Sonstiges

Donnerstags Abo – Großes Haus

Beginnen Sie das Wochenende schon am Donnerstag;
mit unseren Sänger*innen, Schauspieler*innen
und Tänzer*innen auf der Großen Bühne.

Leopoldstadt 

Tom Stoppard 

Deutsch von Daniel Kehlmann

Wien 1899. In ihrer großbürgerlichen Ringstraßen Wohnung feiert die jüdische Familie Merz, zu der längst auch angeheiratete christliche Mitglieder gehören, Weihnachten. Bald bricht ein neues Jahrhundert an und voller Hoffnung schaut man ihm entgegen. Zwar werden Juden immer noch diskriminiert; trotzdem haben es die Merzens weit gebracht, verkehren mit Gustav Klimt und Arthur Schnitzler, und fast alle finden Theodor Herzls Idee von einem eigenen jüdischen Staat recht abwegig. Über 50 Jahre später, 1955, nach zwei Weltkriegen, einer globalen Wirtschaftskrise und – nach dem Holocaust begegnen sich die letzten Merz-Nachkommen in derselben, nun verlassenen Wohnung, wo nichts mehr an die Zuversicht von einst erinnert. Nie wieder ist jetzt!

Deutsche Erstauffführung

TERMIN S 26.09.24 19:30 

 

Königskinder 

Eine Märchenoper in drei Aufzügen von Engelbert Humperdinck Dichtung von Elsa Bernstein-Proges (Pseud. Ernst Rosmer)

Tief im Hellawald, fernab von allen Menschen, lebt die Gänsemagd mit der Hexe, die sie durch Zauber an sich bindet. Nach der Begegnung mit dem Königssohn, der vor seinem Vater floh, entschließt sich die Magd, ihrem Drang nach Freiheit zu folgen und den Wald zu verlassen. In Hellabrunn ist inzwischen der König gestorben und die Stadt in Aufruhr auf der Suche nach dem Nachkommen. Eine Oper voller Prophezeiungen und tiefsinniger Symbolik, in der idealistische Menschen mit einer erbarmungslos materialistischen Welt in Berührung kommen. 1897 als Melodram, 1910 als Oper uraufgeführt, ist Königskinder nach Hänsel und Gretel die zweite Märchenoper von Humperdinck.

TERMIN MT 21.11.24 19:00 

 

La Bohème 

Oper in vier Bildern von Giacomo Puccini 

Nach Szenen aus Henri Murgers Vie de Bohème Text von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica

Paris 1830: Marcello, Rodolfo, Colline und Schaunard widmen ihr Leben der Liebe zur Kunst und ihren künstlerischen Idealen – frei von gesellschaftlichen Konventionen und Normen, frei von falschen Werten. Warum sich von feinen Köstlichkeiten ernähren, wenn man auch von den eigenen Versen, von Poesie satt werden kann? Doch die Begegnung mit der kranken Mimì erinnert alle daran, wie nah der Tod ist. Wie in einem impressionistischen Gemälde skizziert Puccini in La Bohème, 1896 am Teatro Regio in Turin uraufgeführt, mit raffinierten Pinselstrichen eine kaleidoskopische Geschichte: Im Wechsel burlesker, sentimentaler und tiefempfundener emotionaler Momente entsteht eine unwiderstehliche Mixtur aus Komik und Tragik, aus Humor und Melancholie.

TERMIN MT 16.01.25 19:30 

 

Wie werde ich reich und glücklich? 

Kabarett-Revue 

Ein Kursus in zehn Abteilungen Musik von Mischa Spoliansky Buch von Felix Joachimson

Während der heitere Kibis von Geldnot geplagt wird, träumt die reiche Marie vom glücklichen Leben. Eines Tages finden der Arme und die Unglückliche die Broschüre „Wie werde ich reich und glücklich?“. Beide fühlen sich gleich angesprochen. Durch einige abenteuerliche Schicksalsfügungen werden sie zusammengebracht: Gemeinsam könnten sie das perfekte Duo verkörpern und ein erfülltes Leben führen. Doch gibt es überhaupt eine Zauberformel, einen treffsicheren Algorithmus, für das ultimative Glück? Wie werde ich reich und glücklich? – 1930 in der Komödie am Kurfürstendamm Berlin uraufgeführt – zeugt von dem Talent des russisch-britischen Komponisten Mischa Spoliansky, der sich auch als Autor von Kabarett- und Revue-Songs einen Namen machte.

TERMIN MT 06.03.25 19:30 

 

Jeanne D’Arc 

Tanzabend mit Chor und Schlagzeug

Der Glaube und die Gewissheit eines göttlichen Auftrags geben Jeanne D’Arc die Kraft für ihre Überzeugung zu kämpfen. Sie bezahlt schließlich mit dem Tod für ihren Mut, ihre Weitsicht, ihre Unerschrockenheit – ihr Anderssein. Lillian Stillwell begibt sich auf die Suche nach dieser visionären Kraft, aber auch der Angst, die aufkommt, wenn uns Menschen mit unerschütterlicher Weitsicht begegnen. Zwei unterschiedliche Klangwelten begleiten diese Erzählung: Beat Furrers Engima für gemischten Chor a capella mit Texten aus Leonardo da Vincis Prophezeiungen steht sinnbildlich für die Visionen. Im zweiten Teil stehen die Klänge des Schlagwerks im Zentrum. Die Werke verschiedener Komponist*innen bringen uns mit unseren innersten archaischen Gefühlen und Erfahrungen in Berührung – den Vibrationen, der Lautstärke, der Intensität können wir uns nicht entziehen.

Uraufführung

TERMIN T 03.04.25 19:30 

Memory 

Tanzproduktion in drei Teilen über das Erbe, das Bewahren – das Museum

Museen zeigen den Reichtum unseres Lebens. Sie sind Orte des Bewahrens, Forschens, der Teilhabe und des Austauschs. In ihnen begegnen wir Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und immer auch uns selbst. Drei Choreografien thematisieren das Museum auf sehr unterschiedliche Weise: Anouk van Dijk geht in The attachment Piece (AT) Begriffen wie Besitz, Befestigung und Geborgenheit nach. Sol Bilbao Lucuix erkundet in ihrer Kreation die Verbindung von verkörpertem Erbe und Museum. Mit Doris Humphreys Water Study (1928) betreten wir schließlich das Museum der Tanzgeschichte.

Uraufführung

TERMIN T 08.05.25 19:30 

 

 Il Giasone 

Dramma musicale in einem Prolog und drei Akten von Francesco Cavalli 

Libretto von Giacinto Andrea Cicognini

Obwohl das Werk heute selten aufgeführt wird, war Il Giasone eine der populärsten Opern des 17. Jahrhun - derts. 1649 in Venedig uraufgeführt, bezeugte die Oper den Übergang von der etablierten Commedia dell’arte zur neuen musikalischen Gattung der Oper. Die Geschichte erzählt von den Heiratsabsichten Jasons. Dieser wird von seiner heiligen Mission, das Goldene Vlies zurückzuholen, von immer neuen Liebesaffären abgelenkt. Apollo und Amor können nicht anders, als sich in seine Angelegenheiten einzumischen. Basierend auf der Argonautensage aus der griechischen Mytho - logie wird die Handlung mit komischen Wendungen und rasantem Rhythmus der Erzählung bereichert: Ein Mosaik aus kontrastierenden Episoden, bei denen Tragik und Komik im steten Wechsel sind.

TERMIN MT 05.06.25 19:30

 

Ein Sommernachtstraum

William Shakespeare

Vier junge Adlige fluchten in einen Zauberwald, um dort der Autorität ihrer Eltern entgehen und ihre Liebe freibestimmt entfalten zu können. Doch im Wald herrschen die Gesetze der Geister und Elfen, die die menschlichen Begehrlichkeiten zum Spielball der eigenen Eitelkeit und Willkür machen: Zaubertranke fliesen, Identitäten wechseln – und plötzlich stehen Welt und Wald Kopf. Shakespeares wohl berühmteste Komödie entfuhrt uns in die Seelentiefen einer Gruppe privilegierter Menschen, die zum Kern ihrer Selbst und ihrer authentischen Gefühle vorstoßen wollen. Gleichzeitig probt eine Gruppe von Handwerkern im Wald ein Theaterstuck, mit dem sie den König Athens zu dessen Hochzeit beeindrucken wollen – und bringen mit diesem Stuck Budenzauber das zauberwäldische Verhältnis von Sein und Schein, Wahrheit und Luge vollends aus dem Lot.

TERMIN S 10.07.25 19:30