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DESCENT

Tanzabend von Thomas Noone

  • Keelan Whitmore, Maria Bayarri Pérez, Agnès Girard — © Oliver Berg
    Keelan Whitmore, Maria Bayarri Pérez, Agnès Girard
    © Oliver Berg
  • Jason Franklin, Ako Nakanome, Adam Dembczynski — © Oliver Berg
    Jason Franklin, Ako Nakanome, Adam Dembczynski
    © Oliver Berg
  • Erik Constantin, Maria Bayarri Pérez — © Oliver Berg
    Erik Constantin, Maria Bayarri Pérez
    © Oliver Berg
  • Anna Caviezel, Maria Bayarri Pérez, Jason Franklin — © Oliver Berg
    Anna Caviezel, Maria Bayarri Pérez, Jason Franklin
    © Oliver Berg
  • Ensemble — © Oliver Berg
    Ensemble
    © Oliver Berg
  • Erik Constantin, Agnès Girard — © Oliver Berg
    Erik Constantin, Agnès Girard
    © Oliver Berg
  • Anna Caviezel, Jason Franklin, Priscilla Fiuza, Adam Dembczynski, Vladimir de Freitas Rosa, Tommaso Balbo — © Oliver Berg
    Anna Caviezel, Jason Franklin, Priscilla Fiuza, Adam Dembczynski, Vladimir de Freitas Rosa, Tommaso Balbo
    © Oliver Berg
  • Ako Nakanome, Erik Constantin, Agnès Girard, Elizabeth Towles — © Oliver Berg
    Ako Nakanome, Erik Constantin, Agnès Girard, Elizabeth Towles
    © Oliver Berg
  • Keelan Whitmore, Erik Constantin — © Oliver Berg
    Keelan Whitmore, Erik Constantin
    © Oliver Berg
  • Maria Bayarri Pérez, Ensemble — © Oliver Berg
    Maria Bayarri Pérez, Ensemble
    © Oliver Berg

Zu neuem Erdenleben wird sie erblühen, sobald du sie über die Schwelle des Totenreiches geleitet haben wirst. Doch wisse: Sie ist dir auf immer verloren, blickst du dich schon vorher auch nur ein einziges Mal nach ihr um.

Weitere Termine

Leider keine weiteren Termine geplant.

In dieser Spielzeit wird der britische Choreograf Thomas Noone gemeinsam mit dem Ensemble des TanzTheaterMünster eine neue Kreation erarbeiten, die auf dem Mythos von ORPHEUS UND EURYDIKE basiert. Eine wunderbare Gelegenheit für die Kompanie, einen weiteren choreografischen Stil kennenzulernen und dem Münsteraner Publikum die Vielfalt des zeitgenössischen Tanzes zu präsentieren.

In DESCENT interpretiert Thomas Noone die Geschichte von Orpheus’ Reise in die Unterwelt und dessen Scheitern bei dem Versuch, seine geliebte Frau Eurydike zurück ins Reich der Lebenden zu holen. Was bedeutet Liebe für uns? Und inwieweit sind wir bereit, uns in eine Beziehung einzubringen ohne uns dabei zu verlieren?

Thomas Noone leitet seit 13 Jahren seine eigene, in Barcelona ansässige Kompanie, TND. Seine Choreografien zeichnen sich durch eine dynamisch-athletische Bewegungssprache aus, die technisch versierte und physisch ausdrucksstarke Tänzer und Tänzerinnen erfordert. Indem Thomas Noone den Körper als Medium künstlerischen Ausdrucks nutzt, gelingt es ihm, den Zuschauer emotional zu berühren

Aufführungsdauer ca. 65 Minuten, keine Pause

Info

In dieser Spielzeit wird der britische Choreograf Thomas Noone gemeinsam mit dem Ensemble des TanzTheaterMünster eine neue Kreation erarbeiten, die auf dem Mythos von ORPHEUS UND EURYDIKE basiert. Eine wunderbare Gelegenheit für die Kompanie, einen weiteren choreografischen Stil kennenzulernen und dem Münsteraner Publikum die Vielfalt des zeitgenössischen Tanzes zu präsentieren.

In DESCENT interpretiert Thomas Noone die Geschichte von Orpheus’ Reise in die Unterwelt und dessen Scheitern bei dem Versuch, seine geliebte Frau Eurydike zurück ins Reich der Lebenden zu holen. Was bedeutet Liebe für uns? Und inwieweit sind wir bereit, uns in eine Beziehung einzubringen ohne uns dabei zu verlieren?

Thomas Noone leitet seit 13 Jahren seine eigene, in Barcelona ansässige Kompanie, TND. Seine Choreografien zeichnen sich durch eine dynamisch-athletische Bewegungssprache aus, die technisch versierte und physisch ausdrucksstarke Tänzer und Tänzerinnen erfordert. Indem Thomas Noone den Körper als Medium künstlerischen Ausdrucks nutzt, gelingt es ihm, den Zuschauer emotional zu berühren

Aufführungsdauer ca. 65 Minuten, keine Pause

Leitung

Choreografie Thomas Noone

Bühnenbild Harald Sassen

Kostüme Thomas Noone

Musik Jim Pinchen

Choreografische Assistenz László Nyakas


Besetzung

Eurydike María Bayarri Pérez / Elizabeth D. Towles**

Orpheus Erik Constantin / Adam Dembczynski

Persephone Agnès Girard / Ako Nakanome

Hades Vladimir de Freitas Rosa / Keelan Whitmore

Tommaso Balbo

Anna Caviezel

Priscilla Fiuza

Jason Franklin

Elizabeth D. Towles**

Adam Dembczynski

Ako Nakanome

Vladimir de Freitas Rosa

Besetzung

Leitung

Choreografie Thomas Noone

Bühnenbild Harald Sassen

Kostüme Thomas Noone

Musik Jim Pinchen

Choreografische Assistenz László Nyakas


Besetzung

Eurydike María Bayarri Pérez / Elizabeth D. Towles**

Orpheus Erik Constantin / Adam Dembczynski

Persephone Agnès Girard / Ako Nakanome

Hades Vladimir de Freitas Rosa / Keelan Whitmore

Tommaso Balbo

Anna Caviezel

Priscilla Fiuza

Jason Franklin

Elizabeth D. Towles**

Adam Dembczynski

Ako Nakanome

Vladimir de Freitas Rosa


Nicht nur der Gott der Unterwelt ist am Ende ergriffen von der unbändigen Liebe des begnadeten Sängers Orpheus zu seiner Frau Eurydike. Auch das Premierenpublikum im Kleinen Haus des Theaters Münster ist hingerissen von Thomas Noones Tanzabend „Descent“ und überschüttet das Ensemble mit jubelndem Applaus.
Der wunderbaren Musik, die Jim Pinchen zu „Descent“ geschrieben hat, könnte man fast glauben, dass sie wie die Lieder von Orpheus Bäume zum Tanzen, Felsen zum Weinen bringen kann.

[...] Das alles ist im stimmigen Wechsel von Solo, Duett und Ensemble beglückender Tanz bis zum furiosen Finale, in dem Orpheus’ Rettungsversuch missglückt. Er dreht sich entgegen der Bedingung nach Eurydike um und verliert sie damit für immer. Ein mitleidender Hades vollzieht das unwiderrufliche Urteil und weist Orpheus aus dem Totenreich. In die Welt findet er aber nicht mehr zurück und wird schließlich in der einzigen narrativen Szene des Stücks tierisch umgebracht.

Die Bühne von Harald Sassen, die nur sehr sparsam im Hintergrund fünf archaische Tore zeigt, und die unauffällige Kleidung der Tänzer weisen deutlich darauf hin, dass „Descent“ zeitlos gemeint ist. Das Stück fragt nach der Liebe, wie tief man in sie und in welche Tiefen man für sie hinabsteigt. Dass es auch den Tod als Grenze befragt, verhindert jedes süßliche Romantisieren.
Das technisch hochklassige, ausdrucksstarke Ensemble zieht mit seinen kraftvollen, dynamischen Bewegungen das Publikum in den emotionalen Strom der Geschichte und erntet nach gut anderthalb Stunden langen, von Jubel, Bravos und Trampeln begleiteten Applaus.

Hanns Butterhof, Recklinghäuser Zeitung, 22. Dezember 2014

 

Mit weichen Bewegungen folgt die elegante, stolze Frau dem Mann, schubst seinen Körper sanft nach vorn, hält ihm gar die Augen zu. Wie ein Schatten klebt Persephone an Orpheus, als wüsste die Göttin der Unterwelt, wie leicht der Sänger an der großen Aufgabe scheitert, die Hades ihm stellte: Orpheus hat die Chance, das Schicksal zu überwinden. Aus dem Totenreich darf er seine geliebte Eurydike zurück ins Leben führen, nachdem ein Schlangenbiss sie ihm entrissen hat. Doch blickt sich der Mann nur ein Mal um, ist alles verloren. Und so gehen sie voran: Ihre Hand auf seiner Schulter, ihr Kopf an seinen Rücken gelehnt, vorbei an kantigen Säulen und Nischen dieses halbrund gestalteten, dunklen unterirdischen Tempels (Bühne: Harald Sassen). Persephone umgibt das Paar wie ein guter Geist, doch so sehr sie sich auch müht, Orpheus’ Schwäche ist stärker...

„Descent“, Abstieg, nennt der in Barcelona ansässige Brite Thomas Noone seine Choreografie, die er nach dem griechischen Mythos Orpheus und Eurydike für das Tanztheater Münster im Kleinen Haus kreiert hat. Ein narratives Werk, dessen Handlung sich auf wenige, entscheidende Momente verdichtet: Da sind der Blick zurück und ein sich anschließender Kampf zwischen Orpheus und Hades – virtuos getanzt von Erik Constantin und dem dämonisch wirkenden Keelan Whitmore – dann die Verachtung Persephones (überzeugend: Agnès Girard) für Orpheus’ Versagen und sein Tod.

[...] dem Ensemble [sieht man] gerne zu, in diesem atemberaubend-temporeichen, athletischen Tanz, der so gut zu Jim Pinchens facettenreicher Komposition passt, einem spannenden Mix aus klassischen Instrumenten und elektronischer Musik.

Hohe Beine, schnelle Drehungen und große Sprünge wechseln sich ab mit gefährlich-leisen Momenten, Ensembleszenen mit rasanten Soli. Dabei geht es weniger um die große Liebesgeschichte als um das Drama des Scheiterns emotional Getriebener. Eine schöne Tragödie.

Isabell Steinböck, Westfälische Nachrichten, 22. Dezember 2014



Die Choreografie ist unglaublich temporeich und abstrahiert die Geschichte stark, denn Noone erzählt nicht, er bringt Zustände auf die Bühne: Gefühle, die der Rausch davonreißt. Er definiert auch keine Rollen, sondern lässt aus der Gruppe einzelne Tänzer hervortreten, die die Gruppe wieder einsaugt.

Maria Bayarri Perez tanzt die Eurydike. Sie ist definiert über das Gefühl des Begehrtseins, sowohl Orpheus als auch Hades beanspruchen sie. Die Rolle muss unglaublich kräftezehrend sein, Perez ist fast immer auf der Bühne und muss das hohe Tempo über eine Stunde durchhalten. Ihre klare, moderne Ausstrahlung verleiht der Eurydike zusätzlich Distanz. Sie bewegt sich, aber hat sich in sich selbst zurückgezogen. Neben ihr wirkt Orpheus (Erik Constantin) jung, fast ein wenig fohlenhaft und ratlos.

Noone gibt den beiden einen beeindruckenden Gegenpol: Der lange, schmale, in seiner Würde anrührende Keelan Whitmore als Hades beansprucht Eurydike, weil sie für ihn eine Art energetischen Kanal darstellt zu Gefühlen von Liebe und Lebensgenuss. Die ebenfalls lange, schlanke und stets kühle Agnes Girard ist seine Persephone. Sie wünscht sich Orpheus, wie Hades die Eurydike will, aber sie hat auch Mitleid. Noone spielt unauffällig darauf an, dass in der griechischen Sage Eurydike und Persephone beide Verschleppte sind. Girard ist, wie in den vorhergehenden Produktionen, eine Erscheinung für sich. Ihre Persephone ist, ähnlich wie ihre Gräfin Geschwitz in „Lulu“, bei aller Kantigkeit streng und sehnsüchtig zugleich.

Die Gruppe holt sich das Quartett immer wieder zurück; so entstehen Szenen von starker Intensität. [...] Die elektronische Musik von Jim Pinchen, die speziell für „Descent“ entstanden ist, reißt mit: Man hört raue Klangflächen, metallisches Tropfen, jagende Streicherfiguren. Noone doppelt Bewegungen, teilt die Gruppe auf, um durch verschobene Einsätze noch mehr Wucht zu kreieren. „Descent“ ist spannend anzuschauen, auch weil man Paars Tänzer vorher wohl noch nicht so stark gesehen hat.

Edda Breski, Westfälischer Anzeiger, 22. Dezember 2014

Presse

Nicht nur der Gott der Unterwelt ist am Ende ergriffen von der unbändigen Liebe des begnadeten Sängers Orpheus zu seiner Frau Eurydike. Auch das Premierenpublikum im Kleinen Haus des Theaters Münster ist hingerissen von Thomas Noones Tanzabend „Descent“ und überschüttet das Ensemble mit jubelndem Applaus.
Der wunderbaren Musik, die Jim Pinchen zu „Descent“ geschrieben hat, könnte man fast glauben, dass sie wie die Lieder von Orpheus Bäume zum Tanzen, Felsen zum Weinen bringen kann.

[...] Das alles ist im stimmigen Wechsel von Solo, Duett und Ensemble beglückender Tanz bis zum furiosen Finale, in dem Orpheus’ Rettungsversuch missglückt. Er dreht sich entgegen der Bedingung nach Eurydike um und verliert sie damit für immer. Ein mitleidender Hades vollzieht das unwiderrufliche Urteil und weist Orpheus aus dem Totenreich. In die Welt findet er aber nicht mehr zurück und wird schließlich in der einzigen narrativen Szene des Stücks tierisch umgebracht.

Die Bühne von Harald Sassen, die nur sehr sparsam im Hintergrund fünf archaische Tore zeigt, und die unauffällige Kleidung der Tänzer weisen deutlich darauf hin, dass „Descent“ zeitlos gemeint ist. Das Stück fragt nach der Liebe, wie tief man in sie und in welche Tiefen man für sie hinabsteigt. Dass es auch den Tod als Grenze befragt, verhindert jedes süßliche Romantisieren.
Das technisch hochklassige, ausdrucksstarke Ensemble zieht mit seinen kraftvollen, dynamischen Bewegungen das Publikum in den emotionalen Strom der Geschichte und erntet nach gut anderthalb Stunden langen, von Jubel, Bravos und Trampeln begleiteten Applaus.

Hanns Butterhof, Recklinghäuser Zeitung, 22. Dezember 2014

 

Mit weichen Bewegungen folgt die elegante, stolze Frau dem Mann, schubst seinen Körper sanft nach vorn, hält ihm gar die Augen zu. Wie ein Schatten klebt Persephone an Orpheus, als wüsste die Göttin der Unterwelt, wie leicht der Sänger an der großen Aufgabe scheitert, die Hades ihm stellte: Orpheus hat die Chance, das Schicksal zu überwinden. Aus dem Totenreich darf er seine geliebte Eurydike zurück ins Leben führen, nachdem ein Schlangenbiss sie ihm entrissen hat. Doch blickt sich der Mann nur ein Mal um, ist alles verloren. Und so gehen sie voran: Ihre Hand auf seiner Schulter, ihr Kopf an seinen Rücken gelehnt, vorbei an kantigen Säulen und Nischen dieses halbrund gestalteten, dunklen unterirdischen Tempels (Bühne: Harald Sassen). Persephone umgibt das Paar wie ein guter Geist, doch so sehr sie sich auch müht, Orpheus’ Schwäche ist stärker...

„Descent“, Abstieg, nennt der in Barcelona ansässige Brite Thomas Noone seine Choreografie, die er nach dem griechischen Mythos Orpheus und Eurydike für das Tanztheater Münster im Kleinen Haus kreiert hat. Ein narratives Werk, dessen Handlung sich auf wenige, entscheidende Momente verdichtet: Da sind der Blick zurück und ein sich anschließender Kampf zwischen Orpheus und Hades – virtuos getanzt von Erik Constantin und dem dämonisch wirkenden Keelan Whitmore – dann die Verachtung Persephones (überzeugend: Agnès Girard) für Orpheus’ Versagen und sein Tod.

[...] dem Ensemble [sieht man] gerne zu, in diesem atemberaubend-temporeichen, athletischen Tanz, der so gut zu Jim Pinchens facettenreicher Komposition passt, einem spannenden Mix aus klassischen Instrumenten und elektronischer Musik.

Hohe Beine, schnelle Drehungen und große Sprünge wechseln sich ab mit gefährlich-leisen Momenten, Ensembleszenen mit rasanten Soli. Dabei geht es weniger um die große Liebesgeschichte als um das Drama des Scheiterns emotional Getriebener. Eine schöne Tragödie.

Isabell Steinböck, Westfälische Nachrichten, 22. Dezember 2014



Die Choreografie ist unglaublich temporeich und abstrahiert die Geschichte stark, denn Noone erzählt nicht, er bringt Zustände auf die Bühne: Gefühle, die der Rausch davonreißt. Er definiert auch keine Rollen, sondern lässt aus der Gruppe einzelne Tänzer hervortreten, die die Gruppe wieder einsaugt.

Maria Bayarri Perez tanzt die Eurydike. Sie ist definiert über das Gefühl des Begehrtseins, sowohl Orpheus als auch Hades beanspruchen sie. Die Rolle muss unglaublich kräftezehrend sein, Perez ist fast immer auf der Bühne und muss das hohe Tempo über eine Stunde durchhalten. Ihre klare, moderne Ausstrahlung verleiht der Eurydike zusätzlich Distanz. Sie bewegt sich, aber hat sich in sich selbst zurückgezogen. Neben ihr wirkt Orpheus (Erik Constantin) jung, fast ein wenig fohlenhaft und ratlos.

Noone gibt den beiden einen beeindruckenden Gegenpol: Der lange, schmale, in seiner Würde anrührende Keelan Whitmore als Hades beansprucht Eurydike, weil sie für ihn eine Art energetischen Kanal darstellt zu Gefühlen von Liebe und Lebensgenuss. Die ebenfalls lange, schlanke und stets kühle Agnes Girard ist seine Persephone. Sie wünscht sich Orpheus, wie Hades die Eurydike will, aber sie hat auch Mitleid. Noone spielt unauffällig darauf an, dass in der griechischen Sage Eurydike und Persephone beide Verschleppte sind. Girard ist, wie in den vorhergehenden Produktionen, eine Erscheinung für sich. Ihre Persephone ist, ähnlich wie ihre Gräfin Geschwitz in „Lulu“, bei aller Kantigkeit streng und sehnsüchtig zugleich.

Die Gruppe holt sich das Quartett immer wieder zurück; so entstehen Szenen von starker Intensität. [...] Die elektronische Musik von Jim Pinchen, die speziell für „Descent“ entstanden ist, reißt mit: Man hört raue Klangflächen, metallisches Tropfen, jagende Streicherfiguren. Noone doppelt Bewegungen, teilt die Gruppe auf, um durch verschobene Einsätze noch mehr Wucht zu kreieren. „Descent“ ist spannend anzuschauen, auch weil man Paars Tänzer vorher wohl noch nicht so stark gesehen hat.

Edda Breski, Westfälischer Anzeiger, 22. Dezember 2014


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