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DIE WIEDERVEREINIGUNG DER BEIDEN KOREAS

Freie Bearbeitung nach dem Stück von Joël Pommerat

  • Ulrike Knobloch, Sandra Bezler, Gerhard Mohr, Ilja Harjes, Wilhelm Schlotterer, Carola von Seckendorff, Regine Andratschke, Andrea Spicher  <br />© Oliver Berg
    Ulrike Knobloch, Sandra Bezler, Gerhard Mohr, Ilja Harjes, Wilhelm Schlotterer, Carola von Seckendorff, Regine Andratschke, Andrea Spicher
    © Oliver Berg
  • Joachim Foerster, Andrea Spicher, Sandra Bezler, Ilja Harjes <br />© Oliver Berg
    Joachim Foerster, Andrea Spicher, Sandra Bezler, Ilja Harjes
    © Oliver Berg
  • Sandra Bezler, Ulrike Knobloch, Andrea Spicher <br />© Oliver Berg
    Sandra Bezler, Ulrike Knobloch, Andrea Spicher
    © Oliver Berg
  • Sandra Bezler, Gerhard Mohr, Regine Andratschke <br />© Oliver Berg
    Sandra Bezler, Gerhard Mohr, Regine Andratschke
    © Oliver Berg
  •  <br />© Oliver Berg

    © Oliver Berg
  • Joachim Foerster <br />© Oliver Berg
    Joachim Foerster
    © Oliver Berg
  • Ulrike Knobloch, Wilhelm Schlotterer <br />© Oliver Berg
    Ulrike Knobloch, Wilhelm Schlotterer
    © Oliver Berg
  • Andrea Spicher, Gerhard Mohr <br />© Oliver Berg
    Andrea Spicher, Gerhard Mohr
    © Oliver Berg
  •  <br />© Oliver Berg

    © Oliver Berg
  • Regine Andratschke, Joachim Foerster <br />© Oliver Berg
    Regine Andratschke, Joachim Foerster
    © Oliver Berg
  •  <br />© Oliver Berg

    © Oliver Berg
  • Andrea Spicher, Christian Bo Salle <br />© Oliver Berg
    Andrea Spicher, Christian Bo Salle
    © Oliver Berg

»Im Leben muss man das Glück in sich suchen und nicht bei den anderen. Und vor allem nicht in der Liebe …«

Premiere
Sa, 28. April 2018
19.30 Uhr · Großes Haus
Premierenabo Gr. Haus

Weitere Termine

Leider keine weiteren Termine geplant.

Liebe ist das größte Geschenk, das wir bekommen können auf dieser Welt. Erfüllte Liebe. Reicht es aus, zu lieben ohne geliebt zu werden? Wie geht ein Mann damit um, wenn er seiner dementen Ehefrau täglich erklären muss, wer er ist? Ist es ratsam, bei einer Hochzeit der Braut zu eröffnen, dass man seit Jahren in den Bräutigam verliebt ist?

Joël Pommerat hat verschiedene Liebesgeschichten geschrieben, in denen sich Männer und Frauen begegnen, bekämpfen, vertragen, trennen und wiedervereinigen. Wie eine Kamera zoomt Pommerat in verschiedenste Situationen, in denen kleine und große Liebesdramen im Mittelpunkt stehen. Es sind Alltagssituationen, die auf humorvolle Weise große poetische Kraft entfalten. Die meisten Episoden beruhen auf der Utopie der erfüllten Liebe und streben nach einem Happy-End, wie es die Wiedervereinigung der beiden Koreas wäre.

Der Autor und Regisseur Joël Pommerat begeistert seit über 20 Jahren die französischen Zuschauer. In Deutschland wird er gerade erst entdeckt. In der Spielzeit 2016/17 zeigte das Theater Münster bereits LA RÉVOLUTION, das Stück der Stunde über den Ursprung der Demokratie in Europa.

 

Aufführungsdauer ca. 150 Minuten, eine Pause

Info

Liebe ist das größte Geschenk, das wir bekommen können auf dieser Welt. Erfüllte Liebe. Reicht es aus, zu lieben ohne geliebt zu werden? Wie geht ein Mann damit um, wenn er seiner dementen Ehefrau täglich erklären muss, wer er ist? Ist es ratsam, bei einer Hochzeit der Braut zu eröffnen, dass man seit Jahren in den Bräutigam verliebt ist?

Joël Pommerat hat verschiedene Liebesgeschichten geschrieben, in denen sich Männer und Frauen begegnen, bekämpfen, vertragen, trennen und wiedervereinigen. Wie eine Kamera zoomt Pommerat in verschiedenste Situationen, in denen kleine und große Liebesdramen im Mittelpunkt stehen. Es sind Alltagssituationen, die auf humorvolle Weise große poetische Kraft entfalten. Die meisten Episoden beruhen auf der Utopie der erfüllten Liebe und streben nach einem Happy-End, wie es die Wiedervereinigung der beiden Koreas wäre.

Der Autor und Regisseur Joël Pommerat begeistert seit über 20 Jahren die französischen Zuschauer. In Deutschland wird er gerade erst entdeckt. In der Spielzeit 2016/17 zeigte das Theater Münster bereits LA RÉVOLUTION, das Stück der Stunde über den Ursprung der Demokratie in Europa.

 

Aufführungsdauer ca. 150 Minuten, eine Pause

Großes Vergnügen

Pommerats Szenen sind in der Mehrzahl kalkuliert und damit zynisch. Aber zugleich sind sie Werke eines absoluten Theaterprofis, der genau weiß, wie er Schauspielerinnen und Schauspielern zu großen Auftritten verhelfen kann. Und genau das macht sich Anne Bader zu Nutze. Ihre ganz und gar unzynische Inszenierung eröffnet ihrem Ensemble sogar noch einen größeren Spielraum. Die clowneske Melancholie der Szenen des Abends setzt eine ungeheuere Spielfreude frei.

Es ist ein Vergnügen der von Sandra Bezler gespielten Braut, die erfahren muss, dass ihr Zukünftiger mit all ihren vier Schwestern geflirtet hat, zuzusehen, wie sie ihre Hochzeitstorte nach und nach zerstört. Mit jedem Stück, das sie nimmt und doch nicht zu Ende isst, befreit sie sich etwas mehr aus ihrer misslichen Lage. Nicht sie ist lächerlich, sondern die Konventionen, denen sie sich bisher unterworfen hatte. Liebe mag eine Täuschung sein, wie es der Arzt behauptet, der eine behinderte Frau dazu bringen will, ihr Kind abzutreiben. Doch gerade diese von Andrea Spicher grandios verkörperte junge Frau gibt einem Hoffnung. Ihr durch nichts zu brechender Glaube an eine alle Widrigkeiten überwindende Liebe ist ansteckend.

Sascha Westphal, nachtkritik.de, 28. April 2018

 

Ensembletheater auf hohem Niveau

Anne Bader hat fünfzehn Sequenzen ausgewählt und auf die Bühne des Theaters Münster gestellt. Sylvia Rieger baut ihr dafür einen funktionalen Mehrzweckraum. […]

Und vor dem Hintergrund des gewählten Raums ist es ein guter Griff Baders, die Episode »Hochzeit« als Klammer zu wählen für ihre Inszenierung: ein Bräutigam wird am Hochzeitstag »überführt«, mit allen Schwestern seiner Braut - und deren Zahl ist nicht unerheblich - etwas »am Laufen« gehabt zu haben. Die Hochzeit platzt selbstverständlich und der düpierte Bräutigam übernimmt fortan die Conference des Abends. Ilja Harjes macht das charmant, wortlos, gestenreich und mittels musikalischer Einlagen. Und die fügen sich nahtlos ein ins Regiekonzept: es ist pure Lust anzusehen, wie das Ensemble zu »Tainted Love« über die Bühne rockt.

Bader hat ein striktes Auge darauf, dass Komik nie in Klamauk umschlägt, weiß Ironie fein zu deuten und auch mal richtig »die Sau rauszulassen«. Sie hat ein Händchen für Zwischentöne und kann sich vor allem in jeder Minute auf ihre Schauspieler verlassen. Die müssen an diesem Abend in zig verschiedene Rollen schlüpfen. Alle dokumentieren Ensembletheater auf hohem Niveau und haben dennoch viel Raum für individuelle Profilierung.

Den perfekten Schlusspunkt setzen Christian Bo Salle und Andrea Spicher. Eine geistig und körperlich behinderte junge Frau ist schwanger. Und das zum wiederholten Mal. Auch jetzt will ihr Betreuer sie zur Abtreibung zwingen. Doch für sie ist es jetzt Liebe. Sie will das Kind behalten und setzt sich durch. Salle und Spicher sind grandiose Antipoden.

Thomas Hilgemeier, theaterpur.net, 3. Mai 2018

Presse

Großes Vergnügen

Pommerats Szenen sind in der Mehrzahl kalkuliert und damit zynisch. Aber zugleich sind sie Werke eines absoluten Theaterprofis, der genau weiß, wie er Schauspielerinnen und Schauspielern zu großen Auftritten verhelfen kann. Und genau das macht sich Anne Bader zu Nutze. Ihre ganz und gar unzynische Inszenierung eröffnet ihrem Ensemble sogar noch einen größeren Spielraum. Die clowneske Melancholie der Szenen des Abends setzt eine ungeheuere Spielfreude frei.

Es ist ein Vergnügen der von Sandra Bezler gespielten Braut, die erfahren muss, dass ihr Zukünftiger mit all ihren vier Schwestern geflirtet hat, zuzusehen, wie sie ihre Hochzeitstorte nach und nach zerstört. Mit jedem Stück, das sie nimmt und doch nicht zu Ende isst, befreit sie sich etwas mehr aus ihrer misslichen Lage. Nicht sie ist lächerlich, sondern die Konventionen, denen sie sich bisher unterworfen hatte. Liebe mag eine Täuschung sein, wie es der Arzt behauptet, der eine behinderte Frau dazu bringen will, ihr Kind abzutreiben. Doch gerade diese von Andrea Spicher grandios verkörperte junge Frau gibt einem Hoffnung. Ihr durch nichts zu brechender Glaube an eine alle Widrigkeiten überwindende Liebe ist ansteckend.

Sascha Westphal, nachtkritik.de, 28. April 2018

 

Ensembletheater auf hohem Niveau

Anne Bader hat fünfzehn Sequenzen ausgewählt und auf die Bühne des Theaters Münster gestellt. Sylvia Rieger baut ihr dafür einen funktionalen Mehrzweckraum. […]

Und vor dem Hintergrund des gewählten Raums ist es ein guter Griff Baders, die Episode »Hochzeit« als Klammer zu wählen für ihre Inszenierung: ein Bräutigam wird am Hochzeitstag »überführt«, mit allen Schwestern seiner Braut - und deren Zahl ist nicht unerheblich - etwas »am Laufen« gehabt zu haben. Die Hochzeit platzt selbstverständlich und der düpierte Bräutigam übernimmt fortan die Conference des Abends. Ilja Harjes macht das charmant, wortlos, gestenreich und mittels musikalischer Einlagen. Und die fügen sich nahtlos ein ins Regiekonzept: es ist pure Lust anzusehen, wie das Ensemble zu »Tainted Love« über die Bühne rockt.

Bader hat ein striktes Auge darauf, dass Komik nie in Klamauk umschlägt, weiß Ironie fein zu deuten und auch mal richtig »die Sau rauszulassen«. Sie hat ein Händchen für Zwischentöne und kann sich vor allem in jeder Minute auf ihre Schauspieler verlassen. Die müssen an diesem Abend in zig verschiedene Rollen schlüpfen. Alle dokumentieren Ensembletheater auf hohem Niveau und haben dennoch viel Raum für individuelle Profilierung.

Den perfekten Schlusspunkt setzen Christian Bo Salle und Andrea Spicher. Eine geistig und körperlich behinderte junge Frau ist schwanger. Und das zum wiederholten Mal. Auch jetzt will ihr Betreuer sie zur Abtreibung zwingen. Doch für sie ist es jetzt Liebe. Sie will das Kind behalten und setzt sich durch. Salle und Spicher sind grandiose Antipoden.

Thomas Hilgemeier, theaterpur.net, 3. Mai 2018


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Premiere
Sa, 28. April 2018
19.30 Uhr · Großes Haus
Premierenabo Gr. Haus

Leider keine weiteren Termine geplant.

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