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DER BUNDESBÜRGER

Auftragsstück von Annalena und Konstantin Küspert

Uraufführung
  • Thomas Mehlhorn, Rose Lohmann, Ilja Harjes — © Peter Wattendorff
    Thomas Mehlhorn, Rose Lohmann, Ilja Harjes
    © Peter Wattendorff
  • Thomas Mehlhorn, Ilja Harjes, Rose Lohmann — © Peter Wattendorff
    Thomas Mehlhorn, Ilja Harjes, Rose Lohmann
    © Peter Wattendorff
  • Thomas Mehlhorn, Rose Lohmann, Ilja Harjes — © Peter Wattendorff
    Thomas Mehlhorn, Rose Lohmann, Ilja Harjes
    © Peter Wattendorff
  • Rose Lohmann, Ilja Harjes, Thomas Mehlhorn — © Peter Wattendorff
    Rose Lohmann, Ilja Harjes, Thomas Mehlhorn
    © Peter Wattendorff
  • Thomas Mehlhorn, Rose Lohmann, Ilja Harjes — © Peter Wattendorff
    Thomas Mehlhorn, Rose Lohmann, Ilja Harjes
    © Peter Wattendorff
  • Thomas Mehlhorn, Ilja Harjes, Rose Lohmann — © Peter Wattendorff
    Thomas Mehlhorn, Ilja Harjes, Rose Lohmann
    © Peter Wattendorff
  • Rose Lohmann, Ilja Harjes — © Peter Wattendorff
    Rose Lohmann, Ilja Harjes
    © Peter Wattendorff
  • Ilja Harjes, Thomas Mehlhorn — © Peter Wattendorff
    Ilja Harjes, Thomas Mehlhorn
    © Peter Wattendorff
  • Ilja Harjes, Rose Lohmann, Thomas Mehlhorn — © Peter Wattendorff
    Ilja Harjes, Rose Lohmann, Thomas Mehlhorn
    © Peter Wattendorff
  • Rose Lohmann — © Peter Wattendorff
    Rose Lohmann
    © Peter Wattendorff
  • Thomas Mehlhorn — © Peter Wattendorff
    Thomas Mehlhorn
    © Peter Wattendorff
  • Ilja Harjes, Rose Lohmann, Thomas Mehlhorn — © Peter Wattendorff
    Ilja Harjes, Rose Lohmann, Thomas Mehlhorn
    © Peter Wattendorff
Fr, 07. Februar 2020
19.30 · U2 · Preise G

— ausverkauft, evtl. Restkarten an der Abendkasse —

Er war ein »Münchhausen« der bundesdeutschen Politik, der vorgab »Klartext« zu reden, um die deutsche Politik ehrlicher zu machen. Seine Selbstinszenierungen schwankten zwischen Genialität und Größenwahn. Münster wurde durch ihn immer wieder zur Bühne, manchmal sogar für die Weltpolitik. Vielleicht war es die luftige Perspektive des leidenschaftlichen Fallschirmspringers, die ihn gleichsam zum kühnen Visionär, unseriösen Paradiesvogel und »Lügenbaron« der Bundespolitik machte? Aufstieg und Fall eines Politikers, dieses gängige Erzählmuster, hatte bei ihm schließlich eine besonders tragische Dimension. Er endete im »freien Fall« auf einem Feld im Münsterland, während Einsatzkommandos der Staatsanwaltschaft seine Büros durchsuchten. Annalena und Konstantin Küspert erzählen die Schelmengeschichte eines Mannes, der Politik zur Bühne für eine Marketingshow machte und selbst sein Tod wurde noch als medialer Coup gesehen.

Aufführungsdauer ca. 75 Minuten, keine Pause

 

Gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit dem NRWKULTURsekretariat

Info

Er war ein »Münchhausen« der bundesdeutschen Politik, der vorgab »Klartext« zu reden, um die deutsche Politik ehrlicher zu machen. Seine Selbstinszenierungen schwankten zwischen Genialität und Größenwahn. Münster wurde durch ihn immer wieder zur Bühne, manchmal sogar für die Weltpolitik. Vielleicht war es die luftige Perspektive des leidenschaftlichen Fallschirmspringers, die ihn gleichsam zum kühnen Visionär, unseriösen Paradiesvogel und »Lügenbaron« der Bundespolitik machte? Aufstieg und Fall eines Politikers, dieses gängige Erzählmuster, hatte bei ihm schließlich eine besonders tragische Dimension. Er endete im »freien Fall« auf einem Feld im Münsterland, während Einsatzkommandos der Staatsanwaltschaft seine Büros durchsuchten. Annalena und Konstantin Küspert erzählen die Schelmengeschichte eines Mannes, der Politik zur Bühne für eine Marketingshow machte und selbst sein Tod wurde noch als medialer Coup gesehen.

Aufführungsdauer ca. 75 Minuten, keine Pause

 

Gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit dem NRWKULTURsekretariat

Leitung

Inszenierung Ruth Messing

Bühne & Kostüme Ayşe Gülsüm Özel

Dramaturgie Michael Letmathe


Besetzung

Ilja Harjes

Rose Lohmann

Thomas Mehlhorn

Besetzung

Leitung

Inszenierung Ruth Messing

Bühne & Kostüme Ayşe Gülsüm Özel

Dramaturgie Michael Letmathe


Besetzung

Ilja Harjes

Rose Lohmann

Thomas Mehlhorn


Während des gesamten Abends funktioniert das Zusammenspiel zwischen der Regisseurin und der für Ausstattung und Video zuständigen Ayşe Gülsüm Özel hervorragend. Das Stück präsentiert mal monologisch, mal szenisch Momente aus Möllemanns Leben. Messing und Özel nehmen die Vorlage auf, um für sie Bilder, Szenen und Videos zu finden, die die drei Schauspieler*innen poppig realisieren. […] Der ganze Abend wirkt nie aus einem Guss, sondern ist ein toll gewordener Eklektizismus und bringt so die Politik Möllemanns und letztlich die der gesamten FDP (bzw. F.D.P.) um die Jahrtausendwende auf den Punkt. Überzeugender kann an den Politiker wie an eine ganze Partei, die allen Ernstes Spaßpartei sein wollte, zumindest mit künstlerischen Mitteln nicht erinnert werden.

Kai Bremer, nachtkritik.de, 9. Januar 2020

 

Das Stück von Annalena und Konstantin Küspert für Münster ist akribisch recherchiert und provozierend aktuell. […]
Mit blitzschnellen Rollen- und Kostümwechseln, lässig und energiegeladen deklinieren die drei Schauspieler Ilja Harjes, Rose Lohmann und Thomas Mehlhorn nun den Machtkampf des Jürgen Möllemann durch. […] Und doch ist der Abend Stadttheater im besten Sinne: mit Münsteraner Lokalkolorit wird gezeigt, wie Neoliberale schon früh Grundlagen legten für eine gesellschaftliche Spaltung Deutschlands.

Dorothea Marcus, Deutschlandfunk, 10. Januar 2020

 

Es sind Stationen aus Möllemanns Karriere, die Ruth Messing in ihrer flotten und stringenten Inszenierung auf die Bühne bringt. […] Teils mit aufklärerischem Impetus, teils mit kabarettistischer Ironie schlüpfen die Schauspieler in die Rollen unterschiedlicher Protagonisten rund um Möllemann. […] Bei der Umsetzung schöpfen Regisseurin und Ensemble aus dem Vollen. Es gibt einen Kandidaten-Song und einen an das Computerspiel Super Mario angelehnten Super Möllemann […]. Wahlen werden im aufgeregten Duktus eines Sportreporters kommentiert, am Ende bekommt das Publikum sogar noch einen Crashkurs in Sachen Populismus. Das ist gut gemacht, denn es stattet das Stück nicht nur mit erfrischender Komik aus, sondern hebt es gleichzeitig ins Exemplarische. Nicht nur die Person Möllemann steht hier auf dem Prüfstand. Es geht um Meinungsbildung und Wählerbeeinflussung überhaupt.

Helmut Jasny, Westfälische Nachrichten, 11. Januar 2020

 

Mit dieser Rückschau lassen Annalena und Konstantin Küspert ihre Annäherung an Möllemann, den Bundesbürger, beginnen. Ein Wagnis in einer Stadt, in der viele ihn gekannt, ihn noch erlebt oder auch nur - weil hier sein Wohnort war - eine dezidierte Meinung zu ihm haben (meinen haben zu müssen). Und doch - das wird sich im Laufe der guten Stunde schnell zeigen - eine gute, nein eine sehr gute Idee. Denn die Autoren nähern sich nicht dem Menschen, sondern dem Phänomen Möllemann. Ein Phänomen der Bonner und der beginnenden Berliner Republik, an dem Vorstufen des Populismus unserer Tage erkannt und erläutert werden. Und das zumeist pointiert mit geschliffenem Wortwitz. […] Wir erfahren locker ohne erhobene Zeigefinger oder überflüssiges Beiwerk eine Menge über die Funktionsweise von Politik, „sinnstiftenden Verzahnungen“ von Politik und Wirtschaft […]. Das alles enthüllen die Küsperts in ihrem Bundesbürger fein säuberlich, nachvollziehbar und auch mit Humor und einer Spur Nachsicht. […] Einfachheit ist hier das Wesen der Inszenierung und die trägt auch dank des Textes und dreier Schauspieler, die an diesem Abend keine Wünsche offen lassen, besonders in Hinblick auf Verwandlungsfähigkeit. […] Akteure, Regieteam und Autoren wurden vom Publikum mit Applaus überschüttet. Der Bundesbürger ist ein glänzender Mosaikstein in Schauspieldirektor Frank Behnkes bewundernswert konsequent auf bundesrepublikanische Geschichte und deutsche Befindlichkeiten ausgerichteten Spielplan.

Presse

Während des gesamten Abends funktioniert das Zusammenspiel zwischen der Regisseurin und der für Ausstattung und Video zuständigen Ayşe Gülsüm Özel hervorragend. Das Stück präsentiert mal monologisch, mal szenisch Momente aus Möllemanns Leben. Messing und Özel nehmen die Vorlage auf, um für sie Bilder, Szenen und Videos zu finden, die die drei Schauspieler*innen poppig realisieren. […] Der ganze Abend wirkt nie aus einem Guss, sondern ist ein toll gewordener Eklektizismus und bringt so die Politik Möllemanns und letztlich die der gesamten FDP (bzw. F.D.P.) um die Jahrtausendwende auf den Punkt. Überzeugender kann an den Politiker wie an eine ganze Partei, die allen Ernstes Spaßpartei sein wollte, zumindest mit künstlerischen Mitteln nicht erinnert werden.

Kai Bremer, nachtkritik.de, 9. Januar 2020

 

Das Stück von Annalena und Konstantin Küspert für Münster ist akribisch recherchiert und provozierend aktuell. […]
Mit blitzschnellen Rollen- und Kostümwechseln, lässig und energiegeladen deklinieren die drei Schauspieler Ilja Harjes, Rose Lohmann und Thomas Mehlhorn nun den Machtkampf des Jürgen Möllemann durch. […] Und doch ist der Abend Stadttheater im besten Sinne: mit Münsteraner Lokalkolorit wird gezeigt, wie Neoliberale schon früh Grundlagen legten für eine gesellschaftliche Spaltung Deutschlands.

Dorothea Marcus, Deutschlandfunk, 10. Januar 2020

 

Es sind Stationen aus Möllemanns Karriere, die Ruth Messing in ihrer flotten und stringenten Inszenierung auf die Bühne bringt. […] Teils mit aufklärerischem Impetus, teils mit kabarettistischer Ironie schlüpfen die Schauspieler in die Rollen unterschiedlicher Protagonisten rund um Möllemann. […] Bei der Umsetzung schöpfen Regisseurin und Ensemble aus dem Vollen. Es gibt einen Kandidaten-Song und einen an das Computerspiel Super Mario angelehnten Super Möllemann […]. Wahlen werden im aufgeregten Duktus eines Sportreporters kommentiert, am Ende bekommt das Publikum sogar noch einen Crashkurs in Sachen Populismus. Das ist gut gemacht, denn es stattet das Stück nicht nur mit erfrischender Komik aus, sondern hebt es gleichzeitig ins Exemplarische. Nicht nur die Person Möllemann steht hier auf dem Prüfstand. Es geht um Meinungsbildung und Wählerbeeinflussung überhaupt.

Helmut Jasny, Westfälische Nachrichten, 11. Januar 2020

 

Mit dieser Rückschau lassen Annalena und Konstantin Küspert ihre Annäherung an Möllemann, den Bundesbürger, beginnen. Ein Wagnis in einer Stadt, in der viele ihn gekannt, ihn noch erlebt oder auch nur - weil hier sein Wohnort war - eine dezidierte Meinung zu ihm haben (meinen haben zu müssen). Und doch - das wird sich im Laufe der guten Stunde schnell zeigen - eine gute, nein eine sehr gute Idee. Denn die Autoren nähern sich nicht dem Menschen, sondern dem Phänomen Möllemann. Ein Phänomen der Bonner und der beginnenden Berliner Republik, an dem Vorstufen des Populismus unserer Tage erkannt und erläutert werden. Und das zumeist pointiert mit geschliffenem Wortwitz. […] Wir erfahren locker ohne erhobene Zeigefinger oder überflüssiges Beiwerk eine Menge über die Funktionsweise von Politik, „sinnstiftenden Verzahnungen“ von Politik und Wirtschaft […]. Das alles enthüllen die Küsperts in ihrem Bundesbürger fein säuberlich, nachvollziehbar und auch mit Humor und einer Spur Nachsicht. […] Einfachheit ist hier das Wesen der Inszenierung und die trägt auch dank des Textes und dreier Schauspieler, die an diesem Abend keine Wünsche offen lassen, besonders in Hinblick auf Verwandlungsfähigkeit. […] Akteure, Regieteam und Autoren wurden vom Publikum mit Applaus überschüttet. Der Bundesbürger ist ein glänzender Mosaikstein in Schauspieldirektor Frank Behnkes bewundernswert konsequent auf bundesrepublikanische Geschichte und deutsche Befindlichkeiten ausgerichteten Spielplan.

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Fr, 07. Februar 2020
19.30 Uhr · U2 · Preise G

— ausverkauft, evtl. Restkarten an der Abendkasse —

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