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FRAUEN. BRAND. REDE. NEIN. SCHREI!

Eine akustisch-immersive Audioinstallation

  • © medlay

    © medlay
So, 15. November 2020
16.00 · Großes Haus Großes Haus

Tickets 10,00 €

»Brandreden reflektieren initial gesellschaftliche Missstände, Ereignisse und Handlungen auf retrospektive, aber vor allem auf prospektive Weise. Politische Reden sind wichtigstes Produktionsmittel des öffentlichen Bewusstseins«, (Walter Hinderer), »größtes Machtmittel unter Gleichgestellten« (Nietzsche). In Ihnen wird historischer Sinn rekonstruiert, aktuelle Ereignishaftigkeit gekennzeichnet und zukünftiger Handlungsraum entworfen. Brandreden sind in unserer Demokratie im Gegensatz zu autoritären Systemen, in denen die Rede lediglich sprachliche Legitimationsapparate für Unterdrückung und Verfolgung Andersdenkender sind, die friedliche Alternative zu repressiven oder aggressiven Mitteln gesellschaftlicher Steuerung.

In dem Teilprojekt wird der Fokus auf die weiblichen Stimmen gelegt, die seit der Gründung des Grundgesetzes immer lauter, wirkmächtiger werden und Einfluss haben und hatten auf unsere Sicht der Welt. Angefangen bei Helene Lange, Ingeborg Bachmann, Anne-Marie Renger, Petra Kelly, Christa Wolf und Angela Merkel hier in Deutschland über junge Heldinnen der Gegenwart, die zur Tat greifen, weil Worte nicht genügen: Malala Yousafzai, Emma González, Carola Rackete, Greta Thunberg, Megan Rapinoe. Diese jungen Heldinnen agieren außerhalb der politischen Strukturen, sie sind Vertreterinnen der Zivilgesellschaft. Sie stoßen die Gesellschaft zu entschiedenem Handeln an, sie geben uns Hoffnung. Diesen Frauen soll erneut Gehör geschenkt werde: Unter einer Live-Soundperformance der Musikerin und Klangkünstlerin Anja Kreysing mit Originalstimmen vereinzelter Redner*innen entsteht ein vielstimmiger Soundteppich als Unterlage zu einer Performance der Spieler*innen, welche der Mannigfaltigkeit weiblichen Protests und politischer Aussage durch die Jahrzehnte Ausdruck in Körper und Stimme verleihen wird.

 

Werkstatt Demokratie AKUSTISCH-IMMERSIVE AUDIOINSTALLATION und HÖRSTÜCK in Kooperation mit dem Medienforum Münster e.V. und dem Friedensbüro im Vorfeld des verschobenen »FESTIVAL DER DEMOKRATIE«.

Aus dem Redenmaterial entsteht eine eigenständige Audioinstallation, die in einem öffentlichen Raum präsentiert werden soll, in welchem normalweise viele Menschen sitzen, um kulturellen, universitären oder politischen Beiträgen beizuwohnen. Durch Corona waren diese öffentlichen Räume leergefegt, dem Diskurs entzogen. Und auch jetzt lässt sich auf unbestimmte Zeit nicht zur kulturellen Normalität zurückkehren. Die Nutzung dieser Räume wird bis auf Weiteres von einer Beklommenheit begleitet werden und genau in diese Beklommenheit, diese Leerstelle, wird eine Audioinstallation gesetzt: Die Bühne ist leer, es gibt kein großes Auditorium, aber die Stimmen hallen von allen Seiten nach. Ein akustisch-immersiver Reflexions- und Denkraum entsteht. Die Audioinstallation ist absolut coronatauglich, es wird nicht live gesprochen oder gespielt. Es gibt nur wenig Publikum mit viel Raum um jede*n Einzelne*n herum. Die Installation ist in sich geschlossen und dauert ca. 45 Minuten.

Ferner soll ein eigenständiges Hörstück aus dem Redenmaterial erstellt werden, welches von den Spielerinnen im Medienforum Münster eingesprochen, von Anja Kreysing akustisch bearbeitet und mit Versätzen aus den Originalreden der Rednerinnen kontrastiert wird. Dieses Hörstück wird im Bürgerfunk erstmals zur Aufführung gelangen.

Mit den Stimmen von Cornelia Kupferschmid, Gabriele Brüning, Beate Reker, Rose Lohmann, Pauline v. Seckendorff und mit den Stimmen der Originalrednerinnen Audioinstallation und Hörstück: Anja Kreysing Regie und Textfassung: Carola v. Seckendorff

Premiere Hörstück: Herbst/Winter 2020, im Bürgerfunk, Termin folgt

 

Diese Inszenierung wird ermöglicht durch die Förderung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen »Neue Wege«.

          

Info

»Brandreden reflektieren initial gesellschaftliche Missstände, Ereignisse und Handlungen auf retrospektive, aber vor allem auf prospektive Weise. Politische Reden sind wichtigstes Produktionsmittel des öffentlichen Bewusstseins«, (Walter Hinderer), »größtes Machtmittel unter Gleichgestellten« (Nietzsche). In Ihnen wird historischer Sinn rekonstruiert, aktuelle Ereignishaftigkeit gekennzeichnet und zukünftiger Handlungsraum entworfen. Brandreden sind in unserer Demokratie im Gegensatz zu autoritären Systemen, in denen die Rede lediglich sprachliche Legitimationsapparate für Unterdrückung und Verfolgung Andersdenkender sind, die friedliche Alternative zu repressiven oder aggressiven Mitteln gesellschaftlicher Steuerung.

In dem Teilprojekt wird der Fokus auf die weiblichen Stimmen gelegt, die seit der Gründung des Grundgesetzes immer lauter, wirkmächtiger werden und Einfluss haben und hatten auf unsere Sicht der Welt. Angefangen bei Helene Lange, Ingeborg Bachmann, Anne-Marie Renger, Petra Kelly, Christa Wolf und Angela Merkel hier in Deutschland über junge Heldinnen der Gegenwart, die zur Tat greifen, weil Worte nicht genügen: Malala Yousafzai, Emma González, Carola Rackete, Greta Thunberg, Megan Rapinoe. Diese jungen Heldinnen agieren außerhalb der politischen Strukturen, sie sind Vertreterinnen der Zivilgesellschaft. Sie stoßen die Gesellschaft zu entschiedenem Handeln an, sie geben uns Hoffnung. Diesen Frauen soll erneut Gehör geschenkt werde: Unter einer Live-Soundperformance der Musikerin und Klangkünstlerin Anja Kreysing mit Originalstimmen vereinzelter Redner*innen entsteht ein vielstimmiger Soundteppich als Unterlage zu einer Performance der Spieler*innen, welche der Mannigfaltigkeit weiblichen Protests und politischer Aussage durch die Jahrzehnte Ausdruck in Körper und Stimme verleihen wird.

 

Werkstatt Demokratie AKUSTISCH-IMMERSIVE AUDIOINSTALLATION und HÖRSTÜCK in Kooperation mit dem Medienforum Münster e.V. und dem Friedensbüro im Vorfeld des verschobenen »FESTIVAL DER DEMOKRATIE«.

Aus dem Redenmaterial entsteht eine eigenständige Audioinstallation, die in einem öffentlichen Raum präsentiert werden soll, in welchem normalweise viele Menschen sitzen, um kulturellen, universitären oder politischen Beiträgen beizuwohnen. Durch Corona waren diese öffentlichen Räume leergefegt, dem Diskurs entzogen. Und auch jetzt lässt sich auf unbestimmte Zeit nicht zur kulturellen Normalität zurückkehren. Die Nutzung dieser Räume wird bis auf Weiteres von einer Beklommenheit begleitet werden und genau in diese Beklommenheit, diese Leerstelle, wird eine Audioinstallation gesetzt: Die Bühne ist leer, es gibt kein großes Auditorium, aber die Stimmen hallen von allen Seiten nach. Ein akustisch-immersiver Reflexions- und Denkraum entsteht. Die Audioinstallation ist absolut coronatauglich, es wird nicht live gesprochen oder gespielt. Es gibt nur wenig Publikum mit viel Raum um jede*n Einzelne*n herum. Die Installation ist in sich geschlossen und dauert ca. 45 Minuten.

Ferner soll ein eigenständiges Hörstück aus dem Redenmaterial erstellt werden, welches von den Spielerinnen im Medienforum Münster eingesprochen, von Anja Kreysing akustisch bearbeitet und mit Versätzen aus den Originalreden der Rednerinnen kontrastiert wird. Dieses Hörstück wird im Bürgerfunk erstmals zur Aufführung gelangen.

Mit den Stimmen von Cornelia Kupferschmid, Gabriele Brüning, Beate Reker, Rose Lohmann, Pauline v. Seckendorff und mit den Stimmen der Originalrednerinnen Audioinstallation und Hörstück: Anja Kreysing Regie und Textfassung: Carola v. Seckendorff

Premiere Hörstück: Herbst/Winter 2020, im Bürgerfunk, Termin folgt

 

Diese Inszenierung wird ermöglicht durch die Förderung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen »Neue Wege«.

          

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So, 15. November 2020
16.00 Uhr · Großes Haus Großes Haus

Tickets 10,00 €

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