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EINE WINTERREISE

Tanzabend von Hans Henning Paar zu Musik von Hans Zender

  • Tarah Malaika Pfeiffer, Jason Franklin, Robert Sellier — © Oliver Berg
    Tarah Malaika Pfeiffer, Jason Franklin, Robert Sellier
    © Oliver Berg
  • Ensemble — © Oliver Berg
    Ensemble
    © Oliver Berg
  • Maria Bayarri Pérez, Adrián Plá Cerdán — © Oliver Berg
    Maria Bayarri Pérez, Adrián Plá Cerdán
    © Oliver Berg
  • Ensemble — © Oliver Berg
    Ensemble
    © Oliver Berg
  • Jason Franklin, Robert Sellier — © Oliver Berg
    Jason Franklin, Robert Sellier
    © Oliver Berg
  • Keelan Whitmore, Jason Franklin — © Oliver Berg
    Keelan Whitmore, Jason Franklin
    © Oliver Berg
  • Charla Tuncdoruk, Elizabeth Towles, Matteo Mersi — © Oliver Berg
    Charla Tuncdoruk, Elizabeth Towles, Matteo Mersi
    © Oliver Berg
  • Ensemble — © Oliver Berg
    Ensemble
    © Oliver Berg
  • Leander Veizi — © Oliver Berg
    Leander Veizi
    © Oliver Berg
  • Leander Veizi, Adrián Plá Cerdán, Keelan Whitmore, Jason Franklin — © Oliver Berg
    Leander Veizi, Adrián Plá Cerdán, Keelan Whitmore, Jason Franklin
    © Oliver Berg
  • Kana Mabuchi, Tarah Malaika Pfeiffer — © Oliver Berg
    Kana Mabuchi, Tarah Malaika Pfeiffer
    © Oliver Berg
  • Maria Bayarri Pérez, Adam Dembczynski — © Oliver Berg
    Maria Bayarri Pérez, Adam Dembczynski
    © Oliver Berg
  • Ensemble — © Oliver Berg
    Ensemble
    © Oliver Berg
  • Kana Mabuchi, Robert Sellier — © Oliver Berg
    Kana Mabuchi, Robert Sellier
    © Oliver Berg
  • Robert Sellier, Ensemble — © Oliver Berg
    Robert Sellier, Ensemble
    © Oliver Berg
  • Robert Sellier, Keelan Whitmore — © Oliver Berg
    Robert Sellier, Keelan Whitmore
    © Oliver Berg
  • Tarah Malaika Pfeiffer, Jason Franklin, Robert Sellier — © Oliver Berg
    Tarah Malaika Pfeiffer, Jason Franklin, Robert Sellier
    © Oliver Berg

»Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh‘ ich wieder aus…«

Fr, 08. Februar 2019
19.30 · Großes Haus
Freitag 1 Abo Gr. Haus , Musiktheater+

19.00 Einführung im Foyer Gr. Haus

im Anschluss an die Vorstellung Publikumsgespräch

Weitere Termine

Weitere Termine sind in Planung und werden demnächst veröffentlicht.

Mit diesen Worten beginnt einer der bekanntesten Liederzyklen der Romantik, die WINTERREISE, mit dem Franz Schubert (1797 – 1828) eine Kette von Rückblicken und Stimmungen eines von der Liebe enttäuschten Mannes auf seiner ziellosen Reise durch eine erstarrte Winterlandschaft beschreibt – eine Reise, die keine Rückkehr kennt. Die 24 Lieder zu Gedichten Wilhelm Müllers wirkten für die Ohren der Zeitgenossen im biedermeierlichen Wien um 1827 allzu hoffnungslos und depressiv – der Komponist selbst nannte sie einen »Kranz schauerlicher Lieder«.

Hans Zender sucht in seiner komponierten Interpretation nicht nach einer neuen expressiven Deutung des Liederzyklus‘, sondern nach der eigentlichen Intention, die auch im politischen und gesellschaftlichen Kontext ihrer Entstehungszeit betrachtet werden muss. Er zeigt Brüche auf, vergrößert Kontraste und verschärft Akzentuierungen. Mittels Dissonanzen, Montagen, Abbrüchen, Wiederholungen und verfremdeten Klangeffekten durchbricht der Komponist die ästhetische Routine der Klassikerrezeption, sodass die WINTERREISE (für uns heute) wieder so ungewohnt klingt, wie das Original für die Hörer zur Zeit ihrer Entstehung.

Fasziniert von der Synthese aus Tradition und Moderne, übersetzt Hans Henning Paar die Metaphern des Stückes in eine klare, auf das Wesentliche reduzierte Bewegungssprache. Durch die Integration des Sängers in das Tanzgeschehen entsteht ein unvergleichlich bildhaft-dramatisches Gesamtwerk.

 

Aufführungsdauer ca. 130 Minuten, eine Pause

Info

Mit diesen Worten beginnt einer der bekanntesten Liederzyklen der Romantik, die WINTERREISE, mit dem Franz Schubert (1797 – 1828) eine Kette von Rückblicken und Stimmungen eines von der Liebe enttäuschten Mannes auf seiner ziellosen Reise durch eine erstarrte Winterlandschaft beschreibt – eine Reise, die keine Rückkehr kennt. Die 24 Lieder zu Gedichten Wilhelm Müllers wirkten für die Ohren der Zeitgenossen im biedermeierlichen Wien um 1827 allzu hoffnungslos und depressiv – der Komponist selbst nannte sie einen »Kranz schauerlicher Lieder«.

Hans Zender sucht in seiner komponierten Interpretation nicht nach einer neuen expressiven Deutung des Liederzyklus‘, sondern nach der eigentlichen Intention, die auch im politischen und gesellschaftlichen Kontext ihrer Entstehungszeit betrachtet werden muss. Er zeigt Brüche auf, vergrößert Kontraste und verschärft Akzentuierungen. Mittels Dissonanzen, Montagen, Abbrüchen, Wiederholungen und verfremdeten Klangeffekten durchbricht der Komponist die ästhetische Routine der Klassikerrezeption, sodass die WINTERREISE (für uns heute) wieder so ungewohnt klingt, wie das Original für die Hörer zur Zeit ihrer Entstehung.

Fasziniert von der Synthese aus Tradition und Moderne, übersetzt Hans Henning Paar die Metaphern des Stückes in eine klare, auf das Wesentliche reduzierte Bewegungssprache. Durch die Integration des Sängers in das Tanzgeschehen entsteht ein unvergleichlich bildhaft-dramatisches Gesamtwerk.

 

Aufführungsdauer ca. 130 Minuten, eine Pause

Faszinierende Herausforderung

»Eine Winterreise« heißt der Abend nach der »komponierten Interpretation« des Dirigenten Hans Zender: Er hat Schuberts 24-teiligen Klavierlieder-Zyklus nicht nur orchestriert, sondern hat ihn auch übermalt, seziert und ergänzt, was die vorhandene musikalische Komplexität noch steigert.

Hans Henning Paar fügt der musikalischen Komplexität weitere Dimensionen hinzu, weil er nur in wenigen Momenten die Vorgänge aus Wilhelm Müllers Texten direkt abbildet, bei der bizarren Krähe (Kana Mabuchi) etwa oder dem fast putzigen »Frühlingstraum«. Stattdessen lässt er den Wanderer mit seinem Alter Ego (Jason Franklin) die Gefühle reflektieren, die ihn nach enttäuschter Liebe in die Einsamkeit jenseits der Stadt treiben, oder er schafft Erinnerungsbilder an jene Zeit, die den Wanderer auf ein Glück in der Gesellschaft hoffen ließen.

Das große Tanz-Ensemble bietet staunenswerte Vielfalt, sei es im Kontrast zwischen den chorischen Bewegungen der Gesellschaft und den individuellen Gestalten, sei es in der Schönheit der Nebensonnen (Elizabeth Towles, Maria Bayarri Pérez, Fátima López Garcia) oder dem beklemmenden Solo Keelan Whitmores im »Wegweiser«. Hans Henning Paar hat »Eine Winterreise« erwartungsgemäß nicht illustriert, sondern mit einer Fülle choreografischer Motive interpretiert, die nicht immer leicht zu entschlüsseln sind. Eine faszinierende Herausforderung, die mit reichem Beifall bedacht wurde.

Harald Suerland, Westfälische Nachrichten, 20. Januar 2019

 

Fordert alle Sinne

Der Dirigent und Komponist Hans Zender, Jahrgang 1936, hat auf den Punkt gebracht, was wohl sehr viele KünstlerInnen angesichts eines Meisterwerks aus der Vergangenheit empfinden - dieses Bedürfnis, ein einst augenscheinlich perfekt formuliertes Thema »aus der Sicht der eigenen Zeit heraus neu zu denken«. So jedenfalls ist es ihm selbst bei Franz Schuberts Liederzyklus »Winterreise« ergangen …

Hans Henning Paar schuf 2010 auf Zenders Schubert-Interpretation […] seine zweiteilige Choreografie "Eine Winterreise", die er jetzt mit seinem TanzTheater Münster neu einstudierte. Das Sinfonieorchester Münster musizierte bei der Premiere unter der Leitung von Kapellmeister Thorsten Schmid-Kapfenburg vorzüglich.

Zwischen den sehnsuchtsvollen Gesängen über Heimatlosigkeit, Einsamkeit und Liebeskummer einerseits und den Todesankündigungen von Krähe (Kana Mabuchi) und Leiermann (Tarah Malaika Pfeiffer) andererseits hat Paar sinnvollerweise eine Zäsur gesetzt, wenn auch abweichend von Schubert erst nach dem 13. Lied »Die Post«, wo er erstmals die Todesboten Krähe und Leiermann in einem Pas de deux auftreten lässt als geniale Überleitung vom »kleinen« Tod einer Liebesbeziehung zum Lebensende. Die Pause tut dem Werk, den hochmotivierten und wunderbar individualistischen TänzerInnen wie auch dem Publikum gut. Denn Schuberts delikate Kammermusik, aufgepolstert durch Zenders Klänge und Paars Bewegungen fordern alle Sinne.

Marieluise Jeitschko, tanznetz.de, 20. Januar 2019

Presse

Faszinierende Herausforderung

»Eine Winterreise« heißt der Abend nach der »komponierten Interpretation« des Dirigenten Hans Zender: Er hat Schuberts 24-teiligen Klavierlieder-Zyklus nicht nur orchestriert, sondern hat ihn auch übermalt, seziert und ergänzt, was die vorhandene musikalische Komplexität noch steigert.

Hans Henning Paar fügt der musikalischen Komplexität weitere Dimensionen hinzu, weil er nur in wenigen Momenten die Vorgänge aus Wilhelm Müllers Texten direkt abbildet, bei der bizarren Krähe (Kana Mabuchi) etwa oder dem fast putzigen »Frühlingstraum«. Stattdessen lässt er den Wanderer mit seinem Alter Ego (Jason Franklin) die Gefühle reflektieren, die ihn nach enttäuschter Liebe in die Einsamkeit jenseits der Stadt treiben, oder er schafft Erinnerungsbilder an jene Zeit, die den Wanderer auf ein Glück in der Gesellschaft hoffen ließen.

Das große Tanz-Ensemble bietet staunenswerte Vielfalt, sei es im Kontrast zwischen den chorischen Bewegungen der Gesellschaft und den individuellen Gestalten, sei es in der Schönheit der Nebensonnen (Elizabeth Towles, Maria Bayarri Pérez, Fátima López Garcia) oder dem beklemmenden Solo Keelan Whitmores im »Wegweiser«. Hans Henning Paar hat »Eine Winterreise« erwartungsgemäß nicht illustriert, sondern mit einer Fülle choreografischer Motive interpretiert, die nicht immer leicht zu entschlüsseln sind. Eine faszinierende Herausforderung, die mit reichem Beifall bedacht wurde.

Harald Suerland, Westfälische Nachrichten, 20. Januar 2019

 

Fordert alle Sinne

Der Dirigent und Komponist Hans Zender, Jahrgang 1936, hat auf den Punkt gebracht, was wohl sehr viele KünstlerInnen angesichts eines Meisterwerks aus der Vergangenheit empfinden - dieses Bedürfnis, ein einst augenscheinlich perfekt formuliertes Thema »aus der Sicht der eigenen Zeit heraus neu zu denken«. So jedenfalls ist es ihm selbst bei Franz Schuberts Liederzyklus »Winterreise« ergangen …

Hans Henning Paar schuf 2010 auf Zenders Schubert-Interpretation […] seine zweiteilige Choreografie "Eine Winterreise", die er jetzt mit seinem TanzTheater Münster neu einstudierte. Das Sinfonieorchester Münster musizierte bei der Premiere unter der Leitung von Kapellmeister Thorsten Schmid-Kapfenburg vorzüglich.

Zwischen den sehnsuchtsvollen Gesängen über Heimatlosigkeit, Einsamkeit und Liebeskummer einerseits und den Todesankündigungen von Krähe (Kana Mabuchi) und Leiermann (Tarah Malaika Pfeiffer) andererseits hat Paar sinnvollerweise eine Zäsur gesetzt, wenn auch abweichend von Schubert erst nach dem 13. Lied »Die Post«, wo er erstmals die Todesboten Krähe und Leiermann in einem Pas de deux auftreten lässt als geniale Überleitung vom »kleinen« Tod einer Liebesbeziehung zum Lebensende. Die Pause tut dem Werk, den hochmotivierten und wunderbar individualistischen TänzerInnen wie auch dem Publikum gut. Denn Schuberts delikate Kammermusik, aufgepolstert durch Zenders Klänge und Paars Bewegungen fordern alle Sinne.

Marieluise Jeitschko, tanznetz.de, 20. Januar 2019


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Fr, 08. Februar 2019
19.30 Uhr · Großes Haus
Freitag 1 Abo Gr. Haus , Musiktheater+

19.00 Einführung im Foyer Gr. Haus

im Anschluss an die Vorstellung Publikumsgespräch

Weitere Termine sind in Planung und werden demnächst veröffentlicht.

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