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ANNA KARENINA

nach dem Roman von Leo Tolstoi in einer Fassung von Armin Petras

  • © Oliver Berg

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»Alle glücklichen Familien gleichen einander, jede unglückliche Familie ist unglücklich auf ihre Art.«

Sa, 19. Januar 2019
19.30 · Kleines Haus · Preise D
Samstagabo Kleines Haus

Anna Karenina, eine der großen Frauengestalten der Welt­literatur, strebt in Leo Tolstois Jahrhundertroman nach absolutem Liebesglück. Doch ist dieses Glück den Verlust ihrer Familie wert?

An einem Bahnsteig treffen Anna Karenina und Graf Alexej Wronski zusammen. Und obwohl Anna eine verheiratete Frau und Mutter ist, kann Graf Wronski nicht von ihr und sie nicht von ihm lassen – die Liebe der beiden ist zu groß und voller Sehnsucht nach dem vollkommenen Glück. Als Anna von Wronski ein Kind erwartet, muss sie sich ihrem Ehemann anvertrauen. Die Ehe der Karenins zerbricht. Auch die Liebesbeziehungen der anderen Familienmitglieder stehen unter unglücklichen Sternen: Annas Bruder Stefan ist ein Lebemann und betrügt seine Ehefrau Dascha. Ihrer Schwester Kitty möchte Dascha ein solch fahles Liebesleben ersparen und rät ihr zur Ehe mit dem Gutsbesitzer Lewin – doch eigentlich wartet Kitty auf Graf Wronski, der nie zu ihr zurückkommen wird.

ANNA KARENINA entstand zwischen den Jahren 1873 – 1877 und wurde schon häufiger für das Theater adaptiert. Die Modernität des Stückes liegt in der Zerrissenheit der großartig gezeichneten Charaktere, die in einen unauflöslichen und existentiellen Konflikt zwischen persönlichem Glücksstreben und der Verantwortung gegenüber einer Gesellschaft geraten.

 

Aufführungsdauer ca. 150 Minuten, keine Pause

Info

Anna Karenina, eine der großen Frauengestalten der Welt­literatur, strebt in Leo Tolstois Jahrhundertroman nach absolutem Liebesglück. Doch ist dieses Glück den Verlust ihrer Familie wert?

An einem Bahnsteig treffen Anna Karenina und Graf Alexej Wronski zusammen. Und obwohl Anna eine verheiratete Frau und Mutter ist, kann Graf Wronski nicht von ihr und sie nicht von ihm lassen – die Liebe der beiden ist zu groß und voller Sehnsucht nach dem vollkommenen Glück. Als Anna von Wronski ein Kind erwartet, muss sie sich ihrem Ehemann anvertrauen. Die Ehe der Karenins zerbricht. Auch die Liebesbeziehungen der anderen Familienmitglieder stehen unter unglücklichen Sternen: Annas Bruder Stefan ist ein Lebemann und betrügt seine Ehefrau Dascha. Ihrer Schwester Kitty möchte Dascha ein solch fahles Liebesleben ersparen und rät ihr zur Ehe mit dem Gutsbesitzer Lewin – doch eigentlich wartet Kitty auf Graf Wronski, der nie zu ihr zurückkommen wird.

ANNA KARENINA entstand zwischen den Jahren 1873 – 1877 und wurde schon häufiger für das Theater adaptiert. Die Modernität des Stückes liegt in der Zerrissenheit der großartig gezeichneten Charaktere, die in einen unauflöslichen und existentiellen Konflikt zwischen persönlichem Glücksstreben und der Verantwortung gegenüber einer Gesellschaft geraten.

 

Aufführungsdauer ca. 150 Minuten, keine Pause

Leitung

Inszenierung Max Claessen

Bühne & Kostüme Ilka Meier

Video Andreas Klein

Dramaturgie Barbara Bily


Besetzung

Anna Karenina Sandra Schreiber

Karenin Daniel Fries

Stefan Ilja Harjes

Dascha Isa Weiß

Kitty Andrea Spicher

Lewin Louis Nitsche

Wronski Jonas Riemer

Statisten Nele Erichsen, Rena Weniger, Viola Grötz, Margret Jahn, Bernward Bitter, Rainer Wübbelt, Jürgen Brakowski, Werner Möllenbeck

Besetzung

Leitung

Inszenierung Max Claessen

Bühne & Kostüme Ilka Meier

Video Andreas Klein

Dramaturgie Barbara Bily


Besetzung

Anna Karenina Sandra Schreiber

Karenin Daniel Fries

Stefan Ilja Harjes

Dascha Isa Weiß

Kitty Andrea Spicher

Lewin Louis Nitsche

Wronski Jonas Riemer


Statisten Nele Erichsen, Rena Weniger, Viola Grötz, Margret Jahn, Bernward Bitter, Rainer Wübbelt, Jürgen Brakowski, Werner Möllenbeck

»Liebe ist kälter als Russland«

Zahlreiche Verfilmungen des Tolstoi-Romans gibt es, und in Münsters Kleinem Haus zieht Regisseur Max Claessen genüsslich noch andere Parallelen: Auf einer Leinwand im Hintergrund werden ikonische Filmbilder zitiert, da trifft »Vom Winde verweht« auf den »Wolf of Wall Street«, während der knackige Wronski aussieht wie James Bond mit frischem Duschgel.

Doch Regisseur Claessen, der diese Typenparade mit frechem Witz und perfektem Timing serviert, hat weitaus mehr im Sinn. Er nutzt die Theaterfassung von Armin Petras, die durch eingearbeitete Erzählprosa und mit sprachlicher Modernisierung viel Ironiepotenzial hat, zur Fokussierung auf die Titelheldin.

Sandra Schreiber bringt in bewunderungswürdiger Weise die beiden Seiten der Anna-Figur auf Bühne und Projektion (Video: Andreas Klein). Als flirrende Schönheit inmitten der Soap-Gesellschaft prägt sie anfangs das Geschehen, gestaltet virtuos die Fieberwahn-Szene und zieht dann mit den mimischen Facetten, die sie als Ausdruck für Annas tödliche Verzweiflung in den Großaufnahmen bietet, die Zuschauer in ihren Bann. Jonas Riemers Wronski und Daniel Fries’ Karenin sind die punktgenau besetzten Männer an ihrer Seite […]

»Liebe ist kälter als Russland« steht zunächst auf dem Vorhang. Klingt witzig, stimmt aber: Hier geht es nicht um wohlige Melancholie aus Hollywood-Russland, sondern um ein bewegendes Schicksal.

Harald Suerland, Westfälische Nachrichten, 13. Januar 2019

 

Staunenswerte Vielfalt

Die Aufführung gelang so bezwingend, dass einem das Kleine Haus mitunter als riesige Weltbühne erschien. (…) Zentral wirkt Sandra Schreiber mit hochkonzentrierter Leistung als Liebende, die von Depression und Eifersucht langsam zerstört wird. In der letzten Stunde kann man die staunenswerte Vielfalt ihres Mienenspiels als auf eine Tuchwand projizierte Großaufnahme studieren: Selten nur wagt eine Künstlerin so viel.

Alexander Reuter, Die Glocke, 14. Januar 2019

 

Fesselnder Abend

Der Regisseur holt das vermeintlich nur historische, nur aufs Individuelle fokussierte Drama kongenial in die Gegenwart. Er wählt die Perspektive der Frauen, lenkt den Blick auf ihre Gefühle, ihre Verletzungen, ihre Hoffnungen. (…)

Dass der Abend über die volle Strecke fesselt, verdankt sich auch einem engagierten Ensemble, aus dem Sandra Schreiber hervorragt. (…) Schreiber strahlt ohne, ohne ihre Mitspieler zu verschatten. Jonas Riemer gibt den Wronski nicht einfach nur als Macho, sondern mit vielen Zwischentönen. Daniel Fries´ Karenin ist mehr als der auf seine Position bedachte Politiker, und immer wieder schlüpft er auch in die Rolle des gemeinsamen Sohnes. Spicher vermittelt überzeugend den Reifeprozess der Kitty. Ilja Harjes ist als Stefan ein schöner Schlawiner. Louis Nitsche verkörpert sensibel die Selbstzweifel und Unsicherheit des Landeis Lewin. Großer Beifall für die sehr zeitgemäße Auffrischung eines Literaturklassikers.

Ralf Stiftel, Westfälischer Anzeiger, 15. Januar 2018

 

Packende Suche nach dem »Sitz« im Leben

Facettenreich wie die Titelheldin des Romans von Leo Tolstoi legt Regisseur Max Claessen alle Figuren an. Man kann ihr Verhalten verstehen, zugleich aber sind sie unangenehm bis penetrant aufdringlich. Sehr menschlich also suchen sie alle nach ihrem persönlichen, kleinen Stück Glück - werden enttäuscht oder bescheiden sich mit dem, was ihnen geboten wird.

Daniel Fries ist Annas Ehemann Karenin, kaiserlicher Minister. Fries ist gar nicht so unnahbar und kühl, kommt eher sehr müde und verletzlich herüber und ist durchaus in seiner Beziehung kompromissbereit. Er bildet einen krassen Gegensatz zum Rittmeister Wronski, der ein Bild ist von einem Mann. Er scheint Anna bedingungslos zu begehren und stellt sich am Ende doch nur als egoman und wehleidig heraus. Jonas Riemer entlarvt den Charakterkern Wronskis unnachahmlich schonungslos.

Zwischen diesen beiden Männern steht Anna Karenina. Und Max Claessen findet unheimlich starke Bilder für ihre Stellung in dieser Dreiecksbeziehung […]

Stark der Schluss: Anna kommuniziert mit Wronski mittels einer Videoleinwand, manifestiert das Ende der Beziehung, das Ende ihres Lebens. Sandra Schreiber gelingt es da allein mit ihrer Mimik, uns zu fesseln. Wir hängen förmlich an ihren Lippen und sind überzeugt, dass die arme Frau recht haben muss. Auch wenn das gar nicht stimmen mag. Schreiber besitzt enorme Feinfühligkeit, um intensiv das Fragile, die Zerrissenheit der Anna Karenina herauszuarbeiten.

Max Claessen stellt mit Anna Karenina keinen großen Gesellschaftsroman auf die Bühne, sondern die ergreifende, packende Suche von Menschen nach ihrem »Sitz« im Leben.

Thomas Hilgemeier, theaterpur.net, 15. Januar 2018

Presse

»Liebe ist kälter als Russland«

Zahlreiche Verfilmungen des Tolstoi-Romans gibt es, und in Münsters Kleinem Haus zieht Regisseur Max Claessen genüsslich noch andere Parallelen: Auf einer Leinwand im Hintergrund werden ikonische Filmbilder zitiert, da trifft »Vom Winde verweht« auf den »Wolf of Wall Street«, während der knackige Wronski aussieht wie James Bond mit frischem Duschgel.

Doch Regisseur Claessen, der diese Typenparade mit frechem Witz und perfektem Timing serviert, hat weitaus mehr im Sinn. Er nutzt die Theaterfassung von Armin Petras, die durch eingearbeitete Erzählprosa und mit sprachlicher Modernisierung viel Ironiepotenzial hat, zur Fokussierung auf die Titelheldin.

Sandra Schreiber bringt in bewunderungswürdiger Weise die beiden Seiten der Anna-Figur auf Bühne und Projektion (Video: Andreas Klein). Als flirrende Schönheit inmitten der Soap-Gesellschaft prägt sie anfangs das Geschehen, gestaltet virtuos die Fieberwahn-Szene und zieht dann mit den mimischen Facetten, die sie als Ausdruck für Annas tödliche Verzweiflung in den Großaufnahmen bietet, die Zuschauer in ihren Bann. Jonas Riemers Wronski und Daniel Fries’ Karenin sind die punktgenau besetzten Männer an ihrer Seite […]

»Liebe ist kälter als Russland« steht zunächst auf dem Vorhang. Klingt witzig, stimmt aber: Hier geht es nicht um wohlige Melancholie aus Hollywood-Russland, sondern um ein bewegendes Schicksal.

Harald Suerland, Westfälische Nachrichten, 13. Januar 2019

 

Staunenswerte Vielfalt

Die Aufführung gelang so bezwingend, dass einem das Kleine Haus mitunter als riesige Weltbühne erschien. (…) Zentral wirkt Sandra Schreiber mit hochkonzentrierter Leistung als Liebende, die von Depression und Eifersucht langsam zerstört wird. In der letzten Stunde kann man die staunenswerte Vielfalt ihres Mienenspiels als auf eine Tuchwand projizierte Großaufnahme studieren: Selten nur wagt eine Künstlerin so viel.

Alexander Reuter, Die Glocke, 14. Januar 2019

 

Fesselnder Abend

Der Regisseur holt das vermeintlich nur historische, nur aufs Individuelle fokussierte Drama kongenial in die Gegenwart. Er wählt die Perspektive der Frauen, lenkt den Blick auf ihre Gefühle, ihre Verletzungen, ihre Hoffnungen. (…)

Dass der Abend über die volle Strecke fesselt, verdankt sich auch einem engagierten Ensemble, aus dem Sandra Schreiber hervorragt. (…) Schreiber strahlt ohne, ohne ihre Mitspieler zu verschatten. Jonas Riemer gibt den Wronski nicht einfach nur als Macho, sondern mit vielen Zwischentönen. Daniel Fries´ Karenin ist mehr als der auf seine Position bedachte Politiker, und immer wieder schlüpft er auch in die Rolle des gemeinsamen Sohnes. Spicher vermittelt überzeugend den Reifeprozess der Kitty. Ilja Harjes ist als Stefan ein schöner Schlawiner. Louis Nitsche verkörpert sensibel die Selbstzweifel und Unsicherheit des Landeis Lewin. Großer Beifall für die sehr zeitgemäße Auffrischung eines Literaturklassikers.

Ralf Stiftel, Westfälischer Anzeiger, 15. Januar 2018

 

Packende Suche nach dem »Sitz« im Leben

Facettenreich wie die Titelheldin des Romans von Leo Tolstoi legt Regisseur Max Claessen alle Figuren an. Man kann ihr Verhalten verstehen, zugleich aber sind sie unangenehm bis penetrant aufdringlich. Sehr menschlich also suchen sie alle nach ihrem persönlichen, kleinen Stück Glück - werden enttäuscht oder bescheiden sich mit dem, was ihnen geboten wird.

Daniel Fries ist Annas Ehemann Karenin, kaiserlicher Minister. Fries ist gar nicht so unnahbar und kühl, kommt eher sehr müde und verletzlich herüber und ist durchaus in seiner Beziehung kompromissbereit. Er bildet einen krassen Gegensatz zum Rittmeister Wronski, der ein Bild ist von einem Mann. Er scheint Anna bedingungslos zu begehren und stellt sich am Ende doch nur als egoman und wehleidig heraus. Jonas Riemer entlarvt den Charakterkern Wronskis unnachahmlich schonungslos.

Zwischen diesen beiden Männern steht Anna Karenina. Und Max Claessen findet unheimlich starke Bilder für ihre Stellung in dieser Dreiecksbeziehung […]

Stark der Schluss: Anna kommuniziert mit Wronski mittels einer Videoleinwand, manifestiert das Ende der Beziehung, das Ende ihres Lebens. Sandra Schreiber gelingt es da allein mit ihrer Mimik, uns zu fesseln. Wir hängen förmlich an ihren Lippen und sind überzeugt, dass die arme Frau recht haben muss. Auch wenn das gar nicht stimmen mag. Schreiber besitzt enorme Feinfühligkeit, um intensiv das Fragile, die Zerrissenheit der Anna Karenina herauszuarbeiten.

Max Claessen stellt mit Anna Karenina keinen großen Gesellschaftsroman auf die Bühne, sondern die ergreifende, packende Suche von Menschen nach ihrem »Sitz« im Leben.

Thomas Hilgemeier, theaterpur.net, 15. Januar 2018


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