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DAS GOLDENE VLIES

Die Medea-Trilogie von Franz Grillparzer

  • Aurel Bereuter, Claudia Hübschmann, Maike Jüttendonk, Lilly Gropper, Regine Andratschke, Christoph Rinke <br />© Oliver Berg
    Aurel Bereuter, Claudia Hübschmann, Maike Jüttendonk, Lilly Gropper, Regine Andratschke, Christoph Rinke
    © Oliver Berg
  • Claudia Hübschmann <br />© Oliver Berg
    Claudia Hübschmann
    © Oliver Berg
  • Aurel Bereuter, Claudia Hübschmann, Maike Jüttendonk <br />© Oliver Berg
    Aurel Bereuter, Claudia Hübschmann, Maike Jüttendonk
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  • Maike Jüttendonk, Axel Holst <br />© Oliver Berg
    Maike Jüttendonk, Axel Holst
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  • Axel Holst, Maike Jüttendonk <br />© Oliver Berg
    Axel Holst, Maike Jüttendonk
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  • Claudia Hübschmann, Regine Andratschke <br />© Oliver Berg
    Claudia Hübschmann, Regine Andratschke
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  • Maike Jüttendonk <br />© Oliver Berg
    Maike Jüttendonk
    © Oliver Berg
  • Maike Jüttendonk, Lilly Gropper <br />© Oliver Berg
    Maike Jüttendonk, Lilly Gropper
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  • Maike Jüttendonk, Axel Holst, Lilly Gropper <br />© Oliver Berg
    Maike Jüttendonk, Axel Holst, Lilly Gropper
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  • Christoph Rinke, Maike Jüttendonk, Axel Holst <br />© Oliver Berg
    Christoph Rinke, Maike Jüttendonk, Axel Holst
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  • Claudia Hübschmann, Lilly Gropper, Justus Beermann, Regine Andratschke, Lorenz Neuhaus <br />© Oliver Berg
    Claudia Hübschmann, Lilly Gropper, Justus Beermann, Regine Andratschke, Lorenz Neuhaus
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  • Axel Holst, Lilly Gropper, Claudia Hübschmann, Aurel Bereuter <br />© Oliver Berg
    Axel Holst, Lilly Gropper, Claudia Hübschmann, Aurel Bereuter
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  • Claudia Hübschmann, Regine Andratschke, Maike Jüttendonk <br />© Oliver Berg
    Claudia Hübschmann, Regine Andratschke, Maike Jüttendonk
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  • Justus Beermann, Maike Jüttendonk, Lorenz Neuhaus <br />© Oliver Berg
    Justus Beermann, Maike Jüttendonk, Lorenz Neuhaus
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  • Claudia Hübschmann, Christoph Rinke, Aurel Bereuter <br />© Oliver Berg
    Claudia Hübschmann, Christoph Rinke, Aurel Bereuter
    © Oliver Berg
  • Claudia Hübschmann <br />© Oliver Berg
    Claudia Hübschmann
    © Oliver Berg

Weitere Termine

Leider keine weiteren Termine geplant.

Was ist der Erde Glück? – Ein Schatten! Was ist der Erde Ruhm? – Ein Traum! Du Armer! Der von Schatten du geträumt! Der Traum ist aus, allein die Nacht noch nicht. Mit den Worten »Nimm Sieg und Rache hin« erhält der griechische Herrschersohn Phryxus auf seiner Flucht das goldene Vlies von den Göttern. Diese verhängnisvolle Losung buchstabiert Franz Grillparzer in seiner Trilogie aus dem Jahre 1819 bis zum bitteren Ende durch. Phryxus findet Zuflucht in Kolchis, wähnt sich in Sicherheit. Doch Aietes, König des Landes und Medeas Vater, von der Aussicht auf Reichtum verblendet, tötet den Gast. Die friedlichen Zeiten in Kolchis sind dahin. Der junge Grieche Jason kommt, das goldene Vlies zurückzuholen, wozu er Medeas Hilfe braucht. Die beiden verlieben sich und Familienbanden zum Trotz verschafft Medea Jason das Vlies und geht mit ihm in die Ferne. Ihr Leben in der Fremde, das Scheitern der Liebe und ihre schicksalhafte Tat sind vor allem aus dem von Euripides bearbeiteten Medea-Mythos bekannt.

Grillparzer schuf mit DAS GOLDENE VLIES ein Weltepos, das weit über das private Schicksal von Jason und Medea hinaus weist, denn es geht um nichts Geringeres als um die Begegnung zweier Kulturen, zweier verschiedener Wertesysteme. Im Zentrum steht mit dem goldenen Vlies die Verheißung von Reichtum und Ehre und ihre Kehrseite, die große Gier, die immer wieder unmenschliche Rücksichtslosigkeit gebiert. Die beiden Individuen, die sich hier als Vertreter ihrer Systeme begegnen, verfehlen sich auf tragische Weise und werfen die große Frage nach einem friedlichen Zusammenleben der Kulturen auf, die in unserer globalisierten Welt virulenter ist als je zuvor.

Aufführungsdauer ca. 200 Minuten, eine Pause

 

AUS DER PRESSE:

Mit archaischer Wucht hebt diese Erzählung an: Vor einer dezent strukturierten Mauer bilden sieben Schauspieler einen Chor, die Schilde der Krieger dienen zugleich als Theatermasken. Das Opfertier, dem das Vlies abgezogen wurde, blutet am Bühnenrand; König Aietes und Phryxus als Gast, den er ermordet, sind weniger Charaktere als Archetypen, Regisseur Martin Schulze setzt schon hier ganz auf die Kraft von Grillparzers Sprache. (…)

Claudia Hübschmann fasziniert als Tragödin, die die gereifte Figur verkörpert. Die jugendliche Medea der ersten Stücke wird von Maike Jüttendonk gespielt: Großartig, wie sie das trotz kleiner Ausbrüche statuarisch und voller Sprachkraft gestaltet. Beide Medea-Figuren sind allerdings nicht streng voneinander getrennt, sondern befinden sich vielfach gemeinsam auf der Bühne, gestalten Monologe dialogisch und haben Teil an den von Dirk Raulf facettenreich gestalteten Chor-Partien.

Die Jason-Rolle ist ebenso verdoppelt: Christoph Rinke spielt den jungen Helden, Aurel Bereuter den in seiner Willenskraft erschlafften Erwachsenen. Lilly Gropper und Axel Holst tragen, indem sie jeweils zwei Figuren spielen, das Konzept der Spiegelung von Gegenwart und Vergangenheit. Regine Andratschke ergänzt stimmig ein hingebungsvolles Ensemble. Es bietet die Gewähr dafür, dass dieser mehr als dreistündige Abend natürlich nicht leicht zu konsumieren – aber lohnend ist.

Harald Surland, Westfälische Nachrichten, 14. April 2014

 

Martin Schulze inszeniert Franz Grillparzers sprachlich wie thematisch hochkomplexe Trilogie „Das goldene Vlies“ wie ein düsteres Märchen, das mehr und mehr in die Realität kippt und schließlich in der Moderne ankommt. (…) Klare und zurückhaltende Bühnenbilder sowie eine einfache Kostümsprache von Ulrich Leitner illustrieren die unterschiedlichen Welten. Das wilde Kolchis zeigt sich vor der Pause als geheimnisvoller Wald aus Baumstämmen, die jederzeit entwurzelt und zur Waffe umfunktioniert werden können. Demgegenüber steht nach der Pause das zivilisierte Griechenland: eine modern anmutende, strahlend weiße Welt, die mit Worten statt mit Waffen verletzt – und am Ende komplett in sich zusammenfällt.

Sabine Müller, Münstersche Zeitung, 14. April 2014

 

Maike Jüttendonk als Medea I besticht mit ihrem minimalistischen Spiel, wie sie Gefühle erreichen, von denen sie bislang nichts wusste. Dass sie sich für Jason, der das goldene Vlies mitnehmen will, und gegen ihren Vater entscheidet, ist schmerzhaft. Sie ringt mit Aieste, den Axel Holst ruppig, einfältig, aber nicht ohne Gefühl gibt. Maike Jüttendonks Intensität übernimmt die Erzählfolge, jede ihrer Regung wird mit Zuversicht erhöht. Zu Jason geht sie rückwärts, kann sie doch nicht sehen, was noch kommt („Schwach ist der Mensch“). Christoph Rinke spielt ihn voller Begierde und abmessend, wenn er monologisiert: Er liebt Medea – erstmal.

Regisseur Schulze inszeniert präzise, mit dem Timing, das aus Theater eine Entdeckung macht. (…) Eine ganz großartige Antikendeutung mit intensiven Darstellern und präziser Regiearbeit.

Achim Lettmann, Westfälischer Anzeiger, 14. April 2014

Info

Was ist der Erde Glück? – Ein Schatten! Was ist der Erde Ruhm? – Ein Traum! Du Armer! Der von Schatten du geträumt! Der Traum ist aus, allein die Nacht noch nicht. Mit den Worten »Nimm Sieg und Rache hin« erhält der griechische Herrschersohn Phryxus auf seiner Flucht das goldene Vlies von den Göttern. Diese verhängnisvolle Losung buchstabiert Franz Grillparzer in seiner Trilogie aus dem Jahre 1819 bis zum bitteren Ende durch. Phryxus findet Zuflucht in Kolchis, wähnt sich in Sicherheit. Doch Aietes, König des Landes und Medeas Vater, von der Aussicht auf Reichtum verblendet, tötet den Gast. Die friedlichen Zeiten in Kolchis sind dahin. Der junge Grieche Jason kommt, das goldene Vlies zurückzuholen, wozu er Medeas Hilfe braucht. Die beiden verlieben sich und Familienbanden zum Trotz verschafft Medea Jason das Vlies und geht mit ihm in die Ferne. Ihr Leben in der Fremde, das Scheitern der Liebe und ihre schicksalhafte Tat sind vor allem aus dem von Euripides bearbeiteten Medea-Mythos bekannt.

Grillparzer schuf mit DAS GOLDENE VLIES ein Weltepos, das weit über das private Schicksal von Jason und Medea hinaus weist, denn es geht um nichts Geringeres als um die Begegnung zweier Kulturen, zweier verschiedener Wertesysteme. Im Zentrum steht mit dem goldenen Vlies die Verheißung von Reichtum und Ehre und ihre Kehrseite, die große Gier, die immer wieder unmenschliche Rücksichtslosigkeit gebiert. Die beiden Individuen, die sich hier als Vertreter ihrer Systeme begegnen, verfehlen sich auf tragische Weise und werfen die große Frage nach einem friedlichen Zusammenleben der Kulturen auf, die in unserer globalisierten Welt virulenter ist als je zuvor.

Aufführungsdauer ca. 200 Minuten, eine Pause

 

AUS DER PRESSE:

Mit archaischer Wucht hebt diese Erzählung an: Vor einer dezent strukturierten Mauer bilden sieben Schauspieler einen Chor, die Schilde der Krieger dienen zugleich als Theatermasken. Das Opfertier, dem das Vlies abgezogen wurde, blutet am Bühnenrand; König Aietes und Phryxus als Gast, den er ermordet, sind weniger Charaktere als Archetypen, Regisseur Martin Schulze setzt schon hier ganz auf die Kraft von Grillparzers Sprache. (…)

Claudia Hübschmann fasziniert als Tragödin, die die gereifte Figur verkörpert. Die jugendliche Medea der ersten Stücke wird von Maike Jüttendonk gespielt: Großartig, wie sie das trotz kleiner Ausbrüche statuarisch und voller Sprachkraft gestaltet. Beide Medea-Figuren sind allerdings nicht streng voneinander getrennt, sondern befinden sich vielfach gemeinsam auf der Bühne, gestalten Monologe dialogisch und haben Teil an den von Dirk Raulf facettenreich gestalteten Chor-Partien.

Die Jason-Rolle ist ebenso verdoppelt: Christoph Rinke spielt den jungen Helden, Aurel Bereuter den in seiner Willenskraft erschlafften Erwachsenen. Lilly Gropper und Axel Holst tragen, indem sie jeweils zwei Figuren spielen, das Konzept der Spiegelung von Gegenwart und Vergangenheit. Regine Andratschke ergänzt stimmig ein hingebungsvolles Ensemble. Es bietet die Gewähr dafür, dass dieser mehr als dreistündige Abend natürlich nicht leicht zu konsumieren – aber lohnend ist.

Harald Surland, Westfälische Nachrichten, 14. April 2014

 

Martin Schulze inszeniert Franz Grillparzers sprachlich wie thematisch hochkomplexe Trilogie „Das goldene Vlies“ wie ein düsteres Märchen, das mehr und mehr in die Realität kippt und schließlich in der Moderne ankommt. (…) Klare und zurückhaltende Bühnenbilder sowie eine einfache Kostümsprache von Ulrich Leitner illustrieren die unterschiedlichen Welten. Das wilde Kolchis zeigt sich vor der Pause als geheimnisvoller Wald aus Baumstämmen, die jederzeit entwurzelt und zur Waffe umfunktioniert werden können. Demgegenüber steht nach der Pause das zivilisierte Griechenland: eine modern anmutende, strahlend weiße Welt, die mit Worten statt mit Waffen verletzt – und am Ende komplett in sich zusammenfällt.

Sabine Müller, Münstersche Zeitung, 14. April 2014

 

Maike Jüttendonk als Medea I besticht mit ihrem minimalistischen Spiel, wie sie Gefühle erreichen, von denen sie bislang nichts wusste. Dass sie sich für Jason, der das goldene Vlies mitnehmen will, und gegen ihren Vater entscheidet, ist schmerzhaft. Sie ringt mit Aieste, den Axel Holst ruppig, einfältig, aber nicht ohne Gefühl gibt. Maike Jüttendonks Intensität übernimmt die Erzählfolge, jede ihrer Regung wird mit Zuversicht erhöht. Zu Jason geht sie rückwärts, kann sie doch nicht sehen, was noch kommt („Schwach ist der Mensch“). Christoph Rinke spielt ihn voller Begierde und abmessend, wenn er monologisiert: Er liebt Medea – erstmal.

Regisseur Schulze inszeniert präzise, mit dem Timing, das aus Theater eine Entdeckung macht. (…) Eine ganz großartige Antikendeutung mit intensiven Darstellern und präziser Regiearbeit.

Achim Lettmann, Westfälischer Anzeiger, 14. April 2014

Leitung

Inszenierung Martin Schulze

Bühne und Kostüme Ulrich Leitner

Musik Dirk Raulf

Dramaturgie Friederike Engel


Besetzung

Medea I Maike Jüttendonk

Medea II Claudia Hübschmann

Jason I Christoph Rinke

Jason II Aurel Bereuter

Aietes/ Kreon Axel Holst

Absyrtus/ Kreusa Lilly Gropper

Gora Regine Andratschke

Besetzung

Leitung

Inszenierung Martin Schulze

Bühne und Kostüme Ulrich Leitner

Musik Dirk Raulf

Dramaturgie Friederike Engel


Besetzung

Medea I Maike Jüttendonk

Medea II Claudia Hübschmann

Jason I Christoph Rinke

Jason II Aurel Bereuter

Aietes/ Kreon Axel Holst

Absyrtus/ Kreusa Lilly Gropper

Gora Regine Andratschke



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