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CALIGULA

Schauspiel von Albert Camus

ab 16 Jahren
  • Fréderic Brossier, Joachim Foerster, Christian Bo Salle <br />© Oliver Berg
    Fréderic Brossier, Joachim Foerster, Christian Bo Salle
    © Oliver Berg
  • Gerhard Mohr, Sandra Bezler, Fréderic Brossier, Christian Bo Salle, Joachim Foerster, Sandra Schreiber <br />© Oliver Berg
    Gerhard Mohr, Sandra Bezler, Fréderic Brossier, Christian Bo Salle, Joachim Foerster, Sandra Schreiber
    © Oliver Berg
  • Gerhard Mohr, Fréderic Brossier, Sandra Bezler, Christian Bo Salle <br />© Oliver Berg
    Gerhard Mohr, Fréderic Brossier, Sandra Bezler, Christian Bo Salle
    © Oliver Berg
  • Gerhard Mohr, Sandra Bezler, Sandra Schreiber <br />© Oliver Berg
    Gerhard Mohr, Sandra Bezler, Sandra Schreiber
    © Oliver Berg
  • Sandra Schreiber, Joachim Foerster <br />© Oliver Berg
    Sandra Schreiber, Joachim Foerster
    © Oliver Berg
  • Joachim Foerster <br />© Oliver Berg
    Joachim Foerster
    © Oliver Berg
  • Sandra Bezler, Fréderic Brossier, Gerhard Mohr, Christian Bo Salle <br />© Oliver Berg
    Sandra Bezler, Fréderic Brossier, Gerhard Mohr, Christian Bo Salle
    © Oliver Berg
  • Joachim Foerster <br />© Oliver Berg
    Joachim Foerster
    © Oliver Berg
  • Sandra Bezler, Sandra Schreiber,  Joachim Foerster <br />© Oliver Berg
    Sandra Bezler, Sandra Schreiber, Joachim Foerster
    © Oliver Berg
  • Sandra Bezler, Sandra Schreiber,  Joachim Foerster, Fréderic Brossier <br />© Oliver Berg
    Sandra Bezler, Sandra Schreiber, Joachim Foerster, Fréderic Brossier
    © Oliver Berg
  • Christian Bo Salle <br />© Oliver Berg
    Christian Bo Salle
    © Oliver Berg

»Es macht mir nichts aus, dass man mich nicht liebt. Es reicht, dass man mich fürchtet.«

Mi, 05. Dezember 2018
19.30 Uhr · Kleines Haus · Preise D
Mittwochabo Kleines Haus

19.00 Einführung im Foyer Kl. Haus

CALIGULA ist das fulminante Erstlingswerk des gerade 25-jährigen Albert Camus, der damit ungefähr genau so alt war wie sein Titelheld. 1938 konfrontiert der junge Autor seine Zeit mit einem der grausamsten Tyrannen der römischen Geschichte. In nur vier Jahren Regentschaft hatte Caligula eine blutige Spur der Verwüstung hinterlassen und fand schließlich durch eine Verschwörung den Tod.

Der junge Kaiser ist nach dem Tod seiner Geliebten und Schwester Drusilla verschwunden. Verwirrt und schmutzig erscheint er nach drei Tagen wieder im Palast. Angesichts der Sinnlosigkeit des Todes verzweifelt Caligula an der Welt und fühlt sich ihr zunehmend fremd. »Die Menschen sterben und sind nicht glücklich!« Er fordert das Unmögliche, den Mond, die absolute Wahrheit. Die Senatoren, seine Vertrauten und Freunde und seine Mätresse Caesonia werden unfreiwillig zu Zeugen eines grausamen Experiments. Caligula führt der Welt die Perversion ihrer eigenen Logik vor Augen und verfolgt diese mit eiskalter Berechnung bis zum bitteren Ende.

Auch wenn Camus vehement eine politische Dimension seines ­Stückes abstritt, gilt es als politischer Klassiker der Moderne. CALIGULA ist eine Parabel über Macht und Machtmissbrauch, sowie ein existentialistisches Drama über die Absurdität der Welt: Es ist nicht möglich, alles um sich herum zu zerstören und sich dabei nicht selbst zu vernichten.

 

Aufführungsdauer ca. 105 Minuten, keine Pause

Info

CALIGULA ist das fulminante Erstlingswerk des gerade 25-jährigen Albert Camus, der damit ungefähr genau so alt war wie sein Titelheld. 1938 konfrontiert der junge Autor seine Zeit mit einem der grausamsten Tyrannen der römischen Geschichte. In nur vier Jahren Regentschaft hatte Caligula eine blutige Spur der Verwüstung hinterlassen und fand schließlich durch eine Verschwörung den Tod.

Der junge Kaiser ist nach dem Tod seiner Geliebten und Schwester Drusilla verschwunden. Verwirrt und schmutzig erscheint er nach drei Tagen wieder im Palast. Angesichts der Sinnlosigkeit des Todes verzweifelt Caligula an der Welt und fühlt sich ihr zunehmend fremd. »Die Menschen sterben und sind nicht glücklich!« Er fordert das Unmögliche, den Mond, die absolute Wahrheit. Die Senatoren, seine Vertrauten und Freunde und seine Mätresse Caesonia werden unfreiwillig zu Zeugen eines grausamen Experiments. Caligula führt der Welt die Perversion ihrer eigenen Logik vor Augen und verfolgt diese mit eiskalter Berechnung bis zum bitteren Ende.

Auch wenn Camus vehement eine politische Dimension seines ­Stückes abstritt, gilt es als politischer Klassiker der Moderne. CALIGULA ist eine Parabel über Macht und Machtmissbrauch, sowie ein existentialistisches Drama über die Absurdität der Welt: Es ist nicht möglich, alles um sich herum zu zerstören und sich dabei nicht selbst zu vernichten.

 

Aufführungsdauer ca. 105 Minuten, keine Pause

Leitung

Inszenierung Alexander Nerlich

Bühne & Kostüme Žana Bošnjak

Musik & Sounddesign Malte Preuß

Choreografie Jasmin Hauck / Cecilia Wretemark

Dramaturgie Barbara Bily


Besetzung

Caligula Joachim Foerster

Lepida Sandra Bezler

Caesonia Sandra Schreiber

Mucius Gerhard Mohr

Cherea Christian Bo Salle

Scipio Fréderic Brossier

Besetzung

Leitung

Inszenierung Alexander Nerlich

Bühne & Kostüme Žana Bošnjak

Musik & Sounddesign Malte Preuß

Choreografie Jasmin Hauck / Cecilia Wretemark

Dramaturgie Barbara Bily


Besetzung

Caligula Joachim Foerster

Lepida Sandra Bezler

Caesonia Sandra Schreiber

Mucius Gerhard Mohr

Cherea Christian Bo Salle

Scipio Fréderic Brossier


Ein psychologisches Gemetzel

Regisseur Alexander Nerlich bringt den Horror, der von dem jungen römischen Kaiser ausgeht, in einer intensiven, sehr sehenswerten Inszenierung ins Kleine Haus und lässt die Zuschauer ihn, rund um die Bühne sitzend, hautnah erleben. Im wahrsten Sinne: Auf ein, zwei direkte Szenen muss man sich gefasst machen.

So willkürlich Caligula agiert, so spannend ist die Aufführung. […] Blutbäder gibt es nicht, es ist ein psychologisches Gemetzel, dessen imposantestes Bild das des Kaisers ist, der sich in der Gebärde des gekreuzigten Jesu über die Bühne tragen lässt.

Andrea Kutzendörfer, Die Glocke, 24. September 2018

 

Zeitloses Gewalt-Theater

Regisseur Alexander Nerlich nimmt das 1938 entstandene Stück zum Anlass für ein Theater der Grausamkeit, in dem sich ein Gastmahl mit Beischlaf flott zur gewaltsamen Orgie mit schwingender Peitsche und ebensolchem Gemächt auswächst, in dem Russisches Roulette gespielt wird, in dem Leichen herumgeschleift werden.

Führt Žana Bošnjaks Ausstattung zunächst noch auf die Fährte des modernen Überwachungsstaates (ja, eine kleine Maaßen-Anspielung mag man auch finden), so dominiert nach dem ersten Auftritt Joachim Foersters, der als zerrissener Caligula um seine inzestuös verbundene Schwester trauert, ein eher zeitloses Gewalt-Theater mit technischen Effekten wie der Live-Kamera.

Harald Suerland, Westfälische Nachrichten, 24. September 2018

 

Befreiung von verlogener Moral

Joachim Foerster spielt den jungen, von Wahnsinn getriebenen Kaiser mit beeindruckender Intensität. Nach und nach fordert er seine Kabinettsmitglieder auf, sich neu erfinden, indem er sie demütigt, schlägt, ihnen den Tod vor Augen führt und sie durch die erlebten Grenzerfahrungen von falschen Gewissheiten und verlogener Moral befreit, wie er es nennt.

Die Inszenierung, die mit wenigen Requisiten auskommt, gibt der Geschichte aus der Antike etwas sehr Zeitloses. Besonders die Videoeinschübe […] erinnern an Reality-Fernsehen und sorgen für Aktualität.

Marion Gay, Westfälischer Anzeiger, 24. September 2018

Presse

Ein psychologisches Gemetzel

Regisseur Alexander Nerlich bringt den Horror, der von dem jungen römischen Kaiser ausgeht, in einer intensiven, sehr sehenswerten Inszenierung ins Kleine Haus und lässt die Zuschauer ihn, rund um die Bühne sitzend, hautnah erleben. Im wahrsten Sinne: Auf ein, zwei direkte Szenen muss man sich gefasst machen.

So willkürlich Caligula agiert, so spannend ist die Aufführung. […] Blutbäder gibt es nicht, es ist ein psychologisches Gemetzel, dessen imposantestes Bild das des Kaisers ist, der sich in der Gebärde des gekreuzigten Jesu über die Bühne tragen lässt.

Andrea Kutzendörfer, Die Glocke, 24. September 2018

 

Zeitloses Gewalt-Theater

Regisseur Alexander Nerlich nimmt das 1938 entstandene Stück zum Anlass für ein Theater der Grausamkeit, in dem sich ein Gastmahl mit Beischlaf flott zur gewaltsamen Orgie mit schwingender Peitsche und ebensolchem Gemächt auswächst, in dem Russisches Roulette gespielt wird, in dem Leichen herumgeschleift werden.

Führt Žana Bošnjaks Ausstattung zunächst noch auf die Fährte des modernen Überwachungsstaates (ja, eine kleine Maaßen-Anspielung mag man auch finden), so dominiert nach dem ersten Auftritt Joachim Foersters, der als zerrissener Caligula um seine inzestuös verbundene Schwester trauert, ein eher zeitloses Gewalt-Theater mit technischen Effekten wie der Live-Kamera.

Harald Suerland, Westfälische Nachrichten, 24. September 2018

 

Befreiung von verlogener Moral

Joachim Foerster spielt den jungen, von Wahnsinn getriebenen Kaiser mit beeindruckender Intensität. Nach und nach fordert er seine Kabinettsmitglieder auf, sich neu erfinden, indem er sie demütigt, schlägt, ihnen den Tod vor Augen führt und sie durch die erlebten Grenzerfahrungen von falschen Gewissheiten und verlogener Moral befreit, wie er es nennt.

Die Inszenierung, die mit wenigen Requisiten auskommt, gibt der Geschichte aus der Antike etwas sehr Zeitloses. Besonders die Videoeinschübe […] erinnern an Reality-Fernsehen und sorgen für Aktualität.

Marion Gay, Westfälischer Anzeiger, 24. September 2018


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Mi, 05. Dezember 2018
19.30 Uhr · Kleines Haus · Preise D
Mittwochabo Kleines Haus

19.00 Einführung im Foyer Kl. Haus

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