zum Sinfonieorchester zum Online-Ticket-Shop
März 2021

Mo

Di

Mi

Do

Fr

Sa

So

1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 31        

APOLOGIA

Schauspiel von Alexi Kaye Campbell

Deutschsprachige Erstaufführung
  • Regine Andratschke, Lilly Gropper — © Marion Bührle
    Regine Andratschke, Lilly Gropper
    © Marion Bührle
  • Aurel Bereuter, Lilly Gropper — © Marion Bührle
    Aurel Bereuter, Lilly Gropper
    © Marion Bührle
  • Regine Andratschke, Lilly Gropper, Aurel Bereuter, Claudia Hübschmann   — © Marion Bührle
    Regine Andratschke, Lilly Gropper, Aurel Bereuter, Claudia Hübschmann
    © Marion Bührle
  • Regine Andratschke, Aurel Bereuter — © Marion Bührle
    Regine Andratschke, Aurel Bereuter
    © Marion Bührle
  • Lilly Gropper, Claudia Hübschmann, Aurel Bereuter  — © Marion Bührle
    Lilly Gropper, Claudia Hübschmann, Aurel Bereuter
    © Marion Bührle
  • Regine Andratschke, Hartmut Lange  — © Marion Bührle
    Regine Andratschke, Hartmut Lange
    © Marion Bührle
  • Claudia Hübschmann — © Marion Bührle
    Claudia Hübschmann
    © Marion Bührle
  • Claudia Hübschmann, Lilly Gropper — © Marion Bührle
    Claudia Hübschmann, Lilly Gropper
    © Marion Bührle
  • Aurel Bereuter — © Marion Bührle
    Aurel Bereuter
    © Marion Bührle
  • Claudia Hübschmann — © Marion Bührle
    Claudia Hübschmann
    © Marion Bührle
  • Aurel Bereuter, Regine Andratschke — © Marion Bührle
    Aurel Bereuter, Regine Andratschke
    © Marion Bührle
  • Regine Andratschke, Claudia Hübschmann, Aurel Bereuter, Lilly Gropper    — © Marion Bührle
    Regine Andratschke, Claudia Hübschmann, Aurel Bereuter, Lilly Gropper
    © Marion Bührle
  • Regine Andratschke  — © Marion Bührle
    Regine Andratschke
    © Marion Bührle

Weitere Termine

Leider keine weiteren Termine geplant.

Man musste damals einfach solchen Menschen glauben. Menschen, die sich derart engagierten. Vielleicht gibt es die heute nicht mehr. | Macht kaputt, was euch kaputt macht! – Die 68er haben unsere Gesellschaft demokratisiert und befreit. Den idealistischen Blick fest auf das große Ganze gerichtet, haben sie im Kleinen jedoch Fehler gemacht, familiäre Bindungen zerschlagen und individuelle Gefühle geopfert. Kristin Miller hat 1968 gekämpft. Sie ist Intellektuelle, Feministin und Mutter zweier erwachsener Söhne, die allerdings beim Vater aufgewachsen sind. Simon und Peter leiden unter den hohen Ansprüchen ihrer Mutter, die es nicht einmal für nötig hält, sie in ihrer Autobiografie zu erwähnen. Rabenmutter oder Revolutionsheilige? Im Stück feiert Kristin ihren Geburtstag und die ganze Familie ist geladen zur langen Nacht der Vorwürfe und Demütigungen, und schließlich auch der titelgebenden Rechtfertigungsreden. Können die Kinder die Ideale der Eltern verstehen, ohne sich von ihnen tyrannisieren lassen zu müssen? Können sie ihre eigene Stimme finden und ihnen etwas entgegensetzen? Apologia ist eine Familienschlacht voller geschliffener Dialoge und scharf gezeichneter Figuren. Ein Well-Made-Play, das die Auseinandersetzung mit keinem geringeren Thema wagt, als der Frage nach Idealen, ihrer Verwirklichung und dem Preis, den man hierfür unter Umständen zu zahlen hat.

Spieldauer ca. 100 Minuten, keine Pause

 

AUS DER PRESSE:

So ist dieses hochtemperierte Kammerspiel immer intensiv und spannend und fast wie ein Gleichnis für die neue Zeit: Alles ist in Bewegung und auf nichts ist mehr Verlass. [...] Die Zuschauer applaudierten begeistert, aber auch verhalten angesichts der verschiedenen Lebensentwürfe, die alle in Zweifel gezogen, jedoch nie kompromittiert werden. Großes Theater, das wieder den Finger in eine Wunde der Zeit zu legen versteht.
Michael Böhm, Theater der Zeit, November 2012

Wie der Titel des Stückes schon sagt, geht es zunächst um eine »Verteidigungsrede«. Kristin Miller (nuancenreich: Regine Andratschke) feiert Geburtstag. Im Mittelpunkt der Konversation mit ihren Kindern und angehenden Schwiegerkindern steht ihr Buch, eine Art Verteidigungsrede ihres politischen Engagements, das sie offenbar stets über ihre Mutterpflichten stellte. Der eine Sohn ist aus der Art geschlagen und ein Banker-Yuppie geworden, der andere lebt unter Brücken. Aurel Bereuter spielt beide Rollen und meistert den Spagat prima. Verständlich, dass diese Geburtstagsparty angesichts derart unterschiedlicher Lebensentwürfe aus dem Ruder läuft. Denn während Mutter ihre Alt-68er-Ideale vor sich herträgt, amüsiert sich Yuppie-Sohn Peter über Häkelmode und ideologischen Kappes. Seltsamerweise entdeckt seine angehende Frau Trudi (Lilly Gropper) als überzeugte Christin Gemeinsamkeiten mit der künftigen Schwiegermama, obwohl diese doch Religion als Repression betrachtet. Wunderbar diesseitig agieren in diesem Ideen- und Weltsichten-Streit die Seifenoper-Aktrice Claire (Claudia Hübschmann), die viel mit ihrem Handtäschchen und Minirock zu tun hat, und Hausfreund Hugh (schön lakonisch: Hartmut Lange), der über eine halbe Stunde tief in seiner China-Suppe rührt und lakonische Kommentare zu den schriller werdenden Dialogen zwischen Mutter und Kindern abgibt. Nach gut einer Stunde driftet das Komödiantische ins Tragische ab, denn der »verlorene Sohn« Simon kehrt die Tristesse einer einsamen Kindheit nach außen. Das geht unter die Haut. Wiebke Horn hat für die abwechslungsreiche Inszenierung von Petra Luisa Meyer einen Raum für viel Bewegung geschaffen. Linker Hand die Hausbar, in der Mitte die Bewegungsfläche, rechts der durch einen bunten Warhol-Marx aufgehübschte Lokus mit Dusche, wo sich die Protagonisten auf- und abregen. Das könnte ein Erfolg­sstück werden.
Johannes Loy, Westfälische Nachrichten, 24. September 2012

Info

Man musste damals einfach solchen Menschen glauben. Menschen, die sich derart engagierten. Vielleicht gibt es die heute nicht mehr. | Macht kaputt, was euch kaputt macht! – Die 68er haben unsere Gesellschaft demokratisiert und befreit. Den idealistischen Blick fest auf das große Ganze gerichtet, haben sie im Kleinen jedoch Fehler gemacht, familiäre Bindungen zerschlagen und individuelle Gefühle geopfert. Kristin Miller hat 1968 gekämpft. Sie ist Intellektuelle, Feministin und Mutter zweier erwachsener Söhne, die allerdings beim Vater aufgewachsen sind. Simon und Peter leiden unter den hohen Ansprüchen ihrer Mutter, die es nicht einmal für nötig hält, sie in ihrer Autobiografie zu erwähnen. Rabenmutter oder Revolutionsheilige? Im Stück feiert Kristin ihren Geburtstag und die ganze Familie ist geladen zur langen Nacht der Vorwürfe und Demütigungen, und schließlich auch der titelgebenden Rechtfertigungsreden. Können die Kinder die Ideale der Eltern verstehen, ohne sich von ihnen tyrannisieren lassen zu müssen? Können sie ihre eigene Stimme finden und ihnen etwas entgegensetzen? Apologia ist eine Familienschlacht voller geschliffener Dialoge und scharf gezeichneter Figuren. Ein Well-Made-Play, das die Auseinandersetzung mit keinem geringeren Thema wagt, als der Frage nach Idealen, ihrer Verwirklichung und dem Preis, den man hierfür unter Umständen zu zahlen hat.

Spieldauer ca. 100 Minuten, keine Pause

 

AUS DER PRESSE:

So ist dieses hochtemperierte Kammerspiel immer intensiv und spannend und fast wie ein Gleichnis für die neue Zeit: Alles ist in Bewegung und auf nichts ist mehr Verlass. [...] Die Zuschauer applaudierten begeistert, aber auch verhalten angesichts der verschiedenen Lebensentwürfe, die alle in Zweifel gezogen, jedoch nie kompromittiert werden. Großes Theater, das wieder den Finger in eine Wunde der Zeit zu legen versteht.
Michael Böhm, Theater der Zeit, November 2012

Wie der Titel des Stückes schon sagt, geht es zunächst um eine »Verteidigungsrede«. Kristin Miller (nuancenreich: Regine Andratschke) feiert Geburtstag. Im Mittelpunkt der Konversation mit ihren Kindern und angehenden Schwiegerkindern steht ihr Buch, eine Art Verteidigungsrede ihres politischen Engagements, das sie offenbar stets über ihre Mutterpflichten stellte. Der eine Sohn ist aus der Art geschlagen und ein Banker-Yuppie geworden, der andere lebt unter Brücken. Aurel Bereuter spielt beide Rollen und meistert den Spagat prima. Verständlich, dass diese Geburtstagsparty angesichts derart unterschiedlicher Lebensentwürfe aus dem Ruder läuft. Denn während Mutter ihre Alt-68er-Ideale vor sich herträgt, amüsiert sich Yuppie-Sohn Peter über Häkelmode und ideologischen Kappes. Seltsamerweise entdeckt seine angehende Frau Trudi (Lilly Gropper) als überzeugte Christin Gemeinsamkeiten mit der künftigen Schwiegermama, obwohl diese doch Religion als Repression betrachtet. Wunderbar diesseitig agieren in diesem Ideen- und Weltsichten-Streit die Seifenoper-Aktrice Claire (Claudia Hübschmann), die viel mit ihrem Handtäschchen und Minirock zu tun hat, und Hausfreund Hugh (schön lakonisch: Hartmut Lange), der über eine halbe Stunde tief in seiner China-Suppe rührt und lakonische Kommentare zu den schriller werdenden Dialogen zwischen Mutter und Kindern abgibt. Nach gut einer Stunde driftet das Komödiantische ins Tragische ab, denn der »verlorene Sohn« Simon kehrt die Tristesse einer einsamen Kindheit nach außen. Das geht unter die Haut. Wiebke Horn hat für die abwechslungsreiche Inszenierung von Petra Luisa Meyer einen Raum für viel Bewegung geschaffen. Linker Hand die Hausbar, in der Mitte die Bewegungsfläche, rechts der durch einen bunten Warhol-Marx aufgehübschte Lokus mit Dusche, wo sich die Protagonisten auf- und abregen. Das könnte ein Erfolg­sstück werden.
Johannes Loy, Westfälische Nachrichten, 24. September 2012

Leitung

Inszenierung Petra Luisa Meyer

Bühne & Kostüme Wiebke Horn

Dramaturgie Friederike Engel


Besetzung

Kristin Miller Regine Andratschke

Peter / Simon Aurel Bereuter

Trudi Lilly Gropper

Claire Claudia Hübschmann

Hugh Hartmut Lange

Besetzung

Leitung

Inszenierung Petra Luisa Meyer

Bühne & Kostüme Wiebke Horn

Dramaturgie Friederike Engel


Besetzung

Kristin Miller Regine Andratschke

Peter / Simon Aurel Bereuter

Trudi Lilly Gropper

Claire Claudia Hübschmann

Hugh Hartmut Lange



Video

nach oben

Leider keine weiteren Termine geplant.

nach oben