Schauspiel

Give peace a chance -
Wallenstein

Schauspiel von Friedrich Schiller u. a.
PREMIERE
16. September 2023
375 Jahre Westfälischer Frieden

Spieldauer: 3 Stunden 15 Minuten, eine Pause nach 1 Stunde 45 Minuten

Der Westfälische Friedensschluss, der den 30-jährigen Krieg beendete, ist über jahrelange Verhandlungen zustande gekommen. Er sollte als Blaupause für viele weitere Friedensverhandlungen in den kommenden Jahrhunderten dienen. Friedrich Schiller fragt in seinem Opus Magnum Wallenstein zunächst nach den Menschen, die in den Krieg hineinbefohlen werden und schließlich nach den Protagonisten der Kriegsführung, ihren Motiven, Verirrungen, Intrigen, Eitelkeiten, ihren Idealen und nach ihrem Scheitern. 

„Der Krieg ernährt den Krieg“ ist ein berühmtes Zitat aus dem Drama. Wallenstein ist so ein Kriegsführer, der nur vordergründig für Religion oder Vaterland oder gar für den Frieden kämpft und immer deutlicher von eigenen Großmachtfantasien getrieben wird. Ausgehend von Schillers Text unternehmen wir eine spielerisch-musikalische Zeitreise bis hin zu aktuellen Positionen zwischen „Krieg dem Krieg“ und „Give peace a chance“.

 

Ein Interview mit dem Regisseur Stefan Otteni hören Sie im Theatertalk (hier klicken!) - die Talksendung von und mit dem Theater Münster - produziert beim medienforum münster e.V.

Die Produktion setzt sich mit dem Thema Krieg und seinen allumfassenden Auswirkungen auseinander. Dabei werden Bezüge zum aktuellen Weltgeschehen wie dem Angriffskrieg auf die Ukraine hergestellt.

Trailer

  • Julius Janosch Schulte, Bettina Ostermeier / ©_Paul_Leclaire
  • Arthur Spannagel, Julius Janosch Schulte / ©_Paul_Leclaire
  • Pascal Riedel / ©_Paul_Leclaire
  • Frank-Peter Dettmann, Julius Janosch Schulte, Carola v. Seckendorff, Agnes Lampkin, Pascal Riedel / ©_Paul_Leclaire
  • Ensemble / ©_Paul_Leclaire
  • Agnes Lampkin / ©_Paul_Leclaire
  • Julius Janosch Schulte, Agnes Lampkin / ©_Paul_Leclaire
  • Frank-Peter Dettmann, Rose Lohmann / ©_Paul_Leclaire
  • Katharina Brenner, Agnes Lampkin, Bettina Ostermeier, Rose Lohmann / ©_Paul_Leclaire
  • Rose Lohmann / ©_Paul_Leclaire
  • Julius Janosch Schulte, Frank-Peter Dettmann / ©_Paul_Leclaire
  • Pascal Riedel, Rose Lohmann / ©_Paul_Leclaire
  • Agnes Lampkin, Ensemble / ©_Paul_Leclaire
  • Carola von Seckendorff / ©_Paul_Leclaire
  • Statisterie / ©_Paul_Leclaire
  • Arthur Spannagel / ©_Paul_Leclaire
  • Ensemble / ©_Paul_Leclaire
  • Ensemble / ©_Paul_Leclaire
  • Ensemble / ©_Paul_Leclaire
  • Ensemble / ©_Paul_Leclaire
  • Pascal Riedel, Bettina Ostermeier / ©_Paul_Leclaire
  • Ensemble / ©_Paul_Leclaire
  • A. Spannagel, A. Lampkin, J. J. Schulte, R. Lohmann, C. v. Seckendorff, K. Brenner / ©_Paul_Leclaire

Pressestimmen

  • Fragen, die gestellt werden müssen

    Großartig, dass Otteni den Schiller-Text immer wieder als Grundlage der Auseinandersetzung präsentiert. Denn alle Fragen sind dort enthalten - und nach ein wenig Einhören in Schillers zunächts befremdlich-altmodisch daher kommende Sprache spürt man schnell deren gewaltig-explosive Kraft.

     

    Zusammengehalten werden all´ die unterschiedlichen Szenen, die doch thematisch kongruent sind, durch die Bühnenmusik. Bettina Ostermeier leistet mit ihren Arrangements und als ausführende Musikerin Unglaubliches und schmiedet diesen Abend zu einer Einheit. 

     

    Katharina Brenner, Frank-Peter Dettmann, Agnes Lampkin, Pascal Riedel, Carola von Seckendorff und Artur Spannagel geben ihr Bestes. Möchte man jemanden hervorheben, so sind das Rose Lohmann und Julius Janosch Schulte, die als Schillers Liebespaar ihre Zuneigung in einer kriegsverpesteten Luft so frei und herrlich frisch geben, dass es eine Freude ist und ein Quäntchen Hoffnung gibt. 

    Stefan Otteni und seinem Team gelingt ein sehr runter Theaterabend, der Denkmaschinen ankurbeln kann und dazu animiert, sich die "Klassiker" doch einmal wieder genauer anzusehen.

     

    Theaterpur.net, Thomas Hilgemeier, 20.09.2023

  • Friedrich Schiller und die hymnische Liebe zum Frieden

    Regisseur Stefan Otteni sowie die Dramaturgen Remsi Al Khalisi und Victoria Weich sind ihrem geäußerten Anspruch vollauf gerecht geworden.

     

    Ein Abend, der [...] durch Scharfsinn, Witz und und anregende satirische Präzision erfreut.

     

    Die Glocke, Alexander Reuter, 18.09.2023

  • Kein bisschen Frieden

    So predigt dann beispielsweise Agnes Lampkin in schwarzem Talar aus Luthers "Ob Kriegsleute in seligem Stande sein können", während die übrigen Schauspieler:innen mehrstimmig dessen "Verleih uns Frieden gnädiglich" singen. Präzise wie eindrucksvoll wird die Diskrepanz, die den Umgang der Kirchen mit dem Thema kennzeichnet, auf den Punkt gebracht.

     

    Der Abend schwankt zwischen Klassikerkondensat und Friedensrevue, was schließlich doch sehr ratlos macht. Aber wahrscheinlich hätte jeder andere Eindruck angesichts der Gegenwart auch nicht überzeugt.

     

    Nachtkritik.de, Kai Bremer, 17.09.2023

  • Schiller, Söldner, Schlagersänger

    Die idealitische Jugend wird in Münster gegen das ideenlose, in Richtung Krieg irrende Establishment gestellt.

     

    In Ottenis Regie entfaltet sich eine Collage von Spielszenen, Monologen, Gesang. Bettina Ostermeier begleitet am Klavier, sie feuert das Ensemble zu immer noch mehr Leidenschaft an. 

     

    Westfälischer Anzeiger Hamm, Edda Breski, 19.09.2023

Eine Produktion im Rahmen des Jubiläums 375 Jahre Westfälischer Frieden