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DER UNTERGANG DES HAUSES USHER ­ (THE FALL OF THE HOUSE OF USHER)

Oper von Philip Glass nach der Erzählung von Edgar Allan Poe

In deutscher Sprache
  • Filippo Bettoschi, Marielle Murphy, Youn-Seong Shim — ©  Oliver Berg
    Filippo Bettoschi, Marielle Murphy, Youn-Seong Shim
    © Oliver Berg
  • Marielle Murphy, Statisterie — ©  Oliver Berg
    Marielle Murphy, Statisterie
    © Oliver Berg
  • Statist, Youn-Seong Shim — ©  Oliver Berg
    Statist, Youn-Seong Shim
    © Oliver Berg
  • Statistin, Pascal Herington — ©  Oliver Berg
    Statistin, Pascal Herington
    © Oliver Berg
  • Marielle Murphy, Statisterie — ©  Oliver Berg
    Marielle Murphy, Statisterie
    © Oliver Berg
  • Filippo Bettoschi, Youn-Seong Shim, Statisterie — ©  Oliver Berg
    Filippo Bettoschi, Youn-Seong Shim, Statisterie
    © Oliver Berg
  • Christoph Stegemann — ©  Oliver Berg
    Christoph Stegemann
    © Oliver Berg
  • Filippo Bettoschi — ©  Oliver Berg
    Filippo Bettoschi
    © Oliver Berg
  • Filippo Bettoschi, Pascal Herington, Youn-Seong Shim — ©  Oliver Berg
    Filippo Bettoschi, Pascal Herington, Youn-Seong Shim
    © Oliver Berg
  • Statisterie — ©  Oliver Berg
    Statisterie
    © Oliver Berg
  • Filippo Bettoschi, Youn-Seong Shim — ©  Oliver Berg
    Filippo Bettoschi, Youn-Seong Shim
    © Oliver Berg
  • Marielle Murphy, Filippo Bettoschi, Youn-Seong Shim — ©  Oliver Berg
    Marielle Murphy, Filippo Bettoschi, Youn-Seong Shim
    © Oliver Berg
  • Marielle Murphy, Youn-Seong Shim — ©  Oliver Berg
    Marielle Murphy, Youn-Seong Shim
    © Oliver Berg

»Doch ich kann nicht fliehen, dies Haus hält mich, der Stein zerfällt.«

Mi, 19. Februar 2020
19.30 · Großes Haus
Mittwoch Abo Gr. Haus

19.00 Einführung im Foyer Gr. Haus

Nachdem William einen verzweifelten Brief seines Jugendfreundes Roderick Usher erhalten hat, besucht er den schwer Erkrankten und seine mysteriöse Zwillingsschwester Madeline. Angekommen, wird William Zeuge der letzten Tage des aussterbenden Geschlechts der Ushers und sein Aufenthalt gerät zu einem aussichtslosen Höllentrip... Edgar Allan Poes berühmte Horrorgeschichte fasziniert seit über einem Jahrhundert Dichter, Dramatiker und Komponisten. Poe deutet viel an, sagt aber kaum etwas konkret: Ist die Geschichte wirklich oder eine Halluzination? In welcher Beziehung stehen William, sein Freund Roderick Usher und Rodericks Schwester Madeline? Wurde sie lebendig begraben oder ist sie ein Dämon, der sich am Ende spektakulär rächt? Inzest, Homosexualität, Mord und das Übernatürliche hängen in der Luft, aber solche Dinge können nur in der Vorstellung des Publikums existieren.

Philip Glass (*1937) ist einer der Hauptvertreter der sogenannten »Minimal Music«. Seine Oper THE FALL OF THE HOUSE OF USHER wurde 1988 in Cambridge (Massachusetts) uraufgeführt und gehört zu den populärsten Werken des amerikanischen Komponisten. Mit seinen hypnotisch-fesselnden Klangwelten beschreibt Glass kongenial die mysteriöse Atmosphäre der Literaturvorlage und schlägt gleichzeitig – mit Anleihen an Film und Tanz – einen Bogen von der klassischen Musiktradition zur modernen Popkultur.

Aufführungsdauer ca. 90 Minuten, ohne Pause

Info

Nachdem William einen verzweifelten Brief seines Jugendfreundes Roderick Usher erhalten hat, besucht er den schwer Erkrankten und seine mysteriöse Zwillingsschwester Madeline. Angekommen, wird William Zeuge der letzten Tage des aussterbenden Geschlechts der Ushers und sein Aufenthalt gerät zu einem aussichtslosen Höllentrip... Edgar Allan Poes berühmte Horrorgeschichte fasziniert seit über einem Jahrhundert Dichter, Dramatiker und Komponisten. Poe deutet viel an, sagt aber kaum etwas konkret: Ist die Geschichte wirklich oder eine Halluzination? In welcher Beziehung stehen William, sein Freund Roderick Usher und Rodericks Schwester Madeline? Wurde sie lebendig begraben oder ist sie ein Dämon, der sich am Ende spektakulär rächt? Inzest, Homosexualität, Mord und das Übernatürliche hängen in der Luft, aber solche Dinge können nur in der Vorstellung des Publikums existieren.

Philip Glass (*1937) ist einer der Hauptvertreter der sogenannten »Minimal Music«. Seine Oper THE FALL OF THE HOUSE OF USHER wurde 1988 in Cambridge (Massachusetts) uraufgeführt und gehört zu den populärsten Werken des amerikanischen Komponisten. Mit seinen hypnotisch-fesselnden Klangwelten beschreibt Glass kongenial die mysteriöse Atmosphäre der Literaturvorlage und schlägt gleichzeitig – mit Anleihen an Film und Tanz – einen Bogen von der klassischen Musiktradition zur modernen Popkultur.

Aufführungsdauer ca. 90 Minuten, ohne Pause

Leitung

Musikalische Leitung Stefan Veselka

Inszenierung Sebastian Ritschel

Bühne & Kostüme Sebastian Ritschel

Mitarbeit Bühne Sophia Debus

Video Sven Stratmann

Dramaturgie Ronny Scholz


Besetzung

William Filippo Bettoschi

Roderick Youn-Seong Shim

Madeline Marielle Murphy

Diener Christoph Stegemann

Arzt Pascal Herington

Opfer Janine Ahmann, Kelly Alves, Paula Brocke, Nele Erichsen, Christina Frühe, Lisa-Marie Menke, Joana Taskiran, Lena Wasmuth, Pia Wending, Olivia Zessin

Junger William Pierre Guillemot / Justus Beermann

Junger Roderick Levin Berheide / Carlo Steinhaus

Junge Madeline Nausikaa Berger / Mara Richter

Stimme Joachim Foerster

Sinfonieorchester Münster

Besetzung

Leitung

Musikalische Leitung Stefan Veselka

Inszenierung Sebastian Ritschel

Bühne & Kostüme Sebastian Ritschel

Mitarbeit Bühne Sophia Debus

Video Sven Stratmann

Dramaturgie Ronny Scholz


Besetzung

William Filippo Bettoschi

Roderick Youn-Seong Shim

Madeline Marielle Murphy

Diener Christoph Stegemann

Arzt Pascal Herington

Opfer Janine Ahmann, Kelly Alves, Paula Brocke, Nele Erichsen, Christina Frühe, Lisa-Marie Menke, Joana Taskiran, Lena Wasmuth, Pia Wending, Olivia Zessin

Junger William Pierre Guillemot / Justus Beermann

Junger Roderick Levin Berheide / Carlo Steinhaus

Junge Madeline Nausikaa Berger / Mara Richter

Stimme Joachim Foerster

Sinfonieorchester Münster


Ritschel hat Poe ernst genommen, dem es nicht darum ging, »das Vorhandene abzubilden«, Poesie ist für ihn »die erste, die höhere Wirklichkeit«. Die Münstersche Aufführung überlässt dem Zuschauer manch offene Situation zur eigenen Deutung, die »keinen festen Umriss« hat. Gleichwohl kommt dabei keine Langeweile auf, die Spannung trägt. Die von Poe mit Lust wiederholte Frage, »ob nicht der Wahnsinn die höchste Stufe der Geistigkeit bildet«, durchzieht diese moderne Oper von Anfang bis Ende und mutet dem Zuschauer zu, bei allen verwickelten und verworrenen Ereignissen auf der Bühne selbst einen Weg »durchs gleiche psychopathologische Unterholz« zu finden. Die Reaktionen des Publikums lassen erkennen, dass das gleichwohl mit Aufmerksamkeit und Lust geschehen kann und genügend Unterhaltung bietet.

Horst Dichanz, O-Ton.online, 7. Februar 2020

 

Roderick und William sind mit dem Tenor Youn-Seong Shim und dem Bariton Filippo Bettoschi kontrastreich besetzt. In seinen lyrischen Passagen akzentuiert Shim den Widerspruch zwischen irrem Gebaren und bildschönem Klang. Und er balanciert gekonnt auf der Kante zum Wahnsinn, wenn er William aus den Augenwinkeln belauert und ihn bei Blickkontakt plötzlich verschmitzt angrinst. […] Überragend agiert Marielle Murphy als Stimme von Madeline. Ihre nur aus Vokalen bestehende Partie intoniert sie mit körperloser, sphärischer Dichte; in ihrer Intensität und Strahlkraft lässt sie bei den hypnotischen Wiederholungen von Glass‘ Musik nicht nach.
Unter der forcierten Leitung von Stefan Veselka macht das Sinfonieorchester Münster diese Klangmuster zu einem Hauptakteur der Inszenierung. Es arbeitet die harten, pochenden Rhythmen mit einer Präszision heraus, die so nervenaufreibend wirkt, wie es gewollt ist. Die eindringliche Präsenz lässt nicht los und hält die Spannung bis zum Schluss der 90 Minuten langen Inszenierung aufrecht.

Anke Schwarzer, Westfälischer Anzeiger, 3. Februar 2020

 

Dunkel spiegelnde Wände, geheimnisvolle Lichtleisten, und mittendrin eine riesige goldene Maske, die allerlei Verwandlungsmöglichkeiten in sich birgt: Die Schauwerte der neuen Opernproduktion in Münsters Großem Haus sind, wieder einmal, imposant. Regisseur Sebastian Ritschel hat sich für den „Untergang des Hauses Usher“ ein faszinierendes Bühnenbild geschaffen. Auch die Kostüme stammen von ihm […] Wer auf wohligen Schauer nach der berühmten Erzählung Edgar Allan Poes aus ist, fühlt sich hier gut aufgehoben. […]
Beim großen Schlussapplaus des gleichwohl stimmungsvoll-düsteren Abends durfte sich das ganze Orchester auf die Bühne begeben: Dieses gute Dutzend Musiker hatte zuvor im Graben mit sonorer Intensität die Glass-Partitur zum Glühen gebracht, und Dirigent Stefan Veselka, hier vor allem als überlegener Koordinator gefragt, war den Sängern ein idealer Orientierungsfels in den minimalistischen Klangwogen.

Harald Suerland, Westfälische Nachrichten, 3. Februar 2020

 

Eine tolle, mutige, kunstfertige Inszenierung. Nicht Händel, Mozart oder Bach sondern Glass mit einem Orchester, an das ganz andere Anforderungen gestellt werden. Klasse Gesangsstimmen, vor allem eine überragende Marielle Murphy, die die Rolle der nicht anwesenden, doch gleichzeitig omnipräsenten toten Schwester so raumgreifend ausfüllt. Eine fantastische Bühne und eine technische Meisterleistung, wie sich da das riesige Gesicht von Madelin verändert, hammerschlaggold- oder leopardenfarben beleuchtet, sich dreht und öffnet und den Raum einnimmt, den es braucht.

Burkard Knöpker, erlesenesmuenster.de, 2. Februar 2020

Presse

Ritschel hat Poe ernst genommen, dem es nicht darum ging, »das Vorhandene abzubilden«, Poesie ist für ihn »die erste, die höhere Wirklichkeit«. Die Münstersche Aufführung überlässt dem Zuschauer manch offene Situation zur eigenen Deutung, die »keinen festen Umriss« hat. Gleichwohl kommt dabei keine Langeweile auf, die Spannung trägt. Die von Poe mit Lust wiederholte Frage, »ob nicht der Wahnsinn die höchste Stufe der Geistigkeit bildet«, durchzieht diese moderne Oper von Anfang bis Ende und mutet dem Zuschauer zu, bei allen verwickelten und verworrenen Ereignissen auf der Bühne selbst einen Weg »durchs gleiche psychopathologische Unterholz« zu finden. Die Reaktionen des Publikums lassen erkennen, dass das gleichwohl mit Aufmerksamkeit und Lust geschehen kann und genügend Unterhaltung bietet.

Horst Dichanz, O-Ton.online, 7. Februar 2020

 

Roderick und William sind mit dem Tenor Youn-Seong Shim und dem Bariton Filippo Bettoschi kontrastreich besetzt. In seinen lyrischen Passagen akzentuiert Shim den Widerspruch zwischen irrem Gebaren und bildschönem Klang. Und er balanciert gekonnt auf der Kante zum Wahnsinn, wenn er William aus den Augenwinkeln belauert und ihn bei Blickkontakt plötzlich verschmitzt angrinst. […] Überragend agiert Marielle Murphy als Stimme von Madeline. Ihre nur aus Vokalen bestehende Partie intoniert sie mit körperloser, sphärischer Dichte; in ihrer Intensität und Strahlkraft lässt sie bei den hypnotischen Wiederholungen von Glass‘ Musik nicht nach.
Unter der forcierten Leitung von Stefan Veselka macht das Sinfonieorchester Münster diese Klangmuster zu einem Hauptakteur der Inszenierung. Es arbeitet die harten, pochenden Rhythmen mit einer Präszision heraus, die so nervenaufreibend wirkt, wie es gewollt ist. Die eindringliche Präsenz lässt nicht los und hält die Spannung bis zum Schluss der 90 Minuten langen Inszenierung aufrecht.

Anke Schwarzer, Westfälischer Anzeiger, 3. Februar 2020

 

Dunkel spiegelnde Wände, geheimnisvolle Lichtleisten, und mittendrin eine riesige goldene Maske, die allerlei Verwandlungsmöglichkeiten in sich birgt: Die Schauwerte der neuen Opernproduktion in Münsters Großem Haus sind, wieder einmal, imposant. Regisseur Sebastian Ritschel hat sich für den „Untergang des Hauses Usher“ ein faszinierendes Bühnenbild geschaffen. Auch die Kostüme stammen von ihm […] Wer auf wohligen Schauer nach der berühmten Erzählung Edgar Allan Poes aus ist, fühlt sich hier gut aufgehoben. […]
Beim großen Schlussapplaus des gleichwohl stimmungsvoll-düsteren Abends durfte sich das ganze Orchester auf die Bühne begeben: Dieses gute Dutzend Musiker hatte zuvor im Graben mit sonorer Intensität die Glass-Partitur zum Glühen gebracht, und Dirigent Stefan Veselka, hier vor allem als überlegener Koordinator gefragt, war den Sängern ein idealer Orientierungsfels in den minimalistischen Klangwogen.

Harald Suerland, Westfälische Nachrichten, 3. Februar 2020

 

Eine tolle, mutige, kunstfertige Inszenierung. Nicht Händel, Mozart oder Bach sondern Glass mit einem Orchester, an das ganz andere Anforderungen gestellt werden. Klasse Gesangsstimmen, vor allem eine überragende Marielle Murphy, die die Rolle der nicht anwesenden, doch gleichzeitig omnipräsenten toten Schwester so raumgreifend ausfüllt. Eine fantastische Bühne und eine technische Meisterleistung, wie sich da das riesige Gesicht von Madelin verändert, hammerschlaggold- oder leopardenfarben beleuchtet, sich dreht und öffnet und den Raum einnimmt, den es braucht.

Burkard Knöpker, erlesenesmuenster.de, 2. Februar 2020



Audio


WDR 3 Tonart, Sendung vom 1. Februar 2020, Autorin: Barbara Overbeck

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WDR 3 Tonart, Sendung vom 1. Februar 2020, Autorin: Barbara Overbeck
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Mi, 19. Februar 2020
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