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DIE VERKAUFTE BRAUT

Komische Oper von Bedřich Smetana

  • Sara Rossi Daldoss, Chor — © Oliver Berg
    Sara Rossi Daldoss, Chor
    © Oliver Berg
  • Daniel Ohlmann, Sara Rossi Daldoss, Chor — © Oliver Berg
    Daniel Ohlmann, Sara Rossi Daldoss, Chor
    © Oliver Berg
  • Suzanne McLeod, Sara Rossi Daldoss, Daniel Ohlmann — © Oliver Berg
    Suzanne McLeod, Sara Rossi Daldoss, Daniel Ohlmann
    © Oliver Berg
  • Plamen Hidjov, Gregor Dalal, Sara Rossi Daldoss — © Oliver Berg
    Plamen Hidjov, Gregor Dalal, Sara Rossi Daldoss
    © Oliver Berg
  • Chor (mit Chordirektorin Inna Batyuk), Statisterie — © Oliver Berg
    Chor (mit Chordirektorin Inna Batyuk), Statisterie
    © Oliver Berg
  • Sara Rossi Daldoss, Boris Leisenheimer, Eva Bauchmüller — © Oliver Berg
    Sara Rossi Daldoss, Boris Leisenheimer, Eva Bauchmüller
    © Oliver Berg
  • Boris Leisenheimer, Sara Rossi Daldoss — © Oliver Berg
    Boris Leisenheimer, Sara Rossi Daldoss
    © Oliver Berg
  • Daniel Ohlmann, Lisa Wedekind, Gregor Dalal, Chor — © Oliver Berg
    Daniel Ohlmann, Lisa Wedekind, Gregor Dalal, Chor
    © Oliver Berg
  • Boris Leisenheimer, Suzanne McLeod — © Oliver Berg
    Boris Leisenheimer, Suzanne McLeod
    © Oliver Berg
  • Eva Bauchmüller, Boris Leisenheimer — © Oliver Berg
    Eva Bauchmüller, Boris Leisenheimer
    © Oliver Berg
  • Suzanne McLeod, Sara Rossi Daldoss — © Oliver Berg
    Suzanne McLeod, Sara Rossi Daldoss
    © Oliver Berg
  • Daniel Ohlmann, Sara Rossi Daldoss, Gregor Dalal, im Hintergrund: Lisa Wedekind, Plamen Hidjov, Chor — © Oliver Berg
    Daniel Ohlmann, Sara Rossi Daldoss, Gregor Dalal, im Hintergrund: Lisa Wedekind, Plamen Hidjov, Chor
    © Oliver Berg
  • Suzanne McLeod, Gregor Dalal, Chor — © Oliver Berg
    Suzanne McLeod, Gregor Dalal, Chor
    © Oliver Berg

Dorfeigentümlichkeiten zwischen Liebe, Geld, Geschwätz und anderen Welten in der Nussschale

Weitere Termine

Leider keine weiteren Termine geplant.

Marie, Kind der Eheleute Krušina, und der zugereiste Knecht Hans sind ineinander verliebt. Doch der Bauer hat seine Tochter dem Sohn des reichen Gutsbesitzers Micha versprochen. Dieser hat nun aber zwei Söhne. Der Ältere stammt aus einer ersten Ehe, wurde von der neuen Ehefrau Háta aus dem Haus geekelt, und gilt seither als verschollen. Der jüngere, schüchterne, mit einem Sprachfehler behaftete Wenzel soll nun Maries Ehemann werden. Zu diesem Zweck wird der geübte und erprobte Heiratsvermittler für ländliche Bräute Herr Kecal – zu Deutsch: Schwätzer – engagiert. Bevor nun zum guten Schluss Marie doch noch ihren Hans bekommt, wird die Geschichte durch vielerlei Turbulenzen erschüttert: So mündet Hansens trickreiche Wendigkeit zwischenzeitlich in den Verkauf seiner Braut und Wenzels kindliches Gemüt erfährt durch einen Wanderzirkus völlig neue Gefühlswelten.

Smetanas am 30. Mai 1866 in Prag uraufgeführte VERKAUFTE BRAUT zeigt in fein ironisierender Manier den von Habgier, Eitelkeit und Egoismus beherrschten Mikrokosmos einer scheinbaren Kleinbürger-Idylle. Liebe und Geld heißen die großen Antagonisten, die bittersüße Erfahrungen und durchaus Abgründiges zutage fördern. Smetanas temperamentvolle, rhythmisch zündende Musik schafft ein überaus reiches Beziehungsgeflecht. Ihre Schönheit, ihre Farben und ergreifenden Momente begleiten das Geschehen furios.

Aufführungsdauer ca. 170 Minuten, eine Pause

Info

Marie, Kind der Eheleute Krušina, und der zugereiste Knecht Hans sind ineinander verliebt. Doch der Bauer hat seine Tochter dem Sohn des reichen Gutsbesitzers Micha versprochen. Dieser hat nun aber zwei Söhne. Der Ältere stammt aus einer ersten Ehe, wurde von der neuen Ehefrau Háta aus dem Haus geekelt, und gilt seither als verschollen. Der jüngere, schüchterne, mit einem Sprachfehler behaftete Wenzel soll nun Maries Ehemann werden. Zu diesem Zweck wird der geübte und erprobte Heiratsvermittler für ländliche Bräute Herr Kecal – zu Deutsch: Schwätzer – engagiert. Bevor nun zum guten Schluss Marie doch noch ihren Hans bekommt, wird die Geschichte durch vielerlei Turbulenzen erschüttert: So mündet Hansens trickreiche Wendigkeit zwischenzeitlich in den Verkauf seiner Braut und Wenzels kindliches Gemüt erfährt durch einen Wanderzirkus völlig neue Gefühlswelten.

Smetanas am 30. Mai 1866 in Prag uraufgeführte VERKAUFTE BRAUT zeigt in fein ironisierender Manier den von Habgier, Eitelkeit und Egoismus beherrschten Mikrokosmos einer scheinbaren Kleinbürger-Idylle. Liebe und Geld heißen die großen Antagonisten, die bittersüße Erfahrungen und durchaus Abgründiges zutage fördern. Smetanas temperamentvolle, rhythmisch zündende Musik schafft ein überaus reiches Beziehungsgeflecht. Ihre Schönheit, ihre Farben und ergreifenden Momente begleiten das Geschehen furios.

Aufführungsdauer ca. 170 Minuten, eine Pause

Leitung

Musikalische Leitung Stefan Veselka

Inszenierung Yona Kim

Bühnenbild Kristopher Kempf / Hugo Holger Schneider

Kostüme Hugo Holger Schneider

Choreinstudierung Inna Batyuk

Dramaturgie Margrit Poremba (†)


Besetzung

Krušina, Bauer Plamen Hidjov

Ludmila, Krušinas Frau Lisa Wedekind

Marie, Krušinas Tochter Sara Rossi Daldoss

Micha, Grundbesitzer Lukas Schmid

Háta, Michas Frau Suzanne McLeod

Wenzel, Michas Sohn Boris Leisenheimer

Hans, Michas Sohn aus erster Ehe Daniel Ohlmann

Kecal, Heiratsvermittler Gregor Dalal

Springer Christian-Kai Sander

Esmeralda Eva Bauchmüller

Muff Lars Hübel

Opernchor des Theater Münster

Extrachor des Theaters Münster

Sinfonieorchester Münster

Besetzung

Leitung

Musikalische Leitung Stefan Veselka

Inszenierung Yona Kim

Bühnenbild Kristopher Kempf / Hugo Holger Schneider

Kostüme Hugo Holger Schneider

Choreinstudierung Inna Batyuk

Dramaturgie Margrit Poremba (†)


Besetzung

Krušina, Bauer Plamen Hidjov

Ludmila, Krušinas Frau Lisa Wedekind

Marie, Krušinas Tochter Sara Rossi Daldoss

Micha, Grundbesitzer Lukas Schmid

Háta, Michas Frau Suzanne McLeod

Wenzel, Michas Sohn Boris Leisenheimer

Hans, Michas Sohn aus erster Ehe Daniel Ohlmann

Kecal, Heiratsvermittler Gregor Dalal

Springer Christian-Kai Sander

Esmeralda Eva Bauchmüller

Muff Lars Hübel

Opernchor des Theater Münster

Extrachor des Theaters Münster

Sinfonieorchester Münster


Mit einem umsichtigen Stefan Veselka am Pult vermittelt das Ensemble mit dem Strahlen der Stimmen samt vitalen Chor und Extrachor sowie gut aufgestelltem Orchester diese unübertreffliche kreative Mischung von musikalischem Humor und Volksliedcharakter, von harmonischer Begegnung zwischen Gesang und zündenden Volkstänzen. Stimmlich ragt Gregor Dalal als Heiratsvermittler mit seinem mächtigen Bass heraus. Sara Rossi Daldoss verkörpert die Rolle der Marie mit keckem Spiel und berührendem Sopran, während Daniel Ohlmann den Hans selbstbewusst präsentiert.

Hans Rochol, Die Glocke, 3. November 2014

 

Drum prüfe, wer sich ewig binde. Dieser berühmte Hochzeitsspruch fasst die Kernaussage von Smetanas Oper "Die verkaufte Braut" bestens zusammen. Am Theater Münster hat Regisseurin Yona Kim in ihrer modernen Interpretation genau diesen Gedanken gut eingefangen und misstraut nicht ganz zu Unrecht der oberflächlichen Heiterkeit und Volkstümlichkeit des Werkes. Schon während des Sechzehntel-Gewitters der Ouvertüre wankt, albert und trinkt eine Festgesellschaft um den Orchestergraben herum. Hugo Holger Schneider hat ihnen eine geradezu verbotene Mischung aus Trachten und moderner Mode gegeben, wo nichts zusammenpasst. Das passt auf das Werk wie die Faust aufs Auge.

[...] Langeweile kommt wie so oft in letzter Zeit am Theater Münster nicht auf. Auch der erste Kapellmeister Stefan Veselka steuert viel Unterhaltungswert und zuweilen rasante Tempi bei, die das Sinfonieorchester mit Bravour umsetzt. [...] Das große Liebespaar der Aufführung hat stimmliche Gemeinsamkeiten. Sara Rossi Daldoss und Gasttenor Daniel Ohlmann schmachten sich herrlich an und verfügen über eine wunderschöne Mittellage und noch dazu über beachtliche szenische Präsenz. [...] Ganz stark ist Boris Leisenheimer als Wenzel – ein Spieltenor mit schönem Timbre, zu dem sehr gut der Sopran Eva Bauchmüllers als Esmeralda passt. Die Krone des Abends gebührt aber Gregor Dalal, der den schmierigen Heiratsvermittler Kecal in westfälischer Beamtenmanier auf die Bühne bringt. Zum Schießen komisch seine Darbietung und sein raumgreifender wie auch agiler Bassbariton passt perfekt zur Rolle. Der Rest der Besetzung ist gute Wertarbeit des Ensembles: Man freut sich richtig, die bekannten Stimmen von Lukas Schmid, Lisa Wedekind, Plamen Hidjov und Christian Kai Sander wiederzuhören.

Christoph Broermann, opernnetz.de, 3. November 2014



Schön ist sie gewiss nicht, die städtische Mehrzweckhalle mit ihrem Betoncharme und dem Fernblick auf die Kirchen und Prinzipalmarkthäuser. Aber praktisch, um darin eine Goldhochzeit zu feiern, Komödianten zu bestaunen oder sich auf ein Bier zu treffen. Und als Bühnenbild für „Die verkaufte Braut“ sehr nützlich, weil sich Garderobe und Waschräume von links und rechts hereinschieben lassen.

Kristopher Kempf und Hugo Holger Schneider haben diese Ausstattung sowie die passenden Kostüme geschaffen, um Smetanas Oper ins Heute zu holen, zugleich aber dem Folklorismus in den Chor-Kleidern Raum zu lassen. Eine Vorgabe, die Regisseurin Yona Kim gerade dann überzeugend nutzt, wenn sie intime Szenen auf der Bühne stattfinden lässt. Und von denen gibt es reichlich in dem Stück um Marie, die von ihrem Geliebten Hans scheinbar als Braut verschachert wird – was sich zum guten Schluss natürlich als Trick herausstellt. [...]

Der gute Komponist reißt vieles raus. Und Smetana ist gut genug, um den verehrten Mozart durch die Hintertür wieder hereinzuholen. Das zeigt sich besonders im dritten Akt, wenn Regisseurin Yona Kim die Bären-Alberei um den stotternden Halbbruder Wenzel reduziert, dafür aber beim grandios komponierten Sextett „Überleg dir’s, Marie“ jene Stimmung der Rat- und Fassungslosigkeit bei den Figuren herstellt, die ja eine von Mozarts großen Qualitäten ist. Auch Maries anschließende Arie, von Sara Rossi Daldoss geradezu innig gestaltet, lässt im Dunkel der Bühne die Gefühlstiefe des Mädchens erkennen [...].

Dirigent Stefan Veselka beweist einen Blick für die großen Entwicklungen, die die Musik in den Ensembles vollzieht, etwa wenn im zweiten Akt der Dialog zwischen Hans und dem Heiratsvermittler Kecal ganz allmählich auf das Dukatenthema zusteuert. Münsters Sinfonieorchester lässt die Klänge so üppig blühen und die Holzbläser so hingebungsvoll schmachten, dass die Sänger sich ordentlich ins Zeug legen müssen. Kein Problem für die Pracht-Chöre, die ihre Leiterin Inna Batyuk gleich mit auf der Bühne haben. Und für die Solisten wurde mal wieder ein hilfreicher Steg diesseits des Orchestergrabens errichtet, auf dem etwa Daniel Ohlmann als Hans seine große Arie wirkungsvoll ausbreiten kann. Er unterscheidet sich mit dem dunkler getönten Tenor sehr klar von Boris Leisenheimer, der als prägnant tönender Wenzel am Ende seinen Schlips an den Halbbruder Hans vererbt: Alle sind versöhnt.

Bis auf Kecal natürlich, denn der geschäftstüchtige Heiratsvermittler scheitert ja. Aber damit kann Solist Gregor Dalal natürlich bestens leben, denn er trumpft in der Partie mit Bariton-Eleganz und mit Bass-Tiefe gleichermaßen auf.

Harald Suerland, Westfälische Nachrichten, 3. November 2014

Presse

Mit einem umsichtigen Stefan Veselka am Pult vermittelt das Ensemble mit dem Strahlen der Stimmen samt vitalen Chor und Extrachor sowie gut aufgestelltem Orchester diese unübertreffliche kreative Mischung von musikalischem Humor und Volksliedcharakter, von harmonischer Begegnung zwischen Gesang und zündenden Volkstänzen. Stimmlich ragt Gregor Dalal als Heiratsvermittler mit seinem mächtigen Bass heraus. Sara Rossi Daldoss verkörpert die Rolle der Marie mit keckem Spiel und berührendem Sopran, während Daniel Ohlmann den Hans selbstbewusst präsentiert.

Hans Rochol, Die Glocke, 3. November 2014

 

Drum prüfe, wer sich ewig binde. Dieser berühmte Hochzeitsspruch fasst die Kernaussage von Smetanas Oper "Die verkaufte Braut" bestens zusammen. Am Theater Münster hat Regisseurin Yona Kim in ihrer modernen Interpretation genau diesen Gedanken gut eingefangen und misstraut nicht ganz zu Unrecht der oberflächlichen Heiterkeit und Volkstümlichkeit des Werkes. Schon während des Sechzehntel-Gewitters der Ouvertüre wankt, albert und trinkt eine Festgesellschaft um den Orchestergraben herum. Hugo Holger Schneider hat ihnen eine geradezu verbotene Mischung aus Trachten und moderner Mode gegeben, wo nichts zusammenpasst. Das passt auf das Werk wie die Faust aufs Auge.

[...] Langeweile kommt wie so oft in letzter Zeit am Theater Münster nicht auf. Auch der erste Kapellmeister Stefan Veselka steuert viel Unterhaltungswert und zuweilen rasante Tempi bei, die das Sinfonieorchester mit Bravour umsetzt. [...] Das große Liebespaar der Aufführung hat stimmliche Gemeinsamkeiten. Sara Rossi Daldoss und Gasttenor Daniel Ohlmann schmachten sich herrlich an und verfügen über eine wunderschöne Mittellage und noch dazu über beachtliche szenische Präsenz. [...] Ganz stark ist Boris Leisenheimer als Wenzel – ein Spieltenor mit schönem Timbre, zu dem sehr gut der Sopran Eva Bauchmüllers als Esmeralda passt. Die Krone des Abends gebührt aber Gregor Dalal, der den schmierigen Heiratsvermittler Kecal in westfälischer Beamtenmanier auf die Bühne bringt. Zum Schießen komisch seine Darbietung und sein raumgreifender wie auch agiler Bassbariton passt perfekt zur Rolle. Der Rest der Besetzung ist gute Wertarbeit des Ensembles: Man freut sich richtig, die bekannten Stimmen von Lukas Schmid, Lisa Wedekind, Plamen Hidjov und Christian Kai Sander wiederzuhören.

Christoph Broermann, opernnetz.de, 3. November 2014



Schön ist sie gewiss nicht, die städtische Mehrzweckhalle mit ihrem Betoncharme und dem Fernblick auf die Kirchen und Prinzipalmarkthäuser. Aber praktisch, um darin eine Goldhochzeit zu feiern, Komödianten zu bestaunen oder sich auf ein Bier zu treffen. Und als Bühnenbild für „Die verkaufte Braut“ sehr nützlich, weil sich Garderobe und Waschräume von links und rechts hereinschieben lassen.

Kristopher Kempf und Hugo Holger Schneider haben diese Ausstattung sowie die passenden Kostüme geschaffen, um Smetanas Oper ins Heute zu holen, zugleich aber dem Folklorismus in den Chor-Kleidern Raum zu lassen. Eine Vorgabe, die Regisseurin Yona Kim gerade dann überzeugend nutzt, wenn sie intime Szenen auf der Bühne stattfinden lässt. Und von denen gibt es reichlich in dem Stück um Marie, die von ihrem Geliebten Hans scheinbar als Braut verschachert wird – was sich zum guten Schluss natürlich als Trick herausstellt. [...]

Der gute Komponist reißt vieles raus. Und Smetana ist gut genug, um den verehrten Mozart durch die Hintertür wieder hereinzuholen. Das zeigt sich besonders im dritten Akt, wenn Regisseurin Yona Kim die Bären-Alberei um den stotternden Halbbruder Wenzel reduziert, dafür aber beim grandios komponierten Sextett „Überleg dir’s, Marie“ jene Stimmung der Rat- und Fassungslosigkeit bei den Figuren herstellt, die ja eine von Mozarts großen Qualitäten ist. Auch Maries anschließende Arie, von Sara Rossi Daldoss geradezu innig gestaltet, lässt im Dunkel der Bühne die Gefühlstiefe des Mädchens erkennen [...].

Dirigent Stefan Veselka beweist einen Blick für die großen Entwicklungen, die die Musik in den Ensembles vollzieht, etwa wenn im zweiten Akt der Dialog zwischen Hans und dem Heiratsvermittler Kecal ganz allmählich auf das Dukatenthema zusteuert. Münsters Sinfonieorchester lässt die Klänge so üppig blühen und die Holzbläser so hingebungsvoll schmachten, dass die Sänger sich ordentlich ins Zeug legen müssen. Kein Problem für die Pracht-Chöre, die ihre Leiterin Inna Batyuk gleich mit auf der Bühne haben. Und für die Solisten wurde mal wieder ein hilfreicher Steg diesseits des Orchestergrabens errichtet, auf dem etwa Daniel Ohlmann als Hans seine große Arie wirkungsvoll ausbreiten kann. Er unterscheidet sich mit dem dunkler getönten Tenor sehr klar von Boris Leisenheimer, der als prägnant tönender Wenzel am Ende seinen Schlips an den Halbbruder Hans vererbt: Alle sind versöhnt.

Bis auf Kecal natürlich, denn der geschäftstüchtige Heiratsvermittler scheitert ja. Aber damit kann Solist Gregor Dalal natürlich bestens leben, denn er trumpft in der Partie mit Bariton-Eleganz und mit Bass-Tiefe gleichermaßen auf.

Harald Suerland, Westfälische Nachrichten, 3. November 2014


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