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ANYTHING GOES

Musical Comedy von Cole Porter

Münstersche Erstaufführung
  • Marysol Ximénez-Carrillo (Mitte), TanzTheater Münster, Opernchor — © Oliver Berg
    Marysol Ximénez-Carrillo (Mitte), TanzTheater Münster, Opernchor
    © Oliver Berg
  • Marysol Ximénez-Carrillo (Mitte), Ensemble, TanzTheater Münster, Opernchor — © Oliver Berg
    Marysol Ximénez-Carrillo (Mitte), Ensemble, TanzTheater Münster, Opernchor
    © Oliver Berg
  • Tom Ohnerast, Christoph Rinke, Marysol Ximénez-Carrillo, Frank-Peter Dettmann, Corinna Ellwanger, Nathanael Schaer, Opernchor — © Oliver Berg
    Tom Ohnerast, Christoph Rinke, Marysol Ximénez-Carrillo, Frank-Peter Dettmann, Corinna Ellwanger, Nathanael Schaer, Opernchor
    © Oliver Berg
  • Nathanael Schaer, Marysol Ximénez-Carrillo — © Oliver Berg
    Nathanael Schaer, Marysol Ximénez-Carrillo
    © Oliver Berg
  • Suzanne McLeod, Gerhard Mohr — © Oliver Berg
    Suzanne McLeod, Gerhard Mohr
    © Oliver Berg
  • Corinna Ellwanger, Nathanael Schaer — © Oliver Berg
    Corinna Ellwanger, Nathanael Schaer
    © Oliver Berg
  • Christoph Rinke, Marysol Ximénez-Carrillo — © Oliver Berg
    Christoph Rinke, Marysol Ximénez-Carrillo
    © Oliver Berg
  • Marysol Ximénez-Carrillo, Aurel Bereuter — © Oliver Berg
    Marysol Ximénez-Carrillo, Aurel Bereuter
    © Oliver Berg
  • Nathanael Schaer, Suzanne McLeod, Aurel Bereuter — © Oliver Berg
    Nathanael Schaer, Suzanne McLeod, Aurel Bereuter
    © Oliver Berg
  • Katharina Schutza, Jason Franklin, Tommaso Balbo, Erik Constantin, Adam Dembcynzski — © Oliver Berg
    Katharina Schutza, Jason Franklin, Tommaso Balbo, Erik Constantin, Adam Dembcynzski
    © Oliver Berg
  • Frank Göbel, Katharina Schutza, Aurel Bereuter, Tom Ohnerast, Christoph Rinke, Marysol Ximénez-Carrillo, Frank-Peter Dettmann, Nathanael Schaer, Corinna Ellwanger, Suzanne McLeod, Gerhard Mohr, Lars Hübel, Jaean Koo, TanzTheater Münster, Opernchor — © Oliver Berg
    Frank Göbel, Katharina Schutza, Aurel Bereuter, Tom Ohnerast, Christoph Rinke, Marysol Ximénez-Carrillo, Frank-Peter Dettmann, Nathanael Schaer, Corinna Ellwanger, Suzanne McLeod, Gerhard Mohr, Lars Hübel, Jaean Koo, TanzTheater Münster, Opernchor
    © Oliver Berg

Alles ist möglich

Weitere Termine

Leider keine weiteren Termine geplant.

Schon der Titel verrät, dass auf dem Luxusliner, der von Amerika nach England schippert, wahrhaft nichts unmöglich ist: Alles geht! Garant dafür sind die sich verstrickenden Berührungen der – im wahrsten Sinne des Wortes – durchgeknallten Reisegesellschaft, die sich an Bord der M.S. America befindet. Als da wären: die als Laienpredigerin auftretende Nachtclubsängerin Reno Sweeney in Begleitung ihrer Varieté-Girls. Die finanziell angeschlagene Witwe Evangeline Harcourt samt ihrer Tochter Hope und des, als reicher Schwiegersohn ausersehenen,  Engländers Sir Evelyn Oakleigh. Der als Pfarrer verkleidete Gauner und Staatsfeind Nr. 1, Moonface Martin, begleitet von Erma, der Braut Schlangenauges, des meistgesuchten Verbrechers Amerikas. Ein echter geistlicher Würdenträger flankiert von zwei missionierten Chinesen, die die Traumschiffgesellschaft kräftig abzocken. Der Börsenmakler Elisha Whitney und schließlich sein Assistent, Billy Crocker, der sich zunächst als blinder Passagier einschleicht, um die Heirat seiner neuen Liebe Hope unter Zuhilfenahme seiner alten Freundin Reno zu verhindern …

ANYTHING GOES – am 21. November 1934 in New York uraufgeführt – ist pure Unterhaltung. Die Nummern Anything goes oder I Get a Kick out of You gehören zu Porters populärsten Kompositionen, wurden zu Hymnen einer vergnügungssüchtigen amerikanischen Gesellschaft und durch große Entertainer zu unverwüstlichen Evergreens.

Aufführungsdauer ca. 165 Minuten, eine Pause

Info

Schon der Titel verrät, dass auf dem Luxusliner, der von Amerika nach England schippert, wahrhaft nichts unmöglich ist: Alles geht! Garant dafür sind die sich verstrickenden Berührungen der – im wahrsten Sinne des Wortes – durchgeknallten Reisegesellschaft, die sich an Bord der M.S. America befindet. Als da wären: die als Laienpredigerin auftretende Nachtclubsängerin Reno Sweeney in Begleitung ihrer Varieté-Girls. Die finanziell angeschlagene Witwe Evangeline Harcourt samt ihrer Tochter Hope und des, als reicher Schwiegersohn ausersehenen,  Engländers Sir Evelyn Oakleigh. Der als Pfarrer verkleidete Gauner und Staatsfeind Nr. 1, Moonface Martin, begleitet von Erma, der Braut Schlangenauges, des meistgesuchten Verbrechers Amerikas. Ein echter geistlicher Würdenträger flankiert von zwei missionierten Chinesen, die die Traumschiffgesellschaft kräftig abzocken. Der Börsenmakler Elisha Whitney und schließlich sein Assistent, Billy Crocker, der sich zunächst als blinder Passagier einschleicht, um die Heirat seiner neuen Liebe Hope unter Zuhilfenahme seiner alten Freundin Reno zu verhindern …

ANYTHING GOES – am 21. November 1934 in New York uraufgeführt – ist pure Unterhaltung. Die Nummern Anything goes oder I Get a Kick out of You gehören zu Porters populärsten Kompositionen, wurden zu Hymnen einer vergnügungssüchtigen amerikanischen Gesellschaft und durch große Entertainer zu unverwüstlichen Evergreens.

Aufführungsdauer ca. 165 Minuten, eine Pause

Leitung

Musikalische Leitung Stefan Veselka

Inszenierung Ulrich Peters

Choreografie Stefan Haufe

Bühnenbild Bernd Franke

Kostüme Götz Lanzelot Fischer

Choreinstudierung Inna Batyuk

Dramaturgie Margrit Poremba (†)


Besetzung

Reno Sweeney Marysol Ximénez-Carrillo

Hope Harcourt Corinna Ellwanger

Evangeline Harcourt Suzanne McLeod

Lord Evelyn Oakleigh Christoph Rinke

Elisha Whitney Gerhard Mohr

Billy Crocker Nathanael Schaer

Moonface Martin Aurel Bereuter

Erma Katharina Schutza

Kapitän Frank-Peter Dettmann

Zahlmeister Tom Ohnerast

Luke Kiyotaka Mizuno

John Jae Joon Pak

Opernchor des Theaters Münster

Sinfonieorchester Münster

Tanztheater Münster

Besetzung

Leitung

Musikalische Leitung Stefan Veselka

Inszenierung Ulrich Peters

Choreografie Stefan Haufe

Bühnenbild Bernd Franke

Kostüme Götz Lanzelot Fischer

Choreinstudierung Inna Batyuk

Dramaturgie Margrit Poremba (†)


Besetzung

Reno Sweeney Marysol Ximénez-Carrillo

Hope Harcourt Corinna Ellwanger

Evangeline Harcourt Suzanne McLeod

Lord Evelyn Oakleigh Christoph Rinke

Elisha Whitney Gerhard Mohr

Billy Crocker Nathanael Schaer

Moonface Martin Aurel Bereuter

Erma Katharina Schutza

Kapitän Frank-Peter Dettmann

Zahlmeister Tom Ohnerast

Luke Kiyotaka Mizuno

John Jae Joon Pak

Opernchor des Theaters Münster

Sinfonieorchester Münster

Tanztheater Münster


Anything goes, einfach alles ist möglich. So der Titel des Musicals, den Ulrich Peters, Intendant des Theaters Münster, sehr treffend Umsetzt. Eine furiose, bunte, verrückte Inszenierung des Cole-Porter- Stücks von 1934 ist ihm dabei gelungen… Bernd Franke ist für die Grandiose Bühne verantwortlich, die zum Luxusliner umgebaut ist… Toll auch die Kostüme von Götz Lanzelot Fischer… ein Augenschmaus… Zwischen Boulevard und Klamauk, gespickt mit einer Unmenge kleiner witziger Einfälle ist das Schiff auf großer Fahrt.

Andrea Kutzendörfer, Die Glocke, 3. März 2015

 

Das Theater Münster hat sich mehrere Musicaldarsteller als Gäste geleistet. Besonders der „Einkauf“ von Marysol Ximénez-Carillo als Reno zahlt sich aus. Sie steppt, zieht ihre Kollegen mit und legt geschmeidige Töne über den Chor in der Titelnummer „Anything Goes“, bei der sie vom Tanztheater Münster flankiert wird, und bei „Blow Gabriel blow“, eine als religiöse Erweckung getarnte Verführung zum wilden Leben. Gesungen wird auf Deutsch, mit gelegentlich eingestreuten englischen Zeilen.

Besonders gut funktioniert ihre Chemie mit Aurel Bereuters Moonface Martin. Der Gangster ist als Reverend getarnt an Bord, sein Maschinengewehr im Geigenkasten versteckt. Er orgelt Predigten und befummelt Damen, marschiert zum reichen Yale-Absolventen Elisha Whitney in die Kabine, klaut ihm Brille und Champagner. Whitneys Faktotum Billy (Nathanael Schauer mehr als großäugiger Schlacks denn als romantischer Liebhaber) ist heimlich an Bord. Er hat sich in die junge Hope Harcourt (Corinna Ellwanger) verliebt, eine Neuengland-Blaublüterin. Sie soll Lord Evelyn, einen wirklichen Blaublüter, heiraten. Der Brite bleibt aber kaltblütig, bis er Reno begegnet. Christoph Rinke ist, neben Bereuter und Marysol Ximénez-Carillo, das dritte Zugpferd der Produktion, mit seiner tapsigen Gypsy-Nummer und seinen unfreiwillig zotigen Einzeilern.

Für die Tanznummern hat Choreograf Stefan Haufe Hollywood-Musicals mit Gene Kelly und Fred Astaire studiert. Die Tänzer treten in hübschen Matrosenanzügen auf. Überall glimmern Lamé und Pailetten, weiß ragt das Schiffsdeck auf (Kostüme: Götz Lanzelot Fischer, Bühne: Bernd Franke). Die groß angelegte Produktion bietet trotz einiger Vorhersehbarkeiten angenehme Unterhaltung auf respektablem Musical-Niveau. Im Orchestergraben bringen die Musiker der Münsteraner Sinfoniker unter Stefan Veselka auch die musikalischen Pointen präzise rüber.

[...] Mit strahlkräftigen Musicaldarstellern ist die groß angelegte Stadttheaterproduktion eines US-Klassikers von Cole Porter zur richtig guten Unterhaltung geworden.

Edda Breski, Westfälischer Anzeiger, 2. März 2015

 

Gute Laune pur in Münster … Ulrich Peters bietet mit dieser Inszenierung kurzweilige Unterhaltung, die zahlreiche Musicalfans nach Münster locken dürfte. Diese Produktion kann mit den kommerziellen Musical-Tempeln außerhalb der Stadttheater durchaus mithalten… Das Premierenpublikum … feiert das Ensemble, das Regieteam und das Orchester mit stehenden Ovationen.

Thomas Molke, onlinemusikmagazin, 3. März 2015

 

Es ist eine kunterbunte Gesellschaft, die sich da im New Yorker Hafen versammelt, um auf der MS America nach Europa zu schippern. Neben den Schönen und Reichen und denen, die dafür gehalten werden wollen, auch noch jede Menge recht skurriler Typen. Da ist die durch den Börsenkrach verarmte Witwe Harcourt samt Tochter Hope, die den Familienwohlstand durch die Ehe mit dem spleenigen Lord Oakleigh retten soll: der Börsenmagnat Elisha Withney und sein Assistent Billy, der rettungslos in Hope verliebt ist sowie ein echter und ein falscher Missionar, der so gern Al Capone wäre, eine Gangsterbraut, die sich der gutaussehenden Matrosen annimmt und die hinreißende Nachtclubsängerin Reno. Cole Porter gruppiert in Anything Goes also eine hochexplosive Mischung auf dem Überseedampfer.

Intendant Ulrich Peters und seinem Regieteam gelingt es aber, alle mit ruhiger Hand durch stürmische, turbulente Fahrwasser zum allumfassenden Happy-End zu führen. Bernd Franke baut ein Schiff – im ersten Teil das Deck mit Kapitänsbrücke , im zweiten einen Club im inneren Teil, den man heute auf den Aidas oder sonstigen Schiffen der Kreuzfahrtflotte wohl als Showroom bezeichnen würde. Und überall ist Bewegung auf der Bühne, ständig gibt es etwas zu sehen. Dabei lässt Peters seine Akteure jedoch nie in Hektik verfallen und die herrlichen Dreißiger-Jahre Kostüme Götz Lanzelot Fischers tragen dazu bei, dass ein großer optischer Augenschmaus herbeigezaubert wird. [...]

Ulrich Peters gelingt vor allem eines: drei Sparten seines Hauses und Gäste zu einer höchst ansehnlichen Zusammenarbeit zu verbinden: Für das TanzTheaterMünster schafft Stefan Haufe keine spektakuläre, aber eine höchst dekorative Choregrafie. Wer möchte sich in Münster eine Operette, ein Musical noch ohne Tanz vorstellen? Dann sind da die Musicalprofis Nathanael Schaer als Billy und Corinna Ellwanger (Hope), Katharina Schutza (Erma) und vor allem die temperamentvolle Marysol Ximénez-Carillo als umwerfende Reno. Sie alle haben diesen so genretypischen Schmelz in der Stimme.

Dazu gesellt sich Suzanne McLeod aus dem Opernensemble als Evangeline Harcourt, die mit Bühnenpräsenz glänzt und mit einem höchst virtuosen Ohnmachtsanfall. Die Damen und Herren des Opernchors Inna Batyuks können in vielfältigen kleinen Rollen ihre gesanglichen und auch schauspielerischen Qualitäten zur Geltung bringen. Das macht einfach Spaß.

Spaß macht es auch zu sehen, wie die Schauspieler die Mischung aus Spiel und Gesang aufgreifen und - ein klein wenig anarchischer - Teil des Ganzen werden. Da ist der wunderbar quirlige Tom Ohnerast als quirliger Zahlmeister, der anscheinend immer überall ist, da ist Frank-Peter Dettmann als hanseatischer Kapitän und Gerhard Mohr, der den amerikanischen Börsenspekulanten mit allen typischen Attributen gibt. Aurel Bereuter als falscher Priester und Möchtegern-Ganove hat immer den richtigen Spruch auf den Lippen und bringt das Geschehen immer wieder durcheinander. Der Höhepunkt aber ist sicher Christoph Rinke als Lord Oakleigh. Wie er – very british – zwischen Pflicht und Liebe hin- und hergerissen wird, ist genauso toll anzusehen wie seine sprachlichen Verwirrungen zwischen amerikanischem und britischem Englisch.

Last but not least: die „Kapelle“; Stefan Veselka und seine Crew bieten – unter Deck sitzend - Cole Porter vom Feinsten - „astreine“ Bläser, tönendes Schlagwerk und ein wunderbares Lobby-Klavier.

Thomas Hilgemeier, theaterpur.net, 2. März 2015

Presse

Anything goes, einfach alles ist möglich. So der Titel des Musicals, den Ulrich Peters, Intendant des Theaters Münster, sehr treffend Umsetzt. Eine furiose, bunte, verrückte Inszenierung des Cole-Porter- Stücks von 1934 ist ihm dabei gelungen… Bernd Franke ist für die Grandiose Bühne verantwortlich, die zum Luxusliner umgebaut ist… Toll auch die Kostüme von Götz Lanzelot Fischer… ein Augenschmaus… Zwischen Boulevard und Klamauk, gespickt mit einer Unmenge kleiner witziger Einfälle ist das Schiff auf großer Fahrt.

Andrea Kutzendörfer, Die Glocke, 3. März 2015

 

Das Theater Münster hat sich mehrere Musicaldarsteller als Gäste geleistet. Besonders der „Einkauf“ von Marysol Ximénez-Carillo als Reno zahlt sich aus. Sie steppt, zieht ihre Kollegen mit und legt geschmeidige Töne über den Chor in der Titelnummer „Anything Goes“, bei der sie vom Tanztheater Münster flankiert wird, und bei „Blow Gabriel blow“, eine als religiöse Erweckung getarnte Verführung zum wilden Leben. Gesungen wird auf Deutsch, mit gelegentlich eingestreuten englischen Zeilen.

Besonders gut funktioniert ihre Chemie mit Aurel Bereuters Moonface Martin. Der Gangster ist als Reverend getarnt an Bord, sein Maschinengewehr im Geigenkasten versteckt. Er orgelt Predigten und befummelt Damen, marschiert zum reichen Yale-Absolventen Elisha Whitney in die Kabine, klaut ihm Brille und Champagner. Whitneys Faktotum Billy (Nathanael Schauer mehr als großäugiger Schlacks denn als romantischer Liebhaber) ist heimlich an Bord. Er hat sich in die junge Hope Harcourt (Corinna Ellwanger) verliebt, eine Neuengland-Blaublüterin. Sie soll Lord Evelyn, einen wirklichen Blaublüter, heiraten. Der Brite bleibt aber kaltblütig, bis er Reno begegnet. Christoph Rinke ist, neben Bereuter und Marysol Ximénez-Carillo, das dritte Zugpferd der Produktion, mit seiner tapsigen Gypsy-Nummer und seinen unfreiwillig zotigen Einzeilern.

Für die Tanznummern hat Choreograf Stefan Haufe Hollywood-Musicals mit Gene Kelly und Fred Astaire studiert. Die Tänzer treten in hübschen Matrosenanzügen auf. Überall glimmern Lamé und Pailetten, weiß ragt das Schiffsdeck auf (Kostüme: Götz Lanzelot Fischer, Bühne: Bernd Franke). Die groß angelegte Produktion bietet trotz einiger Vorhersehbarkeiten angenehme Unterhaltung auf respektablem Musical-Niveau. Im Orchestergraben bringen die Musiker der Münsteraner Sinfoniker unter Stefan Veselka auch die musikalischen Pointen präzise rüber.

[...] Mit strahlkräftigen Musicaldarstellern ist die groß angelegte Stadttheaterproduktion eines US-Klassikers von Cole Porter zur richtig guten Unterhaltung geworden.

Edda Breski, Westfälischer Anzeiger, 2. März 2015

 

Gute Laune pur in Münster … Ulrich Peters bietet mit dieser Inszenierung kurzweilige Unterhaltung, die zahlreiche Musicalfans nach Münster locken dürfte. Diese Produktion kann mit den kommerziellen Musical-Tempeln außerhalb der Stadttheater durchaus mithalten… Das Premierenpublikum … feiert das Ensemble, das Regieteam und das Orchester mit stehenden Ovationen.

Thomas Molke, onlinemusikmagazin, 3. März 2015

 

Es ist eine kunterbunte Gesellschaft, die sich da im New Yorker Hafen versammelt, um auf der MS America nach Europa zu schippern. Neben den Schönen und Reichen und denen, die dafür gehalten werden wollen, auch noch jede Menge recht skurriler Typen. Da ist die durch den Börsenkrach verarmte Witwe Harcourt samt Tochter Hope, die den Familienwohlstand durch die Ehe mit dem spleenigen Lord Oakleigh retten soll: der Börsenmagnat Elisha Withney und sein Assistent Billy, der rettungslos in Hope verliebt ist sowie ein echter und ein falscher Missionar, der so gern Al Capone wäre, eine Gangsterbraut, die sich der gutaussehenden Matrosen annimmt und die hinreißende Nachtclubsängerin Reno. Cole Porter gruppiert in Anything Goes also eine hochexplosive Mischung auf dem Überseedampfer.

Intendant Ulrich Peters und seinem Regieteam gelingt es aber, alle mit ruhiger Hand durch stürmische, turbulente Fahrwasser zum allumfassenden Happy-End zu führen. Bernd Franke baut ein Schiff – im ersten Teil das Deck mit Kapitänsbrücke , im zweiten einen Club im inneren Teil, den man heute auf den Aidas oder sonstigen Schiffen der Kreuzfahrtflotte wohl als Showroom bezeichnen würde. Und überall ist Bewegung auf der Bühne, ständig gibt es etwas zu sehen. Dabei lässt Peters seine Akteure jedoch nie in Hektik verfallen und die herrlichen Dreißiger-Jahre Kostüme Götz Lanzelot Fischers tragen dazu bei, dass ein großer optischer Augenschmaus herbeigezaubert wird. [...]

Ulrich Peters gelingt vor allem eines: drei Sparten seines Hauses und Gäste zu einer höchst ansehnlichen Zusammenarbeit zu verbinden: Für das TanzTheaterMünster schafft Stefan Haufe keine spektakuläre, aber eine höchst dekorative Choregrafie. Wer möchte sich in Münster eine Operette, ein Musical noch ohne Tanz vorstellen? Dann sind da die Musicalprofis Nathanael Schaer als Billy und Corinna Ellwanger (Hope), Katharina Schutza (Erma) und vor allem die temperamentvolle Marysol Ximénez-Carillo als umwerfende Reno. Sie alle haben diesen so genretypischen Schmelz in der Stimme.

Dazu gesellt sich Suzanne McLeod aus dem Opernensemble als Evangeline Harcourt, die mit Bühnenpräsenz glänzt und mit einem höchst virtuosen Ohnmachtsanfall. Die Damen und Herren des Opernchors Inna Batyuks können in vielfältigen kleinen Rollen ihre gesanglichen und auch schauspielerischen Qualitäten zur Geltung bringen. Das macht einfach Spaß.

Spaß macht es auch zu sehen, wie die Schauspieler die Mischung aus Spiel und Gesang aufgreifen und - ein klein wenig anarchischer - Teil des Ganzen werden. Da ist der wunderbar quirlige Tom Ohnerast als quirliger Zahlmeister, der anscheinend immer überall ist, da ist Frank-Peter Dettmann als hanseatischer Kapitän und Gerhard Mohr, der den amerikanischen Börsenspekulanten mit allen typischen Attributen gibt. Aurel Bereuter als falscher Priester und Möchtegern-Ganove hat immer den richtigen Spruch auf den Lippen und bringt das Geschehen immer wieder durcheinander. Der Höhepunkt aber ist sicher Christoph Rinke als Lord Oakleigh. Wie er – very british – zwischen Pflicht und Liebe hin- und hergerissen wird, ist genauso toll anzusehen wie seine sprachlichen Verwirrungen zwischen amerikanischem und britischem Englisch.

Last but not least: die „Kapelle“; Stefan Veselka und seine Crew bieten – unter Deck sitzend - Cole Porter vom Feinsten - „astreine“ Bläser, tönendes Schlagwerk und ein wunderbares Lobby-Klavier.

Thomas Hilgemeier, theaterpur.net, 2. März 2015


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