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HASE HASE

Komödie von Coline Serreau

aus dem Französischen von Marie Besson
  • Mark Oliver Bögel, Regine Andratschke, Maximilian Scheidt — © Oliver Berg
    Mark Oliver Bögel, Regine Andratschke, Maximilian Scheidt
    © Oliver Berg
  • Regine Andratschke — © Oliver Berg
    Regine Andratschke
    © Oliver Berg
  • Regine Andratschke, Maximilian Scheidt, Mark Oliver Bögel; oben: Dennis Laubenthal — © Oliver Berg
    Regine Andratschke, Maximilian Scheidt, Mark Oliver Bögel; oben: Dennis Laubenthal
    © Oliver Berg
  • Christoph Rinke, Julia Stefanie Möller, Ilja Harjes, Mark Oliver Bögel, Regine Andratschke, Maximilian Scheidt, Lilly Gropper — © Oliver Berg
    Christoph Rinke, Julia Stefanie Möller, Ilja Harjes, Mark Oliver Bögel, Regine Andratschke, Maximilian Scheidt, Lilly Gropper
    © Oliver Berg
  • Patrick Schlegel. Christoph Rinke, Ilja Harjes, Frank-Peter Dettmann, Regine Andratschke, Julia Stefanie Möller, Dennis Laubenthal — © Oliver Berg
    Patrick Schlegel. Christoph Rinke, Ilja Harjes, Frank-Peter Dettmann, Regine Andratschke, Julia Stefanie Möller, Dennis Laubenthal
    © Oliver Berg
  • Maximilian Scheidt — © Oliver Berg
    Maximilian Scheidt
    © Oliver Berg
  • Mark Oliver Bögel, Regine Andratschke — © Oliver Berg
    Mark Oliver Bögel, Regine Andratschke
    © Oliver Berg
  • Frank-Peter Dettmann, Claudia Hübschmann — © Oliver Berg
    Frank-Peter Dettmann, Claudia Hübschmann
    © Oliver Berg
  • Regine Andratschke — © Oliver Berg
    Regine Andratschke
    © Oliver Berg
  • Ilja Harjes, Maximilian Scheidt, Lilly Gropper — © Oliver Berg
    Ilja Harjes, Maximilian Scheidt, Lilly Gropper
    © Oliver Berg
  • Maximilian Scheidt, Mark Oliver Bögel — © Oliver Berg
    Maximilian Scheidt, Mark Oliver Bögel
    © Oliver Berg
  • Frank-Peter Dettmann, Lilly Gropper, Julia Stefanie Möller, Ilja Harjes, Christoph Rinke — © Oliver Berg
    Frank-Peter Dettmann, Lilly Gropper, Julia Stefanie Möller, Ilja Harjes, Christoph Rinke
    © Oliver Berg

Der große Unterschied zwischen ihnen und euch besteht darin, dass sie wissen, dass sie das Zentrum von Nichts und Niemandem sind.

Weitere Termine

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Hase Hase ist ein Außerirdischer, der auf die Erde geschickt wurde, um zu beurteilen, ob die Menschheit weiter existieren soll. Die siebenköpfige Familie Hase, der er untergeschoben wurde, verdient es definitiv. Ihr gut gelaunter Kampf gegen die Pleite, der phantasievolle Umgang mit dem eigenen Scheitern und ihr Zusammenhalt sind beeindruckend. Insbesondere Mutter Hase beweist sich als talentierte Katastrophenmanagerin und nimmt all die verkrachten Existenzen in der kleinen Mietwohnung auf: Den arbeitslosen Ehemann und Vater der Sippe, den vor der Polizei fliehenden Sohn, die einsame Nachbarin mitsamt ihren vom Gerichtsvollzieher bedrohten Möbeln und die beiden Töchter, die Männerprobleme haben. Als der älteste Sohn sich als Widerstandskämpfer zu erkennen gibt, eskaliert es in der Wohngemeinschaft und nicht nur dort: Im gesamten Land gibt es einen politischen Umbruch und Hase Hase muss die geliebte Familie retten …

HASE HASE, Anarcho-Farce, Politsatire und Science Fiction zugleich, war in den 90er Jahren eines der beliebtesten Stücke an deutschen Theatern. Die charmante Komödie erlebt eine Renaissance, damals wie heute stellt sie in einer Zeit des Umbruchs kühn die Frage nach gesellschaftlichen Perspektiven. Die liebevoll gezeichneten Figuren erzeugen eine Sehnsucht nach dem Halt einer Gemeinschaft – wie der Familie.

Aufführungsdauer ca. 110 Minuten, keine Pause

Info

Hase Hase ist ein Außerirdischer, der auf die Erde geschickt wurde, um zu beurteilen, ob die Menschheit weiter existieren soll. Die siebenköpfige Familie Hase, der er untergeschoben wurde, verdient es definitiv. Ihr gut gelaunter Kampf gegen die Pleite, der phantasievolle Umgang mit dem eigenen Scheitern und ihr Zusammenhalt sind beeindruckend. Insbesondere Mutter Hase beweist sich als talentierte Katastrophenmanagerin und nimmt all die verkrachten Existenzen in der kleinen Mietwohnung auf: Den arbeitslosen Ehemann und Vater der Sippe, den vor der Polizei fliehenden Sohn, die einsame Nachbarin mitsamt ihren vom Gerichtsvollzieher bedrohten Möbeln und die beiden Töchter, die Männerprobleme haben. Als der älteste Sohn sich als Widerstandskämpfer zu erkennen gibt, eskaliert es in der Wohngemeinschaft und nicht nur dort: Im gesamten Land gibt es einen politischen Umbruch und Hase Hase muss die geliebte Familie retten …

HASE HASE, Anarcho-Farce, Politsatire und Science Fiction zugleich, war in den 90er Jahren eines der beliebtesten Stücke an deutschen Theatern. Die charmante Komödie erlebt eine Renaissance, damals wie heute stellt sie in einer Zeit des Umbruchs kühn die Frage nach gesellschaftlichen Perspektiven. Die liebevoll gezeichneten Figuren erzeugen eine Sehnsucht nach dem Halt einer Gemeinschaft – wie der Familie.

Aufführungsdauer ca. 110 Minuten, keine Pause

Leitung

Inszenierung Christian Brey

Bühne und Kostüme Anette Hachmann

Dramaturgie Friederike Engel


Besetzung

Mutter Hase Regine Andratschke

Vater Hase Mark Oliver Bögel

Bébert Dennis Laubenthal

Marie Julia Stefanie Möller

Jeannot Ilja Harjes

Lucie Lilly Gropper

Hase Maximilian Scheidt

Gérard Christoph Rinke

Frau Duperri / 2. Polizist Frank-Peter Dettmann

Ministerpräsident / Ansager / 1. Polizist / Der kleine Soldat Claudia Hübschmann

Hervé Dupperi Patrick Schlegel

Besetzung

Leitung

Inszenierung Christian Brey

Bühne und Kostüme Anette Hachmann

Dramaturgie Friederike Engel


Besetzung

Mutter Hase Regine Andratschke

Vater Hase Mark Oliver Bögel

Bébert Dennis Laubenthal

Marie Julia Stefanie Möller

Jeannot Ilja Harjes

Lucie Lilly Gropper

Hase Maximilian Scheidt

Gérard Christoph Rinke

Frau Duperri / 2. Polizist Frank-Peter Dettmann

Ministerpräsident / Ansager / 1. Polizist / Der kleine Soldat Claudia Hübschmann

Hervé Dupperi Patrick Schlegel


In Münster inszeniert Christian Brey ein Spektakel. Die Wohnküche ist mit Wänden aus Kühlschränken möbliert (Bühne und Kostüme: Anette Hachmann). Mamas Einkäufe werden quer über die Bühne geworfen, ehe sie im freien Fach verstaut werden. Da hechtet Ilja Harjes auf der Flucht vor der Polizei in die Kühltruhe. Wenn Gérard Kleider, Schallplatten und Topfblumen von Lucie in den kleinen Raum zurückbringt, dann kommt er mal durch diese, mal durch jene Tür. Teller kleben an der Tischdecke. Und wenn man grad nicht weiter weiß, tanzen alle zu 80er-Jahre-Hits wie „Living In A Box“. Der Schwung lässt kein Publikum kalt: Zwei pausenlose Stunden vergehen im Flug, es wird gelacht und am Ende viel geklatscht.

Zumal das Ensemble Anlass zur Freude gibt. Regine Andratschkes Mama quatscht alle in Grund und Boden. Diese resolute Kümmerin meistert ja nicht nur das Familienchaos. Sie rührt auch mit ihrer Wendung ans Publikum, das sie um sieben Sekunden Solidaritätsweinen bittet. Maximilian Scheidt als Hase lässt uns seine Fremdheit wunderbar spüren, vom staksigen Gang bis zum Ton kindlicher Ahnungslosigkeit. Und Frank-Peter Dettmann als nervige Nachbarin Duperri ist eine Wucht.

Ralf Stiftel, Westfälischer Anzeiger, 19. April 2015



Ist eine Batterie alter Kühlschränke auf der Bühne schon komisch? Eigentlich nicht. Es sei denn, sie dient als Symbol für eine kalte kleine Wohnung, deren Bewohner durch die großen Kühlschranktüren ein- und ausgehen, während sie in den kleinen Schränken ihre Zimmerchen haben – und das Klo.

Anette Hachmanns liebevoll gestaltete Wohn-Schäbigkeit beheimatet die Familie Hase, und der gestirnte Himmel, der sich im Bühnenhintergrund des Großen Hauses auftut, verweist auf die Herkunft des jüngsten Sohnes: Außerirdische hatten ihn bei Mutter Hase eingepflanzt, um ihn auf der Erde spionieren zu lassen. Der liebenswerte Tropf trippelt nun in dicken Stiefeln durch die Wohnung und bleckt die Häschen-Zähne, denen er seinen Namen „Hase Hase“ verdankt.

So weit, so schräg? Nicht für Regisseur Christian Brey, der in Münster bereits mit „Ein Mann, zwei Chefs“ für einen Lach-Erfolg sorgte. Er nutzt die Renaissance der 80er-Jahre-Komödie „Hase Hase“ von Coline Serreau, um deren Skurrilitäts-Schraube noch ein gutes Stück weiter zu drehen. Und sich dabei, trotz großer Kino-Fanfare zu Beginn, auch ein bisschen über die modischen Wohlfühl-Sozialkomödien aus Frankreich zu amüsieren.

Denn Brey lässt das Stück nicht in gehobener Boulevard-Manier abschnurren, sondern bürstet es gehörig gegen den Strich. So schweigen sich zu Beginn die Käuze am Küchentisch vielsagend an, bis Mutter Hase die Szene betritt und alle gleichzeitig wie Wasserfälle quatschen.

Regine Andratschke spielt das sorgende Oberhaupt der Familie als hinreißende Inge Meysel der Champs-Élysées, die nicht verhindern kann, dass die dumpfen Söhne zu Terroristen werden und die schrillen Töchter sich als beziehungsunfähig herausstellen. Vater Hase – Mark Oliver Bögel trumpft mit dem Charme eines Oliver Hardy auf – kaschiert seine Arbeitslosigkeit, Lieblingssohn Hase schließlich kriegt das mit der Schule nicht so recht geregelt und muss irgendwann in seine außerirdische Heimat verschwinden – was er, im Gegensatz zum legendären E.T., gar nicht möchte.

Schon dieser Schachzug der Autorin verhindert zwar, dass man es mit der Light-Version eines Tennessee-Williams-Stücks zu tun bekommt. Die wunderbar grotesken Einfälle des Regisseurs aber transportieren es in den Rang gehobenen Klamauks. Ob zwei Polizisten mit gezückter Pistole und geistiger Ladehemmung die Wohnung durchsuchen („Clean!“) oder der düpierte Bräutigam einer Tochter deren Habseligkeiten vor der Kühlschrankfront ablädt: Der grelle Blödsinn sorgt für beste Laune beim Premierenpublikum. Und wer glaubt, es wäre einfach, einen Pass vom Tisch zu nehmen und sich in die Tasche zu stecken, sollte Ilja Harjes bei dieser Aktion zuschauen.

Das Ensemble schreit und zappelt sich wie eine Horde ausgelassener Comicfiguren durch den knapp zweistündigen Abend – angeführt von Maximilian Scheidt als Titelheld, der mindestens so putzig ist wie sein legendärer Fernseh-Vorgänger Alf. Wer eine gepflegte Sozialkomödie sehen möchte, wird sich hier wohl verwundert die Augen reiben. Wer es hingegen so schräg liebt, wie es allein das Theater bieten kann, der hat Riesenspaß.

Harald Suerland, Westfälische Nachrichten, 19. April 2015

Presse

In Münster inszeniert Christian Brey ein Spektakel. Die Wohnküche ist mit Wänden aus Kühlschränken möbliert (Bühne und Kostüme: Anette Hachmann). Mamas Einkäufe werden quer über die Bühne geworfen, ehe sie im freien Fach verstaut werden. Da hechtet Ilja Harjes auf der Flucht vor der Polizei in die Kühltruhe. Wenn Gérard Kleider, Schallplatten und Topfblumen von Lucie in den kleinen Raum zurückbringt, dann kommt er mal durch diese, mal durch jene Tür. Teller kleben an der Tischdecke. Und wenn man grad nicht weiter weiß, tanzen alle zu 80er-Jahre-Hits wie „Living In A Box“. Der Schwung lässt kein Publikum kalt: Zwei pausenlose Stunden vergehen im Flug, es wird gelacht und am Ende viel geklatscht.

Zumal das Ensemble Anlass zur Freude gibt. Regine Andratschkes Mama quatscht alle in Grund und Boden. Diese resolute Kümmerin meistert ja nicht nur das Familienchaos. Sie rührt auch mit ihrer Wendung ans Publikum, das sie um sieben Sekunden Solidaritätsweinen bittet. Maximilian Scheidt als Hase lässt uns seine Fremdheit wunderbar spüren, vom staksigen Gang bis zum Ton kindlicher Ahnungslosigkeit. Und Frank-Peter Dettmann als nervige Nachbarin Duperri ist eine Wucht.

Ralf Stiftel, Westfälischer Anzeiger, 19. April 2015



Ist eine Batterie alter Kühlschränke auf der Bühne schon komisch? Eigentlich nicht. Es sei denn, sie dient als Symbol für eine kalte kleine Wohnung, deren Bewohner durch die großen Kühlschranktüren ein- und ausgehen, während sie in den kleinen Schränken ihre Zimmerchen haben – und das Klo.

Anette Hachmanns liebevoll gestaltete Wohn-Schäbigkeit beheimatet die Familie Hase, und der gestirnte Himmel, der sich im Bühnenhintergrund des Großen Hauses auftut, verweist auf die Herkunft des jüngsten Sohnes: Außerirdische hatten ihn bei Mutter Hase eingepflanzt, um ihn auf der Erde spionieren zu lassen. Der liebenswerte Tropf trippelt nun in dicken Stiefeln durch die Wohnung und bleckt die Häschen-Zähne, denen er seinen Namen „Hase Hase“ verdankt.

So weit, so schräg? Nicht für Regisseur Christian Brey, der in Münster bereits mit „Ein Mann, zwei Chefs“ für einen Lach-Erfolg sorgte. Er nutzt die Renaissance der 80er-Jahre-Komödie „Hase Hase“ von Coline Serreau, um deren Skurrilitäts-Schraube noch ein gutes Stück weiter zu drehen. Und sich dabei, trotz großer Kino-Fanfare zu Beginn, auch ein bisschen über die modischen Wohlfühl-Sozialkomödien aus Frankreich zu amüsieren.

Denn Brey lässt das Stück nicht in gehobener Boulevard-Manier abschnurren, sondern bürstet es gehörig gegen den Strich. So schweigen sich zu Beginn die Käuze am Küchentisch vielsagend an, bis Mutter Hase die Szene betritt und alle gleichzeitig wie Wasserfälle quatschen.

Regine Andratschke spielt das sorgende Oberhaupt der Familie als hinreißende Inge Meysel der Champs-Élysées, die nicht verhindern kann, dass die dumpfen Söhne zu Terroristen werden und die schrillen Töchter sich als beziehungsunfähig herausstellen. Vater Hase – Mark Oliver Bögel trumpft mit dem Charme eines Oliver Hardy auf – kaschiert seine Arbeitslosigkeit, Lieblingssohn Hase schließlich kriegt das mit der Schule nicht so recht geregelt und muss irgendwann in seine außerirdische Heimat verschwinden – was er, im Gegensatz zum legendären E.T., gar nicht möchte.

Schon dieser Schachzug der Autorin verhindert zwar, dass man es mit der Light-Version eines Tennessee-Williams-Stücks zu tun bekommt. Die wunderbar grotesken Einfälle des Regisseurs aber transportieren es in den Rang gehobenen Klamauks. Ob zwei Polizisten mit gezückter Pistole und geistiger Ladehemmung die Wohnung durchsuchen („Clean!“) oder der düpierte Bräutigam einer Tochter deren Habseligkeiten vor der Kühlschrankfront ablädt: Der grelle Blödsinn sorgt für beste Laune beim Premierenpublikum. Und wer glaubt, es wäre einfach, einen Pass vom Tisch zu nehmen und sich in die Tasche zu stecken, sollte Ilja Harjes bei dieser Aktion zuschauen.

Das Ensemble schreit und zappelt sich wie eine Horde ausgelassener Comicfiguren durch den knapp zweistündigen Abend – angeführt von Maximilian Scheidt als Titelheld, der mindestens so putzig ist wie sein legendärer Fernseh-Vorgänger Alf. Wer eine gepflegte Sozialkomödie sehen möchte, wird sich hier wohl verwundert die Augen reiben. Wer es hingegen so schräg liebt, wie es allein das Theater bieten kann, der hat Riesenspaß.

Harald Suerland, Westfälische Nachrichten, 19. April 2015


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