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ANTIGONE

Tragödie von Sophokles

Deutsch von Claus Bremer, Rolf Becker, Gottfried Greiffenhagen
  • Lilly Gropper, Hubertus Hartmann, Maximilian Scheidt, Florian Steffens, Johanna Marx — © Ludwig Olah
    Lilly Gropper, Hubertus Hartmann, Maximilian Scheidt, Florian Steffens, Johanna Marx
    © Ludwig Olah
  • Florian Steffens, Maximilian Scheidt — © Ludwig Olah
    Florian Steffens, Maximilian Scheidt
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  • Mark Oliver Bögel, Lilly Gropper, Johanna Marx — © Ludwig Olah
    Mark Oliver Bögel, Lilly Gropper, Johanna Marx
    © Ludwig Olah
  • Johanna Marx, Florian Steffens — © Ludwig Olah
    Johanna Marx, Florian Steffens
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  • Johanna Marx, Mark Oliver Bögel — © Ludwig Olah
    Johanna Marx, Mark Oliver Bögel
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  • Maximilian Scheidt, Mark Oliver Bögel — © Ludwig Olah
    Maximilian Scheidt, Mark Oliver Bögel
    © Ludwig Olah
  • Johanna Marx, Lilly Gropper — © Ludwig Olah
    Johanna Marx, Lilly Gropper
    © Ludwig Olah
  • Johanna Marx, Hubertus Hartmann, Lilly Gropper, Mark Oliver Bögel, Maximilian Scheidt, Florian Steffens — © Ludwig Olah
    Johanna Marx, Hubertus Hartmann, Lilly Gropper, Mark Oliver Bögel, Maximilian Scheidt, Florian Steffens
    © Ludwig Olah
  • Johanna Marx, Florian Steffens — © Ludwig Olah
    Johanna Marx, Florian Steffens
    © Ludwig Olah
  • Johanna Marx, Mark Oliver Bögel — © Ludwig Olah
    Johanna Marx, Mark Oliver Bögel
    © Ludwig Olah
  • Florian Steffens, Johanna Marx — © Ludwig Olah
    Florian Steffens, Johanna Marx
    © Ludwig Olah
  • Maximilian Scheidt, Mark Oliver Bögel, Florian Steffens, Johanna Marx — © Ludwig Olah
    Maximilian Scheidt, Mark Oliver Bögel, Florian Steffens, Johanna Marx
    © Ludwig Olah

Weitere Termine

Leider keine weiteren Termine geplant.

Das ist kein Staat, der einem nur gehört. | Antigone, Tochter des Ödipus, ist durch den Fluch, der auf ihrer Familie liegt, von vornherein zum Unglück verurteilt. Trotzdem kämpft sie – gegen einen Herrscher, gegen den Mann, gegen die Staatsräson. Sie kämpft für eine Sache, an die sie so zweifelsfrei glaubt, dass sie bereit ist, ihr Leben zu opfern. Den im Krieg um Theben gefallenen Bruder will sie ordentlich begraben, obwohl der Machthaber Kreon dies verboten hat – die Leiche des Feindes der Stadt soll am Strand verrotten. Sie will das verteidigen, was sie für verantwortliches Handeln hält, für Menschlichkeit, für göttliches Recht. Sophokles’ Frauenfigur ist eine Heimsuchung für den Mächtigen, eine Widerständlerin, die das System radikal in Frage stellt und das Individuum absolut setzt. Aber hat Antigone Recht? Kreon verteidigt ihr und seinem Sohn Haimon gegenüber den Wert von Regeln, die eine Gemeinschaft zum Zusammenleben braucht. Doch wer bestimmt diese Regeln? Jeder für sich, alle miteinander oder ein Mächtiger? Und unter welchen Bedingungen ist die Revolution vertretbar? Am Ende von Sophokles Tragödie (442 v. Chr.) sind Antigone, Kreon und Haimon tot, umgekommen durch menschliche Fehlbarkeit in einem ewig unlösbaren philosophischen und machtpolitischen Konflikt.

In den Vorstellungen von »Antigone« sitzen inszenierungsbedingt alle Zuschauer auf Sitzkissen. Sollten Sie unter körperlichen Einschränkungen leiden, melden Sie sich bitte direkt vor der Vorstellung beim Einlasspersonal im Foyer. Es steht eine begrenzte Zahl anderer Sitzgelegenheiten zur Verfügung.

Spieldauer ca. 80 Minuten, keine Pause

 

AUS DER PRESSE:

»Antigone«, das griechische Drama des Sophokles, hat eine verschlungene mythologische Vorgeschichte, die man als Zuschauer von Stefan Ottenis Inszenierung aber gar nicht kennen muss. In Münsters Kleinem Haus bekommt man den Ausgangspunkt des Konflikts ganz handfest serviert. Um anschließend zu verfolgen, wie die Titelheldin sich über das Gesetz des Königs von Theben erhebt und ihren toten Bruder beerdigt. Sehenden Auges nimmt sie in Kauf, dafür mit dem Tod bestraft zu werden.
Antigone, die Gesetzesbrecherin, und Kreon, der Herrscher, sind hier keine Figuren aus ferner Vergangenheit. Wenn die junge Frau in Jeans und Stiefeln sich verbal mit dem grauhaarigen Mann im feinen Anzug anlegt, klingt das wie eine aktuelle politische Debatte. »Ich finde mein Verbrechen vernünftig«, sagt Antigone vorab zu ihrer Schwester Ismene, und die Schauspielerin Johanna Marx macht aus der Figur eben keine Furie oder verkappte Terroristin, sondern eine Frau, die ihre Position mit Argumenten zu rechtfertigen sucht.
Womit sie bei Kreon aber auf Granit beißt, denn der verweist vehement auf die Bedeutung seines Gesetzes, das Thebens Bürgern Sicherheit gewähre. Mark Oliver Bögel spielt das mit flammender Inbrunst: Die Schäubles und Steinbrücks dieser Welt könnten sich von der Beredsamkeit dieses Politikers ein Scheibchen abschneiden. Die Figur steht so sehr im Mittelpunkt, dass der Abend eigentlich auch »Kreon« heißen könnte. [...]
Enorm verschlankt und auf »Tatort«-Maß gestutzt, wird der antike Klassiker hier zum spannenden Polit-Drama. Nicht der schlechteste Abend-Termin auch für Politiker.
Harald Suerland, Westfälische Nachrichten, 29. April 2013

Wie ein Ei schließt sich die Spielfläche um die Zuschauer. Im umgebauten, weiß verhängten Kleinen Haus in Münster soll es ans Ursprüngliche gehen: »Antigone« nach Sophokles ist in der Regie von Stefan Otteni eine gekürzte, stark überarbeitete und christlich eingefärbte Untersuchung menschlicher Regungen und Bedürfnisse. Die Schauspieler agieren aus dem Publikum heraus, es geht also, heißt das, um Fragen, die uns alle betreffen. Eteokles und Polyneikes sind die Söhne des Ödipus und als solche Opfer des Labdakidenfluchs, der alle Familienmitglieder dem Untergang weiht. Die Brüder kämpfen um die Stadt Theben. In Münster fließt Kunstblut, Maximilian Scheidt und Florian Steffens, beide später als Wächter und Haimon zu sehen, beharken sich in einem minutenlangen Ringkampf.Kreon, Herr von Theben, verbietet die Bestattung des Polyneikes, der als Feind seiner Vaterstadt an offener Luft liegen bleiben soll. Marc Oliver Bögel spielt einen Technokraten, der auf Vorwürfe mit Staunen und Selbstgerechtigkeit reagiert. Ihm gegenüber steht Antigone, die Johanna Marx als junge Heroin gibt. Sie bestattet ihren Bruder und geht dafür in den Tod. Ganz entschlossen wirkt sie aber nicht, sie tauscht leidenschaftliche Küsse mit Haimon. Otteni vermischt Spielebenen und Zuschauerrollen. Der Chor (Ismene, Teiresias und Kreon wechseln die Spielrollen) erhebt sich aus den Reihen des Publikums, das auf Schaumstoffkissen um die Spielfläche herum sitzt (Bühne und Kostüme: Peter Scior).
Edda Breski, Westfälischer Anzeiger, 1. Mai 2013

Herausgekommen ist eine spannende, differenziert gespielte und mitunter etwas unbequeme Aufführung.
Unbequem aus zweierlei Gründen. Zum einen, weil die Zuschauer in einem Kreis um die Bühne auf niedrigen Schaumstoffblöcken sitzen mussten. Das zieht mit der Zeit ein bisschen in den Beinen. Andererseits schafft es eine unmittelbare Atmosphäre. Man ist in das Geschehen involviert, als wäre man selbst ein Bürger Thebens. Die zweite Unbequemlichkeit liegt im Stoff selbst begründet und ist philosophischer Natur. Was hier verhandelt wird, ist der zeitlose Konflikt zwischen staatlichem Recht und moralischem Gesetz. In diesen Konflikt gerät Antigone, die Schwester von Polyneikes, wenn sie trotz Kreons Verbot den Toten begräbt, wie es die Götter verlangen.
Otteni stützt sich auf eine moderne Übersetzung von Claus Bremer, Rolf Becker und Gottfried Greifenhagen. Das macht es dem Zuschauer leichter, den Dialogen zu folgen. Hinzu kommt, dass sich die Schauspieler als hervorragende Sprecher erweisen und keine abgehobenen Kunstfiguren, sondern lebendige Menschen aus Fleisch und Blut auf die Bühne bringen. Selbst der Chor, der hier vom Ensemble gestellt wird, verkündet kein schicksalhaftes Diktum. Was er zu sagen hat, entwickelt sich, als würden die Beteiligten über ein Problem laut nachdenken.
Johanna Marx tritt als Antigone in Jeans und T-Shirt auf (Bühne und Kostüme: Peter Scior) und wirkt wie eine moderne, etwas aufsässige junge Frau, die sich nichts vorschreiben lässt.
Helmut Jasny, Münstersche Zeitung, 29. April 2013

Info

Das ist kein Staat, der einem nur gehört. | Antigone, Tochter des Ödipus, ist durch den Fluch, der auf ihrer Familie liegt, von vornherein zum Unglück verurteilt. Trotzdem kämpft sie – gegen einen Herrscher, gegen den Mann, gegen die Staatsräson. Sie kämpft für eine Sache, an die sie so zweifelsfrei glaubt, dass sie bereit ist, ihr Leben zu opfern. Den im Krieg um Theben gefallenen Bruder will sie ordentlich begraben, obwohl der Machthaber Kreon dies verboten hat – die Leiche des Feindes der Stadt soll am Strand verrotten. Sie will das verteidigen, was sie für verantwortliches Handeln hält, für Menschlichkeit, für göttliches Recht. Sophokles’ Frauenfigur ist eine Heimsuchung für den Mächtigen, eine Widerständlerin, die das System radikal in Frage stellt und das Individuum absolut setzt. Aber hat Antigone Recht? Kreon verteidigt ihr und seinem Sohn Haimon gegenüber den Wert von Regeln, die eine Gemeinschaft zum Zusammenleben braucht. Doch wer bestimmt diese Regeln? Jeder für sich, alle miteinander oder ein Mächtiger? Und unter welchen Bedingungen ist die Revolution vertretbar? Am Ende von Sophokles Tragödie (442 v. Chr.) sind Antigone, Kreon und Haimon tot, umgekommen durch menschliche Fehlbarkeit in einem ewig unlösbaren philosophischen und machtpolitischen Konflikt.

In den Vorstellungen von »Antigone« sitzen inszenierungsbedingt alle Zuschauer auf Sitzkissen. Sollten Sie unter körperlichen Einschränkungen leiden, melden Sie sich bitte direkt vor der Vorstellung beim Einlasspersonal im Foyer. Es steht eine begrenzte Zahl anderer Sitzgelegenheiten zur Verfügung.

Spieldauer ca. 80 Minuten, keine Pause

 

AUS DER PRESSE:

»Antigone«, das griechische Drama des Sophokles, hat eine verschlungene mythologische Vorgeschichte, die man als Zuschauer von Stefan Ottenis Inszenierung aber gar nicht kennen muss. In Münsters Kleinem Haus bekommt man den Ausgangspunkt des Konflikts ganz handfest serviert. Um anschließend zu verfolgen, wie die Titelheldin sich über das Gesetz des Königs von Theben erhebt und ihren toten Bruder beerdigt. Sehenden Auges nimmt sie in Kauf, dafür mit dem Tod bestraft zu werden.
Antigone, die Gesetzesbrecherin, und Kreon, der Herrscher, sind hier keine Figuren aus ferner Vergangenheit. Wenn die junge Frau in Jeans und Stiefeln sich verbal mit dem grauhaarigen Mann im feinen Anzug anlegt, klingt das wie eine aktuelle politische Debatte. »Ich finde mein Verbrechen vernünftig«, sagt Antigone vorab zu ihrer Schwester Ismene, und die Schauspielerin Johanna Marx macht aus der Figur eben keine Furie oder verkappte Terroristin, sondern eine Frau, die ihre Position mit Argumenten zu rechtfertigen sucht.
Womit sie bei Kreon aber auf Granit beißt, denn der verweist vehement auf die Bedeutung seines Gesetzes, das Thebens Bürgern Sicherheit gewähre. Mark Oliver Bögel spielt das mit flammender Inbrunst: Die Schäubles und Steinbrücks dieser Welt könnten sich von der Beredsamkeit dieses Politikers ein Scheibchen abschneiden. Die Figur steht so sehr im Mittelpunkt, dass der Abend eigentlich auch »Kreon« heißen könnte. [...]
Enorm verschlankt und auf »Tatort«-Maß gestutzt, wird der antike Klassiker hier zum spannenden Polit-Drama. Nicht der schlechteste Abend-Termin auch für Politiker.
Harald Suerland, Westfälische Nachrichten, 29. April 2013

Wie ein Ei schließt sich die Spielfläche um die Zuschauer. Im umgebauten, weiß verhängten Kleinen Haus in Münster soll es ans Ursprüngliche gehen: »Antigone« nach Sophokles ist in der Regie von Stefan Otteni eine gekürzte, stark überarbeitete und christlich eingefärbte Untersuchung menschlicher Regungen und Bedürfnisse. Die Schauspieler agieren aus dem Publikum heraus, es geht also, heißt das, um Fragen, die uns alle betreffen. Eteokles und Polyneikes sind die Söhne des Ödipus und als solche Opfer des Labdakidenfluchs, der alle Familienmitglieder dem Untergang weiht. Die Brüder kämpfen um die Stadt Theben. In Münster fließt Kunstblut, Maximilian Scheidt und Florian Steffens, beide später als Wächter und Haimon zu sehen, beharken sich in einem minutenlangen Ringkampf.Kreon, Herr von Theben, verbietet die Bestattung des Polyneikes, der als Feind seiner Vaterstadt an offener Luft liegen bleiben soll. Marc Oliver Bögel spielt einen Technokraten, der auf Vorwürfe mit Staunen und Selbstgerechtigkeit reagiert. Ihm gegenüber steht Antigone, die Johanna Marx als junge Heroin gibt. Sie bestattet ihren Bruder und geht dafür in den Tod. Ganz entschlossen wirkt sie aber nicht, sie tauscht leidenschaftliche Küsse mit Haimon. Otteni vermischt Spielebenen und Zuschauerrollen. Der Chor (Ismene, Teiresias und Kreon wechseln die Spielrollen) erhebt sich aus den Reihen des Publikums, das auf Schaumstoffkissen um die Spielfläche herum sitzt (Bühne und Kostüme: Peter Scior).
Edda Breski, Westfälischer Anzeiger, 1. Mai 2013

Herausgekommen ist eine spannende, differenziert gespielte und mitunter etwas unbequeme Aufführung.
Unbequem aus zweierlei Gründen. Zum einen, weil die Zuschauer in einem Kreis um die Bühne auf niedrigen Schaumstoffblöcken sitzen mussten. Das zieht mit der Zeit ein bisschen in den Beinen. Andererseits schafft es eine unmittelbare Atmosphäre. Man ist in das Geschehen involviert, als wäre man selbst ein Bürger Thebens. Die zweite Unbequemlichkeit liegt im Stoff selbst begründet und ist philosophischer Natur. Was hier verhandelt wird, ist der zeitlose Konflikt zwischen staatlichem Recht und moralischem Gesetz. In diesen Konflikt gerät Antigone, die Schwester von Polyneikes, wenn sie trotz Kreons Verbot den Toten begräbt, wie es die Götter verlangen.
Otteni stützt sich auf eine moderne Übersetzung von Claus Bremer, Rolf Becker und Gottfried Greifenhagen. Das macht es dem Zuschauer leichter, den Dialogen zu folgen. Hinzu kommt, dass sich die Schauspieler als hervorragende Sprecher erweisen und keine abgehobenen Kunstfiguren, sondern lebendige Menschen aus Fleisch und Blut auf die Bühne bringen. Selbst der Chor, der hier vom Ensemble gestellt wird, verkündet kein schicksalhaftes Diktum. Was er zu sagen hat, entwickelt sich, als würden die Beteiligten über ein Problem laut nachdenken.
Johanna Marx tritt als Antigone in Jeans und T-Shirt auf (Bühne und Kostüme: Peter Scior) und wirkt wie eine moderne, etwas aufsässige junge Frau, die sich nichts vorschreiben lässt.
Helmut Jasny, Münstersche Zeitung, 29. April 2013

Leitung

Inszenierung Stefan Otteni

Bühne & Kostüme Peter Scior

Dramaturgie Kathrin Mädler

Kampfchoreografie Klaus Figge


Besetzung

Antigone Johanna Marx

Ismene Lilly Gropper

Kreon Mark Oliver Bögel

Wächter Maximilian Scheidt

Haimon Florian Steffens

Teiresias Hubertus Hartmann

Besetzung

Leitung

Inszenierung Stefan Otteni

Bühne & Kostüme Peter Scior

Dramaturgie Kathrin Mädler

Kampfchoreografie Klaus Figge


Besetzung

Antigone Johanna Marx

Ismene Lilly Gropper

Kreon Mark Oliver Bögel

Wächter Maximilian Scheidt

Haimon Florian Steffens

Teiresias Hubertus Hartmann



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