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DON JUAN

Komödie von Patrick Marber nach Molière

Deutschsprachige Erstaufführung
  •  <br />© Oliver Berg

    © Oliver Berg
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»Er ist Mephisto im Maßanzug, ohne Übertreibung, er ist ein Terrorist!«

zum letzten Mal
Mi, 19. Juni 2019
19.30 Uhr · Kleines Haus · Preise D

Tickets 20,00 € | ​15,00 €

Molières Komödie DON JUAN wird äußerst selten gespielt. Jetzt hat der bekannte englische Dramatiker Patrick Marber den Stoff neu ­erzählt. Er katapultiert Molières Don Juan ins 21. Jahrhundert. Marbers Don Juan, genannt DJ, ist ein Monster, zynisch und sexbesessen, ein Narzisst, dem Frauen nur Mittel zur Triebbefriedigung sind.

Elvira und ihre ganze Familie sind verzweifelt, da seit drei Tagen ihr Ehemann DJ verschollen ist. Als Elviras Bruder DJ´s Freund Stani in einer Hotellobby findet, glaubt er sich am Ziel. Leider muss er ­erfahren, dass DJ nicht allein auf dem Hotelzimmer ist, denn drei Wochen Eheleben haben ihm gereicht. Elviras Versuche ihn zurückzugewinnen scheitern – ihre Familie schwört Rache. Doch auch das kann DJ nicht davon abhalten, noch am selben Abend erneut auf Beutefang zu gehen. In nur einer Nacht lässt er eine Hochzeit platzen, verführt die Braut und gibt sich als Arzt aus, um an eine andere Frau heranzukommen. Niemand kann verhindern, dass er auf grausame Weise mit den Gefühlen ­anderer Menschen spielt, bis schließlich etwas Unvorhergesehenes in sein Leben tritt.

»Ein kongeniales Update von Molière… Als Zuschauer ist man zugleich abgestoßen und gebannt, sympathisiert mit einem Egomanen, der der Verlogenheit vehement den Kampf ansagt«, schreibt der Londoner The Guardian im April 2017. Das Stück zeigen wir als Deutschsprachige Erstaufführung.

 

Aufführungsdauer ca. 120 Minuten, keine Pause

Info

Molières Komödie DON JUAN wird äußerst selten gespielt. Jetzt hat der bekannte englische Dramatiker Patrick Marber den Stoff neu ­erzählt. Er katapultiert Molières Don Juan ins 21. Jahrhundert. Marbers Don Juan, genannt DJ, ist ein Monster, zynisch und sexbesessen, ein Narzisst, dem Frauen nur Mittel zur Triebbefriedigung sind.

Elvira und ihre ganze Familie sind verzweifelt, da seit drei Tagen ihr Ehemann DJ verschollen ist. Als Elviras Bruder DJ´s Freund Stani in einer Hotellobby findet, glaubt er sich am Ziel. Leider muss er ­erfahren, dass DJ nicht allein auf dem Hotelzimmer ist, denn drei Wochen Eheleben haben ihm gereicht. Elviras Versuche ihn zurückzugewinnen scheitern – ihre Familie schwört Rache. Doch auch das kann DJ nicht davon abhalten, noch am selben Abend erneut auf Beutefang zu gehen. In nur einer Nacht lässt er eine Hochzeit platzen, verführt die Braut und gibt sich als Arzt aus, um an eine andere Frau heranzukommen. Niemand kann verhindern, dass er auf grausame Weise mit den Gefühlen ­anderer Menschen spielt, bis schließlich etwas Unvorhergesehenes in sein Leben tritt.

»Ein kongeniales Update von Molière… Als Zuschauer ist man zugleich abgestoßen und gebannt, sympathisiert mit einem Egomanen, der der Verlogenheit vehement den Kampf ansagt«, schreibt der Londoner The Guardian im April 2017. Das Stück zeigen wir als Deutschsprachige Erstaufführung.

 

Aufführungsdauer ca. 120 Minuten, keine Pause

Leitung

Inszenierung Michael Letmathe

Bühne & Kostüme Bernhard Niechotz

Sounddesign Fabian Kuss

Dramaturgie Barbara Bily


Besetzung

DJ Jonas Riemer

Stani Louis Nitsche

Elvira Sandra Schreiber

Karl Christian Bo Salle

Ludwig / Obdachloser Wilhelm Schlotterer

Lotte / Chantal Sandra Bezler

Pitt / Alois Ilja Harjes

Statue Paul Maximilian Schulze

Besetzung

Leitung

Inszenierung Michael Letmathe

Bühne & Kostüme Bernhard Niechotz

Sounddesign Fabian Kuss

Dramaturgie Barbara Bily


Besetzung

DJ Jonas Riemer

Stani Louis Nitsche

Elvira Sandra Schreiber

Karl Christian Bo Salle

Ludwig / Obdachloser Wilhelm Schlotterer

Lotte / Chantal Sandra Bezler

Pitt / Alois Ilja Harjes

Statue Paul Maximilian Schulze


Faszination des Grauens

Nicht nur die Libido der Titelfigur befindet sich im Zustand der Dauererregung. Michael Letmathe peitscht Szenenwechsel und Dialoge, kopulierende Körper und Techno-Rhythmen durch seine Inszenierung von „Don Juan“. […] Das Bissige steckt in der unverhüllten Sprache über Sexualität, der moralbefreiten Darstellung von Befriedigung. Eine provokante Ansage, die auch zum spottlustigen Molière gepasst hätte. Das ist nichts für Zartbesaitete. Der Text jagt jede Menge Synonyme für Sex über die Bühne. Trotzdem wirkt die Inszenierung nicht platt. Letmathes Regie spitzt die ironische Fülle von Perversionen zu. […] Das Geschehen wird dominiert von der Titelrolle und ihrer bestechenden Umsetzung durch Jonas Riemer. Er verkörpert eine Faszination des Grauens. […] Sein verführerischer Charme soll weniger überzeugen als amüsieren. Was überzeugt, sind die Zweifel an der Moral, der er sich unterwerfen soll. Riemer stellt sie unerwartet eindringlich, die Fragen nach hemmungslosen Priestern, nach korrupten Bankern, nach der Ich-Bezogenheit der digitalen Welt.

Anke Schwarze, Westfälischer Anzeiger, 27. Februar 2019

 

Slapstick und Moral

Regisseur Michael Letma­the und Ausstatter Bernhard Niechotz bringen in Münsters Kleinem Haus allerlei zusammen: Barockes unter der Discokugel, einen Steg, der Auftritte aus den Publikumsreihen erlaubt, Slapstick und Moralpredigt.

Molière und Marber haben ihrem Helden zwei starke Szenen gegeben: Wenn DJ einen Bettler zu nötigen versucht, seinen Gott (in diesem Fall: Allah) zu lästern, und den Widerstand des armen Mannes schließlich honoriert, erkennt er in ihm einen Geistesverwandten: Am Ende nämlich lässt sich DJ selbst lieber von Elviras mörderischer Verwandtschaft abschlachten, als sich ihren Forderungen zu unterwerfen.

Das Ensemble stürzt sich Hals über Kopf in das turbulente Regie-Konzept, neben den Genannten überzeugt vor allem Louis Nitsche in der dankbaren Diener-Rolle »Stani«: ein Leporello, der von seinem Herrn nicht lassen kann. Zwei Stunden am Stück dauert die Party. Großer Premierenapplaus.

Harald Suerland, Westfälische Nachrichten, 24. Februar 2019

 

Ein freigeistiger Don Juan

Gleich zum Auftakt wird das Publikum durch eine fünfminütige Überwältigungs-Dramaturgie von Regisseur Michael Letmathe in den Bann der Inszenierung gezogen. […] Jonas Riemer, der für die überzeugende Darstellung des Anti-Helden eine reife Jugendlichkeit mitbringt, schafft es sogar, dass dem extremen Tunichtgut gelegentlich Sympathien gelten müssen. Denn sein freigeistiger Don Juan stellt mit analytischer Schärfe  immerzu die Zeitgenossen in den Schatten […]

Alexander Reuter, Die Glocke, 25. Februar 2019

Presse

Faszination des Grauens

Nicht nur die Libido der Titelfigur befindet sich im Zustand der Dauererregung. Michael Letmathe peitscht Szenenwechsel und Dialoge, kopulierende Körper und Techno-Rhythmen durch seine Inszenierung von „Don Juan“. […] Das Bissige steckt in der unverhüllten Sprache über Sexualität, der moralbefreiten Darstellung von Befriedigung. Eine provokante Ansage, die auch zum spottlustigen Molière gepasst hätte. Das ist nichts für Zartbesaitete. Der Text jagt jede Menge Synonyme für Sex über die Bühne. Trotzdem wirkt die Inszenierung nicht platt. Letmathes Regie spitzt die ironische Fülle von Perversionen zu. […] Das Geschehen wird dominiert von der Titelrolle und ihrer bestechenden Umsetzung durch Jonas Riemer. Er verkörpert eine Faszination des Grauens. […] Sein verführerischer Charme soll weniger überzeugen als amüsieren. Was überzeugt, sind die Zweifel an der Moral, der er sich unterwerfen soll. Riemer stellt sie unerwartet eindringlich, die Fragen nach hemmungslosen Priestern, nach korrupten Bankern, nach der Ich-Bezogenheit der digitalen Welt.

Anke Schwarze, Westfälischer Anzeiger, 27. Februar 2019

 

Slapstick und Moral

Regisseur Michael Letma­the und Ausstatter Bernhard Niechotz bringen in Münsters Kleinem Haus allerlei zusammen: Barockes unter der Discokugel, einen Steg, der Auftritte aus den Publikumsreihen erlaubt, Slapstick und Moralpredigt.

Molière und Marber haben ihrem Helden zwei starke Szenen gegeben: Wenn DJ einen Bettler zu nötigen versucht, seinen Gott (in diesem Fall: Allah) zu lästern, und den Widerstand des armen Mannes schließlich honoriert, erkennt er in ihm einen Geistesverwandten: Am Ende nämlich lässt sich DJ selbst lieber von Elviras mörderischer Verwandtschaft abschlachten, als sich ihren Forderungen zu unterwerfen.

Das Ensemble stürzt sich Hals über Kopf in das turbulente Regie-Konzept, neben den Genannten überzeugt vor allem Louis Nitsche in der dankbaren Diener-Rolle »Stani«: ein Leporello, der von seinem Herrn nicht lassen kann. Zwei Stunden am Stück dauert die Party. Großer Premierenapplaus.

Harald Suerland, Westfälische Nachrichten, 24. Februar 2019

 

Ein freigeistiger Don Juan

Gleich zum Auftakt wird das Publikum durch eine fünfminütige Überwältigungs-Dramaturgie von Regisseur Michael Letmathe in den Bann der Inszenierung gezogen. […] Jonas Riemer, der für die überzeugende Darstellung des Anti-Helden eine reife Jugendlichkeit mitbringt, schafft es sogar, dass dem extremen Tunichtgut gelegentlich Sympathien gelten müssen. Denn sein freigeistiger Don Juan stellt mit analytischer Schärfe  immerzu die Zeitgenossen in den Schatten […]

Alexander Reuter, Die Glocke, 25. Februar 2019


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