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DER HALS DER GIRAFFE

von Judith Schalansky. Monolog

  • Regine Andratschke — © Oliver Berg
    Regine Andratschke
    © Oliver Berg
  • Regine Andratschke — © Oliver Berg
    Regine Andratschke
    © Oliver Berg
  • Regine Andratschke — © Oliver Berg
    Regine Andratschke
    © Oliver Berg
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    Regine Andratschke
    © Oliver Berg
  • Regine Andratschke — © Oliver Berg
    Regine Andratschke
    © Oliver Berg
  • Regine Andratschke — © Oliver Berg
    Regine Andratschke
    © Oliver Berg
  • Regine Andratschke — © Oliver Berg
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    © Oliver Berg
  • Regine Andratschke — © Oliver Berg
    Regine Andratschke
    © Oliver Berg
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    Regine Andratschke
    © Oliver Berg
  • Regine Andratschke — © Oliver Berg
    Regine Andratschke
    © Oliver Berg
  • Regine Andratschke — © Oliver Berg
    Regine Andratschke
    © Oliver Berg

Zwischen den Lebewesen herrscht Konkurrenz. Und manchmal auch so etwas wie Zusammenarbeit. Aber das ist eher selten.

Weitere Termine

Leider keine weiteren Termine geplant.

Die Letzte ihrer Art: Inge Lohmark ist Lehrerin am Charles-Darwin-Gymnasium in einer Kleinstadt in Mecklenburg-Vorpommern. Sie unterrichtet zwölf Schüler in Biologie. Sobald die ihr Abitur haben, soll die Schule wegen Schülermangels geschlossen werden, wie so viele andere, nicht nur im Osten Deutschlands. Lohmark glaubt an das Naturgesetz der Anpassung. Nur wer hart ist gegen sich, kann den Überlebenskampf gewinnen. So hat sie selbst DDR und deren Zusammenbruch, ihre zweckorientierte Ehe und die Abkehr der Tochter verkraftet. Und so hat sie über 30 Jahre ihren leistungsorientierten Frontalunterricht durchgesetzt. Doch die Mauer, die Inge Lohmark um sich gezogen hat, wird poröser, als sie zarte Gefühle für eine ihrer Schülerinnen entwickelt. Ängste und Demütigungen, eigene Sehnsüchte und Enttäuschungen lassen sich nicht mehr kontrollieren und alles beginnt sich ihrem darwinistischen Weltverständnis zu widersetzen.

Judith Schalanskys Bildungsroman, für den Deutschen Buchpreis 2011 nominiert, zeichnet ein ebenso böse-komisches, wie berührendes Psychogramm einer Frau, die aus der Zeit gefallen ist. Ist der Mensch wirklich die Krone der Schöpfung?

Einladung zum Kaltstart-Festival 2015 nach Hamburg.

Spieldauer ca. 75 Minuten, keine Pause

Info

Die Letzte ihrer Art: Inge Lohmark ist Lehrerin am Charles-Darwin-Gymnasium in einer Kleinstadt in Mecklenburg-Vorpommern. Sie unterrichtet zwölf Schüler in Biologie. Sobald die ihr Abitur haben, soll die Schule wegen Schülermangels geschlossen werden, wie so viele andere, nicht nur im Osten Deutschlands. Lohmark glaubt an das Naturgesetz der Anpassung. Nur wer hart ist gegen sich, kann den Überlebenskampf gewinnen. So hat sie selbst DDR und deren Zusammenbruch, ihre zweckorientierte Ehe und die Abkehr der Tochter verkraftet. Und so hat sie über 30 Jahre ihren leistungsorientierten Frontalunterricht durchgesetzt. Doch die Mauer, die Inge Lohmark um sich gezogen hat, wird poröser, als sie zarte Gefühle für eine ihrer Schülerinnen entwickelt. Ängste und Demütigungen, eigene Sehnsüchte und Enttäuschungen lassen sich nicht mehr kontrollieren und alles beginnt sich ihrem darwinistischen Weltverständnis zu widersetzen.

Judith Schalanskys Bildungsroman, für den Deutschen Buchpreis 2011 nominiert, zeichnet ein ebenso böse-komisches, wie berührendes Psychogramm einer Frau, die aus der Zeit gefallen ist. Ist der Mensch wirklich die Krone der Schöpfung?

Einladung zum Kaltstart-Festival 2015 nach Hamburg.

Spieldauer ca. 75 Minuten, keine Pause

Leitung

Inszenierung Oliver D. Endreß

Bühne und Kostüme Kerstin Bayer

Dramaturgie Kathrin Mädler

Regieassistenz & Abendspielleitung Christina Gegenbauer


Besetzung

Inge Lohmark Regine Andratschke

Besetzung

Leitung

Inszenierung Oliver D. Endreß

Bühne und Kostüme Kerstin Bayer

Dramaturgie Kathrin Mädler

Regieassistenz & Abendspielleitung Christina Gegenbauer


Besetzung

Inge Lohmark Regine Andratschke


Als Regine Andratschke auf der Kellerbühne U2 des Stadttheaters in die Rolle der bärbeißigen Pädagogin schlüpft, beginnt der furiose Monolog einer Frau auf verlorenem Posten. Mit Stuhlreihen, ausgestopftem Rehbock und rudimentärem Wandherbarium hat Ausstatterin Kerstin Bayer ein finsteres Klassenzimmer gestaltet.

[...] 70 Minuten lang zieht Regine Andratschke alle Register und bricht den inhaltsgewaltigen Monolog nach dem Roman „Der Hals der Giraffe“ von Judith Schalansky mit erheiternden und erschütternden Spielszenen auf.

Fesselnd nimmt sie das begeisterte Publikum mit in eine schrumpfende Welt, in der das Klassenzimmer die letzte ökologische Nische darzustellen scheint. Aber die bissige Revierverteidigung dieses pädagogischen Tyrannosaurus, das zeigt Oliver D. Endress’ Inszenierung des vielschichtigen Stoffes, ist vergebens.

Inge Lohmarks Lebensentwurf implodiert. Die Menschenfeindlichkeit ihrer Ideologie, eines rigoros auf alle Lebensbereiche angewendeten, keine Autonomie einräumenden Biologismus, wendet sich gegen sie selbst. Böse Ironie: Am Ende könnte sie einem Leid tun. Würde ihre letzten Worte nicht hart und halsstarrig auf den Beginn der Geschichte zurückverweisen: „Ich war Frau Lohmark. Ich bin Frau Lohmark!“

Wolfgang A. Müller, Münstersche Zeitung, 11. Oktober 2014

 

„Schüler sind Blutsauger!“ Ein bitteres, zynisches Gleichnis nach über 30 Jahren Schuldienst. Ein biologistisches dazu. Lehrerin Inge Lohmark traktiert im Charles-Darwin-Gymnasium ihre Zöglinge mit Evolution und natürlicher Auslese. Sie hat Darwin zu ihrem Propheten und ihr Fach zur persönlichen Religion gemacht. Mit gnadenlosem Spott zerlegt die Dame sofort zu Beginn jegliche Pädagogen-Romantik – so gnadenlos, dass das Grinsen sofort gefriert und sich der Zuschauer fragt: Kann das Stück diesen Sound zum Ende hin noch steigern?

Es kann. Die Bühnenfassung des Romans „Der Hals der Giraffe“ ging unter die Haut und wurde bei der Premiere im U2 gefeiert. Autorin Judith Schalansky hat ihr Porträt wie eine Zwiebel angelegt: Schicht für Schicht wird die Seele der Protagonistin freigelegt, die Lehrerin demaskiert sich im Laufe ihres Monologs immer mehr, bis der Kern der Härte freigelegt wurde. Er hat mit Einsamkeit zu tun, missglückter Mutterschaft und – so scheint es – auch mit der untergegangenen DDR.

Die Inszenierung von Oliver D. Endreß macht das U2 zum Klassenzimmer. Mal doziert die Hauptfigur vor lehren Stuhlreihen, mal direkt zum Publikum – das dann das fanatische Flackern im Blick der Zuchtmeisterin hautnah vor Augen hat. Regine Andratschke spielt die Rolle mit strengem Dutt und scharfer Mimik grandios. Ob sie mit Abscheu die pubertären Wehwehchen all ihrer „Kevins“ und „Jennifers“ kommentiert („keine Diamanten in der Krone der Evolution“), die Kuschelpädagogik der Kollegen karikiert oder flammende Reden auf das Leistungsprinzip hält, die jedem Politfunktionär gut zu Gesicht stünden. Jede Tonart ist hier genau intoniert.

Arndt Zinkant, Westfälische Nachrichten, 11. Oktober 2014

Presse

Als Regine Andratschke auf der Kellerbühne U2 des Stadttheaters in die Rolle der bärbeißigen Pädagogin schlüpft, beginnt der furiose Monolog einer Frau auf verlorenem Posten. Mit Stuhlreihen, ausgestopftem Rehbock und rudimentärem Wandherbarium hat Ausstatterin Kerstin Bayer ein finsteres Klassenzimmer gestaltet.

[...] 70 Minuten lang zieht Regine Andratschke alle Register und bricht den inhaltsgewaltigen Monolog nach dem Roman „Der Hals der Giraffe“ von Judith Schalansky mit erheiternden und erschütternden Spielszenen auf.

Fesselnd nimmt sie das begeisterte Publikum mit in eine schrumpfende Welt, in der das Klassenzimmer die letzte ökologische Nische darzustellen scheint. Aber die bissige Revierverteidigung dieses pädagogischen Tyrannosaurus, das zeigt Oliver D. Endress’ Inszenierung des vielschichtigen Stoffes, ist vergebens.

Inge Lohmarks Lebensentwurf implodiert. Die Menschenfeindlichkeit ihrer Ideologie, eines rigoros auf alle Lebensbereiche angewendeten, keine Autonomie einräumenden Biologismus, wendet sich gegen sie selbst. Böse Ironie: Am Ende könnte sie einem Leid tun. Würde ihre letzten Worte nicht hart und halsstarrig auf den Beginn der Geschichte zurückverweisen: „Ich war Frau Lohmark. Ich bin Frau Lohmark!“

Wolfgang A. Müller, Münstersche Zeitung, 11. Oktober 2014

 

„Schüler sind Blutsauger!“ Ein bitteres, zynisches Gleichnis nach über 30 Jahren Schuldienst. Ein biologistisches dazu. Lehrerin Inge Lohmark traktiert im Charles-Darwin-Gymnasium ihre Zöglinge mit Evolution und natürlicher Auslese. Sie hat Darwin zu ihrem Propheten und ihr Fach zur persönlichen Religion gemacht. Mit gnadenlosem Spott zerlegt die Dame sofort zu Beginn jegliche Pädagogen-Romantik – so gnadenlos, dass das Grinsen sofort gefriert und sich der Zuschauer fragt: Kann das Stück diesen Sound zum Ende hin noch steigern?

Es kann. Die Bühnenfassung des Romans „Der Hals der Giraffe“ ging unter die Haut und wurde bei der Premiere im U2 gefeiert. Autorin Judith Schalansky hat ihr Porträt wie eine Zwiebel angelegt: Schicht für Schicht wird die Seele der Protagonistin freigelegt, die Lehrerin demaskiert sich im Laufe ihres Monologs immer mehr, bis der Kern der Härte freigelegt wurde. Er hat mit Einsamkeit zu tun, missglückter Mutterschaft und – so scheint es – auch mit der untergegangenen DDR.

Die Inszenierung von Oliver D. Endreß macht das U2 zum Klassenzimmer. Mal doziert die Hauptfigur vor lehren Stuhlreihen, mal direkt zum Publikum – das dann das fanatische Flackern im Blick der Zuchtmeisterin hautnah vor Augen hat. Regine Andratschke spielt die Rolle mit strengem Dutt und scharfer Mimik grandios. Ob sie mit Abscheu die pubertären Wehwehchen all ihrer „Kevins“ und „Jennifers“ kommentiert („keine Diamanten in der Krone der Evolution“), die Kuschelpädagogik der Kollegen karikiert oder flammende Reden auf das Leistungsprinzip hält, die jedem Politfunktionär gut zu Gesicht stünden. Jede Tonart ist hier genau intoniert.

Arndt Zinkant, Westfälische Nachrichten, 11. Oktober 2014


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