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EVENT

Monodrama von John Clancy

Deutsch von Frank-Patrick Steckel
  • Carola von Seckendorff — © Marion Bührle
    Carola von Seckendorff
    © Marion Bührle
  • Carola von Seckendorff — © Marion Bührle
    Carola von Seckendorff
    © Marion Bührle
  • Carola von Seckendorff — © Marion Bührle
    Carola von Seckendorff
    © Marion Bührle
  • Carola von Seckendorff — © Marion Bührle
    Carola von Seckendorff
    © Marion Bührle
  • Carola von Seckendorff — © Marion Bührle
    Carola von Seckendorff
    © Marion Bührle
  • Carola von Seckendorff — © Marion Bührle
    Carola von Seckendorff
    © Marion Bührle
  • Carola von Seckendorff — © Marion Bührle
    Carola von Seckendorff
    © Marion Bührle
  • Carola von Seckendorff — © Marion Bührle
    Carola von Seckendorff
    © Marion Bührle
  • Carola von Seckendorff — © Marion Bührle
    Carola von Seckendorff
    © Marion Bührle
  • Dennis Laubenthal, Carola von Seckendorff — © Marion Bührle
    Dennis Laubenthal, Carola von Seckendorff
    © Marion Bührle
  • Carola von Seckendorff — © Marion Bührle
    Carola von Seckendorff
    © Marion Bührle
  • Carola von Seckendorff — © Marion Bührle
    Carola von Seckendorff
    © Marion Bührle

Weitere Termine

Leider keine weiteren Termine geplant.

Eine Person steht, von Licht übergossen, vor einem Saal voller plötzlich verstummter fremder Menschen. Und dann geschehen ungeheuerliche Dinge: Die Person beginnt auswendig gelernte Worte zu sprechen, bewegt sich von einem Ende der großen Bühne zum anderen, schweigt und singt, kreischt und tanzt, das Licht ändert sich dramatisch, Musik ertönt, und schließlich erlöschen die Scheinwerfer wieder und die Figur verwandelt sich langsam in Erinnerung...
Was um Himmels Willen veranlasst einen Schauspieler die Bühne zu betreten, da er doch panische Angst hat vor den fremden Zuschauern? Wie lernt er seinen Text und welche Hänger sind gespielt? Warum lassen die Zuschauer sich freiwillig täuschen, zum Lachen und zum Weinen bringen?
Oder sind der Schauspieler und die Fremden im Saal die Besetzung eines großen Welttheaters? Sind wir alle nur verzweifelte Selbstdarsteller, die ums Leben spielen in einem schlechten Stück mit voraussichtlich tödlichem Ausgang?

"Event" ist ein hochkomischer, gleichzeitig zutiefst irritierender Monolog über die merkwürdige Veranstaltung, die wir "Theater" nennen – und eine brillante Meditation über das, was uns die Bühne über unser Leben zu erzählen hat.

Spieldauer ca. 85 Minuten, keine Pause

 

AUS DER PRESSE:

»Event« heißt der Abend nach einem Text des amerikanischen Autors John Clancy – und ist tatsächlich ein Ereignis.
Man kann ihn zunächst als großen, hintergründigen Theaterspaß genießen, in dem sich eine Kunstform auf ähnliche Weise entlarvt, wie sich die Schauspielerin ihrer Verkleidung entledigt. [...] Das Doppelbödige des Stücks zeigt sich schon an den deutlichen Hinweisen, die der Autor seiner Figur in den Mund legt. Denn all die Bekenntnisse, die »der Mann«, »Ursula« und schließlich Carola von Seckendorff von sich gibt, sind doch bloß vorgeschriebener Text, sind Illusion einer spontanen Ansprache. Jedes Wort, jede Geste ist verabredet, wurde von einer Regisseurin geprüft und abgesegnet. Kein Wunder, dass das Publikum schweigt, wenn der Mann ihm eine Frage stellt: Auch dieses Verhalten ist Teil einer stillschweigenden Verabredung.
Regisseurin Kathrin Mädler lässt ihre Darstellerin lustvoll Bewegungsabläufe wiederholen (»Gesehen?«), lässt sie in die vorderen Reihen klettern, die für diesen Kammerspiel-Abend als Zuschauerraum freigegeben sind, und holt sie für jenen entscheidenden Moment auf die riesige Bühne zurück, an dem das Stück seine Tiefendimension zur Sprache bringt. Denn nachdem »der Mann« sehnsüchtig an Zeiten erinnert hat, in denen man kommunizierte, indem man sich traf und direkt ansprach, denkt »die Frau" über Wirklichkeit und Wahrnehmung nach: Das Theater mit seinen Verabredungen ist ein Spiegelbild dessen, was das Leben bereithält.
Carola von Seckendorff, die über eine Stunde lang als quirlige Verwandlungskünstlerin brilliert, kostet diese Momente der Stille und Nachdenklichkeit intensiv aus – bis sie schließlich, als letzte Illusion des Theaters an diesem Abend, durch den Lichtzauber des Technikers verschwindet.
Harald Suerland, Westfälische Nachrichten, 16. März 2013

Die Frau steht allein auf der Bühne im Großen Haus. Sie trägt Anzug, Krawatte und ein schmales Oberlippenbärtchen. In der Hand hält sie eine Zigarette. Ihr rotes Haar ist unter einer schwarzen Kurzhaarperücke verborgen. 85 Minuten lang scherzt, spricht und hadert sie, als ginge es ums nackte Überleben. Eine beeindruckende Leistung. Hier ist eine Könnerin am Werk.
[...] John Clancy seziert das Wesen der Theateraufführung bis ins kleinste Detail und schafft immer wieder Bezüge zur gesellschaftlichen Wirklichkeit. Die Rolle des Kritikers für die Außenwirkung wird ebenso wenig ausgespart wie die Macht des Bühnenarbeiters, der gewünschte Effekte erzeugt.
Lacher erntet von Seckendorff für ihre präzise gesetzten Pointen. Der Mann, von dem im Text die Rede ist, spricht von sich selbst, und er tut, was er sagt. Aus diesem Zwang der inszenierten Vorgaben gibt es kein Entkommen. Dies gelte für die Bühne gleichermaßen wie für das reale Leben, so die These. [...]
Dabei ist Carola von Seckendorff brilliant. Komisch und mit ungeheurer Präzision nimmt sie sich den Raum, den ihr die Bühne bietet, arbeitet sich regelrecht daran ab. Kämpferisch und mit einem Augenzwinkern stellt sie sich der von Clancy benannten Austauschbarkeit jedes einzelnen Rädchens im Theaterbetrieb entgegen. Ein empfehlenswerter Theaterabend.
Edda Klepp, Münstersche Zeitung, 16. März 2013

Info

Eine Person steht, von Licht übergossen, vor einem Saal voller plötzlich verstummter fremder Menschen. Und dann geschehen ungeheuerliche Dinge: Die Person beginnt auswendig gelernte Worte zu sprechen, bewegt sich von einem Ende der großen Bühne zum anderen, schweigt und singt, kreischt und tanzt, das Licht ändert sich dramatisch, Musik ertönt, und schließlich erlöschen die Scheinwerfer wieder und die Figur verwandelt sich langsam in Erinnerung...
Was um Himmels Willen veranlasst einen Schauspieler die Bühne zu betreten, da er doch panische Angst hat vor den fremden Zuschauern? Wie lernt er seinen Text und welche Hänger sind gespielt? Warum lassen die Zuschauer sich freiwillig täuschen, zum Lachen und zum Weinen bringen?
Oder sind der Schauspieler und die Fremden im Saal die Besetzung eines großen Welttheaters? Sind wir alle nur verzweifelte Selbstdarsteller, die ums Leben spielen in einem schlechten Stück mit voraussichtlich tödlichem Ausgang?

"Event" ist ein hochkomischer, gleichzeitig zutiefst irritierender Monolog über die merkwürdige Veranstaltung, die wir "Theater" nennen – und eine brillante Meditation über das, was uns die Bühne über unser Leben zu erzählen hat.

Spieldauer ca. 85 Minuten, keine Pause

 

AUS DER PRESSE:

»Event« heißt der Abend nach einem Text des amerikanischen Autors John Clancy – und ist tatsächlich ein Ereignis.
Man kann ihn zunächst als großen, hintergründigen Theaterspaß genießen, in dem sich eine Kunstform auf ähnliche Weise entlarvt, wie sich die Schauspielerin ihrer Verkleidung entledigt. [...] Das Doppelbödige des Stücks zeigt sich schon an den deutlichen Hinweisen, die der Autor seiner Figur in den Mund legt. Denn all die Bekenntnisse, die »der Mann«, »Ursula« und schließlich Carola von Seckendorff von sich gibt, sind doch bloß vorgeschriebener Text, sind Illusion einer spontanen Ansprache. Jedes Wort, jede Geste ist verabredet, wurde von einer Regisseurin geprüft und abgesegnet. Kein Wunder, dass das Publikum schweigt, wenn der Mann ihm eine Frage stellt: Auch dieses Verhalten ist Teil einer stillschweigenden Verabredung.
Regisseurin Kathrin Mädler lässt ihre Darstellerin lustvoll Bewegungsabläufe wiederholen (»Gesehen?«), lässt sie in die vorderen Reihen klettern, die für diesen Kammerspiel-Abend als Zuschauerraum freigegeben sind, und holt sie für jenen entscheidenden Moment auf die riesige Bühne zurück, an dem das Stück seine Tiefendimension zur Sprache bringt. Denn nachdem »der Mann« sehnsüchtig an Zeiten erinnert hat, in denen man kommunizierte, indem man sich traf und direkt ansprach, denkt »die Frau" über Wirklichkeit und Wahrnehmung nach: Das Theater mit seinen Verabredungen ist ein Spiegelbild dessen, was das Leben bereithält.
Carola von Seckendorff, die über eine Stunde lang als quirlige Verwandlungskünstlerin brilliert, kostet diese Momente der Stille und Nachdenklichkeit intensiv aus – bis sie schließlich, als letzte Illusion des Theaters an diesem Abend, durch den Lichtzauber des Technikers verschwindet.
Harald Suerland, Westfälische Nachrichten, 16. März 2013

Die Frau steht allein auf der Bühne im Großen Haus. Sie trägt Anzug, Krawatte und ein schmales Oberlippenbärtchen. In der Hand hält sie eine Zigarette. Ihr rotes Haar ist unter einer schwarzen Kurzhaarperücke verborgen. 85 Minuten lang scherzt, spricht und hadert sie, als ginge es ums nackte Überleben. Eine beeindruckende Leistung. Hier ist eine Könnerin am Werk.
[...] John Clancy seziert das Wesen der Theateraufführung bis ins kleinste Detail und schafft immer wieder Bezüge zur gesellschaftlichen Wirklichkeit. Die Rolle des Kritikers für die Außenwirkung wird ebenso wenig ausgespart wie die Macht des Bühnenarbeiters, der gewünschte Effekte erzeugt.
Lacher erntet von Seckendorff für ihre präzise gesetzten Pointen. Der Mann, von dem im Text die Rede ist, spricht von sich selbst, und er tut, was er sagt. Aus diesem Zwang der inszenierten Vorgaben gibt es kein Entkommen. Dies gelte für die Bühne gleichermaßen wie für das reale Leben, so die These. [...]
Dabei ist Carola von Seckendorff brilliant. Komisch und mit ungeheurer Präzision nimmt sie sich den Raum, den ihr die Bühne bietet, arbeitet sich regelrecht daran ab. Kämpferisch und mit einem Augenzwinkern stellt sie sich der von Clancy benannten Austauschbarkeit jedes einzelnen Rädchens im Theaterbetrieb entgegen. Ein empfehlenswerter Theaterabend.
Edda Klepp, Münstersche Zeitung, 16. März 2013

Leitung

Regie Kathrin Mädler


Besetzung

Ein Mann / Eine Frau Carola von Seckendorff

Besetzung

Leitung

Regie Kathrin Mädler


Besetzung

Ein Mann / Eine Frau Carola von Seckendorff



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