Towles, Jason Franklin
    © Oliver Berg
  • Maria Bayarri Pérez, Melanie López, López, Jason Franklin <br />© Oliver Berg
    Maria Bayarri Pérez, Melanie López, López, Jason Franklin
    © Oliver Berg
  • Keelan Whitmore, Kana Mabuchi <br />© Oliver Berg
    Keelan Whitmore, Kana Mabuchi
    © Oliver Berg
  • Kana Mabuchi <br />© Oliver Berg
    Kana Mabuchi
    © Oliver Berg
  • Adrián Plá Cerdán, Maria Bayarri Pérez, Keelan Whitmore, Matteo Mersi <br />© Oliver Berg
    Adrián Plá Cerdán, Maria Bayarri Pérez, Keelan Whitmore, Matteo Mersi
    © Oliver Berg
  • Jason Franklin, Elizabeth Towles <br />© Oliver Berg
    Jason Franklin, Elizabeth Towles
    © Oliver Berg
  • Ensemble <br />© Oliver Berg
    Ensemble
    © Oliver Berg
  • Jason Franklin, Ensemble <br />© Oliver Berg
    Jason Franklin, Ensemble
    © Oliver Berg
  • Ensemble <br />© Oliver Berg
    Ensemble
    © Oliver Berg
  • Ensemble <br />© Oliver Berg
    Ensemble
    © Oliver Berg
  • Elizabeth Towles <br />© Oliver Berg
    Elizabeth Towles
    © Oliver Berg
  • Elizabeth Towles, Jason Franklin <br />© Oliver Berg
    Elizabeth Towles, Jason Franklin
    © Oliver Berg
  • Keelan Whitmore, Ensemble <br />© Oliver Berg
    Keelan Whitmore, Ensemble
    © Oliver Berg
  • Ensemble <br />© Oliver Berg
    Ensemble
    © Oliver Berg

»Der größte Wahnsinn: Die Welt so zu sehen, wie sie ist.«

Weitere Termine

Leider keine weiteren Termine geplant.

Die Welt um uns herum fällt auseinander. Die Reichen werden reicher, die Armen ärmer. Krieg droht. Schon bald leben wir in einem Zeitalter, in dem Antibiotika nicht mehr helfen werden. Der Planet wird durch die Habgier der Menschen zerstört. Wälder werden zu Städten, Arten sterben aus, der Himmel brennt, der Meeresspiegel steigt. Das Ende naht …

Was hält die Menschheit zusammen in einer solchen Welt drohender Katastrophen? Wie kann es uns gelingen, in diesen Zeiten irgendeine Art von Hoffnung zu bewahren? Die Zeit läuft uns davon. Wir müssen zueinanderfinden, wir müssen dranbleiben – durchhalten.

Kennzeichnend für James Wiltons choreografischen Stil ist eine sehr physische Bewegungssprache, die von Elementen verschiedener Kampfkünste und vom Breakdance beeinflusst ist. HOLD ON ist der Versuch, in der kreativen Zusammenarbeit ein positives Zeichen zu setzen inmitten einer Welt, in der Vieles im Argen liegt. HOLD ON zeigt den menschlichen Überlebenskampf und den Versuch, etwas Besonderes zu bewahren – bevor es verschwunden ist.

 

Aufführungsdauer ca. 75 Minuten, keine Pause

Info

Die Welt um uns herum fällt auseinander. Die Reichen werden reicher, die Armen ärmer. Krieg droht. Schon bald leben wir in einem Zeitalter, in dem Antibiotika nicht mehr helfen werden. Der Planet wird durch die Habgier der Menschen zerstört. Wälder werden zu Städten, Arten sterben aus, der Himmel brennt, der Meeresspiegel steigt. Das Ende naht …

Was hält die Menschheit zusammen in einer solchen Welt drohender Katastrophen? Wie kann es uns gelingen, in diesen Zeiten irgendeine Art von Hoffnung zu bewahren? Die Zeit läuft uns davon. Wir müssen zueinanderfinden, wir müssen dranbleiben – durchhalten.

Kennzeichnend für James Wiltons choreografischen Stil ist eine sehr physische Bewegungssprache, die von Elementen verschiedener Kampfkünste und vom Breakdance beeinflusst ist. HOLD ON ist der Versuch, in der kreativen Zusammenarbeit ein positives Zeichen zu setzen inmitten einer Welt, in der Vieles im Argen liegt. HOLD ON zeigt den menschlichen Überlebenskampf und den Versuch, etwas Besonderes zu bewahren – bevor es verschwunden ist.

 

Aufführungsdauer ca. 75 Minuten, keine Pause

Münsters Tanztheater in Hochform

Am Ende ist der Despot besiegt. Eine junge Frau hat ihm energisch, aber doch sanft den Bambusstock aus den Händen genommen. Da sitzen die beiden still im Scheinwerferkegel. Das Publikum versteht diese finale Botschaft des Tanzabends von James Wilton unter dem Titel »Hold On«. Die Friedfertigkeit siegt. Donnernder Applaus im Kleinen Haus. 

Der Gastchoreograf aus Großbritannien und die ihm fremde Compagnie füllen 75 Minuten ihres tänzerisch wie technisch hochanspruchsvollen Programms mit eingängigen, mal bedrückenden, dann wieder befreienden Bildern. Die Bambusstöcke, die Wilton als zentrales Requisit einsetzt, lassen in der Interpretation einer krisenhaften und total vernetzten Welt viele Deutungsmöglichkeiten zu. Und sie werden auch im Dienst einer stetigen Bewegungssteigerung eingesetzt.

Das stärkste Bild ergibt sich, als aus den Stäben zwölf kleine Quadrate entstehen – wie kleine Einzelzellen für Gefangene. Einer der Tänzer vergrößert seinen Raum und drängt die anderen auf kleinem Terrain zusammen. Der Egomane gegen die Gemeinschaft.

Münsters Tanztheater läuft unter Wilton, der sich auch von Kampfkunst inspirieren lässt, zu Hochform auf, zeigt Sprünge, Verdrehungen, schweißtreibende Hebefiguren. Das sind 75 dynamische Minuten, die ebenso Nachdenklichkeit wie Freude am Tanz vermitteln.

Johannes Loy, Westfälische Nachrichten, 25. Februar 2018

 

Ein Novum in Münster

Grau sind die Wände, schwarz der Boden - grau die losen Tops der zehn Tanzenden, schwarz ihre langen Hosen. Aber ganz und gar nicht eintönig und farblos ist die Geschichte, die der Engländer James Wilton mit dem Tanztheater Münster erzählt - als Mahnung vor der heute so viel zitierten »Gefahr für den sozialen Zusammenhalt und eine funktionierende Demokratie«.

In perfekter Harmonie und Verspieltheit schart sich das Ensemble anfangs um einen etwa zwei Meter hohen, aufgepflanzten Bambusstab. […] Nur einer hockt mit finsterem Blick am Rand. Als er sich zu der eng zusammen stehenden Gruppe drängt, bleibt er ein Außenseiter. Grimmig bemächtigt er sich des Bambusstabs, treibt die Gruppe vor sich her, trennt sie, schlägt durch die Luft.
Immer wieder stellt sich die Eine dem brutalen Finsterling entgegen, weicht seinen Stockschlägen mit Salti, Hechtsprüngen, gedrehtem Sprung aus oder indem sie sich unter die Stange duckt. Die temporeiche, spannungsgeladene Kampfkunst von Elizabeth Towles und Jason Franklin ist der faszinierende Höhepunkt der Tanzinszenierung.

James Wilton hat sich mit seiner 2010 in Cornwall gegründeten Truppe und als Gastchoreograf auch an kleineren deutschen Bühnen einen guten Namen gemacht. […] Sein Tanztheater setzt auf aktuelle politische und gesellschaftliche Themen. Seine Technik entwickelte der passionierte Sportler, der an Londons Contemporary Dance School ausgebildet wurde, aus Athletik, Kampfsportarten wie dem brasilianischen Capoeira und zeitgenössischen Techniken wie Contact Improvisation - ein Terrain, das in Münster bisher eher unbekannt war. Umso mehr staunt man über die unglaublichen Eskapaden, die das zehnköpfige Ensemble mit sekundengenauer Präzision vollführt.

Die Handlungsstruktur seines neuen Stücks "Hold On" ist klar, der akrobatische Anspruch enorm. Beginnt die Rock-Klangkulisse zunächst harmonisch und sanft mit hellen Xylophon- und weichen Celloklängen, so entwickelt sie sich im Laufe der 75-minütigen Choreografie als Crescendo bis zu ohrenbetäubenden Dissonanzen mit immer eindringlicher werdenden, hämmernden afrikanischen Trommelschlägen.

Der Titel von Wiltons Tanzstück "Hold On" impliziert "Gib die Hoffnung nicht auf". Was doch Tanz heute alles tun und sagen kann. Hier ruft ein Choreograf in vielfältiger Kampfsportsprache zu mehr Menschlichkeit auf. Bemerkenswert!

Marieluise Jeitschko, tanznetz.de , 24. Februar 2018

Presse

Münsters Tanztheater in Hochform

Am Ende ist der Despot besiegt. Eine junge Frau hat ihm energisch, aber doch sanft den Bambusstock aus den Händen genommen. Da sitzen die beiden still im Scheinwerferkegel. Das Publikum versteht diese finale Botschaft des Tanzabends von James Wilton unter dem Titel »Hold On«. Die Friedfertigkeit siegt. Donnernder Applaus im Kleinen Haus. 

Der Gastchoreograf aus Großbritannien und die ihm fremde Compagnie füllen 75 Minuten ihres tänzerisch wie technisch hochanspruchsvollen Programms mit eingängigen, mal bedrückenden, dann wieder befreienden Bildern. Die Bambusstöcke, die Wilton als zentrales Requisit einsetzt, lassen in der Interpretation einer krisenhaften und total vernetzten Welt viele Deutungsmöglichkeiten zu. Und sie werden auch im Dienst einer stetigen Bewegungssteigerung eingesetzt.

Das stärkste Bild ergibt sich, als aus den Stäben zwölf kleine Quadrate entstehen – wie kleine Einzelzellen für Gefangene. Einer der Tänzer vergrößert seinen Raum und drängt die anderen auf kleinem Terrain zusammen. Der Egomane gegen die Gemeinschaft.

Münsters Tanztheater läuft unter Wilton, der sich auch von Kampfkunst inspirieren lässt, zu Hochform auf, zeigt Sprünge, Verdrehungen, schweißtreibende Hebefiguren. Das sind 75 dynamische Minuten, die ebenso Nachdenklichkeit wie Freude am Tanz vermitteln.

Johannes Loy, Westfälische Nachrichten, 25. Februar 2018

 

Ein Novum in Münster

Grau sind die Wände, schwarz der Boden - grau die losen Tops der zehn Tanzenden, schwarz ihre langen Hosen. Aber ganz und gar nicht eintönig und farblos ist die Geschichte, die der Engländer James Wilton mit dem Tanztheater Münster erzählt - als Mahnung vor der heute so viel zitierten »Gefahr für den sozialen Zusammenhalt und eine funktionierende Demokratie«.

In perfekter Harmonie und Verspieltheit schart sich das Ensemble anfangs um einen etwa zwei Meter hohen, aufgepflanzten Bambusstab. […] Nur einer hockt mit finsterem Blick am Rand. Als er sich zu der eng zusammen stehenden Gruppe drängt, bleibt er ein Außenseiter. Grimmig bemächtigt er sich des Bambusstabs, treibt die Gruppe vor sich her, trennt sie, schlägt durch die Luft.
Immer wieder stellt sich die Eine dem brutalen Finsterling entgegen, weicht seinen Stockschlägen mit Salti, Hechtsprüngen, gedrehtem Sprung aus oder indem sie sich unter die Stange duckt. Die temporeiche, spannungsgeladene Kampfkunst von Elizabeth Towles und Jason Franklin ist der faszinierende Höhepunkt der Tanzinszenierung.

James Wilton hat sich mit seiner 2010 in Cornwall gegründeten Truppe und als Gastchoreograf auch an kleineren deutschen Bühnen einen guten Namen gemacht. […] Sein Tanztheater setzt auf aktuelle politische und gesellschaftliche Themen. Seine Technik entwickelte der passionierte Sportler, der an Londons Contemporary Dance School ausgebildet wurde, aus Athletik, Kampfsportarten wie dem brasilianischen Capoeira und zeitgenössischen Techniken wie Contact Improvisation - ein Terrain, das in Münster bisher eher unbekannt war. Umso mehr staunt man über die unglaublichen Eskapaden, die das zehnköpfige Ensemble mit sekundengenauer Präzision vollführt.

Die Handlungsstruktur seines neuen Stücks "Hold On" ist klar, der akrobatische Anspruch enorm. Beginnt die Rock-Klangkulisse zunächst harmonisch und sanft mit hellen Xylophon- und weichen Celloklängen, so entwickelt sie sich im Laufe der 75-minütigen Choreografie als Crescendo bis zu ohrenbetäubenden Dissonanzen mit immer eindringlicher werdenden, hämmernden afrikanischen Trommelschlägen.

Der Titel von Wiltons Tanzstück "Hold On" impliziert "Gib die Hoffnung nicht auf". Was doch Tanz heute alles tun und sagen kann. Hier ruft ein Choreograf in vielfältiger Kampfsportsprache zu mehr Menschlichkeit auf. Bemerkenswert!

Marieluise Jeitschko, tanznetz.de , 24. Februar 2018


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