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BRUDER EICHMANN

Schauspiel von Heinar Kipphardt mit neuen Analogie-Szenen von Lukas Hammerstein

  • ©  Oliver Berg

    © Oliver Berg

»ICH BETETE EIN VATER UNSER, UM AUF ANDERE GEDANKEN ZU KOMMEN.«

Premiere
Do, 06. Mai 2021
20.00 · Kleines Haus


BRUDER EICHMANN ist das letzte Stück von Heinar Kipphardt und zählt zu den bedeutendsten Texten des Dokumentartheaters, die sich mit der Aufarbeitung der Verbrechen des Nationalsozialismus auseinandersetzen. Heinar Kipphardt rekonstruiert darin die Verhöre, die mit Adolf Eichmann bis zu seiner Hinrichtung 1962 in Israel geführt wurden, seine Biografie, sowie den von ihm mitorganisierten Völkermord an den Juden. Das Stück zeigt die Entwicklung eines gewöhnlichen jungen Mannes zu einer Figur, die ihr Gewissen an die nächst höhere Instanz delegiert und sich immer nur als ein Rädchen im Getriebe begreift. Brisant an Kipphardts Stück waren darüber hinaus die sogenannten Analogie-Szenen, in denen der Autor diese »Eichmann-Haltung« verstörend mit der Gegenwart in Verbindung brachte. Kipphardt war der erste, der nicht nur auf die bösen Väter zeigte, sondern auf den Eichmann »in uns«.

Die Frage, die 1983 zum Skandal führte, ob mit der Gleichsetzung des Holocaust und anderen Verbrechen eine Banalisierung einhergehe, birgt heute nicht weniger Sprengkraft. In Zeiten von Geschichtsvergessenheit und gefährlich zunehmender rechtsradikaler und antisemitischer Tendenzen in Deutschland, stellen wir Kipphardts Text erneut zur Diskussion. Der Politikjournalist, Prosa- und Theaterautor Lukas Hammerstein wird für die Inszenierung am Theater Münster die umstrittenen Analogie-Szenen neu schreiben.

Info

BRUDER EICHMANN ist das letzte Stück von Heinar Kipphardt und zählt zu den bedeutendsten Texten des Dokumentartheaters, die sich mit der Aufarbeitung der Verbrechen des Nationalsozialismus auseinandersetzen. Heinar Kipphardt rekonstruiert darin die Verhöre, die mit Adolf Eichmann bis zu seiner Hinrichtung 1962 in Israel geführt wurden, seine Biografie, sowie den von ihm mitorganisierten Völkermord an den Juden. Das Stück zeigt die Entwicklung eines gewöhnlichen jungen Mannes zu einer Figur, die ihr Gewissen an die nächst höhere Instanz delegiert und sich immer nur als ein Rädchen im Getriebe begreift. Brisant an Kipphardts Stück waren darüber hinaus die sogenannten Analogie-Szenen, in denen der Autor diese »Eichmann-Haltung« verstörend mit der Gegenwart in Verbindung brachte. Kipphardt war der erste, der nicht nur auf die bösen Väter zeigte, sondern auf den Eichmann »in uns«.

Die Frage, die 1983 zum Skandal führte, ob mit der Gleichsetzung des Holocaust und anderen Verbrechen eine Banalisierung einhergehe, birgt heute nicht weniger Sprengkraft. In Zeiten von Geschichtsvergessenheit und gefährlich zunehmender rechtsradikaler und antisemitischer Tendenzen in Deutschland, stellen wir Kipphardts Text erneut zur Diskussion. Der Politikjournalist, Prosa- und Theaterautor Lukas Hammerstein wird für die Inszenierung am Theater Münster die umstrittenen Analogie-Szenen neu schreiben.

Leitung

Inszenierung Kathrin Mädler

Bühne & Kostüme Mareike Delaquis Porschka

Dramaturgie Barbara Bily

Besetzung

Leitung

Inszenierung Kathrin Mädler

Bühne & Kostüme Mareike Delaquis Porschka

Dramaturgie Barbara Bily


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